Glossar

AI
Ästhetische Impression (engl. aesthetical impact) bezeichnet den eigenen, ästhetischen bzw. emotionalen Eindruck des Viewers vom Target („Wie findest du es?“ – „Wie fühlst du dich da?“…)

AUL
Analytische Überlagerung (engl. analytic overlay – AOL) bezeichnet Fantasiebilder bzw. Vorstellungen, welche vom Verstand des Wachbewusstseins aus den reinkommenden PSI-Daten generiert werden. So kann der Viewer z.B. durch die Eindrücke „heiß“, „gelb“ und „rund“ zu der verfrühten Verstandesschlussfolgerung kommen, das es sich um die Sonne handelt, selbst wenn das Target eine eingeschaltete Glühbirne ist. Der Verstand versucht quasi die Deutungshoheit zu bekommen, obwohl der Viewer (bis zur Auflösung des Targets) garnicht wissen kann, worum es sich handelt. Deshalb schreibt man solche vom Verstand interpretierten Eindrücke bzw. Schlussfolgerungen als AUL raus und löst sich davon, um wieder neutral in der Session weitermachen zu können.

AUL-Management
Bezeichnet die Fähigkeit, sich (weitestgehend) nicht von rausgeschriebenen oder subtil auftauchenden AULs im Ablauf der Session beeinflussen zu lassen. Die beste Einstellung des Viewers für eine Session ist es, wenn er garkeine Erwartungen hat. Dazu kann sogar Unlust beitragen, aber es soll ja irgendwo noch Spaß machen. Wenn ein Viewer allerings jeden Moment spektakuläre Daten erwartet, oder die Auflösung des Targets nicht abwarten kann (deshalb evtl. sogar voreilig die Session beendet), werden Ungenauigkeiten und AUL-Reitereien begünstigt. Gerade Neulingen geht es so, aber mit wachsender Erfahrung und „Gleichgültigkeit“ kann das AUL-Management auf ein effizientes Niveau trainiert werden.

AUL/S
Ein Vergleich, im Sinne von „Wie ist etwas?“. Zum Beispiel „Dieser Eindrück ist wie gefrorenes Eis“, auch wenn der Viewer damit nicht meint, das es Eis sein muss (das wäre hingegen ein AUL). Durch AUL/S können abstrakte oder ungenaue Eindrücke im Protokoll nochmal verständlicher gemacht werden.

D
Steht für eine Zusammenfassung der wesentlichsten dimensonalen Eindrücke des Targets, und findet vor allem im Aufbau der Stufe 4 Anwendung.

EI
Emotionale Eindrücke (engl. emotional impact) sind Eindrücke emotionaler Art, die nicht vom Viewer stammen, sondern von Personen / Lebewesen im Target ausgehen. Über die EIs kann in Stufe 6 auch eine Personenwahrnehmung durchgeführt werden. Zudem kann es schon in Stufe 4 vorkommen, das man die unterschiedlichen EIs verschiedenen Personen im Target zuordnen bzw. sie voneinander unterscheiden kann.

I-A-B-Ablauf
Dies beschreibt den Ablauf der Stufe 1 des Protokolls. I steht für Ideogramm, A für den A-Aspekt (Linie beschreiben und erstes hineinfühlen nach Eindrücken) und B für die erste Schlussfolgerung. Das Ideogramm wird mit diesem Ablauf abschnittweise decodiert. Man „flirtet“ hier quasi (noch ungezielt) mit dem Target, während in den darauffolgenden Stufen die Daten kategorisch geordnet werden.

IT
Nicht-anfassbare Dinge (engl. intangibles) im Target. Das umfasst vor allem die Funktionen oder den Zweck von etwas im Target („Was macht es?“, „Wozu dient es?“, „Was soll das da?“…). Man könnte es auch „inmaterielle Aspekte“ nennen. Die ITs bei einem Bagger könnten z.B. „schaufeln“, „verschieben“, „Kraft“ und „konstruieren“ lauten.

PI
Persönliche Impression (engl. personal impression) wird am Anfang der Session abgefragt, und bedeutet einfach, das der Viewer gefragt wird (oder sich fragt), wie es ihm geht. Typische PIs können z.B. sein: „Kein Bock!“, „Genervt“, „Gespannt“, „Aufgeregt“ oder „Neutral“. Aber auch detailliertere Vor-Eindrücke können hier protokolliert und abgearbeitet werden. Wenn man schon konkrete Vorannahmen zum Target hat, können diese dort durch VA (Vorannahmen) ergänzt werden.

S
Ein weiterer Punkt (genauergesagt der erste) im Aufbau der Stufe 4. Unter S werden die wichtigsten, sensorischen Eindrücke des Targets zusammengefasst (quasi eine Essenz der Stufe 1-3 Daten, nur ohne Dimensionen, da sie gesondert abgefragt werden). In der Regel fasst man hier nicht durch Nachschauen der vorherigen Stufen die wichtigsten Eindrücke zusammen, sondern „fühlt“ nochmal ganz neu hinein.

T
Anfassbare Dinge (engl. tangibles). Dieser Punkt taucht in der Regel ebenfalls zuerst in Stufe 4 auf. Man fasst dort die anfassbaren Dinge im Target zusammen, wie z.B. „metallischer Zylinder“ oder „glatte, glitschige Fläche“.