Ist die Erde flach?

 
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Wingman
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BeitragVerfasst am: 02.04.2018, 07:02    Titel: Ist die Erde flach? Antworten mit Zitat

Hier mal ein Beitrag (ursprünglich aus einem YouTube-Kommentar von mir), der sich dem Thema widmet, was sich seit einigen Jahren durch die Grenzwissen-Szene frißt. In anderen Beiträgen kam es schon immer wieder mal auf, weshalb ich einfach mal einen eigenen Thread dazu eröffne. Sei es auch nur der Vollständigkeit halber, denn die hohle Erde hatten wir vor vielen Jahren ja auch (ist die inzwischen aus der Mode geraten? Lachen).



Meine Meinung zum Flache Erde-Weltbild

Das hinterfragen von etablierten Weltbildern ist an sich immer gut. Aber: Mit ein wenig astronomischem Grundwissen klären sich eigentlich die meisten Zweifel, die so in der Regel vorgebracht werden (auch was die Flache Erde-Theorie betrifft). Natürlich zeigen uns gerade die aktuellen Zeiten, dass es wichtig ist, vieles zu hinterfragen. Aber dazu gehört es auch, sich soweit autodidaktisch zu bilden, dass man sich eine sachkundige und differenzierte Meinung über die kontroversen Themen bilden kann, inklusive Astronomie und Raumfahrt. Vieles kann man selber praktisch überprüfen (Amateur-Astronomie), und davon ist es noch am leichtesten, die Flache Erde-Theorie zu widerlegen.

Bei Letzterer wird man mir seitens der Flacherdler sicher widersprechen, aber das Problem bei den Flacherdlern ist, dass sie ständig neue, auf offensichtlichem Halbwissen basierende "Theorien" (eigentlich Hypothesen) erfinden, die immer stärker an den Haaren herbeigezogen wirken, um die Schwächen des Flache Erde-Models wegzuerklären. Es fing vor Jahren mit einfachen Behauptungen an, und je mehr wissenschaftliche Widerlegungen kamen, desto mehr neue "Fakten" wurden von den Flache Erde-Gurus eingebracht, um ihr Weltbild noch "plausibel" zu halten. Dabei haben sie aber immer noch nicht die einfachsten Beweise für eine Kugelerde widerlegt (z.B. Schiffe am Horizont, Flugrouten-Distanzen, Unterschiede auf der Nord- und Südhalbkugel, doppelter Sonnenuntergang von erhöhter Position aus etc...).

Wer seinem Fernglas, seinem GPS oder der Mathematik nicht traut, kann es auch mal per Remote Viewing versuchen. Bei uns, unseren Trainees und auch anderen Viewern weltweit waren Planeten (inkl. der Erde) stets kugelförmig. Inklusive Details, die erst nachträglich von Sonden verifiziert wurden (z.B. die dünnen Ringe des Jupiter). Nebenbei bemerkt, kam in intensiveren Planeten-Sessions noch heraus, dass Planeten (inkl. Erde) nicht hohl sind. Zumindest nicht jene, die wir bisher geviewt haben (über 15 inzwischen). Es mag natürlich Asteroiden oder "umgebaute" Himmelskörper geben, die große Hohlräume haben. Aber wir sind ja hier jetzt bei Flachheit, nicht Hohlheit. Winken

Zudem bedingt das Flache Erde-Model zwangsläufig, dass sämtliche Erkenntnisse der Astronomie (teils seit Jahrtausenden) und unzähliges Bild- und Filmmaterial der Raumfahrt gefälscht sind. Und das schon lange vor der Etablierung Hollywoods bzw. realitätsnaher Special-FX (erste, bodengestütze Astrofotografie gab es schon im 19. Jahrhundert). Es wird auch vergessen, dass es nicht nur die NASA gibt, sondern weltweit diverse Raumfahrtagenturen und seit einigen Jahren auch Privatunternehmen (wie SpaceX) regelmäßig Bildmaterial veröffentlichen. Die frühen Raumfahrtagenturen taten es schon Jahrzehnte, bevor es fotorealistische CGI gab.

Auf alten Fotos aus den 1960'ern (Mercury, Gemini, Apollo) sah die Erde schon genauso aus, wie man sie heute von der ISS kennt. Man könnte jetzt unterstellen, dass die NASA schon vor über 50 Jahren supergeheime CGI-Rechner hatte, die sie jahrzehntelang der Welt vorenthalten konnte (offenbar auch den Hollywood-Studios bis vor kurzer Zeit). Aber wenn man schon solche Mutmaßung braucht, um die Gesamttheorie zu stützen, spricht das nicht gerade dafür. Und dann wird aber im Gegenzug argumentiert, dass man 1969 technisch garnicht in der Lage gewesen wäre, auf dem Mond zu landen, weil z.B. die Computer zu schwach waren. Hier übrigens das Project Apollo-Archive, wo zwischen wenigen Highlights (die natürlich immer in Büchern und Dokus benutzt werden) hunderte von mittelmäßigen bis mißlungenen Fotos zu finden sind: https://www.flickr.com/photos/projectapolloarchive/albums

Das wäre schon ein enormer Fälschungsaufwand, denn wer schaut sich das alles an? Mal abgesehen von langen "Roomtours" durch die ISS (https://www.youtube.com/watch?v=afBm0Dpfj_k), die es heute zu bestaunen gibt, und die sich wohl auch nur Raumfahrt-Nerds anschauen. Für so beiläufiges Material z.B. den Hollywood-Aufwand eines Filmes wie "Gravity" zu betreiben, wäre einfach unsinnig. Wollte man die wahre Natur des Kosmos geheimhalten, hätte man einfach von Anfang an behaupten sollen, dass Raumfahrt technisch unmöglich sei. Da hätte man sich eine Menge Geld, Effekt-Aufwand und jahrzehntelang immer wieder tätige Schauspieler (Astronauten, Techniker, Sponsoren etc...), die nie wankelmütig werden, sparen können.

Fazit: Die Annahme eines Fake-Kosmos ist zwar nicht unmöglich, aber extrem unwahrscheinlich, denn das ganze Konzept macht sachlich und rational betrachtet keinen Sinn. Für mich ist es ein fehlgeleitetes Halbwissen-Konstrukt und vielleicht auch eine bewusst verbreitete Nebelkerze bzw. PsyOps. Das könnte dazu dienen, die alternative Szene stärker mit dem Aluhut-Klischee zu diskreditieren, damit der öffentlichen Hinterfragung von wichtigen Themen der Nährboden entzogen wird (ähnliches vermute ich beim Moonhoax-Thema und der 9/11 No Plane-Theorie). Denn seitdem die Flache Erde-Theorie explosionsartig (nicht schleichend) im Netz auftauchte, werden bodenständige, alternative Medien und deren berechtigte Zweifel (z.B. 9/11) damit über einen Kamm gescherrt.

Wenn es so ist, dann war die Aktion sehr erfolgreich, da leider viele Leute angebissen haben, die an sich sehr vernünftig und intelligent sind, aber eben in diesen Themenbereichen entscheidende Wissensdefizite haben (auch in meinem Bekanntenkreis). Und das kann man einem nichtmal verübeln, denn die betroffenen Themen sind halt extrem komplex und umfangreich. Aber so ist das mit der Wissenschaft (ob Naturwissenschaft oder Grenzwissenschaft): Wenn man etwas wirklich wissen will, muss man sich umfassend und autodidaktisch damit beschäftigen, inkl. Selbsterfahrung. Noch ein interessantes Video von Mythen Metzger zu dem Thema:

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Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
- Wingman (2013)

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