Die drei Wirkungskreise

Wie entwickelt man das eigene Bewusstsein weiter? Kritische Betrachtungen und Selbstreflexionen. Diskussionen über Philosophie, Psychologie, Alltagserfahrungen, neue Perspektiven.

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Wingman
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Die drei Wirkungskreise

Beitrag von Wingman »

Wie manche schon mitbekommen haben, leben wir in interessanten und teilweise aufwühlenden Zeiten. Um nicht in eine passive Handlungsunfähigkeit bzw. Opferrolle zu verfallen, ist es wichtig, dass man sich in diesen Zeiten auf seinen eigenen Wirkungskreis konzentriert. Man stelle sich grundsätzlich drei Kreise vor:

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1. Der eigene, innere Wirkungskreis, in dem man sofort etwas verändern kann (geistige und körperliche Entwicklung, Gewohnheiten und Verhalten modifizieren, Komfortzone erweitern, Fokus auf Dinge und aktive Handlungen, die einen weiterbringen...).

2. Der unmittelbare, äußere Wirkungskreis, wo man positiv auf sein näheres Umfeld (Freunde, Familie, Vernetzung, gegenseitiges Wohlwollen außerhalb des Systems...) wirken kann, wenn dieses geeignet ist. Sprich, kleine Gemeinschaften bilden, die sich in ihrer gebündelten Handlungsfähigkeit gegenseitig unterstützen und auch Dinge für sich bewegen.

3. Der indirekte, äußere Wirkungskreis, in dem sich das Weltgeschehen abspielt, worauf wir keinen direkten Einfluss haben. Um in diesen einwirken zu können, braucht es vor allem die Bildung kritischer Massen. Diese entstehen immer im kleinen, äußeren Wirkungskreis, welcher wiederum souveräne, aktive Individuen (eigener, innerer Wirkungskreis) voraussetzt. Wenn alle nur passiv zuschauen und sich aufregen / ohnmächtig fühlen, bleibt der eigene, innere Wirkungskreis ohne Entwicklung, und der unmittelbare, äußere Wirkungskreis wird kaum bis garnicht angekratzt.

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Es ist zwar nett, irgendwo im indirekten, äußeren Wirkungskreis scheinbar mächtige "Verbündete" für die eigenen Wünsche zur Gesellschaftsentwicklung zu haben (egal ob da jetzt jemand beispielsweise in der aktuellen Situation Trump oder Biden drin sieht), jedoch nimmt einem das nicht die Eigenverantwortung weg. Man muss selbst zum Souverän seines eigenen Wirkungskreises werden, sonst ist man sein ganzes Leben lang nur ein passiv Wartender, der von den Strömungen der Geschichte hin und hergerissen wird.

Ich persönlich glaube, dass die Methode mit den drei Wirkungskreisen ist eine echt geniale Methode für jeden Einzelnen ist. Man zeichne dazu drei große Kreise, als Zentrum den eigenen, inneren Kreis. Dort trägt man stichwortartig alles ein, was man noch tun könnte, um sich selbst und sein Handeln zu optimieren (quasi "Die beste Version seiner selbst anstreben und erschaffen").

Danach, welche Möglichkeiten im unmittelbaren, äußeren Kreis bestehen. Welche Fähigkeiten und Möglichkeiten gibt es in meinem Bekanntenkreis? Welche Ressourcen sind vorhanden? Welche Bereitschaften sind bei entsprechender Inspiration vorhanden? Aber eben so, dass man nicht damit rechnet, dass da alles wie geplant funktioniert. Man muss immer sein eigener Souverän bleiben, ohne die Erwartungshaltung von sich weg auf andere zu schieben.

Die Auswirkungen im äußeren, indirekten Kreis (Weltgeschehen etc...) manifestieren sich dann durch "Einsickern" der Wirkungen aus den beiden anderen Kreisen. Und zwar schon ganz automatisch, ohne dass man entsetzt dabei zuschauen muss, was im äußeren, indirekten Kreis vor sich geht. Sich grundsätzlich zu informieren ist wichtig, aber eben nicht so, dass man nur noch unentwegt passiv draufstarrt und sich aufregt. Dadurch versinkt man letztlich in der Opferrolle, und wir wollen ja unser eigener Souverän sein.
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Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
- Wingman (2013)

T-R-P-a-RV™ (Temporal-Reversives-Prädestinationsparadoxes asoziatives Remote Viewing) :P
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