Verfasst: Mi 17. Jul 2013, 01:53
Eigene Erfahrungen auf der physischen Ebene. Wenn man sich meinen Lebensverlauf rückblickend anschaut, passt alles verdammt gut zusammen: Eine negative Erfahrung jagt die andere, und immer wenn man denkt man hätte es überstanden, kommt die nächste Erfahrung. Wenn man voraussetzt, dass es AKEs nicht gäbe, dann wären das natürlich nur Zufälle.Wendulin hat geschrieben:Aber wie genau kommt man auf einen solch absonderlichen, pervertierten Gedanken? Verstehe mich nicht falsch. Ich schließe diese Möglichkeit mitnichten aus und kann ihn in der Theorie gut nachvollziehen. Allerdings kann ich aufgrund keinerlei meiner eigenen AKEs darauf schließen.
Wir wissen es aber besser. Wir wissen, dass AKEs real sind. Also ist dieses Leben kein Zufall, sondern zumindest die wesentlichen Stationen wurden von vornherein durchgeplant. Welche Erfahrungen gesammelt werden sollten.
Ich will hier wirklich nicht irgendwie rumjammern oder so, das liegt mir fern, aber manchmal frage ich mich schon was mein Ich-Dort sich bei der Auswahl dieser Lebensereignisse gedacht hat? Sehr viel Negatives, wenig Positives. Nicht nur meine eigene Meinung, sondern auch die Meinung der paar Leute, die die entsprechenden Einblicke in meine Vergangenheit bekommen haben.
Letztendlich läuft aber alles auf die Frage hinaus: Wie kann es ein ethisch-moralisch denkendes Lebewesen (Ich-Dort) vor sich selbst verantworten, andere Bewusstseine (Ich-Hier's), die fühlende schmerzempfindende eigenständige Lebewesen sind, absichtlich auf eine Reise zum Sammeln von u.a. schmerzhaften Erfahrungen zu schicken? Ohne deren Wissen während der Inkarnation?
Es ist ethisch einfach nicht vertretbar, ein solches Ich-Hier durch Krieg, Trauma, Mobbing, Verlust etc. pp. zu schicken, solange dieses Ich-Hier das nicht in vollem Bewusstsein aller ihm daraus entstehenden Konsequenzen selbst entschieden hat und während der Erfahrung jederzeit die Möglichkeit hat, in diesen vor der Inkarnation gefassten Lebensverlauf einzugreifen (wozu die Kenntnis dieses Lebensplans Voraussetzung ist).
Alles andere kommt einer Entmachtung / Entmenschlichung des Ich-Hier gleich, da es dann von Außerhalb (Ich-Dort) gezwungen wird, Dinge zu erleben und Erfahrungen zu machen...
- ohne sich über diese Fremdsteuerung des eigenen Lebens bewusst zu sein (aber: normale Menschen wissen nichts von AKEs)
- ohne sich demokratisch dazu äußern zu können (aber: setzt Kommunikation mit dem Ich-Dort, und damit AKE-Fähigkeit, voraus)
- ohne selbst Einfluss darauf nehmen zu können, welche Erfahrungen gemacht werden sollen, und wie genau sie aussehen sollen (aber: setzt Kenntnis des Lebenskonzepts + Kommunikation mit dem Ich-Dort + AKE-Fähigkeit voraus)
Die Gewährung dieser drei Grundrechte (Recht, von der Fremdbestimmung des eigenen Lebens zu wissen; Recht, sich dazu demokratisch äußern zu dürfen; Recht, die zu machenden Erfahrungen selbst zu beeinflussen) würde aber exakt das Durchleben der gewünschten Erfahrungen verhindern. Denn dann könnte jeder Mensch frei wählen, eine schlimme Erfahrung nicht zu machen, und der gewünschte Input an solchen Erfahrungen ins Ich-Dort bliebe aus.
Es ist also gerade nicht im Interesse der Ich-Dort's, dass wir Ich-Hier's wissen sollten, dass wir (und wozu wir) fremdbestimmt werden.
Mehr noch: Wenn ich falsch läge und den Ich-Dort's ethische Konzepte wichtig wären - wieso werden dann AKE-Fähigkeit sowie die Kommunikation mit dem Ich-Dort zielstrebig unterbunden? Also genau die beiden Dinge, die zur "Demokratisierung" der eigenen Lebenserfahrung der Ich-Hier's notwendig wären?
Nach allem, was wir wissen, sind erst eine Handvoll ausgewählter Personen (z.B. Buhlman / Monroe) in den Genuss einer dauerhaft funktionierenden AKE-Fähigkeit und einer stabilen, regelmäßigen Ich-Dort-Kommunikation gekommen. Es kann wohl kaum im Sinne ethischer Korrektheit liegen, wenn die inkarnierten Ich-Hier's erst selbst herausfinden müssen, dass es AKEs gibt, und dann durch jahrelanges Training in eine Position gelangen können wo sie diese Grundrechte einfordern können.
Genau das würde aber gegen meine "Sandkastenhypothese" sprechen: Wenn die Ich-Dort's von selbst auf uns zugehen würden, die Fähigkeit zur AKE trainieren würden, uns alles erklären würden, mit dem Ziel, dass wir selbst über den Verlauf unseres Lebens entscheiden könnten.
Ausgerechnet das würde aber verhindern, dass die Ich-Dort's die gewünschten hochemotionalen Erfahrungen bekämen, an denen sie vermutlich großes Interesse zeigen. Wer die Wahl hat, eine schlimme Erfahrung machen zu dürfen oder es nicht machen zu müssen, der wird sich in den meisten Fällen gegen eine Traumatisierung entscheiden...
Zusammengefasst ist die Restriktion von Hilfsangeboten und Kommunikation meiner Meinung nach der beste Beleg dafür, dass wir hier im Prinzip nur ausgenutzt werden. ;(