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Naturmagie


Naturmagie - Oder: Die Kunst, nicht nackt im Wald zu tanzen
 
Im Gegensatz zur Ritualmagie ist Naturmagie wesentlich freier und an weniger Regeln und feste Abläufe gebunden.
Die Magie der Natur ist ursprünglich, wild und unberechenbar. Naturmagie arbeitet mit der Erde als Wesen und den Elementen als Energien. Das kann auch mal dazu führen, dass man während der Anrufung des Elementes Wasser in einem Platzregen steht und nach einigen Sekunden auch das Element Erde sehr deutlich spürt, nämlich in Form von Matsch, der sich schmatzend um die Füße legt. Ein echter Naturmagier lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, ebenso wenig wie von aufkommenden Winden, die versuchen, das Regenwasser frontal gegen einen klatschen zu lassen. Ernsthaft, wer die Möglichkeit hat, diese Erfahrung zu machen, sollte das tun. Zieht nur vorher die Schuhe aus.

Apropos Schuhe ausziehen, eine kurze Exkursion zum Thema Keidung:
In Deutschland gilt es als sittenwidrig, nackich durch den Wald zu laufen. Deswegen sollte die ursprüngliche Natur in Kleidung erlebt werden, selbst wenn es nur ein Badeanzug oder Bikini oder eine Badehose ist. Auch nachts sind noch Förster unterwegs und auch Hundebesitzer sind nicht alle immer so diskret, dass sie nicht die Polizei rufen und sich über Erregung öffentlichen Ärgernisses beschweren. Also, vermeide unnötigen Stress und lass die Unterwäsche an.

Aber wieder zurück zum eigentlichen Thema.
Naturmagie stärkt die Verbindung zur Natur und den Elementen selber und es ist deswegen vorteilhaft, sie auch draussen auszuüben, oder zumindest eine Zimmerpflanze im Raum zu haben.

Elemente selber sind ein wichtiger Bestandteil dieser Magieform, denn sie sind überall zu finden und haben überall Repräsentanten. Das bedeutet, das man auch spontan ein wundervolles Ritual aus dem Ärmel schütteln kann, wobei hier nicht die minutiös durchgeplanten und von Planetenstellung und Planetenstunde abhängigen Riesenrituale gemeint sind, sondern zB die kleinen schlichten, die man auch in einer U-Bahn, oder am Arbeitsplatz machen kann.
Wer allerdings die durchaus sehr kraftvolle Energie des Mondes benutzen möchte, der sollte doch schon mal in den Kalender schauen, um zu sehen, welche Art von Energie gerade da draußen herrscht.

Wälder zB eignen sich sehr gut für Rituale. Die Energie eines Waldes, bzw. die Energie der Bäume, lädt regelrecht dazu ein, sich mit der Natur verbunden zu fühlen und den Puls der Erde zu spüren. Es reicht, sich auf die Wurzeln eines Baumes zu setzen und zu spüren, was er einem mitteilt. Trommeln sind auch eine schöne Art, Magie in der Natur zu wirken, da der Klang Bereiche unseres Bewusstseins anregt, die wir sonst weniger wahrnehmen und zum Teil ganz verdrängen.
Da Natur ursprünglich ist und uns emotional von den Zwängen unsere Gesellschaft für einen Moment löst, kann auch wildes Tanzen oder lautes Singen im Wald eine Art der Naturmagie sein.

Doch was ist mit den Menschen aus der großen, weiten Stadt? Mitten im Ruhrgebiet einen Wald zu finden, der nicht von Horden schreiender Kinder, Hundehaltern und Joggern bevölkert ist, grenzt an ein Wunder.
Aber auch hier gibt es keinen Grund zur Panik: Auch die Stadt trägt den Kern der Natur in sich.
Es mag schwer sein, auf einem Platz aus Beton in einem Stadtpark, voller Menschen und Enten fütternder Kinder seinen Zugang zu Gaia, zur Mutter Erde, zu finden, aber es ist möglich. Es ist wie eine sportliche Herausforderung, wenn wir uns klar machen, das Beton auch aus Sand und Gestein besteht, angereichert mit Wasser und einigen Stoffen, die zwar spannend für Chemiker sind, aber nicht wichtig für den Bezug zur Natur.
Leg einmal die Hände auf sonnenbeschienenen Beton und spüre die Wärme und Kraft, die in ihm gespeichert ist.
Man findet in der Stadt auch Bäume, an dessen Stamm man sich lehnen kann, um n achzufühlen, was der Baum einem vermittelt.
Die Stadt verlangt mehr Aufmerksamkeit von uns. Es ist lauter, dreckiger und wenn man mal ein Fleckchen Wiese gefunden hat, muss man auf eventuelle Hundehäufchen acht geben. Aber diese Aufmerksamkeit, die zu Beginn unheimlich anstrengend sein kann, wird irgendwann eine wertvolle Lektion sein. Wenn dich ein hupender LKW nicht mehr aus der Fassung und Ruhe bringt, dann weißt du, dass du deinen Geist unter Kontrolle hast und wirklich gut bist.

Grünflächen und Bäume könnten Privatbesitz sein. Sei vorsichtig, auf wessen Grundstück du gehst und auf wessen Wiese du dich setzt. Es ist eine Sache, die Magie der Natur auszuüben, wenn niemand versucht einen Anspruch auf den Platz zu erheben, aber es gibt gerade in Deutschland sehr verstaubte Bodenbesitzer, die ziemlich wütend werden können.

Und zu guter Letzt: Pack eine Decke ein, such dir einen schönen Ort und lass dich von der Energie der Natur leiten.

(Juvi)
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