Zeitqualität 2012

Nun ist es also da, das ominöse Jahr 2012. Zu den Geschichten, Annahmen, Befürchtungen und Erwartungen, die dazu in der Grenzwissen-Szene (und inzwischen auch darüber hinaus) kusieren, brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr viel schreiben. Doch wie sieht es abseits davon, mit der „wirklich“ beobachtbaren Zeitqualität aus, mit der sich das noch junge Jahr 2012 bisher auszeichnet? Zumindest aus meiner subjektiven Sicht kann ich einige Beobachtungen und Neuerungen gegenüber 2011 (und davor) schildern. Doch es ist in der Regel nicht als abrupter Bruch zu verstehen, sondern als fließender Übergang (wobei einige Aspekte wirklich sehr abrupt einzutreten schienen). Natürlich kann ich nur über mein Resonanzfeld sprechen (persönlich, Online-Kontakte, Beobachtungen anderer…), und diese Beobachtungen nicht auf die gesamte Menschheit pauschalisieren.

Auffällig ist vor allem die enorme Verdichtung in Bewußtseinsprozessen, die inzwischen immer mehr Leute zu spüren scheinen (Zitat: „Es ist alles so dicht auf einmal!“). Das schon in den vergangenen Jahren zu beobachtende Phänomen der Transformation unterdrückter bzw. verdrängter Muster hat sich noch intensiviert, und eine neue Komplexität angenommen. Frappierend ist dabei, wie viele Leute jetzt unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sind, was sich in psychischen und physischen Effekten äußert. Nicht nur, dass die geistige Erdung stark kompromittiert wird, sondern das auch die physische Gesundheit akute Tiefs erreicht (z.B. gleichzeitige, krankenhausreife Erkrankungen, wenn auch mit unterschiedlichen, symptomatischen Ursachen). Des Weiteren ist eine Aufreibung in Freundschaften und Beziehungen zu beobachten, so als wenn jetzt jede kleine Nuance an Ungeklärtheiten, Mißverständnissen, Dissonanz und Selbstwahrnehmung innerhalb von Gruppen ins Licht gerückt wird und geklärt werden will. Das endet dabei nicht selten in der überraschenden Auflösung jahrelanger Beziehungen / Freundschaften. Es macht sich das Gefühl breit, als trenne sich die Spreu immer mehr vom Weizen, was viel Schmerz, aber auch neue Möglichkeiten, und optimalere Verbindungen generiert. Altes, blockierendes wird weggeräumt, um für die neuen (kurz zuvor noch ungeahnten) Möglichkeiten Platz zu schaffen.

Auch in angewandter, metaphysischer Hinsicht scheint sich einiges zu tun. Das betrifft vor allem neue Möglichkeiten der Informationsgewinnung und der Selbsterkenntnis. Viele Leute werden sich dadurch ihrer wahren Berufung bewußter, was natürlich zu Hinterfragungen des aktuellen Lebensweges führt. Und auch in dem Zusammenhang werden neue Verbindungen geschaffen, die vorher ungeahnte Möglichkeiten der Erkenntnis und Entwicklung bereitstellen. Manchmal so schnell, das diese neuen Realitätsaspekte garnicht so schnell realisiert werden können, wie sie sich manifestieren. Während jene Aspekte der Zeitqualität in den letzten Jahren noch „irgendwo“ unter der Oberfläche zu schlummern schienen (oder zumindest nicht direkt greifbar waren), scheint es in diesem Jahr so, als würden sie jetzt nach und nach, aber schnell und überraschend an der Oberfläche auftauchen. Diese Prozesse sind offenbar ziemlich fordernd, was sich bei vielen Leuten in Müdigkeit, Ausgebranntheit, übersteigerten Energiebedarf und (siehe oben) physischen Symptomen bzw. psychischen Erdungsverlust (inkl. vermehrter Inanspruchnahme von psychiatrischer Hilfe) auszudrücken scheint.

Rein subjektiv sehe ich darin viele Chancen der Veränderung und Transformation. Doch es stellt sich, wie es sich schon abzeichnete, als sehr anstrengend und herausfordernd heraus. Meine Position in dieser Zeitqualität ist momentan so, das ich die Vorgänge eher als Beobachter von Außen betrachte, aber natürlich stellenweise auch von ihnen affektiert werde (so wie jeder seine mehr oder weniger unfertigen Baustellen hat). Ich versuche auf meine Art zu helfen, und Inspiration zu liefern. Doch halte ich es auch für notwendig, das die Leute die stattfindenden Prozesse vollbewußt durchleben, ohne das man ihnen etwas abnimmt. Denn wenn es um die eigene Transformation geht, kann und sollte einem nichts von Außen abgenommen werden. Es sollten höchstens Fingerzeige bzw. Inspirationen gegeben werden, wozu diese Prozesse einem dienen könnten. Und zwar in dem Sinne, die Leute damit anzuregen, ihre Wahrhaftigkeit in sich selbst zu finden, und soveräne, authentische Individuen zu werden, statt sich von Fremderwartungen, Konditionierungen und sonstigen äußeren Prägungen definieren zu lassen. Wenn man den Blick nach innen schärft, und dabei gut geerdet bleibt, schärft sich dadurch zugleich der Blick nach Außen, und so kann eine balancierte Transformation stattfinden.

Ob 2012 nun umfangreich und perfide durch gewisse „Interessensgruppen“ instrumentalisiert wird (im ideologischen, kommerziellen und manipulativen Sinne wird es das sicherlich schon), bleibt abzuwarten. Manche Leute halten 2012 für ein einziges, riesiges Ablenkungsmanöver, um eine Agenda der Massenmanipulation und totalitären Vereinheitlichung durchzusetzen. Andere sehen es als eine Art Countdown der Erlösung™ (in den altbekannten archaisch-religiösen Varianten, Weltuntergangsprophetien, durch Alien-Kontakt, höhere Lichtwesen, äußere Schwingungsanhebung etc…). Ich persönlich plädiere bei all der Hysterie und Verwirrung für mehr Differenzierungsvermögen, und stehe auf dem Standpunkt, das jeder die ultimative Wahrheit nur in sich selbst finden kann. Das scheint sowieso die letzte Grenze im Universum zu sein, und nicht etwa irgendwas im Außen, das räumlich oder zeitlich entfernt ist. Ihr werdet es erleben… – WIR werden es erleben! 😉

Beobachtungen zur Zeitqualität (II)
Beobachtungen zur Zeitqualität (I)
Zeitqualität 2009-Thread
Zeitqualität 2008-Thread
2012 und der Mayakalender


Autor: Wingman

Neue Partnerseite

Atemberaubend, aber wahr! Eine neue Partnerseite (Hail to the Vernetzung :-D):

Otacun: Spannende Grenzwissen-Seite von Otacun, die sich um einen Podcast zentriert, welcher mit interessanten Gästen sehr außergewöhnliche Themen behandelt.

Otacun

Autor: Wingman

Licht und Liebe, Dualität und Verdrängung

In diesem Artikel möchte ich einen speziellen Aspekt der Bewußtheit und den Umgang mit Polaritäten beleuchten. Es geht im Wesentlichen darum, das viele Leute in der „Szene“ auf der Suche nach einem Zustand von „Licht und Liebe“ anfangen, ihre dunklen Aspekte bzw. negativen Emotionen zu verdrängen, anstatt sie für einen ganzheitlichen Transformationsprozess vollbewußt zu durchleben und zu beleuchten. Dies führt dazu, das jene Aspekte (die nunmal vermutlich jeder Mensch aufgrund der dualen Natur des Mensch-Seins besitzt) ins Unbewußte verdrängt werden. Das Individuum meint nun, nur noch aus Licht und Liebe zu bestehen, ohne jedoch die genannten Aspekte vollbewußt betrachtet, aufgearbeitet und transformiert zu haben. Ein unliebsamer Teil der Persönlichkeit wird also ausgeklammert.

Was dann geschieht ist, das die verdrängten Aspekte unbewußt aktiv werden, und in bestimmten Situationen die Herrschaft übernehmen. Häufig erlebt man es, wenn man die Glaubenssätze bzw. Überzeugungen einer solchen Person in Frage stellt, oder der Person etwas reflektiert, was mit ihren verdrängten Mustern in Resonanz geht. Aus den liebenswertesten, lichtvollsten Esoterikern werden dann plötzlich egomanischste, fanatische Eiferer, die mehr an das erinnern, was sie eigentlich verabscheuen, bzw. vorgeben zu bekämpfen. Sie werden, wie gesagt, in dem Moment von ihren verdrängten Aspekten dominiert, und sind sich dessen nicht bewußt. Ich bin dann schonmal versucht (in extremen Fällen), den Begriff „Licht und Liebe-Faschismus“ für das Verhalten einer solchen Person zu verwenden. Sowas kann dann soweit gehen, das Leute, die nicht mehr ins Bild passen, aus einer Gruppe herausgeekelt werden, obwohl die Gemeinsamkeiten objektiv gesehen alle Unterschiede überwiegen (beispielsweise militante Vegetarier / Veganer in der „Szene“, die Fleischesser für unnatürlich und weniger spirituell halten, da alles Andere nicht in ihr Dogma passt). Aus solcher Unbewußtheit entsteht Spaltung, und oft scheint auch genau an diesen Achillesfersen angesetzt zu werden, wenn jemand verhindern möchte, das gewisse Gruppierungen entstehen, die etwas verändern könnten.

Ob eine Gruppe nun etwas verändern will, oder einfach nur vollbewußt und ohne Stagnation leben möchte; Vorraussetzung ist meiner Ansicht nach, das jedes einzelne Individuum seine Selbsterkenntnis ganzheitlich und eigenverantwortlich betreibt. Man sollte nicht nur nur nach Außen, sondern gleichermaßen auch nach Innen schauen, und alle seine Aspekte für sich beleuchten (sozusagen „ins Licht“ bringt). Denn nur, wenn man sich seines eigenen Schattens bewußt wird, kann man diesen positiv nutzen, statt sich von „ihm“ unbemerkt benutzen zu lassen (was nichts anderes bedeutet, als das man einen Krieg mit sich selbst führen würde, was auf Dauer unweigerlich in Stagnation endet). Ansonsten werden sich auch alternative Gruppen / Bestrebungen wieder in verantwortungsabschiebende Schafe bzw. egomanische Anführer aufteilen, und so würde dann letztlich nichts Neues erreicht, sondern nur alte Unbewußtheit neu verpackt. Aus diesem Grunde auch eine historische Beobachtung, das sich dadurch immer mehr bestätigt: Nicht äußere Systeme (Dogmen, Bekenntnisse, gute Absichten…) können die Menschen ändern, sondern die Menschen nur sich selbst.

Zum Schluss noch eine mehr oder weniger sinnbildliche Betrachtungsweise der Polaritäten anhand eines Spektrums:

Spektrum - Finsternis

Völlig zur Finsternis hin polarisiert - die Welt ist dunkel

Das Individuum ist völlig zur Finsternis hin polarisiert. Die Welt liegt im Dunkeln (keine Perspektiven, keine Schöpfung, keine Energie, keine Transformation: Stagnation).

Spektrum - Licht

Völlig zum Licht hin polarisiert - Überstrahlung

Das Individuum ist völlig zum Licht hin polarisiert. Die Farben verblassen, die einzelnen Nuancen des Lebens werden mangels Erdung überstrahlt (keine Veränderung, kein Lernmotor, keine Weiterentwicklung: Stagnation).

Spektrum - Gleichgewicht

Im Gleichgewicht zwischen Finsternis und Licht - Entwicklung

Das Individuum ist im vollbewußten Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht. Es kann das gesamte Spektrum bewußt und mit kräftigen Farben, also in all seinen Facetten erleben. Entwicklung kann stattfinden, und das Potenzial sich vollkommen entfalten (echte Freiheit, welche jedoch auch echte und lückenlose Eigenverantwortung voraussetzt).

Persönliche Entwicklungsfaktoren
Animalisches Sub-Selbst, Ego und Selbstreflektion
Gleichgewichtsprinzip (Parität)
Gleichgewicht – Fluss – Ganzheit

Autor: Wingman

Neue Partnerseite

Und wieder eine neue Partnerseite (Vernetzung FTW :-D):

Auf zur Wahrheit: „Auf zur Wahrheit“ ist eine große Community, die sich in erster Linie mit unmittelbaren / greifbaren Themen befasst (Weltgeschehen, Hintergrundpolitik etc…), aber dabei auch Grenzthemen mit einbezieht.

Auf zur Wahrheit

Autor: Wingman

Soulfire Camp 2011

Zum vierten Mal jährte sich nun das Soulfire Camp. Hier nun ein paar Eindrücke, die jedoch ohne eine Unterteilung in Tage auskommen, da sich die Zeit dort dieses Jahr gefühlsmäßig aufzulösen schien…

 

Und so beginnt es (abermals):

Dies war mit knapp fünf Tagen unser bisher längster Aufenthalt beim Soulfire Camp, obwohl es sich deutlich kürzer anfühlte. Es kamen viele alte Bekannte (bzw. auch Menschen, die seit dem letzten Camp zu guten Bekannten geworden sind), aber auch ein paar neue Besucher. Wie inzwischen zu erwarten, bedeutete das Camp für Viele wieder den Anstoß eines Transformationsprozesses. Der Begriff „Soulfire“ („Seelenfeuer“) stellt sich als immer passender heraus, obwohl er damals nicht bewußt unter diesem Aspekt gewählt wurde. Aber man weiß ja, wie das mit derartigen „Zufällen“ ist *g*. Die Seele wird mal richtig aufgeheizt und energetisch durchgespült, um alte Muster zu transformieren, und neuen, ungeahnten Möglichkeiten Platz zu geben. Das alles natürlich in der gewohnt idyllischen Umgebung der Brandengrabenmühle.

Für den Fall, dass man die Mühlen verwechselt

 
Auf der Suche nach dem geheimen Wasserfall
Neben den persönlichen Prozessen im Inneren und in zwischenmenschlichen Bereichen, lud uns wieder die einmalige Landschaft des Ehrenburgertals zur Erkundung ein. Gleich am Anfang führte ich zwei zweibeinige- und einen vierbeinigen Begleiter zu einer Stelle, an der sich beim ersten Camp vor vier Jahren ein hoher, imposanter Wasserfall an einer versteckt liegenden Schieferwand befand. Doch egal, wie hoch und weit wir den Bach emporkletterten, es zeigten sich nur viele kleine Wasserfälle. Offenbar wurde der große Wasserfall irgendwann in den vergangenen Jahren hinfortgerissen.

Der gesuchte, knapp 4m hohe Wasserfall (2008)

Und was wir dort vorfanden (2011)

Die Natur bleibt oft über Jahrtausende gleich, verändert ihr Anlitz jedoch manchmal innerhalb kurzer Augenblicke. Geschah das in diesem Fall, oder haben wir den Wasserfall vor lauter Aufregung einfach übersehen, als wir uns zielstrebig den Hang emporhangelten? Interessant fand ich, wie der typische Waldboden ab einer gewissen Höhe in Schiefergestein überging, fast so als gäbe es dort eine Art Baumgrenze.

Glorreicher Gipfelsturm

Zwischen der kleiner werdenden Bewaldung boten sich dann Lücken, die einen ersten Weitblick über das Tal erlaubten. So gab es in der Ferne eine Felswand zu sehen, welche der alte Steinbruch über der Brandengrabenmühle gewesen sein könnte. Aber da bin ich mir nicht sicher.

Steinbruch aus der Ferne (vermutlich)

Irgendwann begaben wir uns wieder den Hang hinab ins Tal, wo uns die Überquerung des reißenden Ehrbaches erwartete. Wir humanoiden Lebensformen kamen mit maximal nassen Füßen davon, aber unser vierbeiniger Begleiter sträubte sich erst vor der Überquerung. Nachdem ihm allerdings Mut zugesprochen, und unwiderstehliche Schlüsselreize per Stock aktiviert wurden, durchstürmte er heroisch die Fluten.

Heldenmut auf vier Beinen

 
Glutamatfreie Glut
Nach dieser ersten Kletteraktion war erstmal chillout angesagt. Langsam füllte sich auch die Campingwiese mit Zelten. Ausklang fanden die ersten Tage wie immer am gemütlichen Feuerplatz, welcher stets die Polarität zwischen gerade noch erträglicher Gluthitze und eisig-feuchter Talkälte zur gleichen Zeit bietet. Wie symbolisch…

Seelenfeuer

 
Die garnicht so klamme Klamm
Nach einem Morgen mit einer sehr akrobatischen Gaukler-Vorstellung, stand nun auch die (wohl inzwischen traditionell gewordene) Wanderung zur Ehrbachklamm an. Vertraut imposant gab sich die Umgebung auch dieses Jahr wieder.

Die Wurzel allen Übels? Auf jeden Fall dekorativ…

Bei unserem ersten Zwischenstopp kam es fast zu einem Duell Katze vs. einem unserer Hunde. Die beiden haben sich offenbar erst im letzten Moment auf einem Felsen bemerkt. Aber es blieb bei kontaklosem Kontakt, wobei der Hunde-Opponent zuerst den Rückzug anzutreten schien (oder weil es ihm vom Herrchen suggeriert wurde).

Primal Rage

Nach einem chilligen Zeitraum am dortigen Wasserfall, ging ein Großteil der Gruppe zurück zum Camp. Ich machte mich jedoch mit einigen Leuten auf, endlich die Rauscheburgruine zu besuchen, welche wir beim letzten Camp nicht gefunden hatten.
 
Im Burgenrausch
Nach einem steilen, verschlungenen Aufstieg wurde auch klar, wieso: Sie ist durch die Bewaldung kaum zu sehen, ehe man fast mit der Nase dagegenstößt.

Suchbild: Wer findet die Burg?

Eine (notwendige) Verschnaufpause später, arbeiteten wir uns auf einem schmalen, gut versteckten Pfad entlang durch einen Torbogen in die Burgruine. Vom stark bewachsenen Innenhof kletterten wir auf die Burgmauer, welche durch ungesicherte Abgründe auf beiden Seiten einen gewissen Nervenkitzel bot.

Portal in die Vergangenheit

Auf schmalem Grat

Zur Außenseite hin bot sich  dann ein grandioser Anblick über das Ehrenburgertal. Weit unter uns war auch der Bachverlauf zu erahnen, welchem wir zuvor durch die Klamm gefolgt sind. Nur die Brandengrabenmühle war talkurven- und / oder baumtechnisch von dort aus nicht zu erkennen.

Waldige Weitsicht

 
Der Ziegenpfad und das Dach der (Soulfire)Welt
Nachdem wir die Aussicht genossen und bildlich dokumentiert hatten, begaben wir uns zum Abstieg. Auf dem Rückweg zum Camp nahmen wir dieses Mal eine neu errichtete, alternative Route. Diese stellte sch als sehr steiler „Ziegenpfad“ heraus, an dem provisorisch Stufen und Seile zum Festhalten angebracht wurden. Er führte uns einem weiteren Bach entlang, bis fast zur Spitze des Tals. Von dort aus bahnten wir uns querfeldein den Weg durch das Unterholz. Mitten in dem lichten, schieferdurchzogenen Wald machten wir Rast an etwas, dass wie eine Futterkrippe für Tiere aussah (seltsamerweise mit manuell hochzuklappendem Deckel – ein Experiment?). Einen gut getarnten Beobachtungsstand und eine Art automatische Wildtierkamera gab es dort auch.

Der Ort, den das Auge nicht sieht

Nach einer Weile stand der letzte, große Abstieg an. Es ging den riesigen Schieferhügel hinab, ungewiß welche Gegebenheiten uns erwarten würden. Tücken wie rutschige Geröllflächen, morsche Bäume zum festhalten (die genauso aussahen, wie die gesunden) und Angriffe von Killerinsekten, wurden von uns natürlich meisterhaft gemeistert.

Der Abgrund

Aber auch eine weitere, grandiose Aussicht wurde uns dort oben geboten. Warscheinlich die grandioseste Aussicht dieses Camps:

Über den Dingen stehen

Danach tauchten wir wieder auf dem Anfangspfad der Ehrbachklamm auf, so als sei nichts gewesen. Kurz darauf trafen wir auch die nächste Gruppe, welche sich zur Klamm aufmachte.
 
Socialising, Networking und Feuerzauber
Nach einem mehr als notwendigen Frischmachen ließen wir den Tag wieder chillig ausklingen. Neue Kontakte und hochinteressante, tiefgründige Gespräche rundeten den Abend ab. Lecker gespeist wurde zwischendurch auch immer. Es ergaben sich wieder frische Synergien, und man merkte, dass neue, dynamische Möglichkeiten der Vernetzung geboren wurden. Das nächtliche Finale bot dieses Jahr abermals eine stimmungsvolle Feuershow von grimoire.

Zauberhafter Feuerzauber

Am Ende hingen wir noch spontan einen Extra-Tag dran, um die Kontakte weiter zu vertiefen, und einfach den Ort dort zu genießen. Das hat sich nach übereinstimmender Meinung gelohnt.

Der braucht auch langsam mal einen Facebook-Account

Fazit: Für mich hat das Soulfire Camp wieder mal das erfüllt, was ich inzwischen erfahrungsgemäß dabei erwarte: Persönliche Transformationsprozesse, Unmengen an lebendiger Inspiration und ein besonderes Naturerlebnis. Wir sehen uns dort warscheinlich im Jahre 2012 wieder. Angeblich sei das ein besonderes Jahr, aber da lasse ich mich mal wertungsfrei überraschen… 😉
 
Soulfire Camp 2011-Thread
Soulfire Camp 2010
Soulfire Camp 2009

stevenblack – Soulfire Camp 2011 (1)
stevenblack – Soulfire Camp 2011 (2)

MysticaSoul – Soulfire Camp 2011

Soulfire Camp – Website

Autor: Wingman

Thetavision

Wir haben ein neues Großprojekt namens „Thetavision“ gestartet. Dieses versteht sich als spezialisierte Forschungs- und Entwicklungsplattform innerhalb der Thetawaves-Community.

Thetavision ist darauf ausgelegt, mit Erfahrungen und Experimenten aus erster Hand zu arbeiten, und dadurch einen von Grund auf belegten und nachvollziehbaren Forschungsverlauf zu erzeugen.

Das Hauptanliegen dabei ist es, eine methodische Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene (vor allem im Bewußtseinsbereich) zu entwickeln, die bisher nicht in einem solchen Rahmen angewendet wurde. Eine Methodik, die verwertbare Forschungsergebnisse generiert (z.B. durch die Sammlung von Erfahrungen aus erster Hand, mit Einbeziehung statistischer Auswertungen), ohne mit unhinterfragten Glaubenssätzen oder Meinungen zu arbeiten, wie es meist bisher im Grenzthemen-Bereich üblich war.

Nach und nach soll dadurch eine von Anfang an nachvollziehbare Wissensbasis entstehen, die allen Interessierten als Orientierungshilfe dient, und die Kluft zwischen Wissenschaft und Grenzwissenschaft zu überwinden versucht.

Weitere Infos zu Thetavision
Thetavision-Seiten

– Aufgrund mangelnder Resonanz eingestellt –

Autor: Wingman

Kosmische Ausmaße

Hier mal etwas zu den unfassbaren Ausmaßen des uns bisher bekannten (physischen) Kosmos:

Dies ist die so genannte „Millenium-Simulation“ des Max-Planck-Instituts. Sie zeigt eine Gesamtansicht des Universums, soweit wir es heute erfassen können. Diese Simulation besteht aus fast 11 milliarden Partikeln, und jeder einzelne davon stellt eine Galaxie dar. Eine Galaxie kann wiederum mehrere hundert milliarden Sterne beinhalten (ja nach Größe; unsere Galaxie soll ca. 300 milliarden Sterne haben). Von diesen milliarden Sternen werden die meisten wiederum Planeten haben. Falls von diesen milliarden Planeten in unserer Galaxie auch nur 1% Leben ermöglichen, so hätten wir dennoch eine unvorstellbare Fülle von Leben. Und selbst wenn von diesen 1% wiederum nur 1% intelligente Lebensformen hervorgebracht haben, so hätten wir allein in unserer Galaxie immer noch mehrere millionen Zivilisationen.

Das möge man jetzt noch auf die unzähligen Milliarden anderer Galaxien im Kosmos übertragen (falls es nicht noch mehr sind), und schnell merkt man, das sich die Frage, ob es überhaupt Leben außerhalb der Erde gibt, überhaupt nicht stellt. Es wäre schon ein seltsamer kosmischer Scherz, wenn wir der einzige Planet mit physischem Leben wären. In einem kleinen Sonnensystem, mit einem kleinen Stern, der in einer unspektakulären Ecke einer Durchschnittsgalaxie liegt.

Falls der Verstand jetzt angesichts dieser Ausmaße kapituliert haben sollte, hier zur Auflockerung etwas viel „Kleineres“:

>

Das sind größtenteils nur Orte unserer unmittelbaren Nachbarschaft innerhalb unserer Galaxie. Man könnte fast sagen „Nachbars Garten“. Und selbst dort sind die Ausmaße kaum fassbar, bzw. nur noch in astronomischen Zahlen darstellbar. Wer kann sich schon räumlich Abertrillionen von Kilometern vorstellen, in Relation zu dem, was wir als winzige, zweibeinige Lebensform auf diesem kleinen Planeten zurücklegen?

Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums! 😛

Da wir hier aber eine Grenzwissen-Seite sind, vor allem was die unendlichen Ausmaße des Bewußtseins betrifft, werde ich hier natürlich noch einen Schritt weitergehen…

AKEler, und andere Bewußtseinsreisende (letztlich warscheinlich nur eine Frage der Terminologie), berichten davon, dass das physische Universum selbst nur einen winzigen Teil des gesamten, multidimensionalen Bewußtseins-Universums ausmacht. Eine Quelle schätzte es mal auf 1-3%, aber in dieser Vorstellungswelt läßt sich das eigentlich garnicht ausdrücken. Denn wer eine genaue Angabe haben möchte, muß alles Erfahrbare erfahren haben („höchste Perspektive“), und ich denke nicht, das man diese Information überhaupt teilen kann. Schon garnicht in der unglaublich beschränkten Begriffs- und Kommunikationswelt des Mensch-Seins.

Die Mittel, und vor allem die Kapazitäten, die uns als inkarnierte Menschen zur Verfügung stehen, sind dafür wohl einfach unzureichend. Vielleicht so, als versuchte man einem Einzeller den gesamten Planeten in all seiner Komplexität und ohne Lücken zu erklären; es wird nicht funktionieren, da die physischen Mittel des Einzellers, und somit das Bewußtsein, was er in dieser physischen Form „mitbringen“ bzw. ausdrücken kann, nicht ausreichen. Vermutlich würde nichtmal ein Mensch die gesamte, lückenlose Komplexität des Planeten erfassen können. Im gesamten, multidimensionalen Universum sind das dann nochmal ganz andere, unfassbarere Größenordnungen.

Schema des Multiversums vom AKE-Autoren William Buhlman

Schematische Darstellung des Universums vom bekannten AKE-Autoren William Buhlman (klicken zum Vergrößern!)

 

Allerdings scheint im ganzen Universum auch das Prinzip „wie im Großen, so im Kleinen“ bzw. „wie Oben, so auch Unten“ zu gelten. Und das ermöglicht uns, von Beobachtungen innerhalb unserer kleinen Erfassungsschwelle, auf größere Zusammenhänge schließen zu können (zumindest in interpolierter, massiv reduzierter Form). Deshalb ist es uns auch als winzige, extrem beschränkte Lebensform möglich, in Dimensionen bzw. Seins-Zustände „hineinzudenken“, die unser Fassungsvermögen eigentlich völlig übersteigen. Aber auch das kann selbst bei den genialsten Köpfen nur ein Schatten der wirklichen Essenz sein, und deshalb geht nichts über Selbsterfahrung.

Was dabei meist übersehen wird, ist das wir gerade durch unsere extreme Beschränktheit Wege und Perspektiven entwickeln können, die einem kosmischen „Alles-was-ist“-Bewußtsein von seinem Standpunkt aus nicht möglich wären (denn es wäre schon alles gleichzeitig vorhanden). So ein „All-was-ist“-Bewußtsein würde zwar stets das Gesamtbild vor sich haben, jedoch kann es dadurch nicht die unzähligen Nuancen einzeln erfahren, bzw. isoliert betrachten. Man könnte also mutmaßen, das sich dieses „Alles-was-ist“-Bewußtsein irgendwann in unzählige Einzelteile aufgespalten hat (wie Mosaiksteinchen eines gigantischen Bildes), damit es sich auf diese Weise immer wieder neu selbst erfahren kann.

Ob es da ein kausales Ziel gibt, oder ob es um den Prozess an sich geht („Der Weg ist das Ziel“), kann ich nicht sagen. Denn das überschreitet eindeutig mein Fassungsvermögen, und endet in den berühmten Kausalitätsparadoxa. So ist das nunmal als kleiner Mensch. Aber gerade das macht es ja so einmalig und spannend, denn was wäre unser Leben ohne das Unbekannte? 😉

So sind jedenfalls meine kosmischen Gedanken dazu, und die könnten natürlich auch ein völliger Irrtum sein *g*. Aber ich lasse mich gerne von meinen Mit-Lebewesen inspirieren, denn jedes davon ist ein individueller Teil des Ganzen, und hat somit seine eigene, einzigartige Perspektive.

AKE-Strukturen
Allmacht?

Website von William Buhlman
Das Universum bei Wikipedia

Autor: Wingman

Vernetzung

Es tut sich offenbar immer mehr in Richtung Vernetzung von Gleichgesinnten. Wo früher noch alle Communities mehr oder weniger ihr eigenes Süppchen kochten, ist jetzt eine Verschmelzung der Interessen, und ein übergreifender Grundgedanke zu erkennen: Das Streben hin zum Eins-Sein, und zur gemeinsamen Bewußtseinsentwicklung. Wo früher nur dual und polarisierend über die Gegensätze einzelner Ansichten diskutiert wurde, schaut man jetzt vermehrt auf die Gemeinsamkeiten, und wie man daran wachsen bzw. sich gegenseitig ergänzen (oder schöner ausgedrückt; „inspirieren lassen“) kann. Man könnte es durchaus mit dem Wachstum eines neuronalen Netzwerks vergleichen, das sich dezentral ausbreitet, aber untereinander dicht verbunden ist. Auch das Internet könnte man als langfristige, physische Manifestation dieser Entwicklung betrachten. Und die Strukturen des Universums an sich (wie im Kleinen, so im Großen) folgen offenbar ebenfalls diesem Prinzip.

Dieser Prozess wird in den nächsten Jahren sicherlich noch sehr spannend werden. Eine vernetzte Bewußtwerdung, ohne Schmälerung der Individualität (im Gegenteil; man lebt keine oberflächlichen Pseudo-Identitäten mehr, sondern findet zu sich selbst), kann uns als Menschheit auf dem Weg bringen, unser volles Potential zu entfalten. Nur durch eine Bewußtwerdung der Massen können grundlegende Probleme unserer Zeit gelöst werden. Denn die Meisten davon haben mit Verantwortungsabschiebung, Manipulation, Spaltung, gezielter Angst, Passivität und Bequemlichkeit des (Nicht)Denkens zu tun.

Wie sagte mal ein relativ bekannter AKE-Autor?

„Die größte Illusion ist es, das die Menschheit Begrenzungen hat.“

WIR-gemeinsam.net
Event-Map

Autor: Wingman

Soulfire Camp 2010

Dieses Jahr fand erneut unser Soulfire Camp an der Brandengrabenmühle statt (vom 13. bis 15. August).

Soulfire Camp 2010 - Logo

Hier wieder einige Impressionen davon aus meiner Sicht:

Freitag, der 13. August
Ich reiste zusammen mit vier Bekannten per Bahn an. Für diese Vier war es das erste Mal beim Soulfire Camp. Wir trafen dann gegen 11.30 Uhr in Brodenbach ein, und das Wetter war schön, aber nicht zu heiß (23°C). Dann machten wir uns zu Fuß auf dem Weg durch das Ehrenburgtal in Richtung Brandengrabenmühle (etwa 4km). Trotz umfangreichem Gepäck, haben wir die Strecke ziemlich schnell hinter uns gebracht. An der Mühle sah ich dann direkt ein paar alte Bekannte, aber auch neue Gesichter. Der Großteil war um diese Zeit allerdings noch nicht angereist, bzw. noch mit dem Zeltaufbau beschäftigt. Was mir noch neu auffiel, waren die vielen Gemälde und Themenräume, die jetzt in der Mühle ausgestellt und eingerichtet waren. Nach einer kleinen Kennenlernrunde für die Neulinge und etwas Pause, sind wir dann in Richtung Zeltplatz gegangen, und haben unser exorbitantes Zelt (worin man bequem stehen kann), und noch ein Weiteres aufgebaut.

Zeltaufbau

Danach habe ich meinen Bekannten das Gelände gezeigt, und wo alles zu finden ist etc… Später sind wir dann wieder nach vorne zur Mühle gegangen, wo wir organisatorische Dinge besprochen und Konversation betrieben haben. Einem von uns ist es sogar gelungen, auf dem Gelände eine sporadische Internetverbindung herzustellen, was in Anbetracht der Empfangssituation dort ein kleines Wunder ist. Inzwischen reisten auch immer mehr neue Besucher an. Daraufhin näherte sich schon langsam die Abenddämmerung, und wir stellten Stühle und Bänke am vorderen Feuerplatz auf. Dort entfachten wir das obligatorische Lagerfeuer, in dessen Gegenwart wir den den Tag langsam und relaxt ausklingen ließen.

Lagerfeuer am Freitag Abend

Vor dem Schlafengehen probierten wir am völlig düsteren Zeltplatz noch ein paar Lichteffekte mit Leuchtstäben und speziellen Lampen aus, was sehr interessant aussah. Dann wurde es auch schon ziemlich kühl, und wir begaben uns in unsere Schlafsäcke.

Lightshow

Samstag der 14. August
Am Samstag standen wir relativ spät auf, weil wir von den vorigen Tagen einiges an Schlaf nachholen mußten. Dennoch war noch was vom Frühstück übrig, und wir bedienten uns. Danach setzten wir uns in die Sonne, unterhielten uns und versuchten, die News des Tages mit der provisorischen Internetverbindung zu sehen, was nach einer Weile sogar halbwegs klappte. Gegen Mittag machten wir uns dann auf zu unserer großen Naturwanderung durch die Ehrbachklamm (und teilweise darüber hinaus).

Wanderung zur Ehrbachklamm (1)

Als wir das erste große Holzkonstrukt in der Klamm erreichten, machten wir dort eine lange Pause, und genossen das Naturerlebnis. Der Bach bot hier eine ca. 3m hohe Felsanhäufung, von der mehrere Wasserfälle herabflossen. Dann ging die Wanderung weiter, über immer unregelmäßiger werdende Felsstrukturen. Für einen sicheren Halt sind dort stellenweise Stahlseile, Geländer und Leitersprossen eingebaut worden.

Wanderung zur Ehrbachklamm (2)

Schließlich kamen wir am zweiten Holzkonstrukt der Klamm an. Dort stiegen wir an einer großen Felsformation entlang, bis zu einem weiteren Wasserfall. Auch bei dieser Gelegenheit ließen wir uns wieder nieder, und genossen die Natur. Nach längerer Zeit (das Zeitgefühl relativierte sich dort ziemlich schnell), liefen wir noch ein Stück weiter, und trafen dort auf eine große Gruppe anderer Soulfire-Besucher, die uns entgegen kamen. Wir schlossen uns der Gruppe dann an, und gingen mit ihnen zurück. Ein Bekannter und ich wollten allerdings noch die Burgruine sehen, von der wir gehört hatten, und so kletterten wir einen Weg oberhalb des Wasserfalls hinauf. Irgendwo dort sollte die besagte Ruine sein, aber in der dichten Sommervegetation fanden wir nur eine alte Mauer vor, welche jedoch nicht zu der Ruine gehörte. Schließlich gingen wir bei einem steilen Aufstieg noch so hoch wie möglich, bis wir am Gipfelpunkt des Tals aus dem Wald heraus kamen, und vor einem großen Feld standen. Danach stiegen wir wieder in das Tal hinab, und hielten noch mal Ausschau nach der Burgruine. Jedoch fanden wir wieder nur die alte Mauer vor.

Altes Gemäuer

Nachdem wir zurück an der Mühle waren, und uns frisch gemacht hatten, erholten wir uns dort von der langen Wanderung. Einige gingen auch in die Küche, um eine große Pizza zu backen, welche auch sehr schmackhaft gelang. So langsam hielt auch schon wieder die Abenddämmerung Einzug, und der Feuerplatz nahm seinen Dienst auf. Auch der Grill wurde angezündet, auf welchem wir uns  u.a. leckere Würstchen und Steaks zubereiteten.

Lagerfeuer am Samstag Abend

Nach Mitternacht versuchten sich dann noch einige von uns an einem australischen Didgeridoo, was nach einer Weile sogar die charakteristischen Töne hervorbrachte. Dann gingen wir noch auf eine kleine Nachtwanderung, welche uns zuerst entlang des alten Steinbruchs führte, und danach unterhalb der Mühle am Bach entlang. In der absoluten Dunkelheit sahen wir sogar einen Fisch im Bach, welcher merkwürdig blass wirkte (Albino?), aber dennoch sehr gut getarnt war. Schließlich wurde es wieder sehr kühl, und wir begaben uns alle zusammen in das große Zelt, wo wir diesen langen Tag entspannt und gemütlich ausklingen ließen.

Sonntag der 15. August
In den sehr frühen Morgenstunden wachte ich durch Donner und sehr starken Regen auf. Ich schaute aus dem Zelt, und erblickte eine ziemlich matschige Wiese. Dabei holte ich noch schnell ein Paar Schuhe rein, die etwas zu nah am Regen standen. Aber das Tröpfeln des Regens auf das Zelt hatte auch etwas sehr Entspannendes, weshalb ich nach einer Weile wieder einschlief. Ein paar Stunden später sind wir dann aufgestanden, und bahnten uns den Weg durch die Sumpflandschaften Richtung Frühstück. Zwischenzeitlich räumte ich noch schnell ein paar Stühle weg, die noch draußen im Regen standen, und lud meine Digicam-Akkus notdürftig auf, denn bei der Feuchtigkeit dort wurden sie sehr schnell leergesaugt. Dann gingen wir zurück zum Zeltplatz, und begannen mit dem Abbau. Dieser gestaltete sich natürlich etwas feuchter, als bei der Ankunft, allerdings war das Timing gerade richtig, denn die Unterlegfolie wurde offenbar undicht, und der Zeltboden bekam Pfützen.

Regenschauer

Nachdem wir alles erfolgreich zusammengepackt hatten, setzten wir uns noch eine Weile gemütlich in die Bar der Mühle, und unterhielten uns ausgiebig. Dann wurden wir am Nachmittag nach Brodenbach gefahren, und reisten von dort aus wieder per Bus und Bahn nach Hause.

Fazit: Ein durch und durch gelungenes Camp, mit welchem ich sehr zufrieden war. Selbst die heftigen Regenschauer des Sonntags trugen auf ihre Art zu der Gesamtstimmung bei. Zudem stellt sich das Soulfire Camp für mich immer mehr als eine Art Katalysator heraus, der persönliche und kollektive Wandlungen bei vielen Besuchern auslöst. Also im wahrsten Sinne des Wortes ein „Soulfire“ (Seelenfeuer). 😉

Soulfire Camp 2010-Thread
Soulfire Camp 2009

Soulfire Camp – Website

Autor: Wingman

Differenzierungsvermögen

Unter Differenzierungsvermögen verstehe ich die Bemühung, vom schwarz-weißen Schubladendenken bzw. starker Polarisierung wegzukommen (sowohl im Grenzbereich, als auch in der alltäglichen Wirklichkeit). Jeder interessierte Forschergeist, der den Sprung zu den nichtalltäglichen Grenzbereichen macht, kommt aus individuell verschiedenen Bereichen bzw. Ausgangssituationen dorthin. Allerdings werden durch diesen Schritt nicht automatisch kleinkarierte und vorurteilende Muster im Denken beseitigt bzw. Weisheit erlangt. Um einen ergiebigen, persönlichen Forschungs- und Erfahrungsfluss zu erlangen, ist die Verfeinerung des Denkens in Richtung Differenzierungsvermögen beim Umgang mit diesen Dingen notwendig.

Differenzierungsvermögen

Hier mal zwei in der „Szene“ öfter anzutreffende Beispiele:

Esoterik / New Age:
Eine Person, offen, gefühlsbetont, aber relativ leichtgläubig und rechtshirnig polarisiert, stößt erstmals auf den Bereich der Esoterik / New Age.  Da sie in ihrem bisherigen Leben bzw. dessen angebotenen „Sinn-Inhalten“ (instituationalisierte Religionen etc…) keine Befriedigung mehr sah, rückt die Esoterik stark in den Mittelpunkt dieses Aspektes. Esoterik bedeutet eigentlich „Innenschau“, was auf Selbstreflektion und Selbsterkenntnis deutet. Wenn sich der Blick nach innen vertieft („inneres Bewußtsein“), schärft sich zugleich der Blick nach Außen (äußere Umwelt bzw. „äußeres Bewußtsein“). Gerade das setzt allerdings eine ganzheitliche Beschäftigung mit sich selbst und der umgebenden Wirklichkeit vorraus. Hinderliche Aspekte sind hier ungeprüfter Glaube und Verantwortungsabschiebung.

Da unsere Beispiel-Person allerdings noch in diesen alten Bewußtseinsmustern steckt, wird sie diese erstmal mit in ihre esoterische Beschäftigung übertragen. So wird die Innenschau mit dogmatischen Glaubenssätzen vermischt, und in ihrem Zweck verzerrt. Die Person blendet z.B. dunkle, unangenehme Aspekte ihrer Selbst aus, und konzentriert sich nur noch auf „Licht und Liebe“. Dadurch wird ihr allerdings irgendwann der dunkle, nunmehr ignorierte Aspekt (meist unbewußte, untransformierte Ängste und Unsicherheiten) in den Rücken fallen, und aus der esoterischen Suche einen Egotrip der Arroganz und Selbstbeweihräucherung machen, welcher nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun hat. Durch mangelnde Selbsterkenntnis bzw. die Verweigerung dieser (weil es oft unangenehm ist) wird die eigentliche Philosophie der Esoterik also pervertiert und in ein Dogma verwandelt. Das Resultat ist Stagnation (bei der Esoterik meist in Form von Passivität), und diese wird solange anhalten, bis die Person sich ganzheitlich der Selbsterkenntnis widmet, und nicht nur selektiv verwendet, was ihr durch die alten, mitgebrachten Muster paßt. Somit wird Esoterik zur so genannten „Fast Food“-Esoterik.

Infokrieg / Wahrheitsbewegung:
In diesem Beispiel haben wir eine Person, die logisch denkt, nur das glaubt, was sie mit im Außen mit äußeren Mitteln verifizieren kann, und insgesamt sehr linkshirnig polarisiert ist. Der Weg dieser Person hat sie nun von einem analytisch und nüchtern geprägtem Leben zur Hintergrundpolitik und alternativen Theorien (in den Massenmedien auch oft abfällig „Verschwörungstheorien“ genannt) geführt. Während sie immer tiefer in das große Bild eindringt, wird sie irgendwann auch mit Aspekten konfrontiert, die sie noch nie zuvor bewußt wahrgenommen hat. Darunter findet sich dann sehr schnell Mind Control, Okkultismus, finstere Rituale und letztlich das Thema „Bewußtsein“ an sich. An der Stelle tut sich für die Person, die sich noch nie mit ganzheitlichem Denken und Selbsterkenntnis beschäftigt hat, ein Problem auf: Sie entwickelt durch die im Äußeren gesammelten Informationen eine Reihe von Schubladen, in der sie die Welt in „gut“ und „böse“ einteilt. Was anfänglich noch ein nützlicher Wegweiser durch solche Themen ist (die manipulativen, gewissenlosen Kräfte im Hintergrund des Weltgeschehens erkennen), entwickelt sich in diesen wesentlich komplexeren Bereichen schnell zu ungeprüftem Schubladendenken.

So wird in der Szene (teilweise zurecht) vor manipulativen und unterwanderten Aspekten der Esoterik / New Age-Bewegung gewarnt, was bei unserer Beispielperson dazu führt, das sie alles, was auch nur entfernt an diese Aspekte erinnert, in die Schublade „Manipulation“ steckt. Diese Schublade wandelt sich langsam zu einem Dogma, und bleibt dadurch immer mehr ungeprüft, bis die Person schließlich jede philosophische Beschäftigung mit sich selbst verweigert (aus Furcht, es würde sie vom wahren Weltgeschehen ablenken oder passiv machen).  Die Person schaut nur noch auf die scheinbaren Geschehnisse der Außenwelt, und läßt sich dadurch immer mehr definieren, weil sie sich mangels innerem Bewußtsein immer stärker von sich selbst entfremdet. Schließlich ist zu beobachten, das die Person immer mehr zu dem zu werden scheint, was sie vorgibt zu bekämpfen, weil sie ihr äußeres Bewußtsein mit diesen Dingen sättigt. Mangels innerem Bewußtsein fehlt die individuelle und bewußte Reflektion der äußeren Inputs, und die Person wird durch ihr Unterbewußtsein gesteuert. Da es unterbewußt ist, sind die Triebfedern nunmehr unreflektierte Ängste, Ungewißheiten, fehlende Erdung und daraus resultierend letztlich Irrationalität (manchmal bis hin zu krankhafter Paranoia).

Wenn sich diese Person parallel zur äußeren Informationsgewinnung mit ihrem inneren Bewußtsein (und wie dieses darauf resoniert) beschäftigt hätte, wäre die Polarisierung hin zum Schubladendenken und die völlige Steuerung durch unbewußte Aspekte warscheinlich vermieden oder stark reduziert worden. Denn man kann die Außenwelt nicht vollständig erkennen, wenn man sich nicht selbst kennt. Das kann man vereinfacht durchaus mit einer Grafikkarte vergleichen, der die richtigen Treiber fehlen, und die Grafik somit nur in groben, unvollständigen Modi darstellen kann. Das mögliche Gesamtbild geht verloren, und das Potential wird nicht genutzt (Stagnation). Konkrete Beispiele innerhalb der Infokriegbewegung sind Leute, die sich tief in Symbolik und Okkultismus hineingelesen haben, aber aufgrund mangelndem Wissen über ihr eigenes Bewußtsein ein unvollständiges Bild erhalten, und somit womöglich etwas in Dinge hineininterpretieren (oder überinterpretieren), die garnicht so sind (z.B. muß nicht jedes pyramidenförmige Grab von einem bestimmten Personenschlag sein, und nicht jeder dekorative Stern ist mit der okkulten Intention des Pentragramms produziert worden). Wenn bei solch anspruchsvollen Themen das Differenzierungsvermögen fehlt, kann dies oft in einem persönlichen „Mindfuck“ enden, der mit Fakten und Realität nicht mehr viel zu tun hat. Manchmal leider auch bis zu dem Punkt, wo die Person keine Freunde und Vertraute mehr hat, weil sie förmlich der ganzen Welt mißtraut, und ein völlig verrottetes Bild der Menschen (nicht nur derer, die es offensichtlich sind) aufgebaut hat. Unterbewußt läßt sich das grob gesagt darauf zurückführen, das die Person sich selbst nicht mehr trauen kann, aber es nicht merkt. Sie ist innerlich nicht mehr gefestigt, und geht mit den äußeren Inputs nur noch irrational und völlig selektiv um.

Diese beiden Beispiele, die letztlich auf das selbe Problemmuster hinauslaufen, zeigen die Notwendigkeit von einem gesunden Differenzierungsvermögen. Und dieses kann meiner Meinung nach nur erreicht werden, wenn ganzheitlich (sowohl innen, als auch außen, ohne Polarisierung) vorgegangen wird. Hier drei Threads, die diese Thematik detaillierter beleuchten sollen:

Persönliche Entwicklungsfaktoren
Gleichgewichtsprinzip (Parität)

Gleichgewicht – Fluss – Ganzheit

Autor: Wingman