Button - Start    Button - Wissen    Button - Forum    Button - Chat    Button - Blog    Button - Links

Außerkörperliche Erfahrung

PSI / geistige Fähigkeiten

Transzendente Wesen

Magie / Spiritualität

Naturreligion

Sonstiges







Leitfaden zum Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung


1. Was ist das Phänomen der "außerkörperlichen Erfahrung" (AKE)?

Als "außerkörperliche Erfahrung" bezeichnet man einen Zustand, in dem das eigene Bewusstsein den physischen Körper scheinbar verlassen hat bzw. sich als getrennt von ihm wahrnimmt. Das AKE-Phänomen ist auch unter den Bezeichnungen "Out of Body Experience" (Abkürzungen: dt. AKE, engl. OBE bzw. OoBE), "Astralreise", "Astralprojektion", "Seelenreise", "schamanische Reise" oder "das zweite Gesicht" bekannt.


2. Sind AKEn nicht einfach bewusste bzw. lebendige Träume ("luzide Träume")?

Dies ist eines der Hauptargumente von Skeptikern im Bezug auf die Authentizität von AKEn. Jedoch sind inzwischen viele Variablen bekannt, die gegen diese Hypothese sprechen: Das Bewusstsein ist bei AKEn oft so klar und objektiv wie im Wachzustand (manchmal sogar klarer). Im Gegensatz zu luziden Träumen nimmt sich der AKE'ler (jemand, der eine AKE erlebt) meist als objektiver, passiver Beobachter wahr, während luzide Träume mystisch/irreal angehaucht sind und oft auch vom Träumer als eine von ihm generierte Fiktion erkannt und wahrgenommen werden. Zudem ist im außerkörperlichen Zustand meistens ein sehr reales Körpergefühl vorhanden (dem physischen Körper ähnlich, nur leichter und flexibler), welches in (luziden) Träumen normalerweise nicht vorkommt.


3. Gibt es denn Beweise für die Authentizität (Echtheit) von AKEn?

Das kommt darauf an, was man als "Beweis" im persönlichen Ansichtensystem akzeptieren will. Nach dem naturwissenschaftlichen Prinzip der Empirik gibt es bisher keine ausreichenden Begebenheiten, welche in diesem Kontext als Beweis gelten könnten. Es gab zwar einige erfolgreiche Experimente unter Laborbedingungen (z.B. das Ablesen eines Zettels in einer AKE, welcher sich außerhalb der Sichtweite des Probanden befand), jedoch waren diese aufgrund verschiedenster AKE-spezifischer Schwierigkeiten nicht so beliebig wiederholbar, um als empirischer Beweis gelten zu können.

Es ergeben sich leider auch einige Probleme, wenn man hinsichtlich außerkörperlicher Erfahrungen irgendeinen empirisch gültigen Beweis erbringen möchte; die momentane Wissenschaft geht leider von einigen fundamentalen Annahmen aus, die revidiert bzw. abgeändert werden müssten, da sie nur für die physischen, nicht jedoch für die nichtphysischen Bereiche gelten. Beispielsweise gehen die Wissenschaftler völlig selbstverständlich davon aus, dass es auch im außerkörperlichen Zustand Raum und Zeit gäbe, wie wir sie kennen; die Berichte vieler außerkörperlich Reisender haben jedoch zahlreiche Indizien dafür hervorgebracht, dass es tatsächlich raumzeitlose Bereiche geben könnte. Ein als Beweis angelegtes Experiment, das auf solchen eventuellen Fehleinschätzungen basiert, die nicht als solche erkannt werden, kann also seine Funktion nicht besonders gut erfüllen. Aus diesem und anderen Gründen erweist sich die Beweisführung momentan als schwierig.

Ganz anders sieht es im Bereich der Indizien aus: Es gibt inzwischen eine schier endlose Anzahl an (oft sehr seriösen) Berichten und Statistiken, welche AKE-Indizien darlegen, die teilweise so erstaunlich sind, das sie sich nicht ohne Weiteres wegrationalisieren lassen. Das reicht von unzähligen privaten Verifikationen (welche von AKE'lern überall auf der Welt berichtet werden), über physisch spür- und messbare Umgebungseffekte (z.B. elektromagnetische Veränderungen und Energieeffekte), bis hin zu Informationen, welche im außerkörperlichen Zustand gesammelt werden und sich hinterher als richtig herausstellen (z.B. wurden schon Verstorbene angetroffen, die ihre ehemaligen Daten und Todesumstände angeben konnten, wodurch ganze Aktenordner voller verifizierbarer Daten entstanden). Auch die Gemeinsamkeiten der AKE-Phänomenologien, welche weltweit und unabhängig von Kultur, Glaubenssystemen und Bildungsstand berichtet werden, können als starkes Indiz angesehen werden.

Trotz aller Indizien oder sogar Beweise (je nachdem, was man persönlich als Beweis akzeptiert) kann man den ultimativen Beweis im AKE-Bereich nur für sich selbst entdecken, indem man selbst versucht, sich auf bewusste, außerkörperliche Erkundungen zu begeben (das Prinzip der Selbsterfahrung). Denn alles andere kann letztlich nur ein Glaube oder eine hypothetische Annahme sein; persönliche Erfahrung kann somit durch nichts ersetzt werden und dient allen AKE'lern als Quelle allen "echten" Wissens. Nur durch sie kann man Glauben bzw. Annahmen in Wissen verwandeln.


4. Gibt es irgendwelche Gefahren bei AKEn?

Trotz zahlreicher Schauergeschichten gibt es keinerlei Indizien, dass man bei einer AKE durch irgendwelche Umstände (oder von irgendjemandem/irgendetwas) getötet oder verletzt werden könnte. Auch eine Rückkehr zum physischen Körper scheint grundsätzlich immer möglich zu sein (meistens geschieht dies sogar schneller, als man es gerne hätte). Es genügt bereits ein kurzer Gedanke an den physischen Körper, um eine sofortige Rückkehr auszulösen.

Es gibt hinsichtlich AKEn nichts zu befürchten, außer der eigenen Angst; denn man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man mit den ureigensten Ängsten konfrontiert werden kann, ja sogar wird. Man hat jedoch immer die Möglichkeit, in seinen Körper zurückzukehren, sobald es einem zu unangenehm wird. Solche Konfrontationen sollten jedoch nicht vermieden, sondern ausgetragen werden, da sie einem helfen, die eigene spirituelle Entwicklung zu beschleunigen und sich von unnötigen Angst-Barrieren zu lösen.


5. Kann man während einer AKE von einer nichtphysischen Entität "besetzt" werden?

Die "seriösen" AKE'ler (das Wort soll gegenüber anderen Gruppierungen nicht abwertend gemeint sein) sind sich darüber einig, dass eine Besetzung entweder nicht möglich sei (da der Körper nie "leer" wäre, sondern immer eine Verbindung zum Bewusstsein bestünde), oder ein "fremdes Wesen" problemlos aus dem Körper geworfen werden könne, einfach dadurch, dass man in ihn zurückkehrte. Darüber sollte sich nun jeder seine eigene Meinung bilden. Nach Meinung der meisten seriösen AKE'ler seien Geschichten über Besetzungen durch fremde Wesen (ohne Zustimmung des "Körperbesitzers") irrationale Panikmache, die sich aus fehlinterpretierten Erlebnissen ergeben hätte und/oder der Kommerzialisierung bestimmter esoterischer Bereiche diente. Ihrer Ansicht nach seien magische Formeln, Schutzkreise, Talismane etc. völlig wirkungsloser und unnützer Hokuspokus.

Andere Gruppierungen außerkörperlich Reisender sehen diesen Aspekt der AKE mit anderen Augen; sie sind der Meinung, der physische Körper bedürfe einem Schutz (über dessen genaue Form bzw. Ausprägung existiert de facto keine einheitliche Meinung), ohne den er von jeglichen nichtphysischen Entitäten besetzt werden könne. Folgt man dieser Meinung, darf man sich nur nach gründlicher Vorbereitung und unter sorgfältig durchgeführtem Schutz auf außerkörperliche Reisen begeben.


6. Kann jeder Mensch AKEn erleben?

Ja, ausnahmslos. Die AKE-Forschung geht davon aus, dass das Bewusstsein von Natur aus unkörperlich ist (d.h. "reine Energie") und sich diversen Körpern bedient, um sich in unterschiedlichen Umwelten ausdrücken zu können. Beispielsweise benutzen wir zum Schreiben eines Textes wie diesem unseren physischen Körper, da die Tastatur, die wir zum Schreiben benötigen, aus physischer Materie besteht. Würden wir stattdessen versuchen, die Tasten der Tastatur mit den Fingern unseres ersten Energiekörpers zu drücken, so würden jene Finger durch sie hindurchgleiten, ohne mit ihnen interagiert haben zu können. Die unterschiedliche Schwingungsrate der einzelnen Ebenen (s. William Buhlman, "Out of Body") würde dies verhindern. Somit verfügen wir über diverse Körper, damit wir dazu in der Lage sind, mit diversen Umwelten interagieren können.

Da nun jeder Mensch (bzw. jedes Lebewesen) im Grunde unkörperliches Bewusstsein ist, das sich durch verschiedene Körper ausdrücken kann, hat auch ausnahmslos jeder die Möglichkeit, sein Bewusstsein zwischen den einzelnen Körpern hin- und herzutransferieren; quasi den einen Körper mehr als den anderen zu benutzen und umgekehrt; die Menge an Bewusstsein, die einem Körper zuteil wird, zu modulieren.

Nichts anderes geschieht bei einer außerkörperlichen Erfahrung: Man verlagert einen Großteil seines Bewusstseins vom physischen auf einen nichtphysischen Körper. Der von nahezu allen AKE'lern zu Beginn ihrer Erfahrungen geschilderte "Schwingungszustand" ist schlichtweg das Ergebnis unseres Verstandes, der versucht, jenen Bewusstseinstransfer zu interpretieren. Der Vorgang ist also vollkommen natürlich und wir haben ihn genaugenommen nur wiedererlernt.


7. Wie lange dauert es, bis man seine erste außerkörperliche Erfahrung erlebt?

Darauf kann man keine pauschale Antwort geben. Generell hängt die Zeitspanne von der ersten AKE-Übung bis zur ersten vollbewussten außerkörperlichen Erfahrung vor allem von der Häufigkeit, Intensität und Kontinuität der Übungen, von dem persönlichen Willen zu einem solchen Erlebnis, von der bevorzugten Technik und von der Überwindung gewisser persönlicher Barrieren (z.B. Ängste) ab. Andere externe Variablen, beispielsweise die Ernährung, die Mondphasen oder das Wetter, scheinen nach gängiger Meinung die Fähigkeit zu einer außerkörperlichen Erfahrung nicht zu beeinflussen. Unklarheit herrscht jedoch zurzeit über einen möglichen Einfluss der Körperausrichtung (z.B. Liegeposition) zum Zeitpunkt der AKE auf die Wahrscheinlichkeit des Erlebnisses selbst.

Der bekannte AKE-Autor William Buhlman geht davon aus, dass jeder innerhalb von 30 Tagen eine außerkörperliche Erfahrung erleben kann, wenn er seine gesamte Anstrengung darauf fixiert. Das bedingt regelmäßige und kontinuierliche Übungen, mehrmals täglich, intensive Beschäftigung mit der Thematik (z.B. durch das Lesen von Büchern), einen starken Willen danach, eine AKE erleben zu wollen, sowie eine kontinuierliche Beschäftigung mit sich selbst - d.h. den eigenen Grenzen und Barrieren sowie Wegen, diese aufzulösen - über den Zeitraum der genannten 30 Tage.


8. Wieso untersuchen Wissenschaften und Religionen dieses Phänomen nicht?

Die Antwort ist so simpel wie erdrückend zugleich: Der Mensch ist zeitlebens, vor allem im Erwachsenenalter und später, vollkommen auf das physische Umfeld, das ihn umgibt, fixiert. Mit unseren fünf physischen Sinnen können wir lediglich die Eindrücke der physischen Umwelt wahrnehmen, und diese Sinneseindrücke sind so stark, das sie alles andere sehr stark überlagern. Hat man sich erst einmal auf diese Fixierung, diese Konditionierung auf das Physische, eingelassen, filtert man alle übriggebliebenen nichtphysischen Wahrnehmungen praktisch komplett heraus, basierend auf einer "ideologischen Sperre" ("Es gibt nichts, was über die Welt der Materie hinausgeht."). Die erdrückenden Beobachtungen der Naturwissenschaft stützen diese Weltanschauung und verstärken den Filter zusätzlich. Mit der Zeit schlüpfen nur noch hin und wieder spärliche nichtphysische Sinneseindrücke durch diesen Mechanismus hindurch, die von den meisten Menschen "intensive Träume" oder "Hirngespinste" genannt werden. Selbst Kinder, bei denen jene Fixierung noch nicht besonders stark ausgeprägt ist, werden durch die Hand der Erwachsenen von klein auf konditioniert; "Es war doch nur ein Traum...", sagt man dann für gewöhnlich.

Unsere erdrückende Fixierung auf das Physische hat dazu geführt, dass wir alles darüber hinaus Gehende nicht mehr wahrnehmen. Wahrnehmung ist subjektiv, diesbezüglich sind sich alle AKE'ler einig. Wer etwas nicht sehen will, der sieht es auch nicht, unabhängig davon, ob es da ist oder nicht - für jene Person ist es schlichtweg nicht da!

Was es nicht gibt, dessen Existenz braucht nicht in Erwägung gezogen werden, genausowenig wie es untersucht werden könnte. Und über das, was es nicht gibt, wird auch nicht geredet, was den Informationsfluss stark hemmt. Aus diesem Grund weiß heutzutage in unseren Breiten kaum jemand von AKEn und somit wird das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung auch praktisch nicht untersucht; nicht deshalb, weil es nicht da wäre, sondern, weil wir es nicht sehen wollen.

(Wingman & Martouf)
[Index[oben]  [weiter]

Leitfaden

Phänomene

Techniken


Strukturen

Guides

Ich-Dort

Lexikon

Literatur