Hi!
Das, was landläufig als "Karma" bezeichnet wird, hat mit dem
ursprünglichen Sanskrit-Begriff, der einfach nur "Tat" bedeutet,
nix zu tun. Die "Karma" Vorstellung, das, grob gesagt,
gute Taten belohnt, schlechte Taten bestraft werden im jeweils nächsten
Leben, ist eine spätere Erscheinung. (klar, so lässt sich ja auch z.B. ein
Menschenverachtendes Kastensystem erklären)
Helena Petrovna Blavatsky brachte diesen "Karma" Begriff nach Europa,
baute ihn in ihre theosophische Lehre ein (auf dieser Lehre beruht gut 90%
derwestlichen Esoterik, oft ohne es zu wissen).
"Karma" nach Blavatsky:
Karma
Die Lehre von „Ursache und Wirkung" und die Zwillingslehre der „Reinkarnation". Jede Handlung ruft eine ihr entsprechende Wirkung hervor. Diese kommt auf ihren Ausgangspunkt, die verursachende Person zurück. In der Regel wird dies als „negativ" oder „positiv" erfahren, ist aber letztlich nur die in der ursprünglichen Handlung liegende Charakteristik, die vom Menschen entsprechend empfunden wird. Da alles in der Natur miteinander verbunden ist und gegenseitig ineinandergreift, werden auch andere Personen und Wesen von den Taten eines Einzelnen beeinflusst. Dies ruft dementsprechende Rückwirkungen hervor. Wenn Disteln gesät werden, können nicht Rosen geerntet werden. Somit liegt im Gesetz von Karma eine tiefgehende Ethik. Karma ist kein Fatalismus, da der Mensch immer einen freien Willen besitzt.
(Hervorhebungen von mir)
Quelle: Wikipedia
Gleichzeitig transportiert diese Lehre folgendes:
Blavatskys Weltanschauung nimmt unter anderem an, dass der Mensch vor allen anderen Lebewesen entstand, dass er einen Astralkörper habe, der ursprünglicher sei als sein materieller Leib, und dass sich die Menschheit auf sieben Kontinenten gleichzeitig in sieben Wurzelrassen entwickelt habe. Diese werden zwar als prinzipiell gleichwertig angesehen, innerhalb der einzelnen Wurzelrassen werden aber deutlich wertende Unterschiede gemacht, je nach dem Entwicklungsgrad, auf dem sich die Angehörigen vermeintlich befinden. Als Abkömmlinge der Arier, denen Blavatsky eine besondere Nähe zu den Atlantern andichtet, werden auch die Semiten gezählt, allerdings seien sie entartet in Geistigkeit und vervollkommnet in Stofflichkeit. Zu diesen gehören alle Juden und Araber"[1]. Ähnlich rassistisch sind ihre Bemerkungen über die australischen Ureinwohner, die Blavatsky als „halb-animalische Kreaturen" verächtlich macht.
Diese Vorstellungen machten Blavatskys Lehre anschlussfähig für rassenideologische Interpretationen, wie die Ariosophie Guido von Lists oder das antisemitische Denkgebäude eines Jörg Lanz von Liebenfels. Ihr Gedankengut prägte die ideologischen Vorläufer des Nationalsozialismus Anfang der 1930er Jahre.
Quelle: Wikipedia
Das kommt alles aus ein und dem selben Topf, nämlich dem der
Theosophie. Aus letzterer entwickelte sich die Ariosophie,
auf der dann die Ideologie des 3. Reiches beruhte.
Grund genug, finde ich, diese Anschauungen zumindest mal etwas kritisch zu hinterfragen.
Aber das ist dann schon Off-Topic und müßte gesondert betrachtet werden.
Jan