Rückkopplung seltener Eindrücke im Alltag

 
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Ramsay Bolton
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BeitragVerfasst am: 21.05.2019, 19:17    Titel: Rückkopplung seltener Eindrücke im Alltag Antworten mit Zitat

Es ist 16:30 nach Feierabend. Man sitzt im Café in der Heimatstadt, denkt an nichts böses. Ein Bus an der gegenüber liegenden Bushaltestelle hält. Viele Leute steigen aus.

Eine der Personen sieht aus, wie jemand, den man seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Und es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Person zu diesem Zeitpunkt überhaupt in der Stadt ist, weil weggezogen oder aktuell für längere Zeit im Ausland gewesen... egal .... auf jeden Fall: seit Jahren nicht mehr gesehen.

Ein paar Momente später stellt man fest: Es war nur eine Person, die ihr sehr ähnelte, wobei die Ähnlichkeit bei näherer Betrachtung immer mehr schwindet.

Völlig absurd wird es als 15 Minuten später der nächste Bus hält und genau diese gesehen geglaubte Person tatsächlich aussteigt.
Da zweifelt man kurz am eigenen Verstand.

Was ist da passiert? Mir sind solche Eindrücke aufgefallen (auch akustisch. z.B. Fernsehknacken) und Bezug nehmend auf Ausführungen von Tom Campbell kann ich es mir nur so erklären: Es gibt bestimmte und unbestimmte bzw. variable Geschehnisse.

In dem Moment, in dem die Person in den Bus steigt und vor hat, an einer bestimmten Haltestelle aus zusteigen, wird aus dem variablen mehr und mehr ein bestimmtes Geschehnis des Aussteigens (gegen 100% Wahrscheinlichkeit in Relation zur verstrichenen Zeit) in der tatsächlichen timeline, wenn alles glatt läuft. Je näher der Zeitpunkt der Wahrnehmung vom Bus des Wahrnehmenden rückt, desto weniger Variablen und weniger Werte pro Variable gibt es (z.B. Variable: verbleibende Haltestellen = x - z, wobei x = Haltestellen seit Einstieg bis Zielhaltestelle und wobei z = bereits abgefahrene Haltestellen oder Wahrscheinlichkeit für einen Unfall (abstrakter Wert, also Zeit in welcher ein Unfall passieren kann) = t - y, wobei t = Fahrtzeit bis Zielhaltestelle seit des Einstiegs und wobei y = vergangene Fahrtzeit seit Einstieg).

Hinzu kommt eine gewisse Deutlichkeit in der Wahrnehmung, wenn man einen alten Freund zufällig wiedersieht. D.h. es ist ein nicht-alltäglicher Eindruck, der sich überraschender als andere Eindrücke im Alltag unerwartet niederschlägt. Da kann auch mal was verrutschen in nicht-physischen "Datenbanken", weil die Eigenschaft "Deutlichkeit" bestimmt schwierig zu bewerten ist oder tabellenübergreifend ein Fremdschlüssel sein kann.

Ein ähnliches in dem Fall akustisches Beispiel, dass mir und anderen auffiel, wäre: Man ist schon zuhause und hört Glas klar, wie der/die Partner/in die Tür aufschließt und in die Wohnung tritt. Man wartet, weil bequem auf der Couch und schaut dann in den Flur, weil die Geräusche aufgehört haben. Niemand da. Erst zwei Minuten später mit genau dem gleichen Sound passierts...

Und: Man denkt an jemanden schon lange nicht gedachten und 10 Sekunden später klingelt das Telefon... mit wem in der Leitung... suprise (die Oma oder weiß der Kuckuck)... kennt fast jeder (wobei das wahrscheinlich sowas wie Gedankenübertragung ist).

Meine Erklärung für die ersten beiden Fälle: Es handelt sich um eine Art Rückkopplung, die die Raum-Zeit rückwirkend ob dem einschlägigen Eindruck in die eigene Wahrnehmung hinein überspringt. Die Wahrnehmung "hängt" also noch x Minuten (oft eine sehr kurze Zeit, weil Geschehnisse je näher sie der Gegenwart sind, stetig weniger variable bis hin zu vorbestimmt werden) hinter dem eigentlichen Geschehen hinterher, verwechselt aber die aktuellen mit den kommenden Eindrücken (PFTT ,perception faster than time). Ähnlich wie ein Déjà-vu, nur dass ein Déjà-vu genau andersherum funktioniert (Rückkopplung einer Erinnerung d.h. eine Erinnerung, die da ist, bevor das erinnerte, unvariables Geschehnis passiert; da reichen ja wenige Bruchteile einer Femtosekunde bei dem verfrühten Eintreten der Erinnerung und man glaubt, es schon mal erlebt zu haben, MFTE memory faster than experience).

Ich glaube, dass das wegen der Fehleranfälligkeit von künstlichen Realität die sinnvollste Erklärung ist. Vielleicht sind Erinnerungen und Wahrnehmungen nicht in der gleichen Phase (Dimension, man könnte auch sagen: Tabellen) bzw. nicht zwingend in zeitlicher Relation zueinander gespeichert (wie man es erwarten würde als physikalisches Wesen), sondern droppen/werden geschmissen dann und nur dann in das Bewusstsein des Wahrnehmenden, wenn sie "gebraucht" werden...

Natürlich mit dem Versuch nicht die Regeln einer der zu fakenden "physikalischen" timeline zu verletzen. <- da passiert glaube ich der Fehler

Eine andere Erklärung wäre: Eine Tendenz des Bewusstseins-Systems Entropie zu verringern, indem es um der Ordnung Willen Redundanzen schafft (zum Nachteil von Lebewesen mit Bewusstsein und Wahrnehmung).
Das wäre aber Unfug. Vereinfacht dargestellt, könnte man eine mysql-Tabelle nehmen, in der Bezug nehmend auf das Bus-Beispiel alle Menschen gespeichert sind (jeweils eine Zeile pro Mensch mit jeweils x Eigenschaften also Spalten).

Dann würde das System die Wahrnehmung des Beobachters gegenüber einen dieser Personen überschreiben, und zwar mit dem Aussehen jener Person, die erst in 15 Minuten ankommt und den deutlichen Eindruck hinterlässt. D.h. das System priorisiert wichtige Eindrücke für den Beobachter zeitlich einfach verkehrt, denn die anderen sind für das Leben des Beobachters mehr oder weniger uninteressant. So.
Das schafft nur temporär etwas weniger Entropie. Es gibt jetzt einen redundanten Eintrag (2).
Man löscht einen der Einträge und fügt in den anderen einfach eine Eigenschaft "Anzahl" mit dem Wert "2" ein (Redundanz durch Überschreiben faken, Zusammenführen = mehr Ordnung = less Entropie). Eine weitere Tabelle gibt verknüpft mit der Personen-Tabelle an, wann diese Personen, wo, wahrgenommen werden. Deshalb muss ein foreign-key überschrieben werden, sonst steigt bei Bus-Ankunft eine nicht-existierende oder unsichtbare Person aus.

Noch ärgerlicher wäre es, wenn die gelöschte Zeile in der Personen-Tabelle nicht leer bleibt, sondern alle anderen Einträge "nachrücken" würden. d.H jede ID -1. Dann würden aller Orts "falsche Personen" ankommen. Alea iacta est: Kann unter Umständen auch gut sein, wenn die Freundin oder der Freund auf einmal noch besser aussieht als vorher oder es ist halt irgendein/e verlaust, verammelter Heckenpenner/in. (das nur, damit dem Leser nicht langweilig wird... ist schon SEHR nerdig)

Der Nachteil dabei ist, dass dieses unnötige Geraffel rückgängig gemacht werden muss, nämlich genau dann, wenn der Wahrnehmende erkennt, dass es sich doch nicht um die gesehen geglaubte Person handelt. Das sollte recht schnell passieren, sonst gibt es komische Situationen.

Also nein, die zweite Erklärung halte ich für Unfug.

Hat einer mal ähnliches erlebt? Welche Erklärungsmodelle gibt es?

Es gibt vermutlich sehr viele Menschen, denen sowas ab und zu mal auffällt. Man vergisst es aber wieder schnell, weil man damit im Alltag rein gar nichts anfangen kann und eventuell etwas Angst auslöst, würde man diesen Effekt versuchen zu verstehen. Wie bei fast allen Randphänomen in ähnlichen Bereichen, die ungewollt auftreten.

Eine weitere wichtige Frage ist: Macht das Bewussteins-System solche Sachen vielleicht extra, um Menschen zu zeigen, dass nicht alles nur physikalisch ist, wie man es bisher glaubte ? Oder es ist ein sog. "leak", sprich ein Fehler in der Beschaffenheit/Programmierung die zugrunde liegende Ursache und kein geplanter Lerneffekt. Keine Ahnung.

Wie ich auf Rückkopplung komme: Koppelt man eine Funktion rück, erhält man eine Iteration (mehrfaches Wiederholen, in diesem Fall 2-faches) und erzeugt dadurch sogenannte Fraktale, wie sie auch oft in der Natur auftreten (Baum - Mutterzweig - Tochterzweig - Babyzweig etc. = ein durch Iteration oder Ähnlichkeiten Speicher-sparendes Prinzip in der Natur, in der DNA ), nur dass es sich bei diesem Beispiel hier nicht um "Materie" (Potenzial für Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Atomen) sondern um Eindrücke/Erinnerungen/Wahrnehmungen handelt.
Und hier noch ganz wichtig: Es ist eine zeitlich umgekehrte Rückkopplung d.h. von der Zukunft in die Gegenwart hinein (kann auch andersherum passieren). Ziemlich gemein.

Das steht übrigens nicht im Widerspruch zum freien Willen. Es grenzt ihn nur etwas ein.

So. Ich höre jetzt auf den Text zu erweitern, sonst wirds nur noch verwirrender. Hoffentlich habe ich mich nicht verzettelt. Ich meine aber, es macht Sinn bis auf ein paar Unvollständigkeiten.
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