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Das Druidentum Die
Herkunft des Wortes druid ist bis heute heftig
umstritten. Es
gibt Keltologen, die meinen, es käme vom keltischen Wort
für"sehr kenntnisreich". Andere leiten es von drus,
dem
keltischen Wort für Eiche
ab. Wieder eine andere Theorie ist, dass das Wort von den keltischen
Bezeichnungen dru ("gründlich") und uid
("wissen")
kommt.
Das Druitentum bildetet eine eigene Kaste in der keltischen Gesellschaft, in der sie die intellektuelle Schichte verkörperten. Neben ihrer Religiösen Rolle als sacerdotes (Priester) waren sie auch Barden, Ärzte, Astronomen, Philosophen und Magier. Die Druiden lassen sich grob in drei Kategorien teilen: die Druids, welche die Kriegskunst lehrten und die Magie beherrschten die Bairds oder Barden, welche für die Wahrung der mündlichen Überlieferungen verantwortlich waren, und die Filidhs oder Seher, die in die Zukunft blicken konnten. Man unterscheidet zwischen den Druidne der antiken Kelten, die ohne Aufzeichnungen untergingen, und den Druiden der Neuzeit, die in Wales und Irland nach neuzeitlichen Ideen enstanden und alte Überlieferungen mit neuen Vorstellungen wie Nationalismus oder Romantik verbanden. Da die Kelten keine Schriftsprache nutzten, sind keine direkten Überlieferungen aus der Antike bekannt. Vorhandene Texte aus Irland und Schottland habdeln zwar von mythologischen Thematiken, entstanden aber in einer Zeit, die bereits christlich geprägt war und sind so nur eingeschränkt für Rückschlüsse nutzbar. Plinius
der Ältere überlieferte die Tradition des
weißgekleideten Druiden, der mit der goldenen Sichel
Mistelzweige in Eichen schneidet und berichtete daneben vom Stieropfer,
dem der Druide vorstand. Schon zuvor hatte Julius Cäsar im "gallischen Krieg" Druiden erwähnt und schreibt unter anderem: "Den
Druiden obliegen die Angelegenheiten des Kultus, sie richten die
öffentlichen und privaten
Opfer aus und interpretieren die religiösen Vorschriften. Eine
große Zahl von jungen Männern sammelt sich bei ihnen
zum
Unterricht, und sie stehen bei den Galliern in großen Ehren."
Die Ausbildung zum Druiden dauerte lange, nach Caesar gelegentlich bis zu zwanzig Jahre: "Die Druiden nehmen in der Regel nicht am Krieg teil und zahlen auch nicht wie die Übrigen Steuern. [...]" Diese
großen Vergünstigungen veranlassen viele, sich aus
freien Stücken in ihre Lehre einweihen zu lassen,
oder ihre Eltern und Verwandte schicken sie zu den Druiden. Wie es
heißt, lernen sie dort eine große Zahl von Versen
auswendig. Daher bleiben einige 20 Jahre lang im Unterricht." Die Aufzeichnungen des Julius Cäsar und auch der meisten anderen älteren Autoren sind allerdings deswegen kritisch zu beurteilen, weil diesen die keltische Kultur fremd war. Mit
der Eroberung keltischer Länder (Iberien, Gallien, Britannien)
durch das römische Reich schwand der Einfluss der Druiden.
Eine
letzte Hochburg auf der nördlich von Wales gelegenen Insel
Anglesey (Ynys Môn) wurde im Jahre 60 n. Chr. von den
Römern
zerstört. Letzte historische Berichte aus dem Irland des
frühen Mittelalters sind christlich gefärbt; sie
dämonisieren die
Druiden als Gegner der Kirche. |
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