Meteor von Tscheljabinsk

In diesem Artikel möchte ich eine Session auf das als Meteor von Tscheljabinsk bekannte Ereignis vorstellen, welches im Vorfeld der CROPfm-Sendung „Wahrnehmung, Interpretation und Glaube“ vom Moderator Tarek Al-Ubaidi als Target vorgeschlagen wurde.

Die Intention dahinter war, zwei Aspekte zu ergründen:

1. War es nur ein normaler, verglühender Meteorit, oder etwas anderes?
2. Hatte das Ereignis etwas mit dem am selben Tag nahe an der Erde vorbeifliegenden Asteroiden „2012 DA14“ zu tun?

Videoaufnahmen des Ereignisses (Achtung, stellenweise laut!):


 
Und nun natürlich zur Session selbst…

Kategorie: Ereignisse / Astronomie

Protokoll: CRV (mit Monitor)
Koordinaten: 0098 4805 2379 5147
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 19.04.2013
Uhrzeit: 09.09h – 10.00h
Dauer: 51 Minuten
Seiten: 10
 
Die Targetformulierung lautete folgendermaßen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - Target

Zusätzlich wurde eine [x]-Kodierung für den späteren Abgleich des Ereignisses zum Asteroiden „2012 DA14“ eingebaut.
 
Erste, interessante AI’s (eigene Empfindungen zum Target) in Stufe 1 waren „frei beweglich“, „wirkt ein bisschen gestresst“ und das hier leicht zynisch zu verstehende AUL/S (Vergleich – wie ist es?) „Wie Somalia“ (im Sinne von der Stimmung eines Krisengebiets). Auch wurde bereits viel Bewegung und Materialveränderung im Target wahrgenommen.
 
In Stufe 2 gab es, neben passenden Farbeindrücken (bezüglich der Videos), vor allem Oberflächeneindrücke wie „sandig“, „mehlig“, „hauchig“, und „abgerundet“ hervorzuheben. Aber auch die Geräusche „knattern“, „brummen“ und „ziehendes Zischen“ passen auf die zu sehenden Vorgänge. Die AI’s des Viewers lauteten „Ich bin wie Tourist“ und „verunsichert“.
 
Visuell interessant wurde es bereits in Stufe 3:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3

Der Viewer zeichnete hier scheinbar eine Flugbahn über gebäudeartigen Strukturen, Verkehr und bereits starke EI-Quellen (Fremdemotionen im Target) in der Nähe, die in ihrer Essenz als „aufgeregt“ beschrieben wurden. Am interessantesten fand er jedoch eine bewegte, gelb leuchtende, sich ausdehnende Komponente oberhalb des Gebietes, die er sogleich als target-relevant mit einem handelsüblichen [x] markierte (hat aber nichts mit dem im Vorraus kodierten [x] in der Targetformulierung zu tun!). Als AI’s zu dieser Stufe 3 kamen „stressig“, „viel Bewegung“ und „Nischen zum zurückziehen“.

Da der Viewer so gut on target zu sein schien, ließ ich ihn direkt in einer Bewegungsübung den von ihm markierten [x]-Aspekt genauer untersuchen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 [x]

Im Wesentlichen beschrieb er hier ein kugelförmiges Objekt, welches auseinandergedrückt und dadurch allmählich verflüssigt wurde. Die Oberflächeneindrücke waren „hart“, „wie verkohlt“ und „knusprig“. Im Inneren wurde es durch die aufbrechenden Spalten an der Oberfläche flüssiger bzw. „sämig“. Als AI hatte der Viewer das Verlangen, die Kugel zusammenzudrücken, da sie sonst „schwammig“ und „konsistenzfrei“ würde. Zudem empfand er es noch als „normaler Vorgang“, welcher aber zugleich eine „enorme Kraft“ beinhaltete.

Danach ließ ich den Vorgang in einer Art Comic-Form zeichnen, um die einzelnen Abläufe noch deutlicher zu kriegen:

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 (Comic)

Der Viewer bezog sich hier zuerst auf das, was mit dem Material an sich passiert (1-5), dann auf ein gesamtes Vorher / Nachher-Bild des Objektes. Interessant ist, dass in Bild 4 sogar eine Art Verglasungseffekt („glatt-glasig“, „wie Bernstein“) an der Oberfläche wahrgenommen wurde. Die Schlussfolgerung zu dem Vorgang war „Kontrast verschwindet zwischen hart und weich – am Ende nur noch wässrig-lehmiger Klumpatsch“. Sein AI „fänd ich doof“ drückt eine tiefe Sympathie mit dem Schicksal des zerfallenden Klumpens aus. 😀

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S3 (Vorher - Nachher)
 
Nach diesem ergiebigen Marathon aus Bewegungsübungen und Comic-Zeichnerei, widmeten wir uns endlich der Stufe 4. Da es bereits so emotional zuging, widmen wir uns gleich der AI-Spalte: „Gestresst“, „umbruchhaft“ und das AUL/S „Hat was von Zustand in Kriegsgebiet – Umbruch – nicht alltäglich für Westliche“. Ich denke, das umschreibt die Atmosphäre des Ereignisses ziemlch gut. Als kollektive EI’s kamen „Aufregung“, „sich mockieren“ und „Ratlosigkeit“. Die „Aufregung“ ließ ich für eine weitere Untersuchung in Stufe 6 markieren. Als IT’s (immaterielle Aspekte – was macht es?) kamen Eindrücke wie „umwälzen“, „drücken“ und „Gleichgewicht halten, bis es keinen Kontrast mehr hat“. Letzteres bezieht sich wohl auf die physikalischen Vorgänge aus dem detaillierten Stufe 3-„Comic“.
 
Jetzt begaben wir uns in die Stufe 6, wo wir zuerst das markierte EI „Aufregung“ untersuchten. Ich fragte nach der Ursache der Aufregung, welche sich daraufhin als „Fremdbestimmung“, „nicht einverstanden“, „aufbegehren“, und „rebellieren wollen, aber nicht können“ entfaltete. Weiterführend fragte ich „Warum kann man dagegen nicht aufbegehren?“. Dort kam dann „fehlendes Wissen“ und „man will mitbestimmen, aber ‚es‘ ignoriert sie“. Das kann man durchaus als emotionalen Kontext von Naturkatastrophen interpretieren, bei denen es auch keine „Verhandlungsbasis“ gibt. Interessant ist hier der starke Eindrück des kollektiven Aufbegehrens gegen das Ereignis. Ist das die sibirische Mentalität gegenüber kosmischen Kataklysmen? Wenn ja, gefällt’s mir, denn Zorn ist schließlich besser als Verzweiflung. 😀
 
Als abschließende Stufe 6-Aufgabe stand noch an, die ursprüngliche Zusatz-Kodierung aus der Targetformulierung abzufragen. Hatte dieses Ereignis etwas mit dem Asteroiden 2012 DA14 zu tun, oder war es nur Zufall? Die Bemaßungslinie mit der Frage „Hat Target mit [x] zu tun?“ tendierte zu „nein“ Das würde zumindest zu den offiziellen Verlautbarungen passen, dass die Bahndaten beider Objekte eine Verbindung mit dem Ereignis in Russland ausgeschlossen hätten.

RV - Meteor von Tscheljabinsk - S6 (Entscheidungstool)
 
Ganz zum Schluss, sozusagen als Zusammenfassung, ließ ich noch die „Konsequenz von Ereignis am Target“ abfragen. Der Viewer fasste es dann folgendermaßen zusammen:

– Es wird schwammig
– Die Konsistenz geht weg
– Es wird ganz locker
– Plötzlich zieht es sich zusammen
– Es zieht den Rest leicht an
– Puff! Fliegt in alle Richtungen auseinander
– Nur noch Luft, aber keine Materie
– Vieles wird von einer „Welle“ weggetragen
– Welle ist mehrfach, flattert regelrecht
– Extrem hoch und intervallisch
– Langsam, wirkt nicht schädlich (für Menschen)
– Löst Materie durch Wellen auf, wie auseinanderziehen
– Durch schütteln / pulverisieren durch Vibrieren
– AUL/S: Wie Schalldruck

Der Viewer umschrieb es wie Materie, die wie durch einen starken Lautsprecher vibriert und zerwirbelt wird. Offenbar hat er hier die Druckwelle beschrieben, welche u.a. viele Fensterscheiben bersten ließ, und auch Menschen durch die dadurch entstehende Splitterwirkung (indirekt) verletzte. Als End-AI’s für die gesamte Session kam „passiert regelmäßig“ und „nichts Besonderes“.
 
Fazit: Den Daten nach kann man mit großer Gewissheit sagen, das es sich hierbei tatsächlich um einen normalen (wenn auch verhältnismäßig mächtigen) Meteoriten-Niedergang handelte. Spektakuläre Aufmerksamkeit erregte er nur aufgrund seiner Nähe zu besiedelten Gegenden, bei denen eben auch Menschen und Strukturen durch die Druckwelle zu Schaden kamen, als der Meteorit auseinanderbarst. Mit dem zufällig am selben Tag in Erdnähe vorbeigeflogenen Asteroiden „2012 DA14“ schien es ebenfalls keinen direkten Zusammenhang zu geben.

In den letzten Jahren ist in der Grenzwissen-Szene ein regelrechter Hype mit Tendenz zur Überinterpretation für solche kosmischen Ereignisse zu beobachten. Aber manchmal ist ein Meteorit eben nur ein Meteorit, auch wenn er seine (Um)Laufbahn mit Ach und Krach vor tausenden Augenzeugen beendet. 😉

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