Archiv für Bewusstsein & Entwicklung

Selbsterfahrung

Als Anknüpfung an das Thema „Glaubenssysteme„, mal eine detailliertere Betrachtung zur „Selbsterfahrung“:

Der besagte Artikel ging in einer allgemeinen Art auf Glaubens- und grundsätzliche Einordungssysteme ein. Nun möchte ich den Aspekt der Selbsterfahrung noch etwas näher beleuchten. Denn aus der Selbsterfahrung kann ohne rationale Ordnungs- bzw. Betrachtungsprinzipien auch schnell wieder eine unzureichende oder dogmatische Schlussfolgerung entstehen.

Ein Beispiel dazu, welches eine Bekannte von mir kürzlich brachte: Könnte man ins Mittelalter gelangen, und hätte ein Flugzeug dabei, das man den Einheimischen vorführen würde, so würden diese es höchstwarscheinlich für Magie halten.

Aber warum würden sie es für Magie halten?  Weil ihnen das Wissen, die Vorstellungskraft und somit erstmal auch dass Bewußtsein fehlt, das so etwas auf naturwissenschaftlich-technologische Weise erreicht werden könnte. Ähnlich würde es vielleicht aussehen, wenn Menschen aus unserer Zeit z.B. mit unvorstellbar hochentwickelter Alien-Technologie in Kontakt kämen, oder gar mit Entitäten, die ohne Technologie zu Dingen in der Lage sind, die den uns bekannten und gewohnten Naturgesetzen widersprechen (z.B. physische Teleportation durch Geisteskraft).

Dank der Naturwissenschaft und auch Science Fiction herrscht in gewissen Kreisen warscheinlich eine größere Offenheit für unglaublich wirkende Technologien, als etwa im Mittelalter (obwohl ich das mangels Zeitmaschine auch nicht verifizieren kann *g*). Die Einstellung wäre vermutlich „Es ist definitiv technologisch, aber wir wissen noch nicht, wie es funktioniert.“. Bei den rein geistigen Fähigkeiten, deren offizielle Erforschung in unserer Zeit noch in den Kinderschuhen steckt, wäre die Verwunderung aber vielleicht ähnlich groß, wie bei der mittelalterlischen Flugzeugbegegnung. Allerdings würde man es bei dem heutigen Zeitgeist wohl eher für einen raffinierten Trick oder Fake halten, statt unerklärliche Magie.

Wie auch immer, beide Einstellungen sind letztlich dogmatisches Schubladendenken (letzteres oft unter dem Vorwand der Skepsis), um das Unerklärliche irgendwie einordnen zu können. So wird aus direkter Selbsterfahrung in dem Fall wieder Dogmatik. Aber wie kann man dieses Schubladendenken effektiv vermeiden, wenn man völlig unbekannte Bereiche erforscht?

Es ist auf jeden Fall immer eine Gratwanderung, wenn solche Grenzbereiche angegangen werden, da sich das eigene Bewußtsein in einer Extremsituation befindet. Man muß damit rechnen, dass sich das eigene Weltbild ständig um 180° drehen könnte. Ich bevorzuge als Methode den „Neutral Point of View“ („neutraler Standpunkt“), oder wie ich es oft nenne, die „neutrale Ecke“. Man könnte es auch vereinfacht als „Kann sein, kann aber auch nicht sein“-Prinzip beschreiben.

Meiner Meinung nach ist es möglich, Informationen zu sammeln, ohne dieses sofort in vordefinierte Schubladen stecken zu müssen. Wenn z.B. die eigene Erfahrung noch nicht ausreicht, um etwas authentisch einzuordnen, und man dann im Rahmen der Selbsterfahrung auf solche völlig neuen Aspekte stößt, kann man sie in der „neutralen Ecke“ ablegen. Mit wachsender Erfahrung und Wissen ergibt sich vielleicht eines Tages ein Gewißheitengebäude, das eine authentische Einordnung des erfahrenen Aspektes zuläßt. Bis dahin kann man die Erfahrung neutral verwahren, ohne sie direkt in Schubladen stecken zu müssen (quasi eine Art entkoppelte „ToDo-Liste“).

Viele Menschen scheinen mit dieser Art des Denkens ein großes Problem zu haben (zumindest meiner subjektiven Beobachtung nach). Vielleicht ist das zum Teil auf gesellschaftliche Konditionierung („Ja und nein“-Denken ohne „vielleicht“ bzw. „sowohl, als auch“), oder auf die stark dualistische Natur unseres physischen Lebenssystems selbst zurückzuführen (letzteres nur oberflächlich, da es z.B. in der Quantenwelt auch die „Superposition“ gibt). Oder es ist gezielt so konstruiert, damit die Masse sich wie eine brave Schafsherde verhält, und leichter zu kontrollieren ist. Da kommen wir aber schon in den Bereich düsterer „Verschwörungstheorien“ (obwohl ich letzteren Begriff für die Thematik nicht mag).

Wie auch immer, sich mit dem neutralen Standpunkt vertraut zu machen, kann meiner Meinung nach nicht schaden. Er ist ein wichtiges Werkzeug, um sich bei der eigenen Entwicklung nicht unnötig zu behindern. Das ist jedoch natürlich nur meine persönliche Meinung, und ich weiß, das es zu dem Thema noch ganz andere gibt. Jedoch ist es für mich ein unabdingbarer Bestandteil des Entwicklungsmotors.

Autor: Wingman

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)

Es ist mal wieder Zeit für eine (selbstverständlich subjektive) Betrachtung der Zeitqualität…

Die Transformation geht offenbar unaufhaltsam weiter.  Alte, unbewußte Muster werden in die Bewußtheit getrieben, was nicht immer ein bequemer oder angenehmer Prozess ist. Durch die starke Mustertransformation, die unausweichlich Selbstreflektion  erzwingt (da sonst Stagnation), treten anscheinend auch „vakuumartige“ Zustände auf, die neu gefüllt werden wollen. Man merkt es vielerorts in den Communities, und auch im persönlichen Bereich. Sogar alte, jahrelange Bindungen scheinen sich in manchen Fällen zu lösen, um dadurch entstandene Entwicklungsbehinderungen zu entknoten.

Der vielzitierte Wandel findet in der Tat statt, und wird immer stärker spürbar. Aber warscheinlich anders, als es sich Einige vorgestellt haben. Es geht nicht darum, das wir (egal wie schlecht und unreif wir uns verhalten) von Außen in makellose Licht und Liebe™-Wesen verwandelt werden. Tatsächlich sind WIR selbst der Wandel! Niemand kann uns das abnehmen, da es sonst keine Entwicklung gibt, denn Entwicklung geht immer von einem Individuum selbst aus. Selbstreflektion ist der Weg, und das Ziel ist Selbsterkenntnis. Meiner Meinung nach, um uns letztlich immer neu selbst zu erfahren, und daraus völlig neue Perspektiven entwickeln. Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ offenbart dabei seine wahre Essenz.

Soviel wieder mal zur (subjektiven) Betrachtung der Zeitqua(ä)lität. Genießt diese großartige Reise, trotz der Strapazen! Denn große Abenteuer und Strapazen gehören zusammen.

Zeitqualität 2009-Thread

Autor: Wingman

 

Animalisches Sub-Selbst, Ego und Selbstreflektion

Viele spüren zur Zeit eine besonders ausgeprägte Tendenz, bei der alte, unbewußte Muster an die Oberfläche des Bewußtseins gelangen. Dazu können alte Konflikte, Traumata, Dogmen oder sonstige „Leichen im Keller“ gehören. Bisweilen wird man von der Intensität dieser Muster überwältigt, und läßt sich vom Ego steuern. Das Ego ist dabei in einer Art Alarmzustand, bei dem verschiedene psychische Verteidigungs- bzw. Vermeidensmuster verwendet werden. Daraus erwächst in erster Linie Zündstoff für Streits und Konflikte zwischen den Menschen. In Extremfällen treffen  bei beiden Konfliktparteien ähnliche, alte Muster aufeinanderzutreffen, so das jeder Teilnehmer mit einer Art verzerrtem Spiegelbild konfrontiert wird. Was er darin erkennt, wird folglich als Gefahr eingestuft, denn es springt auf die eigenen, unreflektierten Konfliktmuster an.

Es stellt sich allerdings die grundsätzliche Frage, wie solche Konfliktmuster entstehen, oder zumindest, warum sie so zerstörerisch werden können. Eine Möglichkeit könnte das Konzept des „animalischen Sub-Selbst“ (ASS) sein, wie es von Robert Monroe in seinem dritten Buch beschrieben wurde. Das ASS setzt sich aus den instinktiven Bereichen unseres Gehirns zusammen, und beinhaltet immer noch die Instinktmuster aus Urzeiten (der Bereich wird auch manchmal als „Reptiliengehirn“ bezeichnet). Während diese Muster für weniger komplexe Lebensformen eine überlebensnotwendige und vollkommen verläßliche Lösung bieten, entstehen im menschlichen Geist hingegen extreme Widersprüche.

So kann der Herdentrieb der individuellen Vernunft im Wege stehen, wenn man es vorzieht, ohne Eigenverantwortung und Selbstdenken dem Gruppenkonsens zu folgen. Dieser kann geradewegs ins Verderben führen, was durch ein individuelles Selbstdenken der Gruppenmitglieder hätte verhindert werden können. Der eine, ausschlaggebende Gruppenimpuls wurde nicht hinterfragt, und somit keine Selbstreflektion betrieben. Ein anderes Beispiel ist die Gier und der Glaube an endlose Expansion. Während der grundlegende Impuls sicherlich mal eine vernünftige Einrichtung zum Überleben war (z.B. Vorräte für den Winter anlegen), ist er in unserer Gesellschaft völlig verzerrt und bis zur Absurdität pervertiert worden.

Der lebensnotwendige Instinkt von früher wurde mit der Zeit zu Materialismus und Geldgier, und leider sogar zu einem erstrebenswertem und anerkannten Ziel in der Gesellschaft. Es ist der Trieb, der Milliardäre, die sich nie wieder Geldsorgen machen müßten, mit rücksichtslosen Mitteln immer noch mehr Kapital anhäufen läßt. Zur Rechtfertigung wird dann gerne dass „Survival of the fittest“-Prinzip herangezogen (mündend in Sozialdarwinismus), damit die millionen Verhungernden, welche keine derartigen Möglichkeiten („Intelligenz“, Umstände…) oder die passende Rücksichtslosigkeit hatten, nicht das Gewissen des „Gewinners“ belasten. Ein vernichtender Teufelskreis, bestehend aus  absurder Aneignung und ungerechter Verteilung, ist entstanden. Weitere Beispiele wären Staatenbildung, Kontrollbedürfnisse und disharmonischer Raubbau an der Natur. Kurz gesagt; Leben im Ungleichgewicht.

Man kann durch Selbstbeobachtung feststellen, dass alle Schichten des Wachbewußtseins ausnahmslos das ASS durchlaufen, und durch dessen Impulse beeinflußt werden. Was für Tiere lebensnotwendig ist, hat sich für die Menschen zum warscheinlich größten Problem (oder am Ende zum größten Entwicklungsmotor; wie man es nimmt) entwickelt. Es kann nicht abgeschaltet werden, weil es fester Bestandteil unseres Wachbewußtseins und des Egos ist. Aber man kann versuchen, den Einfluss auf sich selbst zu verringern. Dazu hilft allerdings nur Selbstreflektion und Selbsterkenntnis. Warum reaigere ich in Situation X auf die Weise Y? Wieso löst Muster Z bei mir Konfliktreaktionen aus?

Sind die mir legitim erscheinenden Reaktionen wirklich berechtigt, oder entpuppen sie sich bei objektiver Betrachtung als Irrtum? Solche Fragen sollte man sich in konflikthaften Situationen stellen, und versuchen, den eigenen Standpunkt aus einer komplett anderen Sicht wahrzunehmen. Auch Schuldzuweisungen und Wertungen führen in eine Sackgasse, selbst wenn sie erstmal legitim erscheinen. Das Ego besteht in der Regel auf Geltung und die Zuerkennung des eigenen Rechts. Dies ist auch ein wichtiger Schutzmechanismus in unserer Welt, aber man sollte ihn stets hinterfragen, und schauen, ob man sich im Kreis bewegt. Wenn ewig nach dem „Auge um Auge“-Prinzip vorgegangen wird, ist die Menschheit am Ende völlig blind.

Das Ego ist also scheinbar immer noch ein effektiver und (mit Vorbehalt) „notwendiger“ Wachhund in unserer Zeit. Es kann (wenn es ungehindert agieren kann) verdammt hart und ungerecht zubeißen, weshalb es immer an der Hundeleine namens „Selbstreflektion“ gehalten werden sollte. Ansonsten wird das Lernspiel namens „Irdisches Lebenssystem“ frustrierend und kommt letztlich zum Stillstand (was in letzter Konsequenz wohl auch das Ende der menschlichen Spezies bedeuten würde).

Zum Schluss noch ein spezieller Dank an eine bestimmte Person, die mich zu diesem Artikel inspirierte.

Autor: Wingman

Persönliche Freiheit

Es ist der Leitsatz ganzer Bewegungen, und auch ein oft zitiertes Anliegen aufgeweckter Individuen: Die Freiheit.  Entweder als gesellschaftliches Attribut, oder im individuellen Fall als persönliche Freiheit. Doch gibt es überhaupt eine eindeutige Definition davon? Sicherlich, es bedeutet erstmal, frei von fremden Zwängen zu sein, oder die Möglichkeit zu haben, dagegen anzukämpfen. Doch ist das schon wirklich persönliche Freiheit? Oder gerät man nur von einem geistigen Gefängnis ins nächste?

Das diese Frage garnicht so leicht zu beantworten ist, zeigt dieser aktuelle Thread im Forum:

Persönliche Freiheit

Autor: Wingman

Beobachtungen zur Zeitqualität (I)

Hiermit möchte ich mal einen kurzen Abriß über die aktuelle Zeitqualität geben (jedenfalls so, wie sich diese mir momentan subjektiv darbietet):

Generell ist zu beobachten, das sich persönliche Fronten verhärten, wenn es um Grundannahmen geht. Es scheinen sich viele Leute an ihren bisher gelebten Glaubenssätzen und Überzeugungen festzubeißen, und diese wehement zu verteidigen. Das ist vor allem im Bereich der Grenzthemen bzw. alternativer Informationen zu spüren. So klammern sich z.B. selbst ernannte Skeptiker fanatischer den je an ihre Dogmen (teils mit haßerfüllten Reaktionen auf Andersdenkende), und manche ungeerdete Licht & Liebe-Menschen verschwinden noch weiter im rosa Wolkenmeer. Der schmale Grat zwischen diesen beiden Polaritäten scheint noch schmaler geworden zu sein.

Meine Theorie dazu: Es scheint eine starke Polarisierung und Verteidigung von Grundannahmen im Bewußtsein der Menschen stattzufinden. Ich bin der Meinung, das diese starke Polarisierung von Grundannahmen und lange gelebten Glaubenssätzen zu einem Transformationsprozess gehört, bei dem auch alte Muster an die Oberfläche kommen, und reflektiert bzw. transformiert werden wollen. Das löst anscheinend bei vielen Leuten Unischerheit aus, weshalb sich noch stärker an gewohnte Muster geklammert wird, um den Halt nicht zu verlieren.

Zugleich sieht man im Äußeren alte Strukturen und Ordnungen zerbrechen, wie z.B. das Finanzsystem. Möglicherweise sind die äußeren Ereignisse auch ein sich manifestierendes Symptom für den Wandel im Inneren. Das Finanzsystem, mit seinen mathematisch unlösbaren und betrügerischen Strukturen offenbart sich langsam auf der Weltbühne, und auch andere große Dinge werden nach und nach in einem neuen Licht betrachtet. Wie es ein Bekannter von mir kürzlich ausdrückte: Es ist eine „I don’t take no bullshit anymore“-Mentalität.

Es bleibt auf jeden Fall spannend, und ich denke, es wird sehr interessant sein, die Veränderungen als Zeitzeuge mitzuerleben.

Zeitqualität 2009-Thread

Zwei aktuelle Praxisbeispiele für starke Polarisierung:

Diskussion zur Sendung „Hexentalk“ im CROPfm-Forum
Infokrieg – Esoterik – Wissenschaft – Wahrheit

Autor: Wingman