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Naturreligion

Seitdem es Menschen gibt, gibt es auch religiöse Verehrung und religiöse Handlungen. In unserer westlichen Welt bezieht sich das religiöse Denken meist auf anerzogene Werte und Glaubensausrichtungen, die meist schon in der Schule gelehrt werden.

Religion und Glaube ist wichtig für die Entwicklung der Gesellschaft, da die meisten moralischen und ethischen Werte über Tabus und Sünden durch die Religion und den Glauben geprägt werden.

In der heutigen Welt, in der es eine massive Entfremdung von der Natur und von uns selber gibt, bekommt der Begriff "Naturreligion" eine neue Bedeutung. Er bezeichnet nicht mehr die Religion der schriftlosen Völker, sondern steht für die Sehnsucht nach Naturverbundenheit, nach dem All-eins-sein.

Die Unterschiede zwischen Schriftreligion und Naturreligion sind aus ethnologischer Sicht frappierend:

  • Naturreligionen haben keine heilige Schrift, dass heißt, sie werden mündlich überliefert und bleiben somit lebendig und alltagsnah.
  • Naturreligionen erheben keinen universellen Anspruch, da sie meist auf die eigene Gemeinschaft bezogen sind und ihre Gottheiten oder ihr Totem direkt mit dem eigenen Stamm zu tun hat.
  • Oft haben Naturreligionen keine religiöse Institution und kommen ohne Berufspriester oder Klöster aus.
    Stattdessen haben sie von den Geister, Göttern oder der Natur berufene Priester oder Schamanen, die ihnen bei spirituellen und auch bei alltäglichen Problemen zur Seite stehen.
  • Naturreligionen reflektieren anders über das Göttliche und Spirituelle. Für sie sind Götter greifbar in Form der Tiere, Elemente, Bäume, Flüsse, Berge und den Gestirnen.
  • Es gibt oftmals keine Sünde, stattdessen haben Naturreligionen Taubs, wie zum Beispiel das Fleisch des eigenen Totemtieres zu essen oder den eigenen Totembaum zu fällen.
Der Wunsch, wieder zurück zu seinen Wurzeln zu finden und wieder mit der Natur in Einklang zu leben, hat viele Heiden dazu bewogen, sich als "naturreligiös" zu bezeichnen und, soweit das in unserer Kultur möglich ist, naturnah zu leben. Das bedeutet, dass zum Beispiel die verschiedenen Abschnitte des Jahres besonders wahrgenommen und auch zelebriert werden.

Der sogenannte "Neopaganismus" findet unter anderem wieder zurück zum keltischen, germanischen oder altgriechischen Glauben. Gerade der Polytheismus, also der Glaube an mehr als eine Gottheit, sowie das matriarchale Denken als Grundstimmung leben durch den Neopaganismus wieder auf. Die Frauenquote in dieser religiösen Ausrichtung ist weit aus höher, als die der Männer, was unter Umständen auf das matrilineare Bild der Göttin als Urmutter, als Schöpferin von allem, was ist, herrührt.

Eine Ausnahme für die matrilineare Ausrichtung des Glaubens bildet die Neogermanen, bei denen Odin, als der Göttervater, über alles herrscht.

Viele Aspekte des Neopaganismus, speziell des Germanentums, wie zum Beispiel Runen oder bestimmte Jahreskreisfeste, wurde von den Nationalsozialisten entfremdet und missbraucht. Die meisten Neopaganisten grenzen sich klar von dieser schrecklich Pervertierung ab.

(Juvi)
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