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Ich-Dort Anmerkung im
Vorraus:
Wir haben hier leider ein "kleines"
sprachliches Problem. In der menschlichen Sprache (zumindest im
Deutschen) existiert nur ein einziges Wort für "du"; du. Wie
man
im nachfolgenden Text erkennen wird, haben sich durch die AKE-Forschung
zwei Bedeutungen von "du" aufgetan: Die eigene Inkarnation ("Ich-Hier")
sowie deren Ich-Dort. Diese
grammatikalische Unfähigkeit, jene
zwei Bedeutungen deutlich voneinander unterscheiden zu können,
verkompliziert die folgenden Texte leider unnötig. Also bitte
aufmerksam
lesen!
Versuch einer Definition des "Ich-Dort" Fast alle
außerkörperlich Reisenden sind sich darin einig,
dass jeder
ein sogenanntes "Ich-Dort" oder "höheres Selbst" hat. Viele
von
ihnen haben es schon einmal selbst erfahren und waren
überwältigt von dem Wissen und der Erfahrung,
andererseits
aber auch
schockiert über die vielen Ängste, die es
enthält. Aber fangen wir ganz von vorne an: Was ist eigentlich
das
(bzw. ein; es gibt enorm viele) "Ich-Dort"? Ein "Ich-Dort" (dieser
Begriff wurde von Robert A. Monroe erstmalig eingeführt) ist
eine
Art übergeordnetes Bewusstsein, über das jeder von
uns
verfügt. Es enthält alle Erfahrungen, alles Wissen
und alle
Erinnerungen, aber auch alle Grenzen und Ängste aller
Inkarnationen, die es jemals geschaffen bzw. durchlebt hat.
Zugegeben, das klingt verwirrend,
wenn man es zum ersten Mal hört.
Bedeutet das also, dass man selbst nur ein Teil von etwas viel Größerem und Umfassenderem ist? Diese Vorstellung erscheint sehr abstrakt und viele angehende AKE'ler müssen sich zunächst Mühe geben, die Existenz ihres Ich-Dorts zu akzeptieren. Aber wer sich mit diesem Gedanken anfreunden kann, später mit einem wesentlich besseren Verständnis seines eigenen Bewusstseins belohnt und erlebt das unbeschreiblich schöne Gefühl, sich von einer weiteren Beschränkung gelöst zu haben. Schließlich war die erste Beschränkung, von der sich jeder außerkörperlich Reisende lösen musste, die Vorstellung, man selbst sei der eigene Körper. Anhand persönlicher Erfahrung kann jeder von uns feststellen, dass es nicht so ist und dass wir tatsächlich unabhängig von unserem Körper existieren. Die zweite Beschränkung besteht in der Vorstellung, "wir" seien alles, was es an Bewusstsein von uns gäbe. Denn nun kommt ein zugegeben sehr gewagter Satz, denn er zieht äußerst weitreichende Konsequenzen nach sich: Jedes Ich-Dort verfügt über viele Teil-Bewusstseine, die alle schon einmal eine physische Existenz durchlaufen haben bzw. gerade durchlaufen. Man nennt diese Teil-Bewusstseine auch "Inkarnationen". Jede Inkarnation ist ein eigenständiges Lebewesen mit eigener Persönlichkeit, eigener Erfahrung etc. - und jede Inkarnation ist in gewisser Hinsicht ein Teil von einem selbst! Man ist also nicht bloß ein Teil seines Ich-Dorts, sondern man hat noch viele andere "Brüder und Schwestern" (nicht im biologischen Sinne), die ebenfalls zu diesem Ich-Dort gehören. Um diese zugegeben recht komplexe und für viele auch überwältigende Beschreibung mal ein wenig anschaulicher zu machen, folgt nun eine kleine, simple Grafik, welche dieses Prinzip so einfach wie möglich zusammenfasst: ![]() Wie man
sieht, wird das eigene Ich-Dort aus einer großen Menge
Inkarnationen gebildet (hier stark vereinfacht dargestellt), inklusive
der eigenen. Die eigene Inkarnation wurde - ebenfalls von Robert Monroe
- als "Ich-Hier" bezeichnet. Dieses kleine Wortspiel verdeutlich
vielleicht ganz gut die Beziehung zwischen dem Ich-Hier und dem
übergeordneten, nichtphysischen Ich-Dort: Man selbst ist ein
Teil
des
Ich-Dorts, und das Ich-Dort ist ein Teil von einem selbst.
Kontakt Während
einer
außerkörperlichen Erfahrung hat man die
Möglichkeit,
mit
seinem Ich-Dort in Kontakt zu treten. Um das zu tun, kann man im
Zustand der Außerkörperlichkeit eine Bitte kundtun:
"Ich möchte
mein Ich-Dort kennen lernen." oder "Ich wünsche Kontakt mit
meinem
höheren Selbst!", um mal zwei Beispiele zu nennen. Das
Resultat
ist oft
ein mehrere Sekunden andauerndes, intensives Bewegungsgefühl.
Was
danach kommt, ist vielfältig: William Buhlman berichtet in
seinem
Buch
"Out of Body" z.B. davon, wie sich einzelne Szenen seiner
früheren Leben/Inkarnationen einfach vor ihm aufzeigten;
andere
fanden
sich in einem großen Raum wieder, der alle Erfahrungen
enthielt.
Dringt
man tiefer in die inneren Schichten des Ich-Dorts ein, so findet man
meist Sinnbilder seiner eigenen Grenzen, Ängste und
Beschränkungen, bis
man - tief im Inneren - das Zentrum des Ich-Dorts findet: Alle
Inkarnationen, die bereits ein physisches Leben durchlaufen haben. Man
erhält also eine einzigartige Gelegenheit, mit einem
höheren
Teil
seiner selbst zu kommunizieren und die Möglichkeit, zu
begreifen,
wer
man wirklich ist und wieso man im "Hier", in der physischen Welt, ist.
Die Inkarnationsproblematik 1.) Re- oder Multiinkarnation? Das Ich-Dort
enthält
also alle Inkarnationen, die zu ihm gehören. Doch gibt es
nicht
ein riesengroßes Ich-Dort für alle
Menschen bzw. physischen Lebensformen, sondern kleinere Ich-Dorts
(welche "nur" Tausende und Abertausende von Inkarnationen umfassen),
die wiederum zu regelrechten Ich-Dort-Bündeln
zusammengeschlossen
sind
und untereinander mannigfaltige Verbindungen aufweisen. Wichtig ist
jedenfalls, dass es nahezu unzählig viele Ich-Dorts gibt, und
dass
jedes Ich-Dort enorm viele Individuen enthält.
Demnach wird jeder Mensch nach seinem Tod wiedergeboren: Das klingt einfach, wirft allerdings trotzdem eine Menge Fragen auf. Zum einen: Warum gibt es überhaupt dieses Schema von Geburt und Tod? Wieso bleibt man nach seinem physischen Tod nicht einfach im "Dort", in den nichtphysischen Ebenen? Das hängt damit zusammen, dass jedes Ich-Dort mit jeder Inkarnation an Erfahrung zunimmt. Nach dem physischen Tod einer Inkarnation bereichert diese ihr jeweiliges Ich-Dort mit einer Menge neuer Erfahrungen, und kehrt anschließend in das physische Leben zurück (entweder sie selbst, oder ihr Ich-Dort), um neue Erfahrungen zu sammeln - oder (falls die Inkarnationen mehrere Leben führen können) bleibt im "Dort", das ist in dem Fall jedem selbst überlassen. Es ist also die Selbstbestimmung einer jeden Inkarnation bzw. deren Ich-Dort, die das Schema in Gang hält. So unglaublich es klingen mag: Im Prinzip sind wir aufgrund unserer eigenen Entscheidung Mensch geworden! Tja, und genau da liegt der Hase im Pfeffer - geht man davon aus, dass Zeit und Raum in den nichtphysischen Ebenen nicht existieren, dann stellt sich die grundsätzliche Frage: Verlaufen die Inkarnationen parallel zueinander, oder linear (nacheinander)? Und das ist der Grund dafür, warum es zwei verschiedene Theorien zu diesem Thema gibt: Die sogenannte "Reinkarnationstheorie" und die "Multiinkarnationstheorie". Beide werden nachfolgend erläutert. Reinkarnationstheorie Die
Reinkarnationstheorie (bezogen auf die AKE-Forschung) geht davon aus,
dass jedes physische Leben nach dem Tod sein Ich-Dort mit vielen neuen
Erfahrungen bereichert, um anschließend (falls Inkarnationen
selbst inkarnieren können) entweder in den nichtphysischen
Ebenen
zu bleiben, oder ein weiteres physisches Leben zu durchleben (entweder
die Inkarnation, oder das Ich-Dort). Dies ist jedem selbst
überlassen, aber viele entscheiden sich für eine
weitere
physische Lebenserfahrung. Folgt man der Reinkarnationslehre, so
durchleben alle Inkarnationen eines Ich-Dorts die selbe Zeitepoche und
bewegen sich linear auf dem Zeitstrahl voran. Dabei ist wahrscheinlich
immer nur eine Inkarnation gleichzeitig inkarniert (in einem physischen
Körper befindlich). Um an dieser Stelle nicht in
völlig
unverständliche Erklärungen abzudriften, folgt nun
eine
Schemazeichnung:
![]() Das im
Schaubild dargestellte Schema muss man nun noch auf mehrere
Inkarnationen ausdehnen, was die Zeichnung zu kompliziert gemacht
hätte. Zu beachten ist, dass eine Inkarnation bzw. deren
Ich-Dort
nach ihrem physischen Tod ihr/sein nächstes Leben
ausschließlich in der Zukunft führen kann, nicht
jedoch in
der Vergangenheit.
Multiinkarnationstheorie Die
Multiinkarnationstheorie baut zwar auf der Reinkarnationstheorie auf,
geht aber noch einen Schritt weiter: Sie geht davon aus, dass die
einzelnen Inkarnationen bzw. deren Ich-Dort nicht den Gesetzen von Raum
und Zeit unterworfen sind. Sie können sowohl in der Zukunft,
als
auch in der Gegenwart oder in der Vergangenheit inkarnieren, und zwar
simultan (gleichzeitig). Deshalb auch das "Multi" (mehrere) im Titel,
da hier - im Gegensatz zur Reinkarnationstheorie - mehrere
Inkarnationen, wenn nicht sogar alle, gleichzeitig ein physisches Leben
führen. Das kann in jeder beliebigen Zeitepoche sein und
würde zudem erklären, warum - wie einige AKE-Forscher
berichten - der stetige Erfahrungszufluss eines Ich-Dorts so enorm
groß ist. Auch hier folgt nun ein vereinfachtes Schema der
Hypothese:
![]() Ich denke, man sieht auf
Anhieb den
Unterschied zwischen den beiden
Theorien: Während bei der Reinkarnationstheorie der Zyklus von
Geburt und Tod nacheinander abläuft (wobei im Schaubild nur
der
Werdegang von drei Inkarnationen abgebildet ist, natürlich
gibt es
noch unzählige andere) und auch nur in die Zukunft gerichtet
ist,
ist die Vielfalt der möglichen Erfahrungen bei der
Multiinkarnationstheorie viel größer: Hier
inkarnieren die
Inkarnationen quer durch alle Zeitebenen, mal im Mittelalter, mal in
der Neuzeit, mal in einer fernen Zukunft. Interessanterweise
könnte eine Inkarnation bzw. ein Ich-Dort erstmalig im Jahre
2005
inkarniert sein, ihr bzw. sein drittes Leben jedoch - von unserer
Perspektive aus gesehen - in der Vergangenheit erleben. Dies ist eine
fundamental andere Struktur, ermöglicht sie doch eine viel
größere Bandbreite an Erfahrungen und
Lernmöglichkeiten. Auch bei diesem Schema sollte man beachten,
dass nur der Werdegang von drei Inkarnationen dargestellt wurde.
Selbstverständlich gibt es noch Tausende und Abertausende
weitere
Inkarnationen/Persönlichkeiten, die das jeweilige Ich-Dort
bilden!
Welche der zwei Theorien denn nun tatsächlich zutrifft, ist nicht ganz geklärt, jedoch tendieren viele AKE-Wissenschaftler inzwischen zur Multiinkarnationstheorie, da sie aus der Perspektive der Ich-Dorts mehr Sinn ergibt (jede Inkarnation kann eine viel größere Bandbreite an Erfahrungen erleben und zum Ich-Dort zurückbringen bzw. jedes Ich-Dort kann seine Inkarnationen vielfältigere Erfahrungen erleben lassen). Weiterhin wird diese These durch die Beobachtung gestützt, dass jedes Ich-Dort wohl außerhalb der Raumzeit existiert und sich deshalb nicht an deren Limitationen halten muss. Dennoch sollte die Reinkarnationstheorie nicht vernachlässigt werden, gerade deshalb, weil die Multiinkarnationstheorie auf ihr aufbaut. Aus diesem Grunde ist sie hier ebenfalls aufgelistet und beschrieben worden. 2.) Ist eine Inkarnation in der Lage, mehrere Leben zu führen? Dies ist die
zweite
wichtige Frage, mit der man sich beschäftigen
sollte. Die Problematik ist die Folgende: Eine Inkarnation wird von
ihrem Ich-Dort erschaffen, da dieses sich dazu entschlossen hat, ein
weiteres physisches Leben zu führen, damit es weitergehende
Erfahrungen sammeln kann. Nun inkarniert jene gerade erst entstandene
Inkarnation in das physische Lebenssystem und durchläuft dort
ihr
erstes Leben. Doch nun könnte eine weitere physische
Lebenserfahrung vom Ich-Dort bzw. der Inkarnation gewünscht
sein;
wer inkarniert - die Inkarnation selbst, oder eine vom Ich-Dort eigens
neu erschaffene Inkarnation?
Wie bei der Frage nach Re- oder Multiinkarnation könnte man hier ebenfalls eine Art "Fallunterscheidung" vornehmen (ich wage es nicht, von einer "Theorie" zu sprechen *g*): a) Die Inkarnation selbst inkarniert Dies
hätte
zur Folge, dass das Ich-Dort der
Inkarnation immer neue Inkarnationen generiert, die aber ebenfalls
eigenständig inkarnieren können. Eine Inkarnation
wäre
also in der Lage, mehrere Leben durchlaufen zu können; der
Erfahrungsgewinn für das entsprechende Ich-Dort wäre
unglaublich hoch!
![]() Schema der Inkarnationsfrage bei Reinkarnation, Inkarnation inkarniert selbst ![]() Schema der Inkarnationsfrage bei Multiinkarnation, Inkarnation inkarniert selbst b) Das Ich-Dort der Inkarnation inkarniert Inkarniert nur
das
Ich-Dort, nicht jedoch dessen Inkarnationen, so
wäre jede Inkarnation auf genau ein physisches Leben (oder gar
keines, was auch vorkommen soll) beschänkt. Das Ich-Dort
würde als für jede neue physische Lebenserfahrung
eigens eine
neue Inkarnation erschaffen. Jene Inkarnationen, die bereits ihre
Erfahrung im physischen Lebenssystem gemeister hätten,
würden
dann nicht mehr (körperlich) zurückkehren
können.
Dennoch hätten sie selbstverständlich Anteil an den
neuen
Erfahrungen, welche die anderen Inkarnationen gemacht haben.
![]() Schema der Inkarnationsfrage bei Reinkarnation, Ich-Dort inkarniert ![]() Schema der Inkarnationsfrage bei Multiinkarnation, Ich-Dort inkarniert Der "allwissende Gigant" Abschließend
bleibt zu sagen, dass das Ich-Dort aus menschlicher
Perspektive nur mager durch Worte beschrieben werden kann. Robert
Monroe beschrieb es mal als eine Art allwissenden Giganten, der aus
unzähligen Teil-Bewusstseinen besteht. Diese Beschreibung
verdeutlicht vielleicht den enormen Einfluss, welchen das Ich-Dort auf
das Ich-Hier hat: Ausgehend von den zwei zuvor genannten Theorien
(Multiinkarnationstheorie und Reinkarnationstheorie) haben die
Inkarnationen entweder gleichzeitig einen Einfluss aufeinander, oder
bereits vergangene Leben beeinflussen das derzeitige. Sich dieses
Einflusses bewusst zu sein, vielleicht sogar selbst zu entdecken, wer
man ist/war, ist eine enorm hilfreiche Erkenntnis. Es bleibt jedem
selbst überlassen, einen Versuch zu unternehmen, mit seinem
Ich-Dort in Kontakt zu treten - jedoch sollte man bedenken, dass man
wirklich alles erfahren kann; manchem wird wahrscheinlich nicht
gefallen, was er in Erfahrung bringt. Aber zumindest hat man sich dann
eine eigene Meinung basierend auf eigener Erfahrung gebildet: Allein
das ist schon Gold wert!
![]() (Martouf)
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