Zwergplanet Ceres – weiße Flecken

Hier eine Ergänzung zum Zwergplaneten Ceres, welcher bereits in einer anderen Session gründlich durchleuchtet wurde (vor allem von innen).

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor via Skype)
Koordinaten: 8617 6129 3197 5187
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 17.05.2015
Uhrzeit: 17.46h – 18.36h
Dauer: 50 Minuten
Seiten: 9

In dieser aktuellen Session ging es ganz gezielt um die rätselhaften, weißen Flecken, welche auf Fotos der Raumsonde Dawn zu sehen waren:

RV - Ceres (weiße Flecken) - Target

Schon in Stufe 1 zeigten sich deutliche Hinweise, das die Viewerin (Aluna, aktuell RV-Trainee bei mir) on target war. So kamen früh AI’s wie „unirdisch“, „lebensfeindlich“ und „wäre ich physisch dort, vermutlich nicht lange, weil luftleer“. Sensorische Eindrücke wie „kalt“, „grau“, „weiß“ und „flockig“, und das AUL „Schnee“ ließen eine kalte, unwirtliche Landschaft im Zielgebiet erahnen.

Stufe 2 ordnete und vertiefte die Eindrücke, darunter „sandig“, „dünenartig“, „glitschig“, „gelee-artig“ und „bedeckt den Boden„. Die Temperatur wurde allgemein als „kalt“, aber an irgendeinem vereinzelten Punkt auch mit „irgendwo ist etwas warm“ wahrgenommen. Von den Geräuschen her wurde alles als „ruhig“ (wegen der Luftleere?) wahrgenommen, aber irgendwo war auch ein „gluckern“ zu vernehmen. Besonders interessant wurden aber die Dimensionen: „Außen“, „breit und weit“, und „riesengroßes Feld mit Zeug auf dem Boden“. Das AI quittierte diese Stufe etwas speziell mit „lustig und lebensbedrohlich“.

In der Skizze der Stufe 3 wurde bereits eine dünenhafte, kalte Landschaft angedeutet, und mit den Daten aus Stufe 2 befüllt:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S3

Die Stufe 4 fasste nochmals als wichtigste Eindrücke „sandig“, „glitschig“, „luftleer“, „Flocken“, „brodelt“ und „fließt ein bisschen“ zusammen. Davon wollten wir ins die Begriffe „Flocken“ und „brodelt“ nochmal genauer anschauen, was uns gleich zur Stufe 6 führte…

Beim Begriff „brodelt“ kamen als Eigenschaften „warm, der Schleim, schwarz-grün“. An der Oberfläche kühlt diese Substanz allmählich ab, nimmt eine bläuliche Färbung an und wird „gelee-artig wie Wackelpudding“. Ich ließ die Viewerin daraufhin den unterirdischen Ursprung dieses brodelnden Vorgangs zurückverfolgen. Dabei fand sie sich in einer dunklen Steinröhre wieder, die weit unten in einer Art Magma-Kammer mündete.

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Geleeschleimdings

Der nächste, untersuchte Begriff lautete „Flocken“ bzw. „flockiges“, was im Zusammenhang mit einem weißen, schneeartigen Belag an der Oberfläche auftauchte. Die Eigenschaften waren „weißlich-hellgrau“, „fragil“ und „unabhängig vom Schleim“ (bzw. von den schleimigen, warmen Massen oben). Anscheinend kam diese Art Schnee aus einer seperaten Quelle, deren Ursprung sogleich nachgegangen wurde.

Dort waren die Eindrücke „hängt nicht mit dem Schleim zusammen – flockiger“, „setzt sich mit der Zeit extrem langsam am Boden ab“ und „erzeugt helle, gräuliche Schicht auf dem Schleim“. (so als würde die schleimige, warme Masse an der Oberfläche zusätzlich, aber unabhängig, mit diesem Schnee bedeckt). Was war dann aber der seperate Ursprung von dem Schnee? Denn echte Wolken gibt es auf Ceres scheinbar nicht. Als Ursprung zeichnete sich eine Art kleiner Schlot oder Geysir (~1,50m) an der Oberfläche ab:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Geysir

Schließlich folgte noch eine Bewegungsübung, welche mit [x] kodiert war, und auf dem Target-Foto einen noch engeren Bereich um die weißen Flecken herum markierte:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - [X]

Abgesehen davon, dass der Viewerin dabei schwindelig wurde, waren die Haupteindrücke nun „kupferfarbend“ und „grün-blau“. Daraufhin „drehte“ sich die Viewerin um, und nahm auch den Horizont wahr, hinter welchem es schwarz wurde, und irgendwas leuchtete (Weltall?)

Ganz zum Schluss weitete ich das freie Bewegen im Target spontan noch etwas aus. Wir gingen auf eine Entfernung (~ 10000km), aus welcher der ganze Planet sichtbar wurde:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - 10000km

Die Viewerin nahm sogleich eine relativ weit entfernte Kugel wahr, die viele dunkle Stellen aufwies, an denen etwas aus dem Boden kommt. Zudem gab es kanalartige Rillen, die in einer neueren Fotografie von Ceres tatsächlich auch zu erkennen sind (untere Hemisphäre). Markant war überraschenderweise noch ein starker, kupferfarbender Eindruck in der Gesamtansicht von Ceres.

Daraus sollte aus dieser Gesamtperspektive noch eine grobe Querschnittsdarstellung von Ceres versucht werden:

RV - Ceres (weiße Flecken) - S6 - Innen

Im Wesentlichen wurden hier viele dünne Kanäle wahrgenommen, die in ein warmes Inneres des Zwergplaneten führen. Das Innere wirkte für sie „heiß“, „nicht nur flüssig“, „helle gelbliche Steinwände“, und „ganz hübsch“. Das finale AI der Session lautete dann noch „ich mag dieses Ding eigentlich“ und „chillig“.

 

Fazit: Was kann man nun also aus dieser Session heraus über die rätselhaften, weißen Flecken des Ceres sagen? Offenbar handelt es sich vor allem um eine Art schlackigen Ausfluss aus dem Inneren, welcher seinen Ursprung in einer Magma-Kammer (oder etwas Vergleichbarem) hat. Dieser verfestigt sich mit der Zeit in der Oberflächenkälte. Zusätzlich scheint es drumherum noch kleine Geysire auf der Oberfläche zu geben, die schneeflocken-artiges Material ausstoßen, welches schließlich die schlackigen Ausflüsse auf der Oberfläche weiß bedeckt. Diese Kombination könnte zu vielleicht zu einem starken Reflektionsvermögen führen, wodurch sich die Flecken auf den Fotos im Sonnenlicht so spektakulär von der Umgebung abheben. Wir dürfen in dem Zusammenhang auf weitere Fotos und Daten der Dawn-Sonde bezüglich dieser Flecken gespannt sein…

14 Kommentare

  1. B.T.C. sagt:

    Wie lautet nochmals dieser menschliche Ausdruck? Achja: „Ihr habt schon tierisch einen an der Waffel!“

  2. Eric Freesoul sagt:

    @ Wingman :

    LOL! Fette Antwort

    • Wingman sagt:

      Joa. Ich dachte mir, so eine süße Waffel beruhigt vielleicht die Nerven des armen, verunsicherten Kerls, der da um sein Weltbild fürchtet. 😉

  3. Eric Freesoul sagt:

    Und ich schätze, das hat sie auch…

  4. Eric Freesoul sagt:

    Es geht doch nichts über Schokolade…

  5. roncolins sagt:

    Scheint, als wäre vor einiger Zeit „frische“ warme Schmelze einer Kupferlegierung ausgetreten, die noch wenig von Flocken bedeckt ist. Früher hat man polierte Kupfer- bzw. Bronze-Scheiben als Spiegel benutzt. Eine frische Eruptionsblase kann auch ziemlich glatt sein und nach dem Erstarren auch bleiben.
    Allerdings gibt es ja nur einen Flecken, der so stark reflektiert – nicht mehrere. Ist die Viewerin vieleicht zu einem viel früheren Zeitpunkt geleitet worden, als hier abgebildet ist?

    • Wingman sagt:

      Klingt interessant. Wer weiß, was auf so kühlen Himmelskörpern für Dinge austreten, im Gegensatz zur heißen Lava auf der Erde (Stichwort Kryovulkane). Ich hatte letztens eine Session auf den Neptunmond Triton, und da traten auch zähflüssige, aber nicht allzu heiße Substanzen an der Oberfläche aus. Vielleicht gibts das irgendwann auch mal als Artikel.

      Ich dachte auch zuerst, es gäbe nur eine Stelle mit den hellen Flecken auf Ceres, aber ich erfuhr dann, das es wohl doch mehrere gibt (wenn auch etwas kleiner). Daher bin ich auf weitere Detailfotos von Ceres gespannt…

      • roncolins sagt:

        Der Schattenwurf um den Kreis spricht m.E. für eine Austrittsblase, wo einer „drüber gewischt hat“ oder die sich später (nach dem Schnee) nochmal an wenigen Stellen erweitert/gedehnt/ausgebeult hat.

        schwarz-grün, grün-blau passt zu Kupferverbindungen (z.B. Grünspan und so)

        Gelb passt zu Tumbaga, einer Kupfer-Gold-Legierung.

        Warm passt zu „Tumbaga“-Lava, die vielleicht noch andere Bestandteile enthält, und wo der Kupferanteil mit dem „Schnee“ reagiert.

        Angesichts der Kälte kann es aber auch statt Lava um eine übersättigte Lösung handeln, die dann schleimig oder geleeartig wirkt. Evtl eine Lösung in Essigsäure (kann aus Methanol mit Kohlenmonoxid unter hohem Druck entstehen). Folglich braucht es auch Sauerstoff oder ein anderes Element, dass in der dortigen Umgebung ähnlich wie Sauerstoff reagiert.

        Schnee könnte sogar auströmende Essigsäure sein, die durch die Druckentlastung beim Aufstieg ausflockt, so wie Gestein ausflockt bei Vulkanen.
        Vulkanasche das ist ja nicht wirklich nur „Asche“ sondern vorallem geflocktes Gestein (nach Verfestigung: Bimsstein). Das Kohlendioxid im Magma dehnt sich durch den Aufstieg so schnell aus, dass es einiges davon ausflockt.

        Bei den dortigen Temperaturen, könnte Essigsäure ja auch fest bis zähflüssig sein und sich ähnlich verhalten wie hierzulanden Gesteinsmagma.

        Folglich gäbe es dort auch Kohlestoff, Wasserstoff und Sauerstoff – elemente die gar nicht so selten im Universum sind … hey aber auch jede Menge Gold!!!

  6. Wingman sagt:

    Die neueren Erkenntnisse bzw. Theorien über Ceres‘ weiße Flecken, scheinen sich immer mehr mit der Session zu decken:

    http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/neuste-aufnahmen-der-ceres-lichter20150903/

    (Abschnitt „Dr. Christopher Russell“)

  7. Wingman sagt:

    Neuer, detaillierter 3D-Überflug über den Occator-Krater und die weißen Flecken:

    https://www.youtube.com/watch?v=6uHZhbwSp0k

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