Was will ich?

29. April 2013

Diese simple Frage ist von größerer Tragweite, als sie auf den ersten Blick hin erscheinen mag. Ich beobachte nun schon seit fast zehn Jahren die Grenzwissen-Szene (virtuell und “real life”), und habe bestimmte Muster festgestellt:

Jemand kommt in die Grenzwissen-Szene und ist erstmal voller Neugier, Erstaunen, Ausprobierdrang  und vielleicht auch etwas eingeschüchtert. Dann wird alles verschlungen (konsumiert), was sich bietet, oder was zumindest den spezifischeren Interessen dieser Person entspricht. Bei manchen mag das Magie, Spiritualität, Lichtarbeit, Channeling etc. sein, bei anderen PSI, UFOlogie / Exopolitik, neue Energietechnologien, alternative Medizin, Wahrheitsbewegung usw. (oder in beliebig anderen Konstellationen). Das kann sich vom passiven Informationskonsum (Internet, Fachpublikationen, Videos…), über den Besuch von Stammtischen / Vorträgen / Kongressen, bis hin zur Teilnahme an verschiedensten Workshops erstrecken.

Doch was ist, wenn man eines Tages mal alles konsumiert und ausprobiert hat, was die Szene bis dato zu bieten hatte, und neues Material eigentlich immer nur noch ein Neuaufguss des alten ist? Ab diesem Punkt bleibt man entweder ein passiver Konsument, oder wird ein aktiver Macher. Viele verspüren inzwischen den letzteren Wunsch, jedoch steht ihnen da oft die größtmögliche Hürde im Weg: Sie selbst! Man sollte sich dieser Weggabelung daher ganz ernsthaft folgende Fragen beantworten:

  • Was will ich überhaupt konkret (für mich und für andere)?
  • Was kann ich beitragen / welche Fertigkeiten kann ich einbringen?
  • Wo sind meine Fachgebiete? Wo will ich mich weiterbilden?
  • Bin ich eher ein passiv Beteiligter (bis hin zum reinen Konsumenten) oder ein aktiver Macher?

Und da gibts meist erstmal ratlose Gesichter. Denn konkret stellen sich die Wenigsten diese Fragen, bzw. versuchen sie gar unbewusst zu umschiffen. Ich kenne es leider von inzwischen knapp einem dutzend ambitionierter Projekte, bei denen ich mitgemacht habe: Die meisten Beteiligten wissen nicht wirklich, was sie damit konkret für sich und für andere erreichen wollen. So hat man dann die Situation, dass alle darauf warten, bis irgendwer aus der Gruppe etwas macht bzw. den Ton angibt (erinnert das nicht irgendwie an eine Schafsherde?), statt das jedes Individuum selbst aktiv wird, und sein Ding durchzieht. Dass Ergebnis davon ist, das am Ende keiner etwas Konkretes macht, und alle ratlos fragend dastehen, warum das Projekt nicht in Gang kommt. Im besten Fall hat man ein oder zwei Alpha-Wesen, die konkret was in die Tat umsetzen. Aber dafür hätten diese dann auch keine große, passive Gruppe drumherum benötigt (die stellt sich dann in der Praxis sogar oft als Ballast heraus). Kurz darauf stagnieren und sterben solche Projekte dann auch wieder.

Doch die Gruppe will dann nicht selten auch was vom Kuchen abhaben, zu dem sie aber faktisch nichts beigetragen hat, sondern sich nur mit den fremden Federn schmücken will. Eine Konstellation, die man oft in großen Foren beobachtet (Forderung nach Demokratie / Mitspracherecht), obwohl diese Forderer weder rechtlich für das Forum haften, noch irgendeine signifikante Arbeit (Moderation, Pflege, Webdesign, Spenden…) dazu beigetragen haben. Man will Freiheit haben, ohne jedoch auch die Eigenverantwortung, welche mit echter Freiheit einhergeht, auf sich zu nehmen. Durch diesen Trugschluss (Abschieben von Eigenverantwortung) entsteht nämlich ironischerweise wieder Unfreiheit oder sogar freiwillige Versklavung.

Wo ist nun aber der konkrete Knackpunkt bei der Sache? Der Knackpunkt ist Selbstehrlichkeit. Will man ein aktiver Macher sein, oder ein passiver Konsument? Letzteres ist garnicht schlimm, wenn man es sich ehrlich eingesteht, und damit glücklich sein kann. Man braucht sogar einen gewissen Anteil an Konsumenten, bzw. jeder Neuling in der Grenzwissen-Szene ist zwangsläufig erstmal ein (Informations)Konsument. Aber wenn man so ein reiner Konsument ist, sollte man nicht glauben, zu dem Zeitpunkt etwas Anderes zu sein, sondern sich selbst realitisch betrachten. Und da hakt es leider bei vielen Leuten, aufgrund mangelnder Selbstehrlichkeit. Man muss sich erstmal selber konkret beantworten können, was man will. Solange dass nicht klappt, weiß man, das man sich selbst erstmal “konkretisieren” muss, oder eben mit der passiven Rolle vorlieb nimmt. Egal welchen Weg man da wählen mag; es erfordert Mut, denn man muss dazu selbstehrlich sein.

Dort kommt auch der Punkt “Authentizität” ins Spiel. Denn früher oder später merken die Leute, ob man selber wirklich weiß, was man will, und die Dinge Substanz haben, die man vertritt, oder ob man nur ein imposantes Luftschloss gebaut hat (und es dann nichtmal selber merkt bzw. merken will). Die einen leben ihr Thema durch Selbsterfahrung und aktive Auseinandersetzung authentisch, die anderen rezitieren nur (oft unkritisch) angelesene Informationen, oder verbreiten unreflektierte, bequeme Glaubenssätze, welche ihnen gerade in den Kram passen. Qualität und Produktivität kommt letztlich von den authentischen Machern, und das wird dann auch schnell erkannt.

Der alte Satz “An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!” ist da sehr treffend. Zugleich tauchen dann oft noch Kritiker oder Nörgler auf, die aber selbst nichts Substanzielles beizutragen haben. Offenbar wird das durch Neid genährt, weil sie selbst nicht die Courage aufbringen, authentische, aktive Macher, oder zumindest selbstehrliche Konsumenten auf ihren Gebieten zu sein. Zu diesem Aspekt fällt mir noch eine sehr passende bzw. schlicht geniale Szene aus “Rocky Balboa” (Rocky VI) ein:

Fazit: Wer also an diesem Punkt seiner “Grenzwissen-Karriere” angekommen ist, sollte die Selbstehrlichkeit nicht vernachlässigen, denn davon hängt letztlich alles in der eigenen Entwicklung ab. Ohne Selbstehrlichkeit gibt es nämlich letztlich auch keine Selbsterkenntnis, und ohne Selbsterkenntnis lebt man mit einer falschen Identität vor sich hin. Umso bitterer wird dann eines Tages die “rote Pille”, wenn der Selbstbetrug bzw. die Unauthentizität nicht mehr funktioniert. Und dafür wird die eigene Seele sorgen, denn Stagnation liegt nicht in ihrem Interesse.

Mein persönlicher Tipp: Macht einfach euer Ding und zieht es so durch, wie ihr euch das vorstellt, ohne zu deligieren oder darauf zu warten, das irgendjemand für euch den Startschuss gibt! Wenn die Sache Hand und Fuß hat, werdet ihr damit Resonanz auslösen, und die richtigen Leute zur Zusammenarbeit anziehen. Und wenn es diese Leute momentan nicht gibt, macht ihr es eben alleine. Aber hauptsache, ihr macht was, und wartet nicht nur, das die gewünschte Veränderung von außen herbeigeflogen kommt! ;)

Autor: Wingman

Soulfire Camp 2012

11. August 2012

In diesem ominösen Jahr 2012 feierte unser Soulfire Camp zugleich sein 5. Jubiläum. Spiegelten sich die Beobachtungen der Zeitqualität auch im diesjährigen Camp wieder? Wichtig war auf jeden Fall, das wieder Entspannung, Austausch und Naturerlebnisse im Vordergrund standen.

So nahmen die Dinge ihren Lauf…

Das Wetter war uns wohlgesonnen. Warm, aber immer mit einer erfrischenden Brise, und auch nicht zu wechselhaft. Selbst der spätabendliche Gewitter-Wolkenbruch am dritten Tage wirkte da irgendwie passend. Aber dazu später mehr…

Warm und sonnig, aber dank Brise sehr erträglich

Als wir, nach einer ersten Feuertaufe (der Hund einer Besucherin wurde leider angefahren – von hier aus gute Besserung!), an der Brandengrabenmühle ankamen, fiel uns zuerst eine große Veränderung auf: Weite Teile der bewaldeten Hügel auf der westlichen Seite waren abgeholzt. Dadurch wurde einem erstmal klar, wie groß, ausgedehnt und steil die Talhänge dort eigentlich sind. Neben dem ungewohnten Ersteindruck von “Verwüstung”, kam aber zugleich die positive Betrachtungsmöglichkeit auf, diese kahlen Hänge zu beteigen, um den Umstand für eine grandiose Aussicht auf das Tal zu nutzen.

Kahl ist das Tal (zum Glück nur teilweise)

Vor der (Wieder)Erkundung der Umgebung stand aber erstmal die Begrüßung der bereits zahlreich angereisten Besucher an. Zugleich wurde auch schon das obgligatorische Feuer entzündet (durchaus auch symbolisch zu verstehen :) ). Das Tageslicht schied langsam mit einem sanften Abendrot dahin, welches die dünnen Wolkenfetzen über uns boten. Eine schöne Untermalung für die kommenden Tage.

Soulfire - Skyfire?

Als die Sonne sich gänzlich abgewandt hatte, gesellte sich fast unmittelbar ein (Fast-)Vollmond dazu, welcher für eine natürliche Minimalbeleuchtung sorgte, und unsere aufgestellten Kerzen entlang des Mühlengeländes ergänzte. Die Funken des Lagerfeuers, sowie die Gespräche der Besucher, mischten sich mit der vom Mondlicht erhellten Himmelsecke, was für eine mystische Stimmung an diesem ersten Abend sorgte.

Mystische Stimmung im Feuer- und Mondlicht

Am nächsten Morgen packte uns die Erkundungsneugier bezüglich der kahlen Hügel. Wir hatten keinen weiten Weg, mußten aber eine tiefere Stelle des Baches neben der Brandengrabenmühle überwinden. Dazu erwählten wir kurzerhand einen Baumstamm, welcher sich über den Bach erstreckte. Durchaus eine kleine Herausforderung für den im Alltag so sträflich unterforderten Gleichgewichtssinn. Doch der Weg über den Baumstamm wurde gemeistert, ohne mit der Schwerkraft und dem Wasser in nähere Bekanntschaft zu treten.

Schwächt bei ungeschickter Anwendung den Stammbaum

Dann begann der steile und schräge Aufstieg über spitzes Geäst, Baumstumpfe und Fragmente von Schieferplatten. Vor uns lag eine imposante, lange Schneise, die bis zur Spitze des Tals führte. Wir beschlossen, darauf zuzusteuern, und uns kamen spontan Analogien zu Ski-Schanzen in den Sinn (wobei das hier sicherlich einige, schwindelerregende Größenordnungen mehr hatte).

Himmelsleiter...

Zwischen der Schneise klaffte jedoch überraschenderweise eine große Schlucht, die von unten aus nicht zu sehen war. Ein gutes Beispiel, das vieles eine Frage der Perspektive ist (nicht nur geografisch ;) ).

...oder Ski-Schanze des Wahnsinns?

Wir wurden bezüglich der Aussicht auch nicht enttäuscht: Der weite Blick, der sehr klein gewordene Bach und die Teile der Mühle, welche durch die Bäume zu sehen waren, zeigten uns, das wir sehr hoch und sehr steil geklettert waren.

Eine erhöhte Sicht der Dinge

Der Blick in die Gegenrichtung hatte es auch in sich, und führte uns gut vor Augen, wie steil oder gar überhängend einige der bewaldeten Schieferfelsstrukturen im Ehrenburgertal sind.

Epochale Aussichten epischer Epik

Nach dieser Kletteraktion fuhren wir in ein benachbartes Dorf (eher das Übernächste), um Besorgungen für das Camp zu machen. Darunter erfrischende Getränke, fleischiges und vegetarisches Grillgut und keksartige Knabbereien. Inzwischen waren noch mehr Leute eingetroffen, die sich in interessanten Gesprächsrunden zusammenfanden. Sowohl um das permanent brennende Lagerfeuer, als auch in der Bar, deren gemütlichen Vorraum und dem hinteren Platz beim berühmten Baumgesicht.

Verschwörungstheoretiker-Easter Egg inside!

Irgendwann wurde ein Vortrag für den späten Nachmittag angekündigt, aber keiner wußte sorecht, von wem er kommen sollte und zu welchem Thema es sich handeln wird. Da sich noch nichts tat, beschlossen wir auf einem neuen Pfad wandern zu gehen, der zu einer guten Aussichtsstelle führen sollte.

Wandernde Schatten auf Wanderschaft

Wir hatten uns schon vor dem Camp vorgenommen, den Sonnenuntergang zu fotografieren, was taltechnisch bedingt aber nur von oberhalb gehen würde. Der sehr lange Pfad führte bis an die Spitze des Tals, und darüber hinaus auf das “flache” Land. Der unerwartete bzw. abrupte Landschaftswechsel hatte schon was für sich. Wir erkundeten ein bisschen die dortige Gegend, welche hauptsächlich aus Bauernhöfen und Landstraßen bestand. Die fast absolute Stille und der nicht vorhandene Verkehr waren ein ungewohntes Ambiente. Man hätte quasi minutenlang auf der Mitte der Landstraße wandern können, ohne irgendein Fahrzeug in der Ferne zu sehen. Nur ein Spaziergänger mit Hund (oder ein Hund mit Spaziergänger?) kreuzte unseren Weg.

Land in Sicht!

Nach ein paar Minuten zogen dichtere Wolken am Horizont auf, welche sich in weiter Ferne schon als Regen zu entladen schienen. Es sah so aus, als würden sie unseren Sonnenuntergang vereiteln. Die Wolken blieben aber letztlich doch auf Abstand, und gaben später im richtigen Moment den Blick frei.

Ferner Erguss der Naturgewalten

Auf dem Rückweg bewegten wir uns entlang der Schieferhänge, und fanden schließlich einen vielversprechenden Aussichtspunkt. Dort ließen wir uns auf den durchaus bequemen Schieferfelsen nieder, und genossen die nun doch freiliegende, untergehende Abendsonne. Nebenbei wurden natürlich Fotos gemacht, aber auch GPS-Koordinaten genommen, um die Stelle eines Tages eventuell wiederzufinden.

Ein zu erkletternder Sonnenuntergang

Die Akustik dort oben zwischen den Talwänden bot sogar einen interessanten Hall-Effekt, und irgendeine weit entfernte Kuh steuerte ihre lautstarken Laute bei. Unsere akustischen Reaktionen darauf schienen sogar teilweise erwidert zu werden. Offenbar dachte sich auch der Pilot einer kleinen Maschine, das eine sehenswerte Abendstimmung herrschte, und flog sogleich durch den Sonnenuntergang (relativistisch gesehen, versteht sich ;) ).

Flieger, grüß' mir die Sonne!

Kurz danach beschlossen wir, unseren Abstieg einzuleiten, da das abendliche Licht im tiefen Wald schnell schwindet. Wir wählten dieses Mal wieder den unkonventionellen Weg (wie schon 2011), und kletterten die steilen Schieferhänge herunter, bis sie wieder zu normalen Waldboden wurden.

Es gibt nicht nur schroffe Aufstiege im Leben

Von da aus gelangten wir noch mit etwas Mühe über einen tiefen, verwinkelten Bachgraben. Zuerst wollten wir dem Bachlauf nach unten folgen, jedoch gab es kein Ufer, sondern nur klaffende Hänge und Vertiefungen. Auf der anderen Seite kamen wir aber wieder auf den Wanderweg, welcher uns letztlich zurück zur Mühle führte.

Die Schneise der Strapazen

Sehr weit vor uns bemerkten wir eine der schwarzen Mühlenkatzen, welche aber schnell außer Sichtweite lief. Mir “gelang” aber noch ein unscharfes Foto auf Maximalzoom, welches sich sicherlich gut in weniger differenzierten, kryptozoologischen Artikeln machen würde (“Die Bestie vom Ehrenburgertal”, oder so ähnlich :D …).

Krypto-Cat oder Hypno-Cat?

Als wir an der Mühle ankamen, war der angekündigte Vortrag gerade zuende, und wir begannen, die abendliche Kerzenbeleuchtung aufzustellen. Die Stimmungsvollen Teelichter und das Lagerfeuer leuchteten abermals den Weg durch den dunkler werdenden Waldabend.

Pfad der Erleuchtung

Der nächste Tag wurde gleich mit angeregtem und interessanten Informationsaustausch begonnen, welcher garkein Ende nahm. Da wünscht man sich manchmal, mehrere Wochen Zeit zu haben, oder eine schnellere Kommunikationsform zu beherrschen. Am frühen Nachmittag konnten wir uns dann doch aufraffen, und begaben uns auf die (inzwischen) traditionelle Wanderung zur Ehrbachklamm (manchmal abfällig “Pandora für Arme” genannt). Es waren auch Neulinge dabei, die diesen spektakulären Ort noch nicht kannten, und für die ich mit Freude Touristenführer spielte.

Pandora für Arme? Nein, nur etwas kleiner...

Bei der Gelegenheit erkundeten wir auch gleich eine mysteriöse Höhle, welche sich atemberaubend tief in den Felsen hineinschlängelte (ca. 50cm) und seltsame Artefakte barg. Von diesem Ausflug noch ganz perplex, legten wir Rast beim großen Wasserfall ein, und diskutierten dabei über Theorien der frühen Erdgeografie (Superkontinent Pangea etc…). Auch das kontroverse “Hohle Erde”-Thema entfaltete sich, was ja nach der verwinkelten Höhlentour nicht hätte passender kommen können.

Reise zum Mittelpunkt der Ehrbachklamm

Nun war es Zeit für eine Stärkung. Statt den steilen Pfad zur Rauscheburg-Ruine zu nehmen, beschlossen wir dieses Mal zu erkunden, was sich jenseits der Klamm befindet. Nach einer Weile trafen wir auf eine Mühle die zu unserem Erstaunen sogar ein Mühlrad hatte.

Ein fleißig' Mühlrad friert nicht ein

Dort gönnten wir uns ein erfrischendes Eis, schauten uns Tafeln mit Höhendiagrammen an, und führten unsere interessanten Diskussionen fort. Ein kleiner, facettenaugiger Gast kümmerte sich zwischenzeitlich um die Abschmelzprodukte des Eises.

Schlürfi die Mühlenfliege, frönt ihrer Berufung

Da es zeitlich schon in Richtung Sonntag Abend ging, reisten einige Gäste bei unserer Rückkehr ab.  Der Rest machte es sich wieder am Feuer gemütlich. Dabei bot der Himmel ein Schauspiel aus dichten Wolken und Lichtstrahlen, welche durch die untergehende Sonne dahinter hervorkamen.

Strahlend blauer Himmel

Als Verköstigung bereiteten wir uns Würstchen und Grillkäse zu. Kurz nachdem wir uns verköstigt hatten, zog sich der Himmel zu, und ein gewaltiger Wolkenbruch mit Gewitter fand statt. Das Timing hätte nicht besser sein können. Die meisten Leute begaben sich, mangels Regenschutz, nach innen. Aber wir blieben noch eine Weile unter dem großen Schirm am Feuerplatz, und genossen das Spektakel. Es fand ein epischer Kampf zwischen Wolkenbruch-Schauer und dem Feuer statt. Am Ende waren die Flammen quasi erloschen, aber die Glut glühte unter den verbliebenen Holzstücken noch weiter.

Der Rauch qualmt immer noch!

Wir begaben uns noch für eine Weile in die Bar der Mühle, und tranken dort was. Dann ging es ins Bett, denn am nächsten Tag stand die Abreise bevor. Die gute Luft erzeugt einen tiefen Schlaf, und durch die Umgewöhnung möchte man manchmal kaum aufstehen. Der kommende Tag bot klares, leicht abgekühltes Wetter, was die Fluten aus der Nacht fast schon wieder gänzlich hinweggetrocknet hatte.

Solar-Trockner 2012™ in Action

Etwas später als geplant, konnten wir uns dann doch von den fesselnden Gesprächen losreißen, und als letze Gruppe vom Soulfire Camp 2012 abreisen. Wir alle wären gerne noch viel länger geblieben, doch die Zeit ist bekanntlich das Feuer, in dem wir verbrennen. Aber gerade aus diesem Grund werde ich mir nächstes Jahr wohl mehrere Extra-Tage gönnen. Denn jedes Jahr gibt es nur einmal. ;-)

Das Ende vom Anfang

Fazit: Es war für mich persönlich erstaunlich zu sehen, wie sich die empfundene Zeitqualität über das Jahr hinweg in vielen Besuchern bestätigte, die ich seit 2011 (oder gar länger) nicht mehr gesehen hatte. Was immer an 2012 dran sein mag, es scheint uns richtig durchzuspülen, und verhilft zu Transformationsprozessen von Aspekten, die bisher in den unbeachteten Tiefen des Unbewußten schlummerten. Das kann sehr anstrengend sein, aber es lohnt sich ausnahmslos. Auch wenn man einigen Besuchern die Strapazen ansah, so schloss sich am Ende wieder der Soulfire-Kreis. Für mich persönlich war es das bisher innerlich ausgeglichendste Camp, und ich konnte dabei auch meine bescheidenen Erfahrungen zu so manchem Transformationsaspekt beisteuern.

Ich wünsche uns allen eine fortwährende Bewusstseinsentwicklung voller Neugier, Verwunderung und Freude, und freue ich auf ein Wiedersehen im Sommer 2013! :D

Soulfire Camp 2011
Soulfire Camp 2010
Soulfire Camp 2009

stevenblack – Soulfire Camp 2012
Soulfire Camp – Website

Autor: Wingman

Neutralität

24. Juni 2012

Sehr oft erlebt man in der Grenzwissen-Szene (und auch generell) verbissene Diskussionen um den eigenen Standpunkt, bzw. um Glaubenssätze. Denn selten basieren die Diskussionspunkte auf eigenen Erfahrungen, sondern stellen nur “Meinungen” dar, die nicht durch einen Erkenntnisprozess entstanden sind. Man erlebt dabei zwei Schubladen: “Glauben” und “Nicht-Glauben”. Wird beispielsweise ein neuer Erfahrungsbericht gepostet, oder eine vermeindlich paranormale Aufnahme, so liest man schnell undifferenzierte “Glaub ich!” oder “Fake!”-Äußerungen. Jedoch hat man selten wirkliche Nachforschungen dahinter, sondern es wird sich der Wertung mit der größten, persönlichen Bequemlichkeit angeschlossen. Doch was bringt dieser reine Meinungsaustausch? Wo bringt es die Beteiligten weiter, außer das es vielleicht eine zweifelhafte Unterhaltsamkeit bietet, da man “auch mal was sagen darf”, bzw. sich mit Bedeutsamkeit aufladen kann?

Zum einen könnte man das behandelte Thema unvoreingenommen im Rahmen der Möglichkeiten erforschen (ein Aufwand, der aber meist gescheut wird). Wenn dieses Thema jedoch (noch nicht) verifiziert / falsifiziert werden kann, bringt es keinen Fortschritt, sich um persönliche Glaubenssätze diesbezüglich zu streiten. Soll man es dann grundsätzlich fallenlassen und ignorieren? Ich denke nicht, denn wenn man nicht hinter den aktuellen Horizont blickt, hat man auch kein Substrat mehr, um neue Möglichkeiten und Schlussfolgerungen in Betracht zu ziehen (man beachte Einsteins Zitat “Fantasie ist wichtiger als Wissen”!). Es können dann keine Hypothesen bzw. Theorien mehr entstehen, die mögliche Erkenntniskanäle und Forschungsmethoden überhaupt erst ermöglichen. Doch wie gestaltet sich so ein neuer Erkenntnisprozess, wenn er zugleich wieder von dem Beharren auf eigenen Meinungen bzw. Glaubenssätzen blockiert wird?

An dem Punkt kommt das Prinzip der Neutralität ins Spiel. Diese setzt die Erkenntnis vorraus, das es noch mehr Betrachtungsmöglichkeiten gibt, als “Wissen”, “Glauben” oder “Nicht-Glauben”. Die Neutralität versteht sich hier als wertungsfreie Position des “Kann ich nicht wissen”, bzw. des “Kann sein, kann aber auch nicht sein”. Und doch ist es damit möglich, über ein Thema zu diskutieren bzw. Hypothesenarbeit leisten, ohne in den einen oder anderen Meinungspol zu rutschen, um dort unnötigerweise festzustecken. Es ist der dritte Pol zwischen Gewißheiten und Glaubenssätzen (“Glaub ich nicht” bzw. eine unfundierte Skeptiker-Meinung ist auch ein Glaubenssatz!). Von dieser neutralen “Superposition” aus ist ein unbefangeneres, sinnvolleres und lösungsorientierteres Arbeiten an einer Thematik möglich.

Neutralität

Das Prinzip der Neutralität

Neutralität ist hier nicht mit Gleichgültigkeit oder Ignoranz gleichzusetzen, denn der Entwicklungsmotor wird am Laufen gehalten. Manchmal wird der Begriff “Neutralität” leider auch vorgeschoben, um sich eben per genannter Gleichgültigkeit bzw. Ignoranz aus der Eigenverantwortung (z.B. einer Stellungnahme) zu ziehen. Oder es wird zur Kritik an der Neutralität benutzt, wenn das Prinzip nicht richtig verstanden wurde, oder unbequem ist.

Leider scheint die Konditionierung in der dualen bzw. “binären” Denkweise in unserer Gesellschaft sehr stark zu sein, so dass das Prinzip der Neutralität selten angewandt oder verstanden wird. Dieser Umstand ist ein starker Hemmschuh der Entwicklung, welcher den “Anwender” immer zwischen den Polen hin und her reißt, und somit keine Perspektive einnehmen läßt, aus der sich das zur Diskussion stehende Thema möglichst unvoreingenommen überschauen läßt. Siehe auch hier:

Gleichgewichtsprinzip (Parität)
Gleichtgewicht – Fluss – Ganzheit

Differenzierungsvermögen

Selbsterfahrung

Autor: Wingman

Zeitqualität 2012

22. Januar 2012

Nun ist es also da, das ominöse Jahr 2012. Zu den Geschichten, Annahmen, Befürchtungen und Erwartungen, die dazu in der Grenzwissen-Szene (und inzwischen auch darüber hinaus) kusieren, brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr viel schreiben. Doch wie sieht es abseits davon, mit der “wirklich” beobachtbaren Zeitqualität aus, mit der sich das noch junge Jahr 2012 bisher auszeichnet? Zumindest aus meiner subjektiven Sicht kann ich einige Beobachtungen und Neuerungen gegenüber 2011 (und davor) schildern. Doch es ist in der Regel nicht als abrupter Bruch zu verstehen, sondern als fließender Übergang (wobei einige Aspekte wirklich sehr abrupt einzutreten schienen). Natürlich kann ich nur über mein Resonanzfeld sprechen (persönlich, Online-Kontakte, Beobachtungen anderer…), und diese Beobachtungen nicht auf die gesamte Menschheit pauschalisieren.

Auffällig ist vor allem die enorme Verdichtung in Bewußtseinsprozessen, die inzwischen immer mehr Leute zu spüren scheinen (Zitat: “Es ist alles so dicht auf einmal!”). Das schon in den vergangenen Jahren zu beobachtende Phänomen der Transformation unterdrückter bzw. verdrängter Muster hat sich noch intensiviert, und eine neue Komplexität angenommen. Frappierend ist dabei, wie viele Leute jetzt unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind, was sich in psychischen und physischen Effekten äußert. Nicht nur, dass die geistige Erdung stark kompromittiert wird, sondern das auch die physische Gesundheit akute Tiefs erreicht (z.B. gleichzeitige, krankenhausreife Erkrankungen, wenn auch mit unterschiedlichen, symptomatischen Ursachen). Des Weiteren ist eine Aufreibung in Freundschaften und Beziehungen zu beobachten, so als wenn jetzt jede kleine Nuance an Ungeklärtheiten, Mißverständnissen, Dissonanz und Selbstwahrnehmung innerhalb von Gruppen ins Licht gerückt wird und geklärt werden will. Das endet dabei nicht selten in der überraschenden Auflösung jahrelanger Beziehungen / Freundschaften. Es macht sich das Gefühl breit, als trenne sich die Spreu immer mehr vom Weizen, was viel Schmerz, aber auch neue Möglichkeiten, und optimalere Verbindungen generiert. Altes, blockierendes wird weggeräumt, um für die neuen (kurz zuvor noch ungeahnten) Möglichkeiten Platz zu schaffen.

Auch in angewandter, metaphysischer Hinsicht scheint sich einiges zu tun. Das betrifft vor allem neue Möglichkeiten der Informationsgewinnung und der Selbsterkenntnis. Viele Leute werden sich dadurch ihrer wahren Berufung bewußter, was natürlich zu Hinterfragungen des aktuellen Lebensweges führt. Und auch in dem Zusammenhang werden neue Verbindungen geschaffen, die vorher ungeahnte Möglichkeiten der Erkenntnis und Entwicklung bereitstellen. Manchmal so schnell, das diese neuen Realitätsaspekte garnicht so schnell realisiert werden können, wie sie sich manifestieren. Während jene Aspekte der Zeitqualität in den letzten Jahren noch “irgendwo” unter der Oberfläche zu schlummern schienen (oder zumindest nicht direkt greifbar waren), scheint es in diesem Jahr so, als würden sie jetzt nach und nach, aber schnell und überraschend an der Oberfläche auftauchen. Diese Prozesse sind offenbar ziemlich fordernd, was sich bei vielen Leuten in Müdigkeit, Ausgebranntheit, übersteigerten Energiebedarf und (siehe oben) physischen Symptomen bzw. psychischen Erdungsverlust (inkl. vermehrter Inanspruchnahme von psychiatrischer Hilfe) auszudrücken scheint.

Rein subjektiv sehe ich darin viele Chancen der Veränderung und Transformation. Doch es stellt sich, wie es sich schon abzeichnete, als sehr anstrengend und herausfordernd heraus. Meine Position in dieser Zeitqualität ist momentan so, das ich die Vorgänge eher als Beobachter von Außen betrachte, aber natürlich stellenweise auch von ihnen affektiert werde (so wie jeder seine mehr oder weniger unfertigen Baustellen hat). Ich versuche auf meine Art zu helfen, und Inspiration zu liefern. Doch halte ich es auch für notwendig, das die Leute die stattfindenden Prozesse vollbewußt durchleben, ohne das man ihnen etwas abnimmt. Denn wenn es um die eigene Transformation geht, kann und sollte einem nichts von Außen abgenommen werden. Es sollten höchstens Fingerzeige bzw. Inspirationen gegeben werden, wozu diese Prozesse einem dienen könnten. Und zwar in dem Sinne, die Leute damit anzuregen, ihre Wahrhaftigkeit in sich selbst zu finden, und soveräne, authentische Individuen zu werden, statt sich von Fremderwartungen, Konditionierungen und sonstigen äußeren Prägungen definieren zu lassen. Wenn man den Blick nach innen schärft, und dabei gut geerdet bleibt, schärft sich dadurch zugleich der Blick nach Außen, und so kann eine balancierte Transformation stattfinden.

Ob 2012 nun umfangreich und perfide durch gewisse “Interessensgruppen” instrumentalisiert wird (im ideologischen, kommerziellen und manipulativen Sinne wird es das sicherlich schon), bleibt abzuwarten. Manche Leute halten 2012 für ein einziges, riesiges Ablenkungsmanöver, um eine Agenda der Massenmanipulation und totalitären Vereinheitlichung durchzusetzen. Andere sehen es als eine Art Countdown der Erlösung™ (in den altbekannten archaisch-religiösen Varianten, Weltuntergangsprophetien, durch Alien-Kontakt, höhere Lichtwesen, äußere Schwingungsanhebung etc…). Ich persönlich plädiere bei all der Hysterie und Verwirrung für mehr Differenzierungsvermögen, und stehe auf dem Standpunkt, das jeder die ultimative Wahrheit nur in sich selbst finden kann. Das scheint sowieso die letzte Grenze im Universum zu sein, und nicht etwa irgendwas im Außen, das räumlich oder zeitlich entfernt ist. Ihr werdet es erleben… – WIR werden es erleben! ;-)

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)
Beobachtungen zur Zeitqualität (I)
Zeitqualität 2009-Thread
Zeitqualität 2008-Thread
2012 und der Mayakalender


Autor: Wingman

Neue Partnerseite

22. Januar 2012

Atemberaubend, aber wahr! Eine neue Partnerseite (Hail to the Vernetzung :-D ):

Otacun: Spannende Grenzwissen-Seite von Otacun, die sich um einen Podcast zentriert, welcher mit interessanten Gästen sehr außergewöhnliche Themen behandelt.

Otacun

Autor: Wingman

Licht und Liebe, Dualität und Verdrängung

1. September 2011

In diesem Artikel möchte ich einen speziellen Aspekt der Bewußtheit und den Umgang mit Polaritäten beleuchten. Es geht im Wesentlichen darum, das viele Leute in der “Szene” auf der Suche nach einem Zustand von “Licht und Liebe” anfangen, ihre dunklen Aspekte bzw. negativen Emotionen zu verdrängen, anstatt sie für einen ganzheitlichen Transformationsprozess vollbewußt zu durchleben und zu beleuchten. Dies führt dazu, das jene Aspekte (die nunmal vermutlich jeder Mensch aufgrund der dualen Natur des Mensch-Seins besitzt) ins Unbewußte verdrängt werden. Das Individuum meint nun, nur noch aus Licht und Liebe zu bestehen, ohne jedoch die genannten Aspekte vollbewußt betrachtet, aufgearbeitet und transformiert zu haben. Ein unliebsamer Teil der Persönlichkeit wird also ausgeklammert.

Was dann geschieht ist, das die verdrängten Aspekte unbewußt aktiv werden, und in bestimmten Situationen die Herrschaft übernehmen. Häufig erlebt man es, wenn man die Glaubenssätze bzw. Überzeugungen einer solchen Person in Frage stellt, oder der Person etwas reflektiert, was mit ihren verdrängten Mustern in Resonanz geht. Aus den liebenswertesten, lichtvollsten Esoterikern werden dann plötzlich egomanischste, fanatische Eiferer, die mehr an das erinnern, was sie eigentlich verabscheuen, bzw. vorgeben zu bekämpfen. Sie werden, wie gesagt, in dem Moment von ihren verdrängten Aspekten dominiert, und sind sich dessen nicht bewußt. Ich bin dann schonmal versucht (in extremen Fällen), den Begriff “Licht und Liebe-Faschismus” für das Verhalten einer solchen Person zu verwenden. Sowas kann dann soweit gehen, das Leute, die nicht mehr ins Bild passen, aus einer Gruppe herausgeekelt werden, obwohl die Gemeinsamkeiten objektiv gesehen alle Unterschiede überwiegen (beispielsweise militante Vegetarier / Veganer in der “Szene”, die Fleischesser für unnatürlich und weniger spirituell halten, da alles Andere nicht in ihr Dogma passt). Aus solcher Unbewußtheit entsteht Spaltung, und oft scheint auch genau an diesen Achillesfersen angesetzt zu werden, wenn jemand verhindern möchte, das gewisse Gruppierungen entstehen, die etwas verändern könnten.

Ob eine Gruppe nun etwas verändern will, oder einfach nur vollbewußt und ohne Stagnation leben möchte; Vorraussetzung ist meiner Ansicht nach, das jedes einzelne Individuum seine Selbsterkenntnis ganzheitlich und eigenverantwortlich betreibt. Man sollte nicht nur nur nach Außen, sondern gleichermaßen auch nach Innen schauen, und alle seine Aspekte für sich beleuchten (sozusagen “ins Licht” bringt). Denn nur, wenn man sich seines eigenen Schattens bewußt wird, kann man diesen positiv nutzen, statt sich von “ihm” unbemerkt benutzen zu lassen (was nichts anderes bedeutet, als das man einen Krieg mit sich selbst führen würde, was auf Dauer unweigerlich in Stagnation endet). Ansonsten werden sich auch alternative Gruppen / Bestrebungen wieder in verantwortungsabschiebende Schafe bzw. egomanische Anführer aufteilen, und so würde dann letztlich nichts Neues erreicht, sondern nur alte Unbewußtheit neu verpackt. Aus diesem Grunde auch eine historische Beobachtung, das sich dadurch immer mehr bestätigt: Nicht äußere Systeme (Dogmen, Bekenntnisse, gute Absichten…) können die Menschen ändern, sondern die Menschen nur sich selbst.

Zum Schluss noch eine mehr oder weniger sinnbildliche Betrachtungsweise der Polaritäten anhand eines Spektrums:

Spektrum - Finsternis

Völlig zur Finsternis hin polarisiert - die Welt ist dunkel

Das Individuum ist völlig zur Finsternis hin polarisiert. Die Welt liegt im Dunkeln (keine Perspektiven, keine Schöpfung, keine Energie, keine Transformation: Stagnation).

Spektrum - Licht

Völlig zum Licht hin polarisiert - Überstrahlung

Das Individuum ist völlig zum Licht hin polarisiert. Die Farben verblassen, die einzelnen Nuancen des Lebens werden mangels Erdung überstrahlt (keine Veränderung, kein Lernmotor, keine Weiterentwicklung: Stagnation).

Spektrum - Gleichgewicht

Im Gleichgewicht zwischen Finsternis und Licht - Entwicklung

Das Individuum ist im vollbewußten Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht. Es kann das gesamte Spektrum bewußt und mit kräftigen Farben, also in all seinen Facetten erleben. Entwicklung kann stattfinden, und das Potenzial sich vollkommen entfalten (echte Freiheit, welche jedoch auch echte und lückenlose Eigenverantwortung voraussetzt).

Persönliche Entwicklungsfaktoren
Animalisches Sub-Selbst, Ego und Selbstreflektion
Gleichgewichtsprinzip (Parität)
Gleichgewicht – Fluss – Ganzheit

Autor: Wingman

Neue Partnerseite

24. August 2011

Und wieder eine neue Partnerseite (Vernetzung FTW :-D ):

Auf zur Wahrheit: “Auf zur Wahrheit” ist eine große Community, die sich in erster Linie mit unmittelbaren / greifbaren Themen befasst (Weltgeschehen, Hintergrundpolitik etc…), aber dabei auch Grenzthemen mit einbezieht.

Auf zur Wahrheit

Autor: Wingman

Soulfire Camp 2011

21. August 2011

Zum vierten Mal jährte sich nun das Soulfire Camp. Hier nun ein paar Eindrücke, die jedoch ohne eine Unterteilung in Tage auskommen, da sich die Zeit dort dieses Jahr gefühlsmäßig aufzulösen schien…

Und so beginnt es (abermals):

Dies war mit knapp fünf Tagen unser bisher längster Aufenthalt beim Soulfire Camp, obwohl es sich deutlich kürzer anfühlte. Es kamen viele alte Bekannte (bzw. auch Menschen, die seit dem letzten Camp zu guten Bekannten geworden sind), aber auch ein paar neue Besucher. Wie inzwischen zu erwarten, bedeutete das Camp für Viele wieder den Anstoß eines Transformationsprozesses. Der Begriff “Soulfire” (“Seelenfeuer”) stellt sich als immer passender heraus, obwohl er damals nicht bewußt unter diesem Aspekt gewählt wurde. Aber man weiß ja, wie das mit derartigen “Zufällen” ist *g*. Die Seele wird mal richtig aufgeheizt und energetisch durchgespült, um alte Muster zu transformieren, und neuen, ungeahnten Möglichkeiten Platz zu geben. Das alles natürlich in der gewohnt idyllischen Umgebung der Brandengrabenmühle.

Für den Fall, das man die Mühlen verwechselt

Auf der Suche nach dem geheimen Wasserfall
Neben den persönlichen Prozessen im Inneren und in zwischenmenschlichen Bereichen, lud uns wieder die einmalige Landschaft des Ehrenburgertals zur Erkundung ein. Gleich am Anfang führte ich zwei zweibeinige- und einen vierbeinigen Begleiter zu einer Stelle, an der sich beim ersten Camp vor vier Jahren ein hoher, imposanter Wasserfall an einer versteckt liegenden Schieferwand befand. Doch egal, wie hoch und weit wir den Bach emporkletterten, es zeigten sich nur viele kleine Wasserfälle. Offenbar wurde der große Wasserfall irgendwann in den vergangenen Jahren hinfortgerissen.

Der gesuchte, knapp 4m hohe Wasserfall (2008)

Und was wir dort vorfanden (2011)

Die Natur bleibt oft über Jahrtausende gleich, verändert ihr Anlitz jedoch manchmal innerhalb kurzer Augenblicke. Geschah das in diesem Fall, oder haben wir den Wasserfall vor lauter Aufregung einfach übersehen, als wir uns zielstrebig den Hang emporhangelten? Interessant fand ich, wie der typische Waldboden ab einer gewissen Höhe in Schiefergestein überging, fast so als gäbe es dort eine Art Baumgrenze.

Glorreicher Gipfelsturm

Zwischen der kleiner werdenden Bewaldung boten sich dann Lücken, die einen ersten Weitblick über das Tal erlaubten. So gab es in der Ferne eine Felswand zu sehen, welche der alte Steinbruch über der Brandengrabenmühle gewesen sein könnte. Aber da bin ich mir nicht sicher.

Steinbruch aus der Ferne (vermutlich)

Irgendwann begaben wir uns wieder den Hang hinab ins Tal, wo uns die Überquerung des reißenden Ehrbaches erwartete. Wir humanoiden Lebensformen kamen mit maximal nassen Füßen davon, aber unser vierbeiniger Begleiter sträubte sich erst vor der Überquerung. Nachdem ihm allerdings Mut zugesprochen, und unwiderstehliche Schlüsselreize per Stock aktiviert wurden, durchstürmte er heroisch die Fluten.

Heldenmut auf vier Beinen

Glutamatfreie Glut
Nach dieser ersten Kletteraktion war erstmal chillout angesagt. Langsam füllte sich auch die Campingwiese mit Zelten. Ausklang fanden die ersten Tage wie immer am gemütlichen Feuerplatz, welcher stets die Polarität zwischen gerade noch erträglicher Gluthitze und eisig-feuchter Talkälte zur gleichen Zeit bietet. Wie symbolisch…

Seelenfeuer

Die garnicht so klamme Klamm
Nach einem Morgen mit einer sehr akrobatischen Gaukler-Vorstellung, stand nun auch die (wohl inzwischen traditionell gewordene) Wanderung zur Ehrbachklamm an. Vertraut imposant gab sich die Umgebung auch dieses Jahr wieder.

Die Wurzel allen Übels? Auf jeden Fall dekorativ...

Bei unserem ersten Zwischenstopp kam es fast zu einem Duell Katze vs. einem unserer Hunde. Die beiden haben sich offenbar erst im letzten Moment auf einem Felsen bemerkt. Aber es blieb bei kontaklosem Kontakt, wobei der Hunde-Opponent zuerst den Rückzug anzutreten schien (oder weil es ihm vom Herrchen suggeriert wurde).

Primal Rage

Nach einem chilligen Zeitraum am dortigen Wasserfall, ging ein Großteil der Gruppe zurück zum Camp. Ich machte mich jedoch mit einigen Leuten auf, endlich die Rauscheburgruine zu besuchen, welche wir beim letzten Camp nicht gefunden hatten.

Im Burgenrausch
Nach einem steilen, verschlungenen Aufstieg wurde auch klar, wieso: Sie ist durch die Bewaldung kaum zu sehen, ehe man fast mit der Nase dagegenstößt.

Suchbild: Wer findet die Burg?

Eine (notwendige) Verschnaufpause später, arbeiteten wir uns auf einem schmalen, gut versteckten Pfad entlang durch einen Torbogen in die Burgruine. Vom stark bewachsenen Innenhof kletterten wir auf die Burgmauer, welche durch ungesicherte Abgründe auf beiden Seiten einen gewissen Nervenkitzel bot.

Portal in die Vergangenheit

Auf schmalem Grat

Zur Außenseite hin bot sich  dann ein grandioser Anblick über das Ehrenburgertal. Weit unter uns war auch der Bachverlauf zu erahnen, welchem wir zuvor durch die Klamm gefolgt sind. Nur die Brandengrabenmühle war talkurven- und / oder baumtechnisch von dort aus nicht zu erkennen.

Waldige Weitsicht

Der Ziegenpfad und das Dach der (Soulfire)Welt
Nachdem wir die Aussicht genossen und bildlich dokumentiert hatten, begaben wir uns zum Abstieg. Auf dem Rückweg zum Camp nahmen wir dieses Mal eine neu errichtete, alternative Route. Diese stellte sch als sehr steiler “Ziegenpfad” heraus, an dem provisorisch Stufen und Seile zum Festhalten angebracht wurden. Er führte uns einem weiteren Bach entlang, bis fast zur Spitze des Tals. Von dort aus bahnten wir uns querfeldein den Weg durch das Unterholz. Mitten in dem lichten, schieferdurchzogenen Wald machten wir Rast an etwas, das wie eine Futterkrippe für Tiere aussah (seltsamerweise mit manuell hochzuklappendem Deckel – ein Experiment?). Einen gut getarnten Beobachtungsstand und eine Art automatische Wildtierkamera gab es dort auch.

Der Ort, den das Auge nicht sieht

Nach einer Weile stand der letzte, große Abstieg an. Es ging den riesigen Schieferhügel hinab, ungewiß welche Gegebenheiten uns erwarten würden. Tücken wie rutschige Geröllflächen, morsche Bäume zum festhalten (die genauso aussahen, wie die gesunden) und Angriffe von Killerinsekten, wurden von uns natürlich meisterhaft gemeistert.

Der Abgrund

Aber auch eine weitere, grandiose Aussicht wurde uns dort oben geboten. Warscheinlich die grandioseste Aussicht dieses Camps:

Über den Dingen stehen

Danach tauchten wir wieder auf dem Anfangspfad der Ehrbachklamm auf, so als sei nichts gewesen. Kurz darauf trafen wir auch die nächste Gruppe, welche sich zur Klamm aufmachte.

Socialising, Networking und Feuerzauber
Nach einem mehr als notwendigen Frischmachen ließen wir den Tag wieder chillig ausklingen. Neue Kontakte und hochinteressante, tiefgründige Gespräche rundeten den Abend ab. Lecker gespeist wurde zwischendurch auch immer. Es ergaben sich wieder frische Synergien, und man merkte, das neue, dynamische Möglichkeiten der Vernetzung geboren wurden. Das nächtliche Finale bot dieses Jahr abermals eine stimmungsvolle Feuershow von grimoire.

Zauberhafter Feuerzauber

Am Ende hingen wir noch spontan einen Extra-Tag dran, um die Kontakte weiter zu vertiefen, und einfach den Ort dort zu genießen. Das hat sich nach übereinstimmender Meinung gelohnt.

Der braucht auch langsam mal einen Facebook-Account

Fazit: Für mich hat dass Soulfire Camp wieder mal das erfüllt, was ich inzwischen erfahrungsgemäß dabei erwarte: Persönliche Transformationsprozesse, Unmengen an lebendiger Inspiration und ein besonderes Naturerlebnis. Wir sehen uns dort warscheinlich im Jahre 2012 wieder. Angeblich sei das ein besonderes Jahr, aber da lasse ich mich mal wertungsfrei überraschen… ;-)

Soulfire Camp 2011-Thread
Soulfire Camp 2010
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Autor: Wingman

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