Tag Archiv für Bewusstsein

Die Infokrieger-Szene und Grenzwissen

…oder: Wieviel Bewusstheit verträgt eigentlich die Wahrheitsbewegung?

Passend zu diesem turbolenten Thread (EDIT: Wurde scheinbar nach einem Forenumzug entfernt – ich finde ihn jedenfalls nicht mehr) im Recentr-Forum, bei dem ich mitgemischt habe, hier eine kleine Abhandlung über die Problematik von Grenzthemen bzw. inneren, geistigen Themen generell in der Wahrheitsbewegung. An Betonköpfigkeit, Kleingeistigkeit und Furcht ist der verlinkte Thread kaum zu überbieten (zumindest, was einige der User betrifft).

Meine Meinung bezieht sich jedoch nicht speziell auf die Plattform Recentr oder die dortige Community, sondern auf den sichtbaren Trend in der gesamten Wahrheitsbewegung (nicht nur im deutschsprachigen Raum). Ich halte die Bewegung auf jeden Fall für unterstützenswert, und verfolge sie daher seit Jahren regelmäßig bzw. helfe bei der Vernetzung mit.

Nun aber zum Thema…

Wer sich in der Infokrieger-Szene / Wahrheitsbewegung etwas auskennt, wird schonmal die Undifferenziertheit erlebt haben, mit der dort alle Arten von Grenzthemen bzw. sogar Bewusstseinsthemen an sich in pauschale Schubladen gesteckt werden. Auch unter dem Begriff „Esoterik-Bashing“ bekannt geworden, werden alle Arten von Phänomenen, Philosophien und Herangehensweisen über einen Kamm gescherrt, und als Halluzinationen (meist durch Drogenmißbrauch), Wunschdenken, Realitätsflucht, oder großes Manipulationskonstrukt der „globalen Elite“ abgetan.

Man hat dort offenbar Angst vor Bereichen, welche über die eigene mentale „Komfortzone“ hinausreichen könnten, brüstet sich aber zugleich damit, die „harten Themen“ der Wahrheitsbewegung (9/11, Weltverschwörungen, NWO…) „ertragen“ zu können. Das geht parallel zu der Angst vor geistiger Manipulation aller Art, bei der jedoch jene, die die Manipulation am meisten fürchten, oft zu den größten Manipulatoren ihrer selbst werden (mehr dazu weiter unten).

Desinformation, Unterwanderung und Pervertierung im Grenzwissen-Bereich gibt es auf jeden Fall, keine Frage (wie in ALLEN Bereichen, womit sich Menschen beschäftigen). Man denke nur an die leichtgläubigkeits- und konsumgestütze „Fast Food“-Esoterik oder die haarsträubenden  Auswüchse der New Age-Bewegung.  Aber in der Infokrieger-Szene wird sich frappierend oft und reflexartig engstirniger Weltbild-Schubladen gegen alle Arten von Bewusstseinsthemen bedient. Und jene, die daran rütteln (vor allem z.B. sachlich von Selbsterfahrungen berichten, seriöses Material aufzeigen etc…), werden schnell als Lügner, Spinner, Sektierer oder „Abwerber“ verdächtigt. So braucht man sich offenbar nicht mit unbequemen Grenzbereichen abgeben, die das eigene, bequem gewordene Weltbild relativieren könnten (siehe auch HIER).

Dieser Umstand bietet aber auch ein interessantes Studienfeld über die „alternative Szene“ allgemein. Es stellt sich nämlich gerade im Infokrieg interessant dar, weil dort das Spektrum der Mentalitäten und Bewusstheiten sehr breit gefächert ist. Da ist von fundamentalistischen Christen, die hunderte Seiten lang Threads damit „beglücken“, warum nur Jesus der Weg sein kann, über normale freiheitsliebende Leute, der mehr Eigenverantwortung für sich übernehmen wollen, bis hin zu hochintelligenten Akademikern mit einer hyperaktiven linken Gehirnhälfte, alles denkbare an Geisteshaltungen vertreten.

Markant ist jedoch wie gesagt die Betonköpfigkeit, welche dort teilweise stark dominiert, und bei näherer Betrachtung aus tiefsitzenden Ängsten herzurühren scheint. Ängsten, den letzten Halt am sicheren Weltbild zu verlieren, das schon durch die hintergrundpolitischen Themen der Szene kompromittiert wurde? Zumindest scheint man besser mit „äußeren“ Themen zurechtzukommen, als mit inneren Aspekten (wie Selbsterkenntnis). Doch wenn man die inneren Aspekte außen vor läßt, bedingt das in der Regel eine Unbewusstheit und Reflexartigkeit, die Differenzierungsvermögen bzw. eine vernünftige Trennung zwischen emotionalen Reaktionen und rationalem, analythischen Denken torpediert.

Im schlimmsten Fall kommt es zu nahezu neurotischen „Mindfucks“, bei denen jemand seine unbewußten Ängste und die damit vermengten Schlussfolgerungen in die Außenwelt projiziert (auf Themen wie Grenzwissen, aber auch Personen, die gefürchtete Aspekte repräsentieren). Denn wenn die eigenen Reaktionsmuster unbewusste Ursachen haben (im Gegensatz zu reflektierten, bewussten Mustern), verliert man die Souveränität über den eigenen Geist, und wird somit ein Spielball seiner unbewussten Ängste, selbstgebauter Schutzmechanismen und unreflektierter Vorurteile.

Diejenigen, welche die größte Angst vor Mind Control haben, werden also ironischerweise zu den größten Mind Controllern ihrer selbst. Deshalb wird ein Großteil der Wahrheitsbewegung sicherlich noch als ungefährlich betrachtet, weil die Leute sich selbst kontrollieren und durch kleinlische Konflikte untereinander spalten, statt auf die Gemeinsamkeiten und Stärken zu bauen. Wozu eine Szene bekämpfen, die sich aufgrund mangelnder Selbsterkenntnis, Unbewusstheit und unreflektierer Ängste schon selber bekämpft? Da sollte man erstmal auf breiter Basis sein mentales Rüstzeug trainieren (geistige Stärke, Bewusstheit und Selbsterkenntnis kultivieren, Differenzierungsvermögen lernen etc…), bevor man im Außen etwas erreichen will. Sonst steht man sich buchstäblich selbst im Weg…

In der Realität wird dieser Prozess wohl parallel bzw. fließend ablaufen. Sprich, die Szene hat mit den Fehlern der Unbewusstheit zu kämpfen, versucht aber dennoch (teilweise erfolgreich) etwas für die äußere Freiheit zu tun. Aber ohne innere Freiheit ist die äußere Freiheit gefährdet, weil man unreflektierte Muster, die schon früher Systeme und Konzepte pervertiert haben, irgendwann wiederholt. Sollte die Bewusstwerdung ein gewisses Niveau nicht überschreiten, wird man nicht aus dem Teufelskreis „Tyrannei – Rebellion – Tyrannei – Rebellion“ (…) ausbrechen können.

„Wer aus sich selbst nicht lernt, ist verdammt, sich selbst erkennen zu müssen, bis er es tut.“ 😉

Autor: Wingman

Was will ich?

Diese simple Frage ist von größerer Tragweite, als sie auf den ersten Blick hin erscheinen mag. Ich beobachte nun schon seit fast zehn Jahren die Grenzwissen-Szene (virtuell und „real life“), und habe bestimmte Muster festgestellt:

Jemand kommt in die Grenzwissen-Szene und ist erstmal voller Neugier, Erstaunen, Ausprobierdrang  und vielleicht auch etwas eingeschüchtert. Dann wird alles verschlungen (konsumiert), was sich bietet, oder was zumindest den spezifischeren Interessen dieser Person entspricht. Bei manchen mag das Magie, Spiritualität, Lichtarbeit, Channeling etc. sein, bei anderen PSI, UFOlogie / Exopolitik, neue Energietechnologien, alternative Medizin, Wahrheitsbewegung usw. (oder in beliebig anderen Konstellationen). Das kann sich vom passiven Informationskonsum (Internet, Fachpublikationen, Videos…), über den Besuch von Stammtischen / Vorträgen / Kongressen, bis hin zur Teilnahme an verschiedensten Workshops erstrecken.

Doch was ist, wenn man eines Tages mal alles konsumiert und ausprobiert hat, was die Szene bis dato zu bieten hatte, und neues Material eigentlich immer nur noch ein Neuaufguss des alten ist? Ab diesem Punkt bleibt man entweder ein passiver Konsument, oder wird ein aktiver Macher. Viele verspüren inzwischen den letzteren Wunsch, jedoch steht ihnen da oft die größtmögliche Hürde im Weg: Sie selbst! Man sollte sich dieser Weggabelung daher ganz ernsthaft folgende Fragen beantworten:

  • Was will ich überhaupt konkret (für mich und für andere)?
  • Was kann ich beitragen / welche Fertigkeiten kann ich einbringen?
  • Wo sind meine Fachgebiete? Wo will ich mich weiterbilden?
  • Bin ich eher ein passiv Beteiligter (bis hin zum reinen Konsumenten) oder ein aktiver Macher?

Und da gibts meist erstmal ratlose Gesichter. Denn konkret stellen sich die Wenigsten diese Fragen, bzw. versuchen sie gar unbewusst zu umschiffen. Ich kenne es leider von inzwischen knapp einem dutzend ambitionierter Projekte, bei denen ich mitgemacht habe: Die meisten Beteiligten wissen nicht wirklich, was sie damit konkret für sich und für andere erreichen wollen. So hat man dann die Situation, dass alle darauf warten, bis irgendwer aus der Gruppe etwas macht bzw. den Ton angibt (erinnert das nicht irgendwie an eine Schafsherde?), statt das jedes Individuum selbst aktiv wird, und sein Ding durchzieht. Dass Ergebnis davon ist, das am Ende keiner etwas Konkretes macht, und alle ratlos fragend dastehen, warum das Projekt nicht in Gang kommt. Im besten Fall hat man ein oder zwei Alpha-Wesen, die konkret was in die Tat umsetzen. Aber dafür hätten diese dann auch keine große, passive Gruppe drumherum benötigt (die stellt sich dann in der Praxis sogar oft als Ballast heraus). Kurz darauf stagnieren und sterben solche Projekte dann auch wieder.

Doch die Gruppe will dann nicht selten auch was vom Kuchen abhaben, zu dem sie aber faktisch nichts beigetragen hat, sondern sich nur mit den fremden Federn schmücken will. Eine Konstellation, die man oft in großen Foren beobachtet (Forderung nach Demokratie / Mitspracherecht), obwohl diese Forderer weder rechtlich für das Forum haften, noch irgendeine signifikante Arbeit (Moderation, Pflege, Webdesign, Spenden…) dazu beigetragen haben. Man will Freiheit haben, ohne jedoch auch die Eigenverantwortung, welche mit echter Freiheit einhergeht, auf sich zu nehmen. Durch diesen Trugschluss (Abschieben von Eigenverantwortung) entsteht nämlich ironischerweise wieder Unfreiheit oder sogar freiwillige Versklavung.

Wo ist nun aber der konkrete Knackpunkt bei der Sache? Der Knackpunkt ist Selbstehrlichkeit. Will man ein aktiver Macher sein, oder ein passiver Konsument? Letzteres ist garnicht schlimm, wenn man es sich ehrlich eingesteht, und damit glücklich sein kann. Man braucht sogar einen gewissen Anteil an Konsumenten, bzw. jeder Neuling in der Grenzwissen-Szene ist zwangsläufig erstmal ein (Informations)Konsument. Aber wenn man so ein reiner Konsument ist, sollte man nicht glauben, zu dem Zeitpunkt etwas Anderes zu sein, sondern sich selbst realitisch betrachten. Und da hakt es leider bei vielen Leuten, aufgrund mangelnder Selbstehrlichkeit. Man muss sich erstmal selber konkret beantworten können, was man will. Solange dass nicht klappt, weiß man, das man sich selbst erstmal „konkretisieren“ muss, oder eben mit der passiven Rolle vorlieb nimmt. Egal welchen Weg man da wählen mag; es erfordert Mut, denn man muss dazu selbstehrlich sein.

Dort kommt auch der Punkt „Authentizität“ ins Spiel. Denn früher oder später merken die Leute, ob man selber wirklich weiß, was man will, und die Dinge Substanz haben, die man vertritt, oder ob man nur ein imposantes Luftschloss gebaut hat (und es dann nichtmal selber merkt bzw. merken will). Die einen leben ihr Thema durch Selbsterfahrung und aktive Auseinandersetzung authentisch, die anderen rezitieren nur (oft unkritisch) angelesene Informationen, oder verbreiten unreflektierte, bequeme Glaubenssätze, welche ihnen gerade in den Kram passen. Qualität und Produktivität kommt letztlich von den authentischen Machern, und das wird dann auch schnell erkannt.

Der alte Satz „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ ist da sehr treffend. Zugleich tauchen dann oft noch Kritiker oder Nörgler auf, die aber selbst nichts Substanzielles beizutragen haben. Offenbar wird das durch Neid genährt, weil sie selbst nicht die Courage aufbringen, authentische, aktive Macher, oder zumindest selbstehrliche Konsumenten auf ihren Gebieten zu sein. Zu diesem Aspekt fällt mir noch eine sehr passende bzw. schlicht geniale Szene aus „Rocky Balboa“ (Rocky VI) ein:

Rocky Balboa – Filmzitat (YouTube)

Fazit: Wer also an diesem Punkt seiner „Grenzwissen-Karriere“ angekommen ist, sollte die Selbstehrlichkeit nicht vernachlässigen, denn davon hängt letztlich alles in der eigenen Entwicklung ab. Ohne Selbstehrlichkeit gibt es nämlich letztlich auch keine Selbsterkenntnis, und ohne Selbsterkenntnis lebt man mit einer falschen Identität vor sich hin. Umso bitterer wird dann eines Tages die „rote Pille“, wenn der Selbstbetrug bzw. die Unauthentizität nicht mehr funktioniert. Und dafür wird die eigene Seele sorgen, denn Stagnation liegt nicht in ihrem Interesse.

Mein persönlicher Tipp: Macht einfach euer Ding und zieht es so durch, wie ihr euch das vorstellt, ohne zu deligieren oder darauf zu warten, das irgendjemand für euch den Startschuss gibt! Wenn die Sache Hand und Fuß hat, werdet ihr damit Resonanz auslösen, und die richtigen Leute zur Zusammenarbeit anziehen. Und wenn es diese Leute momentan nicht gibt, macht ihr es eben alleine. Aber hauptsache, ihr macht was, und wartet nicht nur, das die gewünschte Veränderung von außen herbeigeflogen kommt! 😉

Autor: Wingman

Zeitqualität 2012

Nun ist es also da, das ominöse Jahr 2012. Zu den Geschichten, Annahmen, Befürchtungen und Erwartungen, die dazu in der Grenzwissen-Szene (und inzwischen auch darüber hinaus) kusieren, brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr viel schreiben. Doch wie sieht es abseits davon, mit der „wirklich“ beobachtbaren Zeitqualität aus, mit der sich das noch junge Jahr 2012 bisher auszeichnet? Zumindest aus meiner subjektiven Sicht kann ich einige Beobachtungen und Neuerungen gegenüber 2011 (und davor) schildern. Doch es ist in der Regel nicht als abrupter Bruch zu verstehen, sondern als fließender Übergang (wobei einige Aspekte wirklich sehr abrupt einzutreten schienen). Natürlich kann ich nur über mein Resonanzfeld sprechen (persönlich, Online-Kontakte, Beobachtungen anderer…), und diese Beobachtungen nicht auf die gesamte Menschheit pauschalisieren.

Auffällig ist vor allem die enorme Verdichtung in Bewußtseinsprozessen, die inzwischen immer mehr Leute zu spüren scheinen (Zitat: „Es ist alles so dicht auf einmal!“). Das schon in den vergangenen Jahren zu beobachtende Phänomen der Transformation unterdrückter bzw. verdrängter Muster hat sich noch intensiviert, und eine neue Komplexität angenommen. Frappierend ist dabei, wie viele Leute jetzt unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind, was sich in psychischen und physischen Effekten äußert. Nicht nur, dass die geistige Erdung stark kompromittiert wird, sondern das auch die physische Gesundheit akute Tiefs erreicht (z.B. gleichzeitige, krankenhausreife Erkrankungen, wenn auch mit unterschiedlichen, symptomatischen Ursachen). Des Weiteren ist eine Aufreibung in Freundschaften und Beziehungen zu beobachten, so als wenn jetzt jede kleine Nuance an Ungeklärtheiten, Mißverständnissen, Dissonanz und Selbstwahrnehmung innerhalb von Gruppen ins Licht gerückt wird und geklärt werden will. Das endet dabei nicht selten in der überraschenden Auflösung jahrelanger Beziehungen / Freundschaften. Es macht sich das Gefühl breit, als trenne sich die Spreu immer mehr vom Weizen, was viel Schmerz, aber auch neue Möglichkeiten, und optimalere Verbindungen generiert. Altes, blockierendes wird weggeräumt, um für die neuen (kurz zuvor noch ungeahnten) Möglichkeiten Platz zu schaffen.

Auch in angewandter, metaphysischer Hinsicht scheint sich einiges zu tun. Das betrifft vor allem neue Möglichkeiten der Informationsgewinnung und der Selbsterkenntnis. Viele Leute werden sich dadurch ihrer wahren Berufung bewußter, was natürlich zu Hinterfragungen des aktuellen Lebensweges führt. Und auch in dem Zusammenhang werden neue Verbindungen geschaffen, die vorher ungeahnte Möglichkeiten der Erkenntnis und Entwicklung bereitstellen. Manchmal so schnell, das diese neuen Realitätsaspekte garnicht so schnell realisiert werden können, wie sie sich manifestieren. Während jene Aspekte der Zeitqualität in den letzten Jahren noch „irgendwo“ unter der Oberfläche zu schlummern schienen (oder zumindest nicht direkt greifbar waren), scheint es in diesem Jahr so, als würden sie jetzt nach und nach, aber schnell und überraschend an der Oberfläche auftauchen. Diese Prozesse sind offenbar ziemlich fordernd, was sich bei vielen Leuten in Müdigkeit, Ausgebranntheit, übersteigerten Energiebedarf und (siehe oben) physischen Symptomen bzw. psychischen Erdungsverlust (inkl. vermehrter Inanspruchnahme von psychiatrischer Hilfe) auszudrücken scheint.

Rein subjektiv sehe ich darin viele Chancen der Veränderung und Transformation. Doch es stellt sich, wie es sich schon abzeichnete, als sehr anstrengend und herausfordernd heraus. Meine Position in dieser Zeitqualität ist momentan so, das ich die Vorgänge eher als Beobachter von Außen betrachte, aber natürlich stellenweise auch von ihnen affektiert werde (so wie jeder seine mehr oder weniger unfertigen Baustellen hat). Ich versuche auf meine Art zu helfen, und Inspiration zu liefern. Doch halte ich es auch für notwendig, das die Leute die stattfindenden Prozesse vollbewußt durchleben, ohne das man ihnen etwas abnimmt. Denn wenn es um die eigene Transformation geht, kann und sollte einem nichts von Außen abgenommen werden. Es sollten höchstens Fingerzeige bzw. Inspirationen gegeben werden, wozu diese Prozesse einem dienen könnten. Und zwar in dem Sinne, die Leute damit anzuregen, ihre Wahrhaftigkeit in sich selbst zu finden, und soveräne, authentische Individuen zu werden, statt sich von Fremderwartungen, Konditionierungen und sonstigen äußeren Prägungen definieren zu lassen. Wenn man den Blick nach innen schärft, und dabei gut geerdet bleibt, schärft sich dadurch zugleich der Blick nach Außen, und so kann eine balancierte Transformation stattfinden.

Ob 2012 nun umfangreich und perfide durch gewisse „Interessensgruppen“ instrumentalisiert wird (im ideologischen, kommerziellen und manipulativen Sinne wird es das sicherlich schon), bleibt abzuwarten. Manche Leute halten 2012 für ein einziges, riesiges Ablenkungsmanöver, um eine Agenda der Massenmanipulation und totalitären Vereinheitlichung durchzusetzen. Andere sehen es als eine Art Countdown der Erlösung™ (in den altbekannten archaisch-religiösen Varianten, Weltuntergangsprophetien, durch Alien-Kontakt, höhere Lichtwesen, äußere Schwingungsanhebung etc…). Ich persönlich plädiere bei all der Hysterie und Verwirrung für mehr Differenzierungsvermögen, und stehe auf dem Standpunkt, das jeder die ultimative Wahrheit nur in sich selbst finden kann. Das scheint sowieso die letzte Grenze im Universum zu sein, und nicht etwa irgendwas im Außen, das räumlich oder zeitlich entfernt ist. Ihr werdet es erleben… – WIR werden es erleben! 😉

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)
Beobachtungen zur Zeitqualität (I)
Zeitqualität 2009-Thread
Zeitqualität 2008-Thread
2012 und der Mayakalender


Autor: Wingman

Kosmische Ausmaße

Hier mal etwas zu den unfassbaren Ausmaßen des uns bisher bekannten (physischen) Kosmos:

Dies ist die so genannte „Millenium-Simulation“ des Max-Planck-Instituts. Sie zeigt eine Gesamtansicht des Universums, soweit wir es heute erfassen können. Diese Simulation besteht aus fast 11 milliarden Partikeln, und jeder einzelne davon stellt eine Galaxie dar. Eine Galaxie kann wiederum mehrere hundert milliarden Sterne beinhalten (ja nach Größe; unsere Galaxie soll ca. 300 milliarden Sterne haben). Von diesen milliarden Sternen werden die meisten wiederum Planeten haben. Falls von diesen milliarden Planeten in unserer Galaxie auch nur 1% Leben ermöglichen, so hätten wir dennoch eine unvorstellbare Fülle von Leben. Und selbst wenn von diesen 1% wiederum nur 1% intelligente Lebensformen hervorgebracht haben, so hätten wir allein in unserer Galaxie immer noch mehrere millionen Zivilisationen.

Das möge man jetzt noch auf die unzähligen Milliarden anderer Galaxien im Kosmos übertragen (falls es nicht noch mehr sind), und schnell merkt man, das sich die Frage, ob es überhaupt Leben außerhalb der Erde gibt, überhaupt nicht stellt. Es wäre schon ein seltsamer kosmischer Scherz, wenn wir der einzige Planet mit physischem Leben wären. In einem kleinen Sonnensystem, mit einem kleinen Stern, der in einer unspektakulären Ecke einer Durchschnittsgalaxie liegt.

Falls der Verstand jetzt angesichts dieser Ausmaße kapituliert haben sollte, hier zur Auflockerung etwas viel „Kleineres“:

Das sind größtenteils nur Orte unserer unmittelbaren Nachbarschaft innerhalb unserer Galaxie. Man könnte fast sagen „Nachbars Garten“. Und selbst dort sind die Ausmaße kaum fassbar, bzw. nur noch in astronomischen Zahlen darstellbar. Wer kann sich schon räumlich Abertrillionen von Kilometern vorstellen, in Relation zu dem, was wir als winzige, zweibeinige Lebensform auf diesem kleinen Planeten zurücklegen?

Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums! 😛

Da wir hier aber eine Grenzwissen-Seite sind, vor allem was die unendlichen Ausmaße des Bewußtseins betrifft, werde ich hier natürlich noch einen Schritt weitergehen…

AKEler, und andere Bewußtseinsreisende (letztlich warscheinlich nur eine Frage der Terminologie), berichten davon, dass das physische Universum selbst nur einen winzigen Teil des gesamten, multidimensionalen Bewußtseins-Universums ausmacht. Eine Quelle schätzte es mal auf 1-3%, aber in dieser Vorstellungswelt läßt sich das eigentlich garnicht ausdrücken. Denn wer eine genaue Angabe haben möchte, muß alles Erfahrbare erfahren haben („höchste Perspektive“), und ich denke nicht, das man diese Information überhaupt teilen kann. Schon garnicht in der unglaublich beschränkten Begriffs- und Kommunikationswelt des Mensch-Seins.

Die Mittel, und vor allem die Kapazitäten, die uns als inkarnierte Menschen zur Verfügung stehen, sind dafür wohl einfach unzureichend. Vielleicht so, als versuchte man einem Einzeller den gesamten Planeten in all seiner Komplexität und ohne Lücken zu erklären; es wird nicht funktionieren, da die physischen Mittel des Einzellers, und somit das Bewußtsein, was er in dieser physischen Form „mitbringen“ bzw. ausdrücken kann, nicht ausreichen. Vermutlich würde nichtmal ein Mensch die gesamte, lückenlose Komplexität des Planeten erfassen können. Im gesamten, multidimensionalen Universum sind das dann nochmal ganz andere, unfassbarere Größenordnungen.

Schema des Multiversums vom AKE-Autoren William Buhlman

Schematische Darstellung des Universums vom bekannten AKE-Autoren William Buhlman (klicken zum Vergrößern!)

 

Allerdings scheint im ganzen Universum auch das Prinzip „wie im Großen, so im Kleinen“ bzw. „wie Oben, so auch Unten“ zu gelten. Und das ermöglicht uns, von Beobachtungen innerhalb unserer kleinen Erfassungsschwelle, auf größere Zusammenhänge schließen zu können (zumindest in interpolierter, massiv reduzierter Form). Deshalb ist es uns auch als winzige, extrem beschränkte Lebensform möglich, in Dimensionen bzw. Seins-Zustände „hineinzudenken“, die unser Fassungsvermögen eigentlich völlig übersteigen. Aber auch das kann selbst bei den genialsten Köpfen nur ein Schatten der wirklichen Essenz sein, und deshalb geht nichts über Selbsterfahrung.

Was dabei meist übersehen wird, ist das wir gerade durch unsere extreme Beschränktheit Wege und Perspektiven entwickeln können, die einem kosmischen „Alles-was-ist“-Bewußtsein von seinem Standpunkt aus nicht möglich wären (denn es wäre schon alles gleichzeitig vorhanden). So ein „All-was-ist“-Bewußtsein würde zwar stets das Gesamtbild vor sich haben, jedoch kann es dadurch nicht die unzähligen Nuancen einzeln erfahren, bzw. isoliert betrachten. Man könnte also mutmaßen, das sich dieses „Alles-was-ist“-Bewußtsein irgendwann in unzählige Einzelteile aufgespalten hat (wie Mosaiksteinchen eines gigantischen Bildes), damit es sich auf diese Weise immer wieder neu selbst erfahren kann.

Ob es da ein kausales Ziel gibt, oder ob es um den Prozess an sich geht („Der Weg ist das Ziel“), kann ich nicht sagen. Denn das überschreitet eindeutig mein Fassungsvermögen, und endet in den berühmten Kausalitätsparadoxa. So ist das nunmal als kleiner Mensch. Aber gerade das macht es ja so einmalig und spannend, denn was wäre unser Leben ohne das Unbekannte? 😉

So sind jedenfalls meine kosmischen Gedanken dazu, und die könnten natürlich auch ein völliger Irrtum sein *g*. Aber ich lasse mich gerne von meinen Mit-Lebewesen inspirieren, denn jedes davon ist ein individueller Teil des Ganzen, und hat somit seine eigene, einzigartige Perspektive.

AKE-Strukturen
Allmacht?

Website von William Buhlman
Das Universum bei Wikipedia

Autor: Wingman

Vernetzung

Es tut sich offenbar immer mehr in Richtung Vernetzung von Gleichgesinnten. Wo früher noch alle Communities mehr oder weniger ihr eigenes Süppchen kochten, ist jetzt eine Verschmelzung der Interessen, und ein übergreifender Grundgedanke zu erkennen: Das Streben hin zum Eins-Sein, und zur gemeinsamen Bewußtseinsentwicklung. Wo früher nur dual und polarisierend über die Gegensätze einzelner Ansichten diskutiert wurde, schaut man jetzt vermehrt auf die Gemeinsamkeiten, und wie man daran wachsen bzw. sich gegenseitig ergänzen (oder schöner ausgedrückt; „inspirieren lassen“) kann. Man könnte es durchaus mit dem Wachstum eines neuronalen Netzwerks vergleichen, das sich dezentral ausbreitet, aber untereinander dicht verbunden ist. Auch das Internet könnte man als langfristige, physische Manifestation dieser Entwicklung betrachten. Und die Strukturen des Universums an sich (wie im Kleinen, so im Großen) folgen offenbar ebenfalls diesem Prinzip.

Dieser Prozess wird in den nächsten Jahren sicherlich noch sehr spannend werden. Eine vernetzte Bewußtwerdung, ohne Schmälerung der Individualität (im Gegenteil; man lebt keine oberflächlichen Pseudo-Identitäten mehr, sondern findet zu sich selbst), kann uns als Menschheit auf dem Weg bringen, unser volles Potential zu entfalten. Nur durch eine Bewußtwerdung der Massen können grundlegende Probleme unserer Zeit gelöst werden. Denn die Meisten davon haben mit Verantwortungsabschiebung, Manipulation, Spaltung, gezielter Angst, Passivität und Bequemlichkeit des (Nicht)Denkens zu tun.

Wie sagte mal ein relativ bekannter AKE-Autor?

„Die größte Illusion ist es, das die Menschheit Begrenzungen hat.“

WIR-gemeinsam.net
Event-Map

Autor: Wingman

Fiktive Universen, und ihre Wirkung auf uns

Seit nunmehr fast zwei Monaten läuft James Cameron’s neuer Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in den Kinos. Es ist wieder mal ein Blockbuster, welcher in finanzieller Hinsicht neue Rekorde aufstellt (sowohl die Kosten, als auch die Einnahmen). Doch abgesehen von der Vermarktung und dem Hype, scheint es für viele Menschen noch tiefere Aspekte in diesem Film zu geben. Es liegt hier offenbar eines der wenigen Werke zu vor, die eine starke, tiefergehende Resonanz in vielen Menschen auslösen. Warum das so ist, dürfte sich als komplexe Fragestellung herausstellen. Ebenso komplex, wie die Informationen, die in einem bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Film-Universum rübergebracht werden.

Viele Menschen sind von Avatar tief berührt, und haben sich regelrecht in die fiktive Welt des Planeten Pandora verliebt. Andere hingegen, können überhaupt nichts mit dem Film anfangen, und beschreiben ihn als klischeehaft, vorhersehbar und langweilig. Obwohl es leider gerne getan wird, kann man in diesem Fall die Leute nicht einfach gemäß ihren Reaktionen in Schubladen stecken (wie es vielleicht bei intellektuell anspruchsvollen Franchises funktionieren würde, wo die Massenkonsumenten nicht die erforderlriche Reife mitbringen). Was ist es also, das die Leute diesen Film auf so extrem unterschiedliche Weise wahrnehmen und beurteilen läßt? Wieso wird bei manchen sofort eine tiefe Resonanz erzeugt, und andere langweilen sich, oder erfreuen sich höchstens eine Weile an den Special Effects?

Bei genauerer Betrachtung betrifft es nicht nur das jüngste Beispiel „Avatar“, sondern diverse große Franchises. Gute Beispiele sind Star-Trek, Star-Wars, Herr der Ringe, Harry Potter, und in gewisser Weise auch Matrix. Natürlich wird in so komplexen, fiktiven Universen viel mit Archetypen und Mythologien gespielt, was an sich schon eine unterbewußte Resonanz auslöst. Ein bekanntes Beispiel ist die „Magie“ von Star-Wars. Aber auch hier gibt es erstaunliche Unterschiede bei den Reaktionen. Persönlich kann ich z.B. sehr gut die Magie von Star-Wars nachempfinden, gehe aber in Sachen Idealismus und Wertevermittlung eher mit Star-Trek konform (in vielen Aspekten eine gute Blaupause für die Zukunft). Herr der Ringe hingegen, löst bei mir überhaupt keine Resonanz aus, und ich empfinde ihn ebenso überlang und uninteressant, wie andere Leute Avatar. Das gleiche gilt für Harry Potter, obwohl dort noch der Aspekt des durchschnittlich jüngeren Publikums hinzukommt. Matrix (1) finde ich ebenfalls faszinierend, aber in einer beschränkteren Art und Weise. Jedoch hat er damals viele Leute auf tiefergehende Gedanken gebracht, und zu einem gewissen Erwachen beigetragen (die Frage „Was ist Realität?“).

Mit Mythologie und Archetypen kann vieles in Menschen bewegt und entfacht werden, aber das ist für mich noch keine ausreichende Erklärung für die teils extrem unterschiedlichen Reaktionen. Vielleicht liegt die Erklärung viel tiefer, als man denken würde. Das bringt uns nämlich zu der Frage, woher die Inspiration kommt. Zum Großteil ist es sicherlich eine kunstvolle Neukomposition der vorhandenen Mythen, Archetypen und Erlebnisse im kollektiven (Unter)Bewußtsein. Zum anderen gibt es jedoch auch inoffizielle Andeutungen, das ganz gezielt Informationen von „Außerhalb“ eingegeben oder verwendet wurden. „Außerhalb“ steht hier für metaphysische und spirituelle Informationsquellen, die man mit seinen regulären fünf Sinnen nicht anzuzapfen vermag.

Am häufigsten wird natürlich an das berühmte „Channeling“ gedacht, welches ebenso geheimnisvoll, wie umstritten ist. Beim Channeln nimmt eine Person in einer Art Trancezustand Verbindung mit nicht-physischen Wesen auf, und übermittelt die empfangenen Informationen physisch. Das heißt, verbal, schriftlich oder manchmal zeichnerisch (bis hin zu Musikkompositionen). Gerüchten zufolge hat Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star-Trek, bei einem Medium Informationen channeln lassen, die ihm als Basis für seine Serie dienten. Die Quelle soll der so genannte „Rat der Neun“ gewesen sein. Vor allem der Aspekt einer interplanetaren Föderation, die aus verschiedensten Spezies besteht, schien dort eine große Bedeutung gehabt zu haben.

Der gewaltige Nachteil von Channelings liegt beim übermittelnden Medium. Sämtliche Informationen (sofern sie von Außen kommen) werden durch die Vorlieben und Ansichten des Mediums unterbewußt gefiltert, verzerrt und verschnörkelt. In manchen Fällen scheint eine Nachricht so von Licht und Liebe-Phrasen überzogen zu sein, das die eigentliche Aussage völlig entstellt oder verschwunden ist. Deshalb wird diese Methode in ausgeglicheneren Grenzwissen-Kreisen nur sehr bedingt als nützliche Informationsgewinnung gesehen. Was meist bleibt, ist warscheinlich nur die Inspiration, die der Leser aus den Inhalten ziehen kann, ohne sie zu wörtlich zu nehmen.

Im Fall von „Herr der Ringe“ gibt es Erzählungen, das dessen Schöpfer J.R.R. Tolkien (bewußt oder unbewußt) Erinnerungen aus einer anderen Inkarnation seiner selbst als Grundlage genommen haben soll. Erinnerungen an andere Inkarnationen können ebenfalls subjektiv verzerrt sein, und sind nicht objektiv nachprüfbar, sofern die Inkarnation nicht zeitnah auf der Erde stattfand, wo noch physische Charakteristika aus der Zeit jener Inkarnation vorzufinden sind (oder in Einzelfällen sogar Dokumente mit Personendaten). Aber sie haben offenbar die Eigenschaft, intensiver und vor allem persönlicher zu sein, als andere Informationsquellen (abgesehen von AKEn).

Ein weiteres, interessantes Gerücht gibt es bezüglich Star-Wars. Der Grundaufbau soll auf einem realen, interstellaren Konflikt basieren, welcher vor mehreren Millionen Jahren stattfand, und als „Orion-Kriege“ bezeichnet wird. Wie genau George Lucas (der Schöpfer von Star-Wars) an diese Informationen gekommen sein soll, ist mir nicht bekannt. Aber interessant ist in dem Zusammenhang, das er die geheimnisvolle und auch umstrittene „Federazione di Damanhur“ in Norditalien besucht haben soll. Es handelt sich dabei um eine spirituelle Gemeinschaft, die (ohne Nachdrücklichkeit oder offensichtliche PR-Methodik) behauptet, über eine alternative, auf nicht-physischer Energie basierende Technologie zu verfügen, und damit sogar Zeitreisen zu unternehmen. Neben George Lucas sollen auch viele andere Autoren dort angereist sein, um sich inspirieren zu lassen. Das eröffnet natürlich viel Raum für interessante Spekulationen.

Wie es diesbezüglich mit dem aktuellen Beispiel „Avatar“ aussieht, weiß ich nicht. Aber der Film bewirkt auf jeden Fall in vielen Menschen die Sehnsucht nach einer stärkeren Verbindung zur Natur und mehr Lebendigkeit. Zweifellos Dinge, die in unserer „zivilisierten“ Welt fast verschwunden sind. Viele, die erstmals wieder diese Sehnsucht verspüren (und vorher für diese Empfindung unbewußt oder verschlossen waren) verfielen durch den Film sogar in eine Depression, da ihnen ihr wirkliches Leben plötzlich grau und sinnlos vorkam („Post Pandora-Depression“ oder „Na’vi-Blues“ genannt *g*). Andere, die sich schon länger dieses Naturaspekts bewußt sind, sind bewegt von der oppulenten Darbietung des Films, und der Personifizierung von Aspekten, die in unserer Gesellschaft meist garnicht oder nur geringfügig zu finden sind (durch die Na’vi, insbesondere Neytiri).

Es ist das Gegenteil der Oberflächlichkeit, die unsere Konsumgesellschaft durchdringt, und viele Leute eine falsche Identität leben läßt. In dem Bezug hat der Film scheinbar wirklich Aufweckpotential (wenn auch recht schmerzhaft für Neulinge auf dem Gebiet der Selbsterkenntnis und Bewußtwerdung). Solange es diesen Effekt ausübt, ist James Cameron hier wirklich ein guter Wurf gelungen (ob absichtlich oder unbewußt). Und solange das Individuum die gewonnene Inspiration für die eigene Entwicklung verwendet, und nicht in die fiktive Welt flüchtet, weil das reale Leben zu trist wirkt (was es nicht ist, wenn man wirklich unter die Oberfläche schaut). Der negative Effekt ist ja von MMORPG-Süchtigen bekannt. Diese haben vermutlich angefangen, Aspekte ihres realen Lebens als leer und illusionär zu verstehen, aber verkriechen sich dann in die bunte Onlinewelt, über die sie volle Kontrolle haben (statt konsequent weiterzugehen, und das reale Leben bzw. ihre Persönlichkeit authentischer zu leben). So oder so, die Auswirkungen solcher speziellen Franchises können äußerst komplex sein, und uns eine nützliche, aber vor allem auch freudige Inspiration bieten. Der Aspekt der Inspiration selbst bietet zudem für den Bewußtseins-Interessierten spannende Forschungsmöglichkeiten.

Warum gibt es jetzt aber die unterschiedlichen Auffassungen über solche Werke? Dort steigt man wohl wirklich tief in den Grenzbereich, wenn normale Erklärungen unzureichend sind. Hat es mit unserer persönlichen, spirituellen Herkunft bzw. inkarnationsübergreifenden Lebenserfahrung zu tun, ob wir dort eine Resonanz erfahren? Finden wir es nur ansprechend, wenn wir vertraute Aspekte (bewußt oder unterbewußt) wiedererkennen? Ist es vielleicht eine Art Nostalgie oder Sehnsucht, die sich auf längst entschwundene Erlebnisse und (positive) Erfahrungen bezieht? Wie kommt es z.B., das manche Leute eine grundsätzliche Abneigung gegen (fiktive) Aliens jeder Art haben, und sich auch sonst nicht für das physische Weltall interessieren, und andere (wie ich) ungemein fasziniert sind? Liegt es vielleicht an dem Interessensfokus, den wir in unseren bisherigen Erfahrungen entwickelt haben?

Ich könnte mir durchaus vorstellen das jemand, der zum ersten Mal physisch inkarniert, und bisher nur in nicht-physischen Welten existiert hat, eine gewisse Abneigung bzw. Desinteresse für den physischen Variantenreichtum (darunter natürlich auch andere Planeten und Lebensformen) hat. Jemand, der hingegen schon lange physisch unterwegs ist, und vielleicht schon viele Planeten bewohnt hat, könnte dadurch eine große Faszination mit diesen Aspekten entwickelt haben. Allerdings kann man dort auf keinen Fall pauschalisieren, denn die Gesamtheit einer Existenz ist einfach zu komplex, um das aus dem aktuellen Bezugsrahmen heraus beurteilen zu können. Es wird warscheinlich ein unglaublich komplexer Mix aus positiven und negativen Erfahrungen, Schlussfolgerungen und Vorlieben sein. Nur schade für die besonders ernsten Filmkritiker, die ein subjektives Empfinden objektivieren wollen, was letztlich nicht zielführend sein kann… 😉

CROPfm-Sendungen mit Bezügen zum Thema:

CROPfm – The truth is out there
CROPfm – Realitätscheck mit Bernhard und Dr. Nachtstrom

Autor: Wingman

Selbsterfahrung

Als Anknüpfung an das Thema „Glaubenssysteme„, mal eine detailliertere Betrachtung zur „Selbsterfahrung“:

Der besagte Artikel ging in einer allgemeinen Art auf Glaubens- und grundsätzliche Einordungssysteme ein. Nun möchte ich den Aspekt der Selbsterfahrung noch etwas näher beleuchten. Denn aus der Selbsterfahrung kann ohne rationale Ordnungs- bzw. Betrachtungsprinzipien auch schnell wieder eine unzureichende oder dogmatische Schlussfolgerung entstehen.

Ein Beispiel dazu, welches eine Bekannte von mir kürzlich brachte: Könnte man ins Mittelalter gelangen, und hätte ein Flugzeug dabei, das man den Einheimischen vorführen würde, so würden diese es höchstwarscheinlich für Magie halten.

Aber warum würden sie es für Magie halten?  Weil ihnen das Wissen, die Vorstellungskraft und somit erstmal auch dass Bewußtsein fehlt, das so etwas auf naturwissenschaftlich-technologische Weise erreicht werden könnte. Ähnlich würde es vielleicht aussehen, wenn Menschen aus unserer Zeit z.B. mit unvorstellbar hochentwickelter Alien-Technologie in Kontakt kämen, oder gar mit Entitäten, die ohne Technologie zu Dingen in der Lage sind, die den uns bekannten und gewohnten Naturgesetzen widersprechen (z.B. physische Teleportation durch Geisteskraft).

Dank der Naturwissenschaft und auch Science Fiction herrscht in gewissen Kreisen warscheinlich eine größere Offenheit für unglaublich wirkende Technologien, als etwa im Mittelalter (obwohl ich das mangels Zeitmaschine auch nicht verifizieren kann *g*). Die Einstellung wäre vermutlich „Es ist definitiv technologisch, aber wir wissen noch nicht, wie es funktioniert.“. Bei den rein geistigen Fähigkeiten, deren offizielle Erforschung in unserer Zeit noch in den Kinderschuhen steckt, wäre die Verwunderung aber vielleicht ähnlich groß, wie bei der mittelalterlischen Flugzeugbegegnung. Allerdings würde man es bei dem heutigen Zeitgeist wohl eher für einen raffinierten Trick oder Fake halten, statt unerklärliche Magie.

Wie auch immer, beide Einstellungen sind letztlich dogmatisches Schubladendenken (letzteres oft unter dem Vorwand der Skepsis), um das Unerklärliche irgendwie einordnen zu können. So wird aus direkter Selbsterfahrung in dem Fall wieder Dogmatik. Aber wie kann man dieses Schubladendenken effektiv vermeiden, wenn man völlig unbekannte Bereiche erforscht?

Es ist auf jeden Fall immer eine Gratwanderung, wenn solche Grenzbereiche angegangen werden, da sich das eigene Bewußtsein in einer Extremsituation befindet. Man muß damit rechnen, dass sich das eigene Weltbild ständig um 180° drehen könnte. Ich bevorzuge als Methode den „Neutral Point of View“ („neutraler Standpunkt“), oder wie ich es oft nenne, die „neutrale Ecke“. Man könnte es auch vereinfacht als „Kann sein, kann aber auch nicht sein“-Prinzip beschreiben.

Meiner Meinung nach ist es möglich, Informationen zu sammeln, ohne dieses sofort in vordefinierte Schubladen stecken zu müssen. Wenn z.B. die eigene Erfahrung noch nicht ausreicht, um etwas authentisch einzuordnen, und man dann im Rahmen der Selbsterfahrung auf solche völlig neuen Aspekte stößt, kann man sie in der „neutralen Ecke“ ablegen. Mit wachsender Erfahrung und Wissen ergibt sich vielleicht eines Tages ein Gewißheitengebäude, das eine authentische Einordnung des erfahrenen Aspektes zuläßt. Bis dahin kann man die Erfahrung neutral verwahren, ohne sie direkt in Schubladen stecken zu müssen (quasi eine Art entkoppelte „ToDo-Liste“).

Viele Menschen scheinen mit dieser Art des Denkens ein großes Problem zu haben (zumindest meiner subjektiven Beobachtung nach). Vielleicht ist das zum Teil auf gesellschaftliche Konditionierung („Ja und nein“-Denken ohne „vielleicht“ bzw. „sowohl, als auch“), oder auf die stark dualistische Natur unseres physischen Lebenssystems selbst zurückzuführen (letzteres nur oberflächlich, da es z.B. in der Quantenwelt auch die „Superposition“ gibt). Oder es ist gezielt so konstruiert, damit die Masse sich wie eine brave Schafsherde verhält, und leichter zu kontrollieren ist. Da kommen wir aber schon in den Bereich düsterer „Verschwörungstheorien“ (obwohl ich letzteren Begriff für die Thematik nicht mag).

Wie auch immer, sich mit dem neutralen Standpunkt vertraut zu machen, kann meiner Meinung nach nicht schaden. Er ist ein wichtiges Werkzeug, um sich bei der eigenen Entwicklung nicht unnötig zu behindern. Das ist jedoch natürlich nur meine persönliche Meinung, und ich weiß, das es zu dem Thema noch ganz andere gibt. Jedoch ist es für mich ein unabdingbarer Bestandteil des Entwicklungsmotors.

Autor: Wingman

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)

Es ist mal wieder Zeit für eine (selbstverständlich subjektive) Betrachtung der Zeitqualität…

Die Transformation geht offenbar unaufhaltsam weiter.  Alte, unbewußte Muster werden in die Bewußtheit getrieben, was nicht immer ein bequemer oder angenehmer Prozess ist. Durch die starke Mustertransformation, die unausweichlich Selbstreflektion  erzwingt (da sonst Stagnation), treten anscheinend auch „vakuumartige“ Zustände auf, die neu gefüllt werden wollen. Man merkt es vielerorts in den Communities, und auch im persönlichen Bereich. Sogar alte, jahrelange Bindungen scheinen sich in manchen Fällen zu lösen, um dadurch entstandene Entwicklungsbehinderungen zu entknoten.

Der vielzitierte Wandel findet in der Tat statt, und wird immer stärker spürbar. Aber warscheinlich anders, als es sich Einige vorgestellt haben. Es geht nicht darum, das wir (egal wie schlecht und unreif wir uns verhalten) von Außen in makellose Licht und Liebe™-Wesen verwandelt werden. Tatsächlich sind WIR selbst der Wandel! Niemand kann uns das abnehmen, da es sonst keine Entwicklung gibt, denn Entwicklung geht immer von einem Individuum selbst aus. Selbstreflektion ist der Weg, und das Ziel ist Selbsterkenntnis. Meiner Meinung nach, um uns letztlich immer neu selbst zu erfahren, und daraus völlig neue Perspektiven entwickeln. Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ offenbart dabei seine wahre Essenz.

Soviel wieder mal zur (subjektiven) Betrachtung der Zeitqua(ä)lität. Genießt diese großartige Reise, trotz der Strapazen! Denn große Abenteuer und Strapazen gehören zusammen.

Zeitqualität 2009-Thread

Autor: Wingman

 

Animalisches Sub-Selbst, Ego und Selbstreflektion

Viele spüren zur Zeit eine besonders ausgeprägte Tendenz, bei der alte, unbewußte Muster an die Oberfläche des Bewußtseins gelangen. Dazu können alte Konflikte, Traumata, Dogmen oder sonstige „Leichen im Keller“ gehören. Bisweilen wird man von der Intensität dieser Muster überwältigt, und läßt sich vom Ego steuern. Das Ego ist dabei in einer Art Alarmzustand, bei dem verschiedene psychische Verteidigungs- bzw. Vermeidensmuster verwendet werden. Daraus erwächst in erster Linie Zündstoff für Streits und Konflikte zwischen den Menschen. In Extremfällen treffen  bei beiden Konfliktparteien ähnliche, alte Muster aufeinanderzutreffen, so das jeder Teilnehmer mit einer Art verzerrtem Spiegelbild konfrontiert wird. Was er darin erkennt, wird folglich als Gefahr eingestuft, denn es springt auf die eigenen, unreflektierten Konfliktmuster an.

Es stellt sich allerdings die grundsätzliche Frage, wie solche Konfliktmuster entstehen, oder zumindest, warum sie so zerstörerisch werden können. Eine Möglichkeit könnte das Konzept des „animalischen Sub-Selbst“ (ASS) sein, wie es von Robert Monroe in seinem dritten Buch beschrieben wurde. Das ASS setzt sich aus den instinktiven Bereichen unseres Gehirns zusammen, und beinhaltet immer noch die Instinktmuster aus Urzeiten (der Bereich wird auch manchmal als „Reptiliengehirn“ bezeichnet). Während diese Muster für weniger komplexe Lebensformen eine überlebensnotwendige und vollkommen verläßliche Lösung bieten, entstehen im menschlichen Geist hingegen extreme Widersprüche.

So kann der Herdentrieb der individuellen Vernunft im Wege stehen, wenn man es vorzieht, ohne Eigenverantwortung und Selbstdenken dem Gruppenkonsens zu folgen. Dieser kann geradewegs ins Verderben führen, was durch ein individuelles Selbstdenken der Gruppenmitglieder hätte verhindert werden können. Der eine, ausschlaggebende Gruppenimpuls wurde nicht hinterfragt, und somit keine Selbstreflektion betrieben. Ein anderes Beispiel ist die Gier und der Glaube an endlose Expansion. Während der grundlegende Impuls sicherlich mal eine vernünftige Einrichtung zum Überleben war (z.B. Vorräte für den Winter anlegen), ist er in unserer Gesellschaft völlig verzerrt und bis zur Absurdität pervertiert worden.

Der lebensnotwendige Instinkt von früher wurde mit der Zeit zu Materialismus und Geldgier, und leider sogar zu einem erstrebenswertem und anerkannten Ziel in der Gesellschaft. Es ist der Trieb, der Milliardäre, die sich nie wieder Geldsorgen machen müßten, mit rücksichtslosen Mitteln immer noch mehr Kapital anhäufen läßt. Zur Rechtfertigung wird dann gerne dass „Survival of the fittest“-Prinzip herangezogen (mündend in Sozialdarwinismus), damit die millionen Verhungernden, welche keine derartigen Möglichkeiten („Intelligenz“, Umstände…) oder die passende Rücksichtslosigkeit hatten, nicht das Gewissen des „Gewinners“ belasten. Ein vernichtender Teufelskreis, bestehend aus  absurder Aneignung und ungerechter Verteilung, ist entstanden. Weitere Beispiele wären Staatenbildung, Kontrollbedürfnisse und disharmonischer Raubbau an der Natur. Kurz gesagt; Leben im Ungleichgewicht.

Man kann durch Selbstbeobachtung feststellen, dass alle Schichten des Wachbewußtseins ausnahmslos das ASS durchlaufen, und durch dessen Impulse beeinflußt werden. Was für Tiere lebensnotwendig ist, hat sich für die Menschen zum warscheinlich größten Problem (oder am Ende zum größten Entwicklungsmotor; wie man es nimmt) entwickelt. Es kann nicht abgeschaltet werden, weil es fester Bestandteil unseres Wachbewußtseins und des Egos ist. Aber man kann versuchen, den Einfluss auf sich selbst zu verringern. Dazu hilft allerdings nur Selbstreflektion und Selbsterkenntnis. Warum reaigere ich in Situation X auf die Weise Y? Wieso löst Muster Z bei mir Konfliktreaktionen aus?

Sind die mir legitim erscheinenden Reaktionen wirklich berechtigt, oder entpuppen sie sich bei objektiver Betrachtung als Irrtum? Solche Fragen sollte man sich in konflikthaften Situationen stellen, und versuchen, den eigenen Standpunkt aus einer komplett anderen Sicht wahrzunehmen. Auch Schuldzuweisungen und Wertungen führen in eine Sackgasse, selbst wenn sie erstmal legitim erscheinen. Das Ego besteht in der Regel auf Geltung und die Zuerkennung des eigenen Rechts. Dies ist auch ein wichtiger Schutzmechanismus in unserer Welt, aber man sollte ihn stets hinterfragen, und schauen, ob man sich im Kreis bewegt. Wenn ewig nach dem „Auge um Auge“-Prinzip vorgegangen wird, ist die Menschheit am Ende völlig blind.

Das Ego ist also scheinbar immer noch ein effektiver und (mit Vorbehalt) „notwendiger“ Wachhund in unserer Zeit. Es kann (wenn es ungehindert agieren kann) verdammt hart und ungerecht zubeißen, weshalb es immer an der Hundeleine namens „Selbstreflektion“ gehalten werden sollte. Ansonsten wird das Lernspiel namens „Irdisches Lebenssystem“ frustrierend und kommt letztlich zum Stillstand (was in letzter Konsequenz wohl auch das Ende der menschlichen Spezies bedeuten würde).

Zum Schluss noch ein spezieller Dank an eine bestimmte Person, die mich zu diesem Artikel inspirierte.

Autor: Wingman

Persönliche Freiheit

Es ist der Leitsatz ganzer Bewegungen, und auch ein oft zitiertes Anliegen aufgeweckter Individuen: Die Freiheit.  Entweder als gesellschaftliches Attribut, oder im individuellen Fall als persönliche Freiheit. Doch gibt es überhaupt eine eindeutige Definition davon? Sicherlich, es bedeutet erstmal, frei von fremden Zwängen zu sein, oder die Möglichkeit zu haben, dagegen anzukämpfen. Doch ist das schon wirklich persönliche Freiheit? Oder gerät man nur von einem geistigen Gefängnis ins nächste?

Das diese Frage garnicht so leicht zu beantworten ist, zeigt dieser aktuelle Thread im Forum:

Persönliche Freiheit

Autor: Wingman