Venera-Raumsonde auf dem Planeten Venus

Kategorie: Astronomie
Protokoll: CRV (mit Monitor via Skype)
Koordinaten: 1524-3997
Anzahl der Viewer: 1
Anzahl der Sessions: 1
Datum: 02.02.2011
Uhrzeit: 0.11h bis 0.32h
Dauer: 21 Minuten
Seiten: 5

Dieses Target basierte auf einer Farbaufnahme der Landesonde einer der russischen Venera-Raumsonden, welche nur kurz in der unwirtlichen Venus-Atmosphäre überlebten (offizielle Angaben: Fast 500 °C Hitze, knapp 100 Bar Luftdruck und Schwefelsäure-Wolken). Es war eine Session aus unserer Anfangszeit im Remote Viewing.

Dieses Target basierte auf einer Farbaufnahme der Landesonde einer der russischen Venera-Raumsonden, welche nur kurz in der unwirtlichen Venus-Atmosphäre überlebten (offizielle Angaben: Fast 500 °C Hitze, knapp 100 Bar Luftdruck und Schwefelsäure-Wolken).

Komplette Session als PDF

Das Target wurde durch Christian Rotz bis zur Stufe 4 abgearbeitet. Es beinhaltete eine gesonderte Abarbeitung auf einen Einzelaspekt ([x]), und zwei Bewegungsübungen (eine zur Zentrierung, und eine aus 50m Höhe über dem Target). Hier nun die interessantesten Auszüge und Aspekte der Session:


Eindrücke der Stufe 2

Farben: Weiß, hell, schwarz, Glanz, gelb
Oberflächen: Weich, hart, nachgebend, trocken
Gerüche: Künstlich, gummiartig, plastikmäßig
Geschmäcker: Künstlich
Temperaturen: Kühl, frisch
Geräusche: Sausen
Dimensionen: Flach, eben, Höhe, Abstand, schwebend


Eindrücke der Stufe 2 [x]

Oberflächen: Kühl, hart, nass
Farben: Grau, weiß, dunkel
Gerüche: Künstlich, gummiartig
Geschmäcker: Weich
Temperaturen: Kühl
Geräusche: Rauschen, Knistern
Dimensionen: Flach, breit, kantig, seicht, hochkant

Skizze nach Bewegungsübung 50m über dem Target


Eindrücke der Stufe 4 [x]

Sensorische Eindrücke (S): Weich, trocken, nachgebend, kornig, matschig
Dimensionale Eindrücke (D): Aussen, Breite, schwer
Ästhetische Impression (AI): Belebt, Unordnung, nützlich, aushalten, ausstehen
Emotionale Impression (EI): Schwer, Bewältigung, Besorgnis, Intoleranz
Inmaterielle Aspekte (IT): Schutz, Beschädigung

AI (emotionale Schlussfolgerung des Viewers): „Will da nicht sein“


Spontane Skizze nach Stufe 4 mit Eindrücken der Umgebung. Niedrige Hügel oder Dünen sind zu erahnen.


Weitere Detailskizze, welche auf der rechten Seite gut die Venera-Landesonde
erahnen läßt. Zudem ist ein Bewegungsaspekt vorhanden, der sich möglicher-
weise auf den Landeanflug bezieht.

Hervorheben möchte ich vor allem die emotionalen Impressionen (EI) der Stufe 4, welche als Fremdemotionen am Target verstanden werden können. Interessanterweise passen diese zu der allgemeinen Stimmung, wie sie damals um den Landesonden-Abschnitt der Mission geherrscht haben soll (da die Sonden dort, wie schon anfangs gesagt, sehr schnell betriebsunfähig wurden, und man froh sein konnte, überhaupt irgendwelche Daten von ihnen zu erhalten). Das ist auf dem ersten Blick jedenfalls plausibler, als dass dort irgendwelche Lebewesen auf der Venus-Oberfläche vorhanden waren, die diese komplexen Emotionen verspürt haben. In dem Fall könnte man sogar spekulieren, das die Sonde als eine Art „Avatar“ für die Emotionen und Eindrücke der Bodencrew auf der Erde fungierte, die sie bediente. Andere Venus-Sessions, die inzwischen getätigt wurden, aber von den Raumsonden wegzielten, zeigten hingegen keinerlei EIs in der dortigen Umgebung (was an sich schon selten vorkommt, wenn man Erd-Targets gewohnt ist).

Ein weiterer merkwürdiger Aspekt sind die Beschreibungen von „kühl“ bei den Temperatur-Aspekten. Laut den offiziellen Messungen herrschen auf der Venus-Oberfläche rund 480-500 °C. Nur das Innere der Landesonde war Anfangs auf unter 0°C gekühlt, damit es überhaupt für eine kurze Zeit funktionierte. Allerdings ist die Abwesenheit der Hitze schon auffällig. Man muß jedoch dazu sagen, dass sich ein Viewer in solchen sensorischen Einzelaspekten auch irren kann (scheinbar oft bei Farben und Temperaturen).

Mehrere Sessions verschiedener Viewer auf das selbe Target würden zusammengefasst vielleicht noch ausdifferenziertere Ergebnisse der einzelnen Eindrücke liefern. Aber abgesehen von dem Temperaturaspekt (es sei denn, es ist dort wirklich viel kühler, und die Temperaturmessungen sind fehlerhaft) ist die Session erstaunlich akkurat.

Update 10.10.2012: Inzwischen zeigten sich derartig unerwarteten Temperatur-Empfindungen auch bei Sessions auf andere Planeten bzw. anderen extremen Umgebungen, welche manchmal als unpassend, manchmal aber auch passend beschrieben werden (z.B. „eisige Kälte“ im Weltall, „wie im Hochofen“ auf der Sonne „wie in einem Stahlwerk“ in anderen Venus-Sessions). Woran diese unterschiedlichen Empfindungen liegen, ist noch unklar, aber vielleicht hat es mit den außergewöhnlichen Temperaturverhältnissen in solchen Targets zu tun, die sich den gewohnten Temperaturempfindungen des Menschen einfach entziehen (bei heißem Dampf oder Trockeneis kann man manchmal auch nicht mehr unterscheiden, ob es heiß oder kalt ist).


Fazit:
Eine interessante Einzel-Session auf den Planeten Venus, die Altbekanntes bestätigte, aber auch unerwartete Aspekte bot. Zudem eine schöne, grenzwissenschaftliche Ergänzung zu den kurzlebigen Venera-Landesonden der 1970’er und 80’er-Jahre.

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