Archiv für Bewusstsein & Entwicklung

Kreationismus, Evolution und Involution

Hier ein längerer Kommentar, den ich mal irgendwo in einer Evolution vs. Kreationismus-Debatte im Infokrieger-Umfeld gepostet hatte. Da man dort leider häufig auf religiöse Fanatiker, Schubladendenker und Scientisten (Leute, die Naturwissenschaft als Ersatzreligion pervertieren bzw. nach Gutdünken verzerren) antrifft, poste ich es hier nochmal als Blog-Artikel. Wäre sonst schade, zuviele Perlen vor die Säue zu werfen… 😀

Kreationismus oder Evolutionstheorie? Was wäre, wenn so gesehen beides richtig ist, oder (in der bisher theoretisierten Form) keines davon? Man könnte es z.B. “Involution” nennen. Vielleicht hier mal ein Ansatz, der das scheinbar Unvereinbare vereinen kann:

Wie wäre es, wenn die Grundsubstanz des Univerums an sich Bewusstsein ist, und sich daraus erst alles andere “verdichtet” (inklusive des physischen, für uns teilweise messbaren Teils des Universums)? Bewusstsein als „Ur-Substrat“, ohne dazu gleich notwendigerweise einen personifizierten “Gott” benötigen zu müssen.

Wie kam aber nun das (physische) Universum mit seiner Materie und Energie zustande? Vielleicht wurde irgendwann mal beschlossen, das man neue Möglichkeiten der Existenz ausprobieren möchte, und so wurde ein neuer Teil des multidimensionalen Universums erschaffen, der so stark “verdichtet” wurde, das dort jegliche Interaktion nur noch sehr beschränkt und unter strikten, physikalischen Natugesetzen ablaufen kann. In dem Sinne, das Bewusstsein, bzw. Teile des Gesamtbewusstseins im Universum (nennt es meinetwegen “Gott”, wenn jemand diese Vereinfachung braucht) sich in einzelne “Erfahrungseinheiten” abspalten, und in physische Körper inkarnieren, um Erfahrungen in dieser dichten Materie machen zu können. Die physischen Körper dienen hierbei als biologische Vehikel, die auf der gleichen Ebene und nach den gleichen Gesetzen funktionieren, wie das physische Universum. Sie sind sozusagen unsere „Avatare“ in diesem Raum / Zeit-Rollenspiel.

Erst durch die Abwesenheit von “Allmacht”, bzw. völliger Kontrolle / Formbarkeit seiner umgebenden Realität, und der damit einhergehenden Beschränktheit, bieten sich dem Individuum Herausforderungen und Selbsterkenntnis-Effekte, die anders nicht möglich sind. Dazu gehört dann auch das (fast) völlige Vergessen der metaphysischen Herkunft seines Bewusstseins, um sich selbst in diesem temporären Rollenbewusstsein als Mensch voll entfalten zu können. Man MUSS für eine uneingeschränkte Erfahrung glauben, das man Herr / Frau / Wesen XY ist, und nicht nur ein inkarniertes, aber in seiner Urform körperloses / inmaterielles Bewusstsein. Ob das für alle physischen Spezies im Universum gilt, sei in diesem Artikel mal dahingestellt, da ich es aus Perspektive der menschlichen Rollenerfahrung darlegen möchte.

Dass dieser Rollenspielmechanismus aber nicht immer 100% funktioniert, zeigen für das jeweillige Individuum oft verifizierbare Erinnerungen an andere Leben, oder Verbindungen dazu (z.B. durch im aktuellen Leben unerklärbare Affinitäten, Ängste etc…). Wenn man darüber gründlich und vorurteilsfrei recherchiert, oder es (besser noch) selbst erlebt, kann man teils Erstaunliches zutage fördern. Das geht z.B. durch Rückführungen (mit Aufzeichnung der Sitzung, um Suggestionen auszuschließen). Aber vor allem die Selbsterkenntnis ist (nicht nur) dort ein wichtiges Werkzeug, wenn man bemerkt, das man sich durch viel mehr definiert, als man durch die bisherigen Lebenserfahrungen oder Genetik erklären könnte (siehe wiederum Affinitäten etc…).

Und vergesst mal alle Eso-Freaks, die in ihren “früheren” Leben (das ist nicht auf eine lineare Zeitlinie begrenzt) Pharaonen, Könige, Priester, Geschichtspersönlichkeiten oder sonstwas Besonderes gewesen sein wollen. Solche kriegen es meist durch vermeindliche “Medien” gesagt, die das angeblich bei ihnen zu spüren glauben. Aber es basiert dann eben nicht auf Selbsterfahrung. Die Realität stellt sich in der Regel viel nüchterner dar, denn die meisten, bei Rückführungen entdeckten Leben sind äußerlich betrachtet durchschnittlich bis langweilig (tiefgründiger betrachtet enthält jedoch jedes noch so triviale Leben Erfahrungen, die uns in unserer Entwicklung weiterbringen – daraus ergibt sich auch eine ganz neue, authentische Wertschätzung des Lebens). Und das sind nur einige der Aspekte, die sich unter der Oberfläche der physischen Welt befinden.

Nichts davon, genau wie alle anderen BEWUSSTEN Beschäftigungen mit Grenzthemen, legitimiert Passivität oder das Abschieben von Eigenverantwortung. Das Gegenteil ist der Fall, denn man erkennt die größeren Zusammenhänge, und das somit auch jedes einzelne Individuum auf Wegen wirkt, die eigentlich viel mehr Eigenverantwortung und Bewusstheit erfordern, als sie die durchschnittliche Menschheit bisher annimmt. Das ist eine große Herausforderung, jenseits vom bequemen Schubladendenken, Denkabkürzungen, Selbst-Entmächtigung oder Opferrollen.

Aber das Wichtigste an der ganzen Sache: Man muss überhaupt nicht irgendwelche Phänomene erleben, oder in dieser Rollenerfahrung ALLES über sich selbst wissen (über dieses Leben hinaus – weiß ich bei mir natürlich auch nicht), sondern nur starke Wurzeln zu sich selbst entwickeln. Alles, ohne sein menschliches Ego zu verleugnen, wie es manche verdrehten New Age’ler tun (aber es auch nicht übermächtig werden zu lassen), scheinheilig zu werden, unangenehme Facetten seiner selbst zu verdrängen (mangelnde „Schattenarbeit“) oder durch Vergeistigung jegliche Erdung zu verlieren. Der Blick nach Innen sollte genauso scharf werden, wie der Blick nach Außen. Alles im Gleichgewicht…

Um wieder den großen Bogen zurück zum eigentlichen Thema zu machen: Die Evolution hat also in der physischen Welt, in diesem biologischen System durchaus seine Gültigkeit. Aber es ist nur eine untergeordnete Funktionssystematik innerhalb des großen Ganzen. Kreationismus stimmt demnach sozusagen auch, aber natürlich nicht in der engstirnigen, naiven und beschränkten Version, wie es seitens fundamentalistischer Glaubenssystem-Anhänger propagiert wird. Probleme wie “missing links“ lassen sich durch Involution insofern erklären, als das sich die Natur beobachtbar zwar immer auf pragmatische Weise anpasst und weiterentwickelt, aber die “Programmierarbeit“ der DNA nicht durch biochemische Zufälle alleine erklärbar ist, sondern eine intelligente, metaphysische Quelle erfordert. Das könnten letztlich wir alle (im Sinne unserer höheren Selbste / Ich-Dorts) sein, oder spezielle Bewusstseinsgruppen, die die Aufgabe haben, Leben zu konstruieren, zu programmieren und im physischen Universum manifestieren zu lassen. Der Begriff “Weltenbauer“ kommt mir da in den Sinn…

So oder so (oder anders :D)… Wichtig ist letztlich eigentlich nur, dass wir eigenverantwortliche Schöpfer unserer Realität sind, und je bewusster wir das tun, desto weniger frustrierend wird das Rollenspiel / Lernsystem, welches wir „Menschheit“ nennen.

Multidimensionales Bewusstseinsuniversum
Kosmische Ausmaße

Autor: Wingman

Die Infokrieger-Szene und Grenzwissen

…oder: Wieviel Bewusstheit verträgt eigentlich die Wahrheitsbewegung?

Passend zu diesem turbolenten Thread (EDIT: Wurde scheinbar nach einem Forenumzug entfernt – ich finde ihn jedenfalls nicht mehr) im Recentr-Forum, bei dem ich mitgemischt habe, hier eine kleine Abhandlung über die Problematik von Grenzthemen bzw. inneren, geistigen Themen generell in der Wahrheitsbewegung. An Betonköpfigkeit, Kleingeistigkeit und Furcht ist der verlinkte Thread kaum zu überbieten (zumindest, was einige der User betrifft).

Meine Meinung bezieht sich jedoch nicht speziell auf die Plattform Recentr oder die dortige Community, sondern auf den sichtbaren Trend in der gesamten Wahrheitsbewegung (nicht nur im deutschsprachigen Raum). Ich halte die Bewegung auf jeden Fall für unterstützenswert, und verfolge sie daher seit Jahren regelmäßig bzw. helfe bei der Vernetzung mit.

Nun aber zum Thema…

Wer sich in der Infokrieger-Szene / Wahrheitsbewegung etwas auskennt, wird schonmal die Undifferenziertheit erlebt haben, mit der dort alle Arten von Grenzthemen bzw. sogar Bewusstseinsthemen an sich in pauschale Schubladen gesteckt werden. Auch unter dem Begriff „Esoterik-Bashing“ bekannt geworden, werden alle Arten von Phänomenen, Philosophien und Herangehensweisen über einen Kamm gescherrt, und als Halluzinationen (meist durch Drogenmißbrauch), Wunschdenken, Realitätsflucht, oder großes Manipulationskonstrukt der „globalen Elite“ abgetan.

Man hat dort offenbar Angst vor Bereichen, welche über die eigene mentale „Komfortzone“ hinausreichen könnten, brüstet sich aber zugleich damit, die „harten Themen“ der Wahrheitsbewegung (9/11, Weltverschwörungen, NWO…) „ertragen“ zu können. Das geht parallel zu der Angst vor geistiger Manipulation aller Art, bei der jedoch jene, die die Manipulation am meisten fürchten, oft zu den größten Manipulatoren ihrer selbst werden (mehr dazu weiter unten).

Desinformation, Unterwanderung und Pervertierung im Grenzwissen-Bereich gibt es auf jeden Fall, keine Frage (wie in ALLEN Bereichen, womit sich Menschen beschäftigen). Man denke nur an die leichtgläubigkeits- und konsumgestütze „Fast Food“-Esoterik oder die haarsträubenden  Auswüchse der New Age-Bewegung.  Aber in der Infokrieger-Szene wird sich frappierend oft und reflexartig engstirniger Weltbild-Schubladen gegen alle Arten von Bewusstseinsthemen bedient. Und jene, die daran rütteln (vor allem z.B. sachlich von Selbsterfahrungen berichten, seriöses Material aufzeigen etc…), werden schnell als Lügner, Spinner, Sektierer oder „Abwerber“ verdächtigt. So braucht man sich offenbar nicht mit unbequemen Grenzbereichen abgeben, die das eigene, bequem gewordene Weltbild relativieren könnten (siehe auch HIER).

Dieser Umstand bietet aber auch ein interessantes Studienfeld über die „alternative Szene“ allgemein. Es stellt sich nämlich gerade im Infokrieg interessant dar, weil dort das Spektrum der Mentalitäten und Bewusstheiten sehr breit gefächert ist. Da ist von fundamentalistischen Christen, die hunderte Seiten lang Threads damit „beglücken“, warum nur Jesus der Weg sein kann, über normale freiheitsliebende Leute, der mehr Eigenverantwortung für sich übernehmen wollen, bis hin zu hochintelligenten Akademikern mit einer hyperaktiven linken Gehirnhälfte, alles denkbare an Geisteshaltungen vertreten.

Markant ist jedoch wie gesagt die Betonköpfigkeit, welche dort teilweise stark dominiert, und bei näherer Betrachtung aus tiefsitzenden Ängsten herzurühren scheint. Ängsten, den letzten Halt am sicheren Weltbild zu verlieren, das schon durch die hintergrundpolitischen Themen der Szene kompromittiert wurde? Zumindest scheint man besser mit „äußeren“ Themen zurechtzukommen, als mit inneren Aspekten (wie Selbsterkenntnis). Doch wenn man die inneren Aspekte außen vor läßt, bedingt das in der Regel eine Unbewusstheit und Reflexartigkeit, die Differenzierungsvermögen bzw. eine vernünftige Trennung zwischen emotionalen Reaktionen und rationalem, analythischen Denken torpediert.

Im schlimmsten Fall kommt es zu nahezu neurotischen „Mindfucks“, bei denen jemand seine unbewußten Ängste und die damit vermengten Schlussfolgerungen in die Außenwelt projiziert (auf Themen wie Grenzwissen, aber auch Personen, die gefürchtete Aspekte repräsentieren). Denn wenn die eigenen Reaktionsmuster unbewusste Ursachen haben (im Gegensatz zu reflektierten, bewussten Mustern), verliert man die Souveränität über den eigenen Geist, und wird somit ein Spielball seiner unbewussten Ängste, selbstgebauter Schutzmechanismen und unreflektierter Vorurteile.

Diejenigen, welche die größte Angst vor Mind Control haben, werden also ironischerweise zu den größten Mind Controllern ihrer selbst. Deshalb wird ein Großteil der Wahrheitsbewegung sicherlich noch als ungefährlich betrachtet, weil die Leute sich selbst kontrollieren und durch kleinlische Konflikte untereinander spalten, statt auf die Gemeinsamkeiten und Stärken zu bauen. Wozu eine Szene bekämpfen, die sich aufgrund mangelnder Selbsterkenntnis, Unbewusstheit und unreflektierer Ängste schon selber bekämpft? Da sollte man erstmal auf breiter Basis sein mentales Rüstzeug trainieren (geistige Stärke, Bewusstheit und Selbsterkenntnis kultivieren, Differenzierungsvermögen lernen etc…), bevor man im Außen etwas erreichen will. Sonst steht man sich buchstäblich selbst im Weg…

In der Realität wird dieser Prozess wohl parallel bzw. fließend ablaufen. Sprich, die Szene hat mit den Fehlern der Unbewusstheit zu kämpfen, versucht aber dennoch (teilweise erfolgreich) etwas für die äußere Freiheit zu tun. Aber ohne innere Freiheit ist die äußere Freiheit gefährdet, weil man unreflektierte Muster, die schon früher Systeme und Konzepte pervertiert haben, irgendwann wiederholt. Sollte die Bewusstwerdung ein gewisses Niveau nicht überschreiten, wird man nicht aus dem Teufelskreis „Tyrannei – Rebellion – Tyrannei – Rebellion“ (…) ausbrechen können.

„Wer aus sich selbst nicht lernt, ist verdammt, sich selbst erkennen zu müssen, bis er es tut.“ 😉

Autor: Wingman

Was will ich?

Diese simple Frage ist von größerer Tragweite, als sie auf den ersten Blick hin erscheinen mag. Ich beobachte nun schon seit fast zehn Jahren die Grenzwissen-Szene (virtuell und „real life“), und habe bestimmte Muster festgestellt:

Jemand kommt in die Grenzwissen-Szene und ist erstmal voller Neugier, Erstaunen, Ausprobierdrang  und vielleicht auch etwas eingeschüchtert. Dann wird alles verschlungen (konsumiert), was sich bietet, oder was zumindest den spezifischeren Interessen dieser Person entspricht. Bei manchen mag das Magie, Spiritualität, Lichtarbeit, Channeling etc. sein, bei anderen PSI, UFOlogie / Exopolitik, neue Energietechnologien, alternative Medizin, Wahrheitsbewegung usw. (oder in beliebig anderen Konstellationen). Das kann sich vom passiven Informationskonsum (Internet, Fachpublikationen, Videos…), über den Besuch von Stammtischen / Vorträgen / Kongressen, bis hin zur Teilnahme an verschiedensten Workshops erstrecken.

Doch was ist, wenn man eines Tages mal alles konsumiert und ausprobiert hat, was die Szene bis dato zu bieten hatte, und neues Material eigentlich immer nur noch ein Neuaufguss des alten ist? Ab diesem Punkt bleibt man entweder ein passiver Konsument, oder wird ein aktiver Macher. Viele verspüren inzwischen den letzteren Wunsch, jedoch steht ihnen da oft die größtmögliche Hürde im Weg: Sie selbst! Man sollte sich dieser Weggabelung daher ganz ernsthaft folgende Fragen beantworten:

  • Was will ich überhaupt konkret (für mich und für andere)?
  • Was kann ich beitragen / welche Fertigkeiten kann ich einbringen?
  • Wo sind meine Fachgebiete? Wo will ich mich weiterbilden?
  • Bin ich eher ein passiv Beteiligter (bis hin zum reinen Konsumenten) oder ein aktiver Macher?

Und da gibts meist erstmal ratlose Gesichter. Denn konkret stellen sich die Wenigsten diese Fragen, bzw. versuchen sie gar unbewusst zu umschiffen. Ich kenne es leider von inzwischen knapp einem dutzend ambitionierter Projekte, bei denen ich mitgemacht habe: Die meisten Beteiligten wissen nicht wirklich, was sie damit konkret für sich und für andere erreichen wollen. So hat man dann die Situation, dass alle darauf warten, bis irgendwer aus der Gruppe etwas macht bzw. den Ton angibt (erinnert das nicht irgendwie an eine Schafsherde?), statt das jedes Individuum selbst aktiv wird, und sein Ding durchzieht. Dass Ergebnis davon ist, das am Ende keiner etwas Konkretes macht, und alle ratlos fragend dastehen, warum das Projekt nicht in Gang kommt. Im besten Fall hat man ein oder zwei Alpha-Wesen, die konkret was in die Tat umsetzen. Aber dafür hätten diese dann auch keine große, passive Gruppe drumherum benötigt (die stellt sich dann in der Praxis sogar oft als Ballast heraus). Kurz darauf stagnieren und sterben solche Projekte dann auch wieder.

Doch die Gruppe will dann nicht selten auch was vom Kuchen abhaben, zu dem sie aber faktisch nichts beigetragen hat, sondern sich nur mit den fremden Federn schmücken will. Eine Konstellation, die man oft in großen Foren beobachtet (Forderung nach Demokratie / Mitspracherecht), obwohl diese Forderer weder rechtlich für das Forum haften, noch irgendeine signifikante Arbeit (Moderation, Pflege, Webdesign, Spenden…) dazu beigetragen haben. Man will Freiheit haben, ohne jedoch auch die Eigenverantwortung, welche mit echter Freiheit einhergeht, auf sich zu nehmen. Durch diesen Trugschluss (Abschieben von Eigenverantwortung) entsteht nämlich ironischerweise wieder Unfreiheit oder sogar freiwillige Versklavung.

Wo ist nun aber der konkrete Knackpunkt bei der Sache? Der Knackpunkt ist Selbstehrlichkeit. Will man ein aktiver Macher sein, oder ein passiver Konsument? Letzteres ist garnicht schlimm, wenn man es sich ehrlich eingesteht, und damit glücklich sein kann. Man braucht sogar einen gewissen Anteil an Konsumenten, bzw. jeder Neuling in der Grenzwissen-Szene ist zwangsläufig erstmal ein (Informations)Konsument. Aber wenn man so ein reiner Konsument ist, sollte man nicht glauben, zu dem Zeitpunkt etwas Anderes zu sein, sondern sich selbst realitisch betrachten. Und da hakt es leider bei vielen Leuten, aufgrund mangelnder Selbstehrlichkeit. Man muss sich erstmal selber konkret beantworten können, was man will. Solange dass nicht klappt, weiß man, das man sich selbst erstmal „konkretisieren“ muss, oder eben mit der passiven Rolle vorlieb nimmt. Egal welchen Weg man da wählen mag; es erfordert Mut, denn man muss dazu selbstehrlich sein.

Dort kommt auch der Punkt „Authentizität“ ins Spiel. Denn früher oder später merken die Leute, ob man selber wirklich weiß, was man will, und die Dinge Substanz haben, die man vertritt, oder ob man nur ein imposantes Luftschloss gebaut hat (und es dann nichtmal selber merkt bzw. merken will). Die einen leben ihr Thema durch Selbsterfahrung und aktive Auseinandersetzung authentisch, die anderen rezitieren nur (oft unkritisch) angelesene Informationen, oder verbreiten unreflektierte, bequeme Glaubenssätze, welche ihnen gerade in den Kram passen. Qualität und Produktivität kommt letztlich von den authentischen Machern, und das wird dann auch schnell erkannt.

Der alte Satz „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ ist da sehr treffend. Zugleich tauchen dann oft noch Kritiker oder Nörgler auf, die aber selbst nichts Substanzielles beizutragen haben. Offenbar wird das durch Neid genährt, weil sie selbst nicht die Courage aufbringen, authentische, aktive Macher, oder zumindest selbstehrliche Konsumenten auf ihren Gebieten zu sein. Zu diesem Aspekt fällt mir noch eine sehr passende bzw. schlicht geniale Szene aus „Rocky Balboa“ (Rocky VI) ein:

Rocky Balboa – Filmzitat (YouTube)

Fazit: Wer also an diesem Punkt seiner „Grenzwissen-Karriere“ angekommen ist, sollte die Selbstehrlichkeit nicht vernachlässigen, denn davon hängt letztlich alles in der eigenen Entwicklung ab. Ohne Selbstehrlichkeit gibt es nämlich letztlich auch keine Selbsterkenntnis, und ohne Selbsterkenntnis lebt man mit einer falschen Identität vor sich hin. Umso bitterer wird dann eines Tages die „rote Pille“, wenn der Selbstbetrug bzw. die Unauthentizität nicht mehr funktioniert. Und dafür wird die eigene Seele sorgen, denn Stagnation liegt nicht in ihrem Interesse.

Mein persönlicher Tipp: Macht einfach euer Ding und zieht es so durch, wie ihr euch das vorstellt, ohne zu deligieren oder darauf zu warten, das irgendjemand für euch den Startschuss gibt! Wenn die Sache Hand und Fuß hat, werdet ihr damit Resonanz auslösen, und die richtigen Leute zur Zusammenarbeit anziehen. Und wenn es diese Leute momentan nicht gibt, macht ihr es eben alleine. Aber hauptsache, ihr macht was, und wartet nicht nur, das die gewünschte Veränderung von außen herbeigeflogen kommt! 😉

Autor: Wingman

Neutralität

Sehr oft erlebt man in der Grenzwissen-Szene (und auch generell) verbissene Diskussionen um den eigenen Standpunkt, bzw. um Glaubenssätze. Denn selten basieren die Diskussionspunkte auf eigenen Erfahrungen, sondern stellen nur „Meinungen“ dar, die nicht durch einen Erkenntnisprozess entstanden sind. Man erlebt dabei zwei Schubladen: „Glauben“ und „Nicht-Glauben“. Wird beispielsweise ein neuer Erfahrungsbericht gepostet, oder eine vermeindlich paranormale Aufnahme, so liest man schnell undifferenzierte „Glaub ich!“ oder „Fake!“-Äußerungen. Jedoch hat man selten wirkliche Nachforschungen dahinter, sondern es wird sich der Wertung mit der größten, persönlichen Bequemlichkeit angeschlossen. Doch was bringt dieser reine Meinungsaustausch? Wo bringt es die Beteiligten weiter, außer das es vielleicht eine zweifelhafte Unterhaltsamkeit bietet, da man „auch mal was sagen darf“, bzw. sich mit Bedeutsamkeit aufladen kann?

Zum einen könnte man das behandelte Thema unvoreingenommen im Rahmen der Möglichkeiten erforschen (ein Aufwand, der aber meist gescheut wird). Wenn dieses Thema jedoch (noch nicht) verifiziert / falsifiziert werden kann, bringt es keinen Fortschritt, sich um persönliche Glaubenssätze diesbezüglich zu streiten. Soll man es dann grundsätzlich fallenlassen und ignorieren? Ich denke nicht, denn wenn man nicht hinter den aktuellen Horizont blickt, hat man auch kein Substrat mehr, um neue Möglichkeiten und Schlussfolgerungen in Betracht zu ziehen (man beachte Einsteins Zitat „Fantasie ist wichtiger als Wissen“!). Es können dann keine Hypothesen bzw. Theorien mehr entstehen, die mögliche Erkenntniskanäle und Forschungsmethoden überhaupt erst ermöglichen. Doch wie gestaltet sich so ein neuer Erkenntnisprozess, wenn er zugleich wieder von dem Beharren auf eigenen Meinungen bzw. Glaubenssätzen blockiert wird?

An dem Punkt kommt das Prinzip der Neutralität ins Spiel. Diese setzt die Erkenntnis vorraus, das es noch mehr Betrachtungsmöglichkeiten gibt, als „Wissen“, „Glauben“ oder „Nicht-Glauben“. Die Neutralität versteht sich hier als wertungsfreie Position des „Kann ich nicht wissen“, bzw. des „Kann sein, kann aber auch nicht sein“. Und doch ist es damit möglich, über ein Thema zu diskutieren bzw. Hypothesenarbeit leisten, ohne in den einen oder anderen Meinungspol zu rutschen, um dort unnötigerweise festzustecken. Es ist der dritte Pol zwischen Gewißheiten und Glaubenssätzen („Glaub ich nicht“ bzw. eine unfundierte Skeptiker-Meinung ist auch ein Glaubenssatz!). Von dieser neutralen „Superposition“ aus ist ein unbefangeneres, sinnvolleres und lösungsorientierteres Arbeiten an einer Thematik möglich.

Neutralität

Das Prinzip der Neutralität

Neutralität ist hier nicht mit Gleichgültigkeit oder Ignoranz gleichzusetzen, denn der Entwicklungsmotor wird am Laufen gehalten. Manchmal wird der Begriff „Neutralität“ leider auch vorgeschoben, um sich eben per genannter Gleichgültigkeit bzw. Ignoranz aus der Eigenverantwortung (z.B. einer Stellungnahme) zu ziehen. Oder es wird zur Kritik an der Neutralität benutzt, wenn das Prinzip nicht richtig verstanden wurde, oder unbequem ist.

Leider scheint die Konditionierung in der dualen bzw. „binären“ Denkweise in unserer Gesellschaft sehr stark zu sein, so dass das Prinzip der Neutralität selten angewandt oder verstanden wird. Dieser Umstand ist ein starker Hemmschuh der Entwicklung, welcher den „Anwender“ immer zwischen den Polen hin und her reißt, und somit keine Perspektive einnehmen läßt, aus der sich das zur Diskussion stehende Thema möglichst unvoreingenommen überschauen läßt. Siehe auch hier:

Gleichgewichtsprinzip (Parität)
Gleichtgewicht – Fluss – Ganzheit

Differenzierungsvermögen

Selbsterfahrung

Autor: Wingman

Zeitqualität 2012

Nun ist es also da, das ominöse Jahr 2012. Zu den Geschichten, Annahmen, Befürchtungen und Erwartungen, die dazu in der Grenzwissen-Szene (und inzwischen auch darüber hinaus) kusieren, brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr viel schreiben. Doch wie sieht es abseits davon, mit der „wirklich“ beobachtbaren Zeitqualität aus, mit der sich das noch junge Jahr 2012 bisher auszeichnet? Zumindest aus meiner subjektiven Sicht kann ich einige Beobachtungen und Neuerungen gegenüber 2011 (und davor) schildern. Doch es ist in der Regel nicht als abrupter Bruch zu verstehen, sondern als fließender Übergang (wobei einige Aspekte wirklich sehr abrupt einzutreten schienen). Natürlich kann ich nur über mein Resonanzfeld sprechen (persönlich, Online-Kontakte, Beobachtungen anderer…), und diese Beobachtungen nicht auf die gesamte Menschheit pauschalisieren.

Auffällig ist vor allem die enorme Verdichtung in Bewußtseinsprozessen, die inzwischen immer mehr Leute zu spüren scheinen (Zitat: „Es ist alles so dicht auf einmal!“). Das schon in den vergangenen Jahren zu beobachtende Phänomen der Transformation unterdrückter bzw. verdrängter Muster hat sich noch intensiviert, und eine neue Komplexität angenommen. Frappierend ist dabei, wie viele Leute jetzt unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind, was sich in psychischen und physischen Effekten äußert. Nicht nur, dass die geistige Erdung stark kompromittiert wird, sondern das auch die physische Gesundheit akute Tiefs erreicht (z.B. gleichzeitige, krankenhausreife Erkrankungen, wenn auch mit unterschiedlichen, symptomatischen Ursachen). Des Weiteren ist eine Aufreibung in Freundschaften und Beziehungen zu beobachten, so als wenn jetzt jede kleine Nuance an Ungeklärtheiten, Mißverständnissen, Dissonanz und Selbstwahrnehmung innerhalb von Gruppen ins Licht gerückt wird und geklärt werden will. Das endet dabei nicht selten in der überraschenden Auflösung jahrelanger Beziehungen / Freundschaften. Es macht sich das Gefühl breit, als trenne sich die Spreu immer mehr vom Weizen, was viel Schmerz, aber auch neue Möglichkeiten, und optimalere Verbindungen generiert. Altes, blockierendes wird weggeräumt, um für die neuen (kurz zuvor noch ungeahnten) Möglichkeiten Platz zu schaffen.

Auch in angewandter, metaphysischer Hinsicht scheint sich einiges zu tun. Das betrifft vor allem neue Möglichkeiten der Informationsgewinnung und der Selbsterkenntnis. Viele Leute werden sich dadurch ihrer wahren Berufung bewußter, was natürlich zu Hinterfragungen des aktuellen Lebensweges führt. Und auch in dem Zusammenhang werden neue Verbindungen geschaffen, die vorher ungeahnte Möglichkeiten der Erkenntnis und Entwicklung bereitstellen. Manchmal so schnell, das diese neuen Realitätsaspekte garnicht so schnell realisiert werden können, wie sie sich manifestieren. Während jene Aspekte der Zeitqualität in den letzten Jahren noch „irgendwo“ unter der Oberfläche zu schlummern schienen (oder zumindest nicht direkt greifbar waren), scheint es in diesem Jahr so, als würden sie jetzt nach und nach, aber schnell und überraschend an der Oberfläche auftauchen. Diese Prozesse sind offenbar ziemlich fordernd, was sich bei vielen Leuten in Müdigkeit, Ausgebranntheit, übersteigerten Energiebedarf und (siehe oben) physischen Symptomen bzw. psychischen Erdungsverlust (inkl. vermehrter Inanspruchnahme von psychiatrischer Hilfe) auszudrücken scheint.

Rein subjektiv sehe ich darin viele Chancen der Veränderung und Transformation. Doch es stellt sich, wie es sich schon abzeichnete, als sehr anstrengend und herausfordernd heraus. Meine Position in dieser Zeitqualität ist momentan so, das ich die Vorgänge eher als Beobachter von Außen betrachte, aber natürlich stellenweise auch von ihnen affektiert werde (so wie jeder seine mehr oder weniger unfertigen Baustellen hat). Ich versuche auf meine Art zu helfen, und Inspiration zu liefern. Doch halte ich es auch für notwendig, das die Leute die stattfindenden Prozesse vollbewußt durchleben, ohne das man ihnen etwas abnimmt. Denn wenn es um die eigene Transformation geht, kann und sollte einem nichts von Außen abgenommen werden. Es sollten höchstens Fingerzeige bzw. Inspirationen gegeben werden, wozu diese Prozesse einem dienen könnten. Und zwar in dem Sinne, die Leute damit anzuregen, ihre Wahrhaftigkeit in sich selbst zu finden, und soveräne, authentische Individuen zu werden, statt sich von Fremderwartungen, Konditionierungen und sonstigen äußeren Prägungen definieren zu lassen. Wenn man den Blick nach innen schärft, und dabei gut geerdet bleibt, schärft sich dadurch zugleich der Blick nach Außen, und so kann eine balancierte Transformation stattfinden.

Ob 2012 nun umfangreich und perfide durch gewisse „Interessensgruppen“ instrumentalisiert wird (im ideologischen, kommerziellen und manipulativen Sinne wird es das sicherlich schon), bleibt abzuwarten. Manche Leute halten 2012 für ein einziges, riesiges Ablenkungsmanöver, um eine Agenda der Massenmanipulation und totalitären Vereinheitlichung durchzusetzen. Andere sehen es als eine Art Countdown der Erlösung™ (in den altbekannten archaisch-religiösen Varianten, Weltuntergangsprophetien, durch Alien-Kontakt, höhere Lichtwesen, äußere Schwingungsanhebung etc…). Ich persönlich plädiere bei all der Hysterie und Verwirrung für mehr Differenzierungsvermögen, und stehe auf dem Standpunkt, das jeder die ultimative Wahrheit nur in sich selbst finden kann. Das scheint sowieso die letzte Grenze im Universum zu sein, und nicht etwa irgendwas im Außen, das räumlich oder zeitlich entfernt ist. Ihr werdet es erleben… – WIR werden es erleben! 😉

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)
Beobachtungen zur Zeitqualität (I)
Zeitqualität 2009-Thread
Zeitqualität 2008-Thread
2012 und der Mayakalender


Autor: Wingman

Licht und Liebe, Dualität und Verdrängung

In diesem Artikel möchte ich einen speziellen Aspekt der Bewußtheit und den Umgang mit Polaritäten beleuchten. Es geht im Wesentlichen darum, das viele Leute in der „Szene“ auf der Suche nach einem Zustand von „Licht und Liebe“ anfangen, ihre dunklen Aspekte bzw. negativen Emotionen zu verdrängen, anstatt sie für einen ganzheitlichen Transformationsprozess vollbewußt zu durchleben und zu beleuchten. Dies führt dazu, das jene Aspekte (die nunmal vermutlich jeder Mensch aufgrund der dualen Natur des Mensch-Seins besitzt) ins Unbewußte verdrängt werden. Das Individuum meint nun, nur noch aus Licht und Liebe zu bestehen, ohne jedoch die genannten Aspekte vollbewußt betrachtet, aufgearbeitet und transformiert zu haben. Ein unliebsamer Teil der Persönlichkeit wird also ausgeklammert.

Was dann geschieht ist, das die verdrängten Aspekte unbewußt aktiv werden, und in bestimmten Situationen die Herrschaft übernehmen. Häufig erlebt man es, wenn man die Glaubenssätze bzw. Überzeugungen einer solchen Person in Frage stellt, oder der Person etwas reflektiert, was mit ihren verdrängten Mustern in Resonanz geht. Aus den liebenswertesten, lichtvollsten Esoterikern werden dann plötzlich egomanischste, fanatische Eiferer, die mehr an das erinnern, was sie eigentlich verabscheuen, bzw. vorgeben zu bekämpfen. Sie werden, wie gesagt, in dem Moment von ihren verdrängten Aspekten dominiert, und sind sich dessen nicht bewußt. Ich bin dann schonmal versucht (in extremen Fällen), den Begriff „Licht und Liebe-Faschismus“ für das Verhalten einer solchen Person zu verwenden. Sowas kann dann soweit gehen, das Leute, die nicht mehr ins Bild passen, aus einer Gruppe herausgeekelt werden, obwohl die Gemeinsamkeiten objektiv gesehen alle Unterschiede überwiegen (beispielsweise militante Vegetarier / Veganer in der „Szene“, die Fleischesser für unnatürlich und weniger spirituell halten, da alles Andere nicht in ihr Dogma passt). Aus solcher Unbewußtheit entsteht Spaltung, und oft scheint auch genau an diesen Achillesfersen angesetzt zu werden, wenn jemand verhindern möchte, das gewisse Gruppierungen entstehen, die etwas verändern könnten.

Ob eine Gruppe nun etwas verändern will, oder einfach nur vollbewußt und ohne Stagnation leben möchte; Vorraussetzung ist meiner Ansicht nach, das jedes einzelne Individuum seine Selbsterkenntnis ganzheitlich und eigenverantwortlich betreibt. Man sollte nicht nur nur nach Außen, sondern gleichermaßen auch nach Innen schauen, und alle seine Aspekte für sich beleuchten (sozusagen „ins Licht“ bringt). Denn nur, wenn man sich seines eigenen Schattens bewußt wird, kann man diesen positiv nutzen, statt sich von „ihm“ unbemerkt benutzen zu lassen (was nichts anderes bedeutet, als das man einen Krieg mit sich selbst führen würde, was auf Dauer unweigerlich in Stagnation endet). Ansonsten werden sich auch alternative Gruppen / Bestrebungen wieder in verantwortungsabschiebende Schafe bzw. egomanische Anführer aufteilen, und so würde dann letztlich nichts Neues erreicht, sondern nur alte Unbewußtheit neu verpackt. Aus diesem Grunde auch eine historische Beobachtung, das sich dadurch immer mehr bestätigt: Nicht äußere Systeme (Dogmen, Bekenntnisse, gute Absichten…) können die Menschen ändern, sondern die Menschen nur sich selbst.

Zum Schluss noch eine mehr oder weniger sinnbildliche Betrachtungsweise der Polaritäten anhand eines Spektrums:

Spektrum - Finsternis

Völlig zur Finsternis hin polarisiert - die Welt ist dunkel

Das Individuum ist völlig zur Finsternis hin polarisiert. Die Welt liegt im Dunkeln (keine Perspektiven, keine Schöpfung, keine Energie, keine Transformation: Stagnation).

Spektrum - Licht

Völlig zum Licht hin polarisiert - Überstrahlung

Das Individuum ist völlig zum Licht hin polarisiert. Die Farben verblassen, die einzelnen Nuancen des Lebens werden mangels Erdung überstrahlt (keine Veränderung, kein Lernmotor, keine Weiterentwicklung: Stagnation).

Spektrum - Gleichgewicht

Im Gleichgewicht zwischen Finsternis und Licht - Entwicklung

Das Individuum ist im vollbewußten Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht. Es kann das gesamte Spektrum bewußt und mit kräftigen Farben, also in all seinen Facetten erleben. Entwicklung kann stattfinden, und das Potenzial sich vollkommen entfalten (echte Freiheit, welche jedoch auch echte und lückenlose Eigenverantwortung voraussetzt).

Persönliche Entwicklungsfaktoren
Animalisches Sub-Selbst, Ego und Selbstreflektion
Gleichgewichtsprinzip (Parität)
Gleichgewicht – Fluss – Ganzheit

Autor: Wingman

Kosmische Ausmaße

Hier mal etwas zu den unfassbaren Ausmaßen des uns bisher bekannten (physischen) Kosmos:

Dies ist die so genannte „Millenium-Simulation“ des Max-Planck-Instituts. Sie zeigt eine Gesamtansicht des Universums, soweit wir es heute erfassen können. Diese Simulation besteht aus fast 11 milliarden Partikeln, und jeder einzelne davon stellt eine Galaxie dar. Eine Galaxie kann wiederum mehrere hundert milliarden Sterne beinhalten (ja nach Größe; unsere Galaxie soll ca. 300 milliarden Sterne haben). Von diesen milliarden Sternen werden die meisten wiederum Planeten haben. Falls von diesen milliarden Planeten in unserer Galaxie auch nur 1% Leben ermöglichen, so hätten wir dennoch eine unvorstellbare Fülle von Leben. Und selbst wenn von diesen 1% wiederum nur 1% intelligente Lebensformen hervorgebracht haben, so hätten wir allein in unserer Galaxie immer noch mehrere millionen Zivilisationen.

Das möge man jetzt noch auf die unzähligen Milliarden anderer Galaxien im Kosmos übertragen (falls es nicht noch mehr sind), und schnell merkt man, das sich die Frage, ob es überhaupt Leben außerhalb der Erde gibt, überhaupt nicht stellt. Es wäre schon ein seltsamer kosmischer Scherz, wenn wir der einzige Planet mit physischem Leben wären. In einem kleinen Sonnensystem, mit einem kleinen Stern, der in einer unspektakulären Ecke einer Durchschnittsgalaxie liegt.

Falls der Verstand jetzt angesichts dieser Ausmaße kapituliert haben sollte, hier zur Auflockerung etwas viel „Kleineres“:

Das sind größtenteils nur Orte unserer unmittelbaren Nachbarschaft innerhalb unserer Galaxie. Man könnte fast sagen „Nachbars Garten“. Und selbst dort sind die Ausmaße kaum fassbar, bzw. nur noch in astronomischen Zahlen darstellbar. Wer kann sich schon räumlich Abertrillionen von Kilometern vorstellen, in Relation zu dem, was wir als winzige, zweibeinige Lebensform auf diesem kleinen Planeten zurücklegen?

Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums! 😛

Da wir hier aber eine Grenzwissen-Seite sind, vor allem was die unendlichen Ausmaße des Bewußtseins betrifft, werde ich hier natürlich noch einen Schritt weitergehen…

AKEler, und andere Bewußtseinsreisende (letztlich warscheinlich nur eine Frage der Terminologie), berichten davon, dass das physische Universum selbst nur einen winzigen Teil des gesamten, multidimensionalen Bewußtseins-Universums ausmacht. Eine Quelle schätzte es mal auf 1-3%, aber in dieser Vorstellungswelt läßt sich das eigentlich garnicht ausdrücken. Denn wer eine genaue Angabe haben möchte, muß alles Erfahrbare erfahren haben („höchste Perspektive“), und ich denke nicht, das man diese Information überhaupt teilen kann. Schon garnicht in der unglaublich beschränkten Begriffs- und Kommunikationswelt des Mensch-Seins.

Die Mittel, und vor allem die Kapazitäten, die uns als inkarnierte Menschen zur Verfügung stehen, sind dafür wohl einfach unzureichend. Vielleicht so, als versuchte man einem Einzeller den gesamten Planeten in all seiner Komplexität und ohne Lücken zu erklären; es wird nicht funktionieren, da die physischen Mittel des Einzellers, und somit das Bewußtsein, was er in dieser physischen Form „mitbringen“ bzw. ausdrücken kann, nicht ausreichen. Vermutlich würde nichtmal ein Mensch die gesamte, lückenlose Komplexität des Planeten erfassen können. Im gesamten, multidimensionalen Universum sind das dann nochmal ganz andere, unfassbarere Größenordnungen.

Schema des Multiversums vom AKE-Autoren William Buhlman

Schematische Darstellung des Universums vom bekannten AKE-Autoren William Buhlman (klicken zum Vergrößern!)

 

Allerdings scheint im ganzen Universum auch das Prinzip „wie im Großen, so im Kleinen“ bzw. „wie Oben, so auch Unten“ zu gelten. Und das ermöglicht uns, von Beobachtungen innerhalb unserer kleinen Erfassungsschwelle, auf größere Zusammenhänge schließen zu können (zumindest in interpolierter, massiv reduzierter Form). Deshalb ist es uns auch als winzige, extrem beschränkte Lebensform möglich, in Dimensionen bzw. Seins-Zustände „hineinzudenken“, die unser Fassungsvermögen eigentlich völlig übersteigen. Aber auch das kann selbst bei den genialsten Köpfen nur ein Schatten der wirklichen Essenz sein, und deshalb geht nichts über Selbsterfahrung.

Was dabei meist übersehen wird, ist das wir gerade durch unsere extreme Beschränktheit Wege und Perspektiven entwickeln können, die einem kosmischen „Alles-was-ist“-Bewußtsein von seinem Standpunkt aus nicht möglich wären (denn es wäre schon alles gleichzeitig vorhanden). So ein „All-was-ist“-Bewußtsein würde zwar stets das Gesamtbild vor sich haben, jedoch kann es dadurch nicht die unzähligen Nuancen einzeln erfahren, bzw. isoliert betrachten. Man könnte also mutmaßen, das sich dieses „Alles-was-ist“-Bewußtsein irgendwann in unzählige Einzelteile aufgespalten hat (wie Mosaiksteinchen eines gigantischen Bildes), damit es sich auf diese Weise immer wieder neu selbst erfahren kann.

Ob es da ein kausales Ziel gibt, oder ob es um den Prozess an sich geht („Der Weg ist das Ziel“), kann ich nicht sagen. Denn das überschreitet eindeutig mein Fassungsvermögen, und endet in den berühmten Kausalitätsparadoxa. So ist das nunmal als kleiner Mensch. Aber gerade das macht es ja so einmalig und spannend, denn was wäre unser Leben ohne das Unbekannte? 😉

So sind jedenfalls meine kosmischen Gedanken dazu, und die könnten natürlich auch ein völliger Irrtum sein *g*. Aber ich lasse mich gerne von meinen Mit-Lebewesen inspirieren, denn jedes davon ist ein individueller Teil des Ganzen, und hat somit seine eigene, einzigartige Perspektive.

AKE-Strukturen
Allmacht?

Website von William Buhlman
Das Universum bei Wikipedia

Autor: Wingman

Vernetzung

Es tut sich offenbar immer mehr in Richtung Vernetzung von Gleichgesinnten. Wo früher noch alle Communities mehr oder weniger ihr eigenes Süppchen kochten, ist jetzt eine Verschmelzung der Interessen, und ein übergreifender Grundgedanke zu erkennen: Das Streben hin zum Eins-Sein, und zur gemeinsamen Bewußtseinsentwicklung. Wo früher nur dual und polarisierend über die Gegensätze einzelner Ansichten diskutiert wurde, schaut man jetzt vermehrt auf die Gemeinsamkeiten, und wie man daran wachsen bzw. sich gegenseitig ergänzen (oder schöner ausgedrückt; „inspirieren lassen“) kann. Man könnte es durchaus mit dem Wachstum eines neuronalen Netzwerks vergleichen, das sich dezentral ausbreitet, aber untereinander dicht verbunden ist. Auch das Internet könnte man als langfristige, physische Manifestation dieser Entwicklung betrachten. Und die Strukturen des Universums an sich (wie im Kleinen, so im Großen) folgen offenbar ebenfalls diesem Prinzip.

Dieser Prozess wird in den nächsten Jahren sicherlich noch sehr spannend werden. Eine vernetzte Bewußtwerdung, ohne Schmälerung der Individualität (im Gegenteil; man lebt keine oberflächlichen Pseudo-Identitäten mehr, sondern findet zu sich selbst), kann uns als Menschheit auf dem Weg bringen, unser volles Potential zu entfalten. Nur durch eine Bewußtwerdung der Massen können grundlegende Probleme unserer Zeit gelöst werden. Denn die Meisten davon haben mit Verantwortungsabschiebung, Manipulation, Spaltung, gezielter Angst, Passivität und Bequemlichkeit des (Nicht)Denkens zu tun.

Wie sagte mal ein relativ bekannter AKE-Autor?

„Die größte Illusion ist es, das die Menschheit Begrenzungen hat.“

WIR-gemeinsam.net
Event-Map

Autor: Wingman

Differenzierungsvermögen

Unter Differenzierungsvermögen verstehe ich die Bemühung, vom schwarz-weißen Schubladendenken bzw. starker Polarisierung wegzukommen (sowohl im Grenzbereich, als auch in der alltäglichen Wirklichkeit). Jeder interessierte Forschergeist, der den Sprung zu den nichtalltäglichen Grenzbereichen macht, kommt aus individuell verschiedenen Bereichen bzw. Ausgangssituationen dorthin. Allerdings werden durch diesen Schritt nicht automatisch kleinkarierte und vorurteilende Muster im Denken beseitigt bzw. Weisheit erlangt. Um einen ergiebigen, persönlichen Forschungs- und Erfahrungsfluss zu erlangen, ist die Verfeinerung des Denkens in Richtung Differenzierungsvermögen beim Umgang mit diesen Dingen notwendig.

Differenzierungsvermögen

Hier mal zwei in der „Szene“ öfter anzutreffende Beispiele:

Esoterik / New Age:
Eine Person, offen, gefühlsbetont, aber relativ leichtgläubig und rechtshirnig polarisiert, stößt erstmals auf den Bereich der Esoterik / New Age.  Da sie in ihrem bisherigen Leben bzw. dessen angebotenen „Sinn-Inhalten“ (instituationalisierte Religionen etc…) keine Befriedigung mehr sah, rückt die Esoterik stark in den Mittelpunkt dieses Aspektes. Esoterik bedeutet eigentlich „Innenschau“, was auf Selbstreflektion und Selbsterkenntnis deutet. Wenn sich der Blick nach innen vertieft („inneres Bewußtsein“), schärft sich zugleich der Blick nach Außen (äußere Umwelt bzw. „äußeres Bewußtsein“). Gerade das setzt allerdings eine ganzheitliche Beschäftigung mit sich selbst und der umgebenden Wirklichkeit vorraus. Hinderliche Aspekte sind hier ungeprüfter Glaube und Verantwortungsabschiebung.

Da unsere Beispiel-Person allerdings noch in diesen alten Bewußtseinsmustern steckt, wird sie diese erstmal mit in ihre esoterische Beschäftigung übertragen. So wird die Innenschau mit dogmatischen Glaubenssätzen vermischt, und in ihrem Zweck verzerrt. Die Person blendet z.B. dunkle, unangenehme Aspekte ihrer Selbst aus, und konzentriert sich nur noch auf „Licht und Liebe“. Dadurch wird ihr allerdings irgendwann der dunkle, nunmehr ignorierte Aspekt (meist unbewußte, untransformierte Ängste und Unsicherheiten) in den Rücken fallen, und aus der esoterischen Suche einen Egotrip der Arroganz und Selbstbeweihräucherung machen, welcher nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun hat. Durch mangelnde Selbsterkenntnis bzw. die Verweigerung dieser (weil es oft unangenehm ist) wird die eigentliche Philosophie der Esoterik also pervertiert und in ein Dogma verwandelt. Das Resultat ist Stagnation (bei der Esoterik meist in Form von Passivität), und diese wird solange anhalten, bis die Person sich ganzheitlich der Selbsterkenntnis widmet, und nicht nur selektiv verwendet, was ihr durch die alten, mitgebrachten Muster paßt. Somit wird Esoterik zur so genannten „Fast Food“-Esoterik.

Infokrieg / Wahrheitsbewegung:
In diesem Beispiel haben wir eine Person, die logisch denkt, nur das glaubt, was sie mit im Außen mit äußeren Mitteln verifizieren kann, und insgesamt sehr linkshirnig polarisiert ist. Der Weg dieser Person hat sie nun von einem analytisch und nüchtern geprägtem Leben zur Hintergrundpolitik und alternativen Theorien (in den Massenmedien auch oft abfällig „Verschwörungstheorien“ genannt) geführt. Während sie immer tiefer in das große Bild eindringt, wird sie irgendwann auch mit Aspekten konfrontiert, die sie noch nie zuvor bewußt wahrgenommen hat. Darunter findet sich dann sehr schnell Mind Control, Okkultismus, finstere Rituale und letztlich das Thema „Bewußtsein“ an sich. An der Stelle tut sich für die Person, die sich noch nie mit ganzheitlichem Denken und Selbsterkenntnis beschäftigt hat, ein Problem auf: Sie entwickelt durch die im Äußeren gesammelten Informationen eine Reihe von Schubladen, in der sie die Welt in „gut“ und „böse“ einteilt. Was anfänglich noch ein nützlicher Wegweiser durch solche Themen ist (die manipulativen, gewissenlosen Kräfte im Hintergrund des Weltgeschehens erkennen), entwickelt sich in diesen wesentlich komplexeren Bereichen schnell zu ungeprüftem Schubladendenken.

So wird in der Szene (teilweise zurecht) vor manipulativen und unterwanderten Aspekten der Esoterik / New Age-Bewegung gewarnt, was bei unserer Beispielperson dazu führt, das sie alles, was auch nur entfernt an diese Aspekte erinnert, in die Schublade „Manipulation“ steckt. Diese Schublade wandelt sich langsam zu einem Dogma, und bleibt dadurch immer mehr ungeprüft, bis die Person schließlich jede philosophische Beschäftigung mit sich selbst verweigert (aus Furcht, es würde sie vom wahren Weltgeschehen ablenken oder passiv machen).  Die Person schaut nur noch auf die scheinbaren Geschehnisse der Außenwelt, und läßt sich dadurch immer mehr definieren, weil sie sich mangels innerem Bewußtsein immer stärker von sich selbst entfremdet. Schließlich ist zu beobachten, das die Person immer mehr zu dem zu werden scheint, was sie vorgibt zu bekämpfen, weil sie ihr äußeres Bewußtsein mit diesen Dingen sättigt. Mangels innerem Bewußtsein fehlt die individuelle und bewußte Reflektion der äußeren Inputs, und die Person wird durch ihr Unterbewußtsein gesteuert. Da es unterbewußt ist, sind die Triebfedern nunmehr unreflektierte Ängste, Ungewißheiten, fehlende Erdung und daraus resultierend letztlich Irrationalität (manchmal bis hin zu krankhafter Paranoia).

Wenn sich diese Person parallel zur äußeren Informationsgewinnung mit ihrem inneren Bewußtsein (und wie dieses darauf resoniert) beschäftigt hätte, wäre die Polarisierung hin zum Schubladendenken und die völlige Steuerung durch unbewußte Aspekte warscheinlich vermieden oder stark reduziert worden. Denn man kann die Außenwelt nicht vollständig erkennen, wenn man sich nicht selbst kennt. Das kann man vereinfacht durchaus mit einer Grafikkarte vergleichen, der die richtigen Treiber fehlen, und die Grafik somit nur in groben, unvollständigen Modi darstellen kann. Das mögliche Gesamtbild geht verloren, und das Potential wird nicht genutzt (Stagnation). Konkrete Beispiele innerhalb der Infokriegbewegung sind Leute, die sich tief in Symbolik und Okkultismus hineingelesen haben, aber aufgrund mangelndem Wissen über ihr eigenes Bewußtsein ein unvollständiges Bild erhalten, und somit womöglich etwas in Dinge hineininterpretieren (oder überinterpretieren), die garnicht so sind (z.B. muß nicht jedes pyramidenförmige Grab von einem bestimmten Personenschlag sein, und nicht jeder dekorative Stern ist mit der okkulten Intention des Pentragramms produziert worden). Wenn bei solch anspruchsvollen Themen das Differenzierungsvermögen fehlt, kann dies oft in einem persönlichen „Mindfuck“ enden, der mit Fakten und Realität nicht mehr viel zu tun hat. Manchmal leider auch bis zu dem Punkt, wo die Person keine Freunde und Vertraute mehr hat, weil sie förmlich der ganzen Welt mißtraut, und ein völlig verrottetes Bild der Menschen (nicht nur derer, die es offensichtlich sind) aufgebaut hat. Unterbewußt läßt sich das grob gesagt darauf zurückführen, das die Person sich selbst nicht mehr trauen kann, aber es nicht merkt. Sie ist innerlich nicht mehr gefestigt, und geht mit den äußeren Inputs nur noch irrational und völlig selektiv um.

Diese beiden Beispiele, die letztlich auf das selbe Problemmuster hinauslaufen, zeigen die Notwendigkeit von einem gesunden Differenzierungsvermögen. Und dieses kann meiner Meinung nach nur erreicht werden, wenn ganzheitlich (sowohl innen, als auch außen, ohne Polarisierung) vorgegangen wird. Hier drei Threads, die diese Thematik detaillierter beleuchten sollen:

Persönliche Entwicklungsfaktoren
Gleichgewichtsprinzip (Parität)

Gleichgewicht – Fluss – Ganzheit

Autor: Wingman

Fiktive Universen, und ihre Wirkung auf uns

Seit nunmehr fast zwei Monaten läuft James Cameron’s neuer Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in den Kinos. Es ist wieder mal ein Blockbuster, welcher in finanzieller Hinsicht neue Rekorde aufstellt (sowohl die Kosten, als auch die Einnahmen). Doch abgesehen von der Vermarktung und dem Hype, scheint es für viele Menschen noch tiefere Aspekte in diesem Film zu geben. Es liegt hier offenbar eines der wenigen Werke zu vor, die eine starke, tiefergehende Resonanz in vielen Menschen auslösen. Warum das so ist, dürfte sich als komplexe Fragestellung herausstellen. Ebenso komplex, wie die Informationen, die in einem bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Film-Universum rübergebracht werden.

Viele Menschen sind von Avatar tief berührt, und haben sich regelrecht in die fiktive Welt des Planeten Pandora verliebt. Andere hingegen, können überhaupt nichts mit dem Film anfangen, und beschreiben ihn als klischeehaft, vorhersehbar und langweilig. Obwohl es leider gerne getan wird, kann man in diesem Fall die Leute nicht einfach gemäß ihren Reaktionen in Schubladen stecken (wie es vielleicht bei intellektuell anspruchsvollen Franchises funktionieren würde, wo die Massenkonsumenten nicht die erforderlriche Reife mitbringen). Was ist es also, das die Leute diesen Film auf so extrem unterschiedliche Weise wahrnehmen und beurteilen läßt? Wieso wird bei manchen sofort eine tiefe Resonanz erzeugt, und andere langweilen sich, oder erfreuen sich höchstens eine Weile an den Special Effects?

Bei genauerer Betrachtung betrifft es nicht nur das jüngste Beispiel „Avatar“, sondern diverse große Franchises. Gute Beispiele sind Star-Trek, Star-Wars, Herr der Ringe, Harry Potter, und in gewisser Weise auch Matrix. Natürlich wird in so komplexen, fiktiven Universen viel mit Archetypen und Mythologien gespielt, was an sich schon eine unterbewußte Resonanz auslöst. Ein bekanntes Beispiel ist die „Magie“ von Star-Wars. Aber auch hier gibt es erstaunliche Unterschiede bei den Reaktionen. Persönlich kann ich z.B. sehr gut die Magie von Star-Wars nachempfinden, gehe aber in Sachen Idealismus und Wertevermittlung eher mit Star-Trek konform (in vielen Aspekten eine gute Blaupause für die Zukunft). Herr der Ringe hingegen, löst bei mir überhaupt keine Resonanz aus, und ich empfinde ihn ebenso überlang und uninteressant, wie andere Leute Avatar. Das gleiche gilt für Harry Potter, obwohl dort noch der Aspekt des durchschnittlich jüngeren Publikums hinzukommt. Matrix (1) finde ich ebenfalls faszinierend, aber in einer beschränkteren Art und Weise. Jedoch hat er damals viele Leute auf tiefergehende Gedanken gebracht, und zu einem gewissen Erwachen beigetragen (die Frage „Was ist Realität?“).

Mit Mythologie und Archetypen kann vieles in Menschen bewegt und entfacht werden, aber das ist für mich noch keine ausreichende Erklärung für die teils extrem unterschiedlichen Reaktionen. Vielleicht liegt die Erklärung viel tiefer, als man denken würde. Das bringt uns nämlich zu der Frage, woher die Inspiration kommt. Zum Großteil ist es sicherlich eine kunstvolle Neukomposition der vorhandenen Mythen, Archetypen und Erlebnisse im kollektiven (Unter)Bewußtsein. Zum anderen gibt es jedoch auch inoffizielle Andeutungen, das ganz gezielt Informationen von „Außerhalb“ eingegeben oder verwendet wurden. „Außerhalb“ steht hier für metaphysische und spirituelle Informationsquellen, die man mit seinen regulären fünf Sinnen nicht anzuzapfen vermag.

Am häufigsten wird natürlich an das berühmte „Channeling“ gedacht, welches ebenso geheimnisvoll, wie umstritten ist. Beim Channeln nimmt eine Person in einer Art Trancezustand Verbindung mit nicht-physischen Wesen auf, und übermittelt die empfangenen Informationen physisch. Das heißt, verbal, schriftlich oder manchmal zeichnerisch (bis hin zu Musikkompositionen). Gerüchten zufolge hat Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star-Trek, bei einem Medium Informationen channeln lassen, die ihm als Basis für seine Serie dienten. Die Quelle soll der so genannte „Rat der Neun“ gewesen sein. Vor allem der Aspekt einer interplanetaren Föderation, die aus verschiedensten Spezies besteht, schien dort eine große Bedeutung gehabt zu haben.

Der gewaltige Nachteil von Channelings liegt beim übermittelnden Medium. Sämtliche Informationen (sofern sie von Außen kommen) werden durch die Vorlieben und Ansichten des Mediums unterbewußt gefiltert, verzerrt und verschnörkelt. In manchen Fällen scheint eine Nachricht so von Licht und Liebe-Phrasen überzogen zu sein, das die eigentliche Aussage völlig entstellt oder verschwunden ist. Deshalb wird diese Methode in ausgeglicheneren Grenzwissen-Kreisen nur sehr bedingt als nützliche Informationsgewinnung gesehen. Was meist bleibt, ist warscheinlich nur die Inspiration, die der Leser aus den Inhalten ziehen kann, ohne sie zu wörtlich zu nehmen.

Im Fall von „Herr der Ringe“ gibt es Erzählungen, das dessen Schöpfer J.R.R. Tolkien (bewußt oder unbewußt) Erinnerungen aus einer anderen Inkarnation seiner selbst als Grundlage genommen haben soll. Erinnerungen an andere Inkarnationen können ebenfalls subjektiv verzerrt sein, und sind nicht objektiv nachprüfbar, sofern die Inkarnation nicht zeitnah auf der Erde stattfand, wo noch physische Charakteristika aus der Zeit jener Inkarnation vorzufinden sind (oder in Einzelfällen sogar Dokumente mit Personendaten). Aber sie haben offenbar die Eigenschaft, intensiver und vor allem persönlicher zu sein, als andere Informationsquellen (abgesehen von AKEn).

Ein weiteres, interessantes Gerücht gibt es bezüglich Star-Wars. Der Grundaufbau soll auf einem realen, interstellaren Konflikt basieren, welcher vor mehreren Millionen Jahren stattfand, und als „Orion-Kriege“ bezeichnet wird. Wie genau George Lucas (der Schöpfer von Star-Wars) an diese Informationen gekommen sein soll, ist mir nicht bekannt. Aber interessant ist in dem Zusammenhang, das er die geheimnisvolle und auch umstrittene „Federazione di Damanhur“ in Norditalien besucht haben soll. Es handelt sich dabei um eine spirituelle Gemeinschaft, die (ohne Nachdrücklichkeit oder offensichtliche PR-Methodik) behauptet, über eine alternative, auf nicht-physischer Energie basierende Technologie zu verfügen, und damit sogar Zeitreisen zu unternehmen. Neben George Lucas sollen auch viele andere Autoren dort angereist sein, um sich inspirieren zu lassen. Das eröffnet natürlich viel Raum für interessante Spekulationen.

Wie es diesbezüglich mit dem aktuellen Beispiel „Avatar“ aussieht, weiß ich nicht. Aber der Film bewirkt auf jeden Fall in vielen Menschen die Sehnsucht nach einer stärkeren Verbindung zur Natur und mehr Lebendigkeit. Zweifellos Dinge, die in unserer „zivilisierten“ Welt fast verschwunden sind. Viele, die erstmals wieder diese Sehnsucht verspüren (und vorher für diese Empfindung unbewußt oder verschlossen waren) verfielen durch den Film sogar in eine Depression, da ihnen ihr wirkliches Leben plötzlich grau und sinnlos vorkam („Post Pandora-Depression“ oder „Na’vi-Blues“ genannt *g*). Andere, die sich schon länger dieses Naturaspekts bewußt sind, sind bewegt von der oppulenten Darbietung des Films, und der Personifizierung von Aspekten, die in unserer Gesellschaft meist garnicht oder nur geringfügig zu finden sind (durch die Na’vi, insbesondere Neytiri).

Es ist das Gegenteil der Oberflächlichkeit, die unsere Konsumgesellschaft durchdringt, und viele Leute eine falsche Identität leben läßt. In dem Bezug hat der Film scheinbar wirklich Aufweckpotential (wenn auch recht schmerzhaft für Neulinge auf dem Gebiet der Selbsterkenntnis und Bewußtwerdung). Solange es diesen Effekt ausübt, ist James Cameron hier wirklich ein guter Wurf gelungen (ob absichtlich oder unbewußt). Und solange das Individuum die gewonnene Inspiration für die eigene Entwicklung verwendet, und nicht in die fiktive Welt flüchtet, weil das reale Leben zu trist wirkt (was es nicht ist, wenn man wirklich unter die Oberfläche schaut). Der negative Effekt ist ja von MMORPG-Süchtigen bekannt. Diese haben vermutlich angefangen, Aspekte ihres realen Lebens als leer und illusionär zu verstehen, aber verkriechen sich dann in die bunte Onlinewelt, über die sie volle Kontrolle haben (statt konsequent weiterzugehen, und das reale Leben bzw. ihre Persönlichkeit authentischer zu leben). So oder so, die Auswirkungen solcher speziellen Franchises können äußerst komplex sein, und uns eine nützliche, aber vor allem auch freudige Inspiration bieten. Der Aspekt der Inspiration selbst bietet zudem für den Bewußtseins-Interessierten spannende Forschungsmöglichkeiten.

Warum gibt es jetzt aber die unterschiedlichen Auffassungen über solche Werke? Dort steigt man wohl wirklich tief in den Grenzbereich, wenn normale Erklärungen unzureichend sind. Hat es mit unserer persönlichen, spirituellen Herkunft bzw. inkarnationsübergreifenden Lebenserfahrung zu tun, ob wir dort eine Resonanz erfahren? Finden wir es nur ansprechend, wenn wir vertraute Aspekte (bewußt oder unterbewußt) wiedererkennen? Ist es vielleicht eine Art Nostalgie oder Sehnsucht, die sich auf längst entschwundene Erlebnisse und (positive) Erfahrungen bezieht? Wie kommt es z.B., das manche Leute eine grundsätzliche Abneigung gegen (fiktive) Aliens jeder Art haben, und sich auch sonst nicht für das physische Weltall interessieren, und andere (wie ich) ungemein fasziniert sind? Liegt es vielleicht an dem Interessensfokus, den wir in unseren bisherigen Erfahrungen entwickelt haben?

Ich könnte mir durchaus vorstellen das jemand, der zum ersten Mal physisch inkarniert, und bisher nur in nicht-physischen Welten existiert hat, eine gewisse Abneigung bzw. Desinteresse für den physischen Variantenreichtum (darunter natürlich auch andere Planeten und Lebensformen) hat. Jemand, der hingegen schon lange physisch unterwegs ist, und vielleicht schon viele Planeten bewohnt hat, könnte dadurch eine große Faszination mit diesen Aspekten entwickelt haben. Allerdings kann man dort auf keinen Fall pauschalisieren, denn die Gesamtheit einer Existenz ist einfach zu komplex, um das aus dem aktuellen Bezugsrahmen heraus beurteilen zu können. Es wird warscheinlich ein unglaublich komplexer Mix aus positiven und negativen Erfahrungen, Schlussfolgerungen und Vorlieben sein. Nur schade für die besonders ernsten Filmkritiker, die ein subjektives Empfinden objektivieren wollen, was letztlich nicht zielführend sein kann… 😉

CROPfm-Sendungen mit Bezügen zum Thema:

CROPfm – The truth is out there
CROPfm – Realitätscheck mit Bernhard und Dr. Nachtstrom

Autor: Wingman