Theorie einer szientistischen/wissenschaftlichen Magie

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Zuka
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Theorie einer szientistischen/wissenschaftlichen Magie

Beitrag von Zuka »

Hallo, beisammen. Auf Nachfrage, ob ich mein kostenloses PDF-Buch hier anbieten kann und schließlich dafür die Erlaubnis erhielt, werde ich das nun tun. Warum ist es kostenlos? Weil ich glaube, dass Wissen frei verfügbar sein sollte und richte mich da inzwischen nach dem Ideal Kants.

Zunächst einmal will ich nicht das Postulat aufstellen, dass meine Theorie irgendwie nun unglaublich besonders wäre, sie ist sicherlich eine von vielen. Der Unterschied aber besteht darin, dass ich die Magie einem schweren Prüfungskriterium unterzogen habe, den ich nach Immanuel Kants kritischer Philosophie aufgebaut habe. "Kritik" verstehe man übrigens nicht als die Form des Diskreditierens oder Herauspickens irgendwelcher Fehler, sondern Kritik heißt: Prüfung. Und das wurde hier getan. So wie Kant mit seinen drei Werken: Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft die Vernunft wie auch die Urteilskraft bis an ihre Grenzen prüfte, mittels erkenntnistheoretischer Logik und Tatsachen, so prüfte ich die Magie und entriss sie aus den Klauen der Mystik und anderem Brimborium, das der Realität nicht entspricht, und gab ihr den synthetisch apriorischen Kern, welche die Grundlage jeder Naturwissenschaft darstellt. Das wird vielen (Neo)schamanen, (Neo)paganen und wen auch immer nicht gefallen, aber sei's drum. Denn die Aufklärung hört auch nicht bei der Magie auf!

Die szientistische Magie hält sich dabei strikt an die Weisungen unserer erkenntnistheoretischen Grenzen, die (was natürlich vollkommen logisch ist) wir natürlich nicht gänzlich kennen, was wiederum heißt, dass unsere Grenzen nie gänzlich ausgeschöpft sind, was auch heißt, dass wir nicht vollkommen geboren werden und es daher unsere Aufgabe ist sich selbst zu vervollkommnen.

Voraussetzung um das Werk zu verstehen ist, dass man Immanuel Kants drei Werke: Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft kennt oder zumindest deren groben Kernaussagen, da meine Theorie besonders auf Kant aufbaut. Zusätzlich wäre auch die Kenntnis über das Werk: "Das magische Ich - Elemente des kritischen Polarismus" nicht schlecht, ist aber keine zwingende Notwendigkeit.

Noch ein Kant-Zitat:
Zwei Dinge erfüllen das Gemüth mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Beide darf ich nicht als in Dunkelheiten verhüllt, oder im Überschwenglichen, außer meinem Gesichtskreise suchen und blos vermuthen; ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewußtsein meiner Existenz.
Und hier mein Werk:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/532 ... 0Magie.pdf
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Kim
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Beitrag von Kim »

Hi Zuka,

danke erst einmal für Deinen Beitrag und den Link zu Deinem PDF.

Als Zeichen meiner Wertschätzung für Deinen Aufwand, den Du auf Dich genommen hast, werde ich mir vorher die drei Kants besorgen, um Deinem Buch folgen zu können. Allerdings wird es realistisch betrachtet durchaus noch ein oder zwei Jahre dauern. :/

Alles Gute, Kim..
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"Informationen im Internet entsprechen nicht immer der Wahrheit" - Albert Einstein
Hat mal jemand 'ne blaue Pille für mich..?
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Zuka
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Beitrag von Zuka »

Kim hat geschrieben:Hi Zuka,

danke erst einmal für Deinen Beitrag und den Link zu Deinem PDF.

Als Zeichen meiner Wertschätzung für Deinen Aufwand, den Du auf Dich genommen hast, werde ich mir vorher die drei Kants besorgen, um Deinem Buch folgen zu können. Allerdings wird es realistisch betrachtet durchaus noch ein oder zwei Jahre dauern. :/

Alles Gute, Kim..
Ich würde sagen, dass es darauf ankommt wie sehr man wohl sich für das Thema interessiert. Die in mir aufkommende Gemütsbewegung der Begeisterung zu diesem Thema ließ mich Kants Werke etwa innerhalb von einem halben Jahr begreiflich werden lassen, obwohl ich natürlich zugegebenermaßen schon vorher an Magietheorien gearbeitet habe, die aber alle unsinnig waren, da es logisch an irgendetwas hakte oder sich in der Praxis nicht bewährte. Nur durch Kant und Friedländer erschloss sich mir das Bild ins Gänzliche und ich stellte auch fest worin die Korrelation "Hermetik" und "Kant" besteht. Im Unterschied zur traditionellen Hermetik hat Kant aber jegliche Form von Mystik und Fantasie herausgenommen und mit Tatsachen und Logik ernüchtert, sodass sie auch für den aufgeklärten Menschen von Belang sind und die gleichen Resultate erzielen können ohne dabei ethisch irgendetwas zu vernachlässigen. Die Analogie, die ich da immer ziehe ist folgende: Kant ist der moderne Hermes Trismegistos, so wie Hermes Trismegistos (falls es ihn wirklich gegeben hat) zu seiner Zeit als modern galt und sicher die modernere Erscheinung einer noch viel älteren Gestalt war.

Daher verstehe ich auch alle Bardonisten, Stejnaristen, Hermetiker nicht, die in der alten Zeit gefangen bleiben und sich nicht an die moderne Zeit anpassen wollen/können. Gerade darin war auch eines der Kernaussagen der hermetischen Schriften und auch der von Bardon. Zeiten ändern sich, Dinge werden alt, und man muss sie ersetzen durch neue. Altes wird in neues transmutiert. z.B. ist es wirklich noch notwendig an eine Vier-Elemente-Theorie festzuhalten, obwohl es dafür viel bessere Theoriemodelle gibt, die die Praxis effektiver und wesentlich mehr verbessern könnten? Ich meine, nur weil ich das Konzept der vier Elemente nach Bardon für unsinnig halte, heißt das noch lange nicht, dass die Praxis damit negativ beeinflusst wird. Ganz im Gegenteil fällt es mir durch Kants und meinem eigenen Modell sogar wesentlich leichter die Selbstbeherrschung und Introspektion zu praktizieren. Warum also weiterhin das Alte verwenden, dass mir weniger nützt als das, was effektiver ist? Am Ziel ändert sich ja nichts, das bleibt ja gleich.

Zu den drei Werken:
Die drei Kant Werke gibt es schon lange frei kostenlos als PDF irgendwo im Internet. Was natürlich das Verständnis angeht, da sollte man sich entweder ein Kant-Lexikon im Internet suchen (zur Klärung von Begriffen, etc.) oder eine Kant-Interpretation, wobei ich letzteres für blödsinnig halte, da man vieles in Kant hineininterpretiert, was er eigentlich so nicht gesagt hat und daher nicht wirklich wahrheitsgetreu sein muss.

Kritik der reinen Vernunft von Kant ist hier:
https://archive.org/details/kritikderreinenv19kant

Kritik der praktischen Vernunft von Kant:
https://archive.org/details/kritikderpraktis00kantuoft

Kritik der Urteilskraft von Kant:
https://archive.org/details/kritikderurteils00kantuoft

Normalerweise aber mag ich es nicht, wenn man hier irgendwelche Korrekturen vornimmt, die evtl. Kants Worte aus dem Kontext herausreißen können, denn bekanntlich sind Kants Art und Weise des Schreibens so verwoben ineinander, sodass das Herausnehmen oder Hinzufügen eines Wortes den ganzen Kontext ändern kann. Allerdings wäre es aber auch ziemlich schwer die älteren Originalwerke Kants in der älteren Orthographie wirklich zu lesen. Aber ich denke, dass wird dir hier genügen.

MfG,
Zuka.
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Rokudou

Beitrag von Rokudou »

Mich würde nur interessieren wie genau man mit einem magischen System im Leben, also praktisch, arbeiten kann wenn man alles Lebendige und wirksame darin wegrationalisiert hat?

Hermetik hat den hauptsächlichen Sinn einen alten aber ewig aktuellen Weg der Menschheit überhaupt gangbar zu machen.
Alle magischen und mystischen Anlagen sind eher als Nebenprodukte zu erachten.
Ohne diesen Aufwand allerdings, den der Weg der Mitte mit sich bringt, kann Magie und Mystik überhaupt nicht funktionieren, wer da jetzt wiederspricht hat offensichtlich selbst noch nichts erreicht das man wirklich als magische/mystische Kraft bezeichnen könnte oder gar als Reife oder Würde.
Magie und Mystik sind in der Praxis auch gar nicht zu trennen, wiederrum wird jedoch nur dem erfolgreichen Hermetiker klar sein warum.....dem Macher nicht dem Theoretiker.

So ganz nebenbei erwähnt ist ein falscher Umgang mit hermetischen/magischen Übungen jedweder Art auch nicht wenig gefährlich, wiederrum wird das aber nur dem Praktiker klar sein wieso und warum. Unnötig daher neuerlich über solche Gesetzmäßigkeiten zu disskutieren wenn nicht beide Gesprächspartner in etwa auf gleicher Augenhöhe sind oder es die Leute interessiert. Das dies auch alles aus der Esoterik beinhaltet sollte selbstverständlich sein.
Die alten Schulen hatten wohldurchdachte Einweihungs,- und Trainingssysteme die genau aufeinander abgestimmt und ergänzend zueinander waren.
In der heutigen Esoterik aber ist alles aus dem Konzept gerissen. Hauptsache 100 Chakrenübungen aber was genau ein Chakra ist und wie es mit Blick auf den ganzheitlichen Menschen funktioniert weis keiner, ist auch egal, hauptsache mein Wille geschehe.

Es ist wie mit dem Weg zum wahren Adepten.....wer nicht den erforderlichen Charakter mitbringt um sich vom Anfang bis zum Schluss an jedes Wort zu halten kann nur scheitern. Im speziellen sind damit jene Menschen gemeint die sich zB die Übungen die ihnen liegen oder sie interessieren raussuchen und dadurch die natürliche Ordnung des Einweihungssystems zerstören. Das trifft natürlich dann auf selbst abgeleitete Systeme im besonderen zu denn wie soll etwas daraus funktionieren OHNE ineinander greifende Ordnung, sprich Gesetzmäßigkeiten?????? Jede hermetische Übung hat mindestens 10 verschiedene und/oder zusammenhängende Zwecke bzw Nutzen die mit immer höheren Stufen immer weitergeführt werden. Jemand der die alten Systeme nicht durchschaut kann logischerweise auch nie das Wesen von Magie und Mystik verstehen geschweige denn nutzbringend anwenden. Und schon gar nichts neues erschaffen.

Dies zB habe ich schon oft im Bezug auf die Elementeübungen im Adepten erlebt.
Leider neigen die Menschen eben zur Verbohrtheit und zur Besserwisserei, nur so kann man sich die anhaltende Ignoranz erklären mit der einem die Menschen begegnen oder weswegen auf Thetawaves schon so feurige Streit-Disskusionen entstanden sind.
Ich habe ja nichts davon hier etwas zu posten. Ich brauche mich auch nicht zu profilieren denn ich weis was ich kann und das reicht einstweilen also weise ich auf Dinge hin um jemandem Schaden oder Zeitverlust zu ersparen. Dass dies aber teilweise sogar mit Agressivität oder Herabsetzung gedankt wird gibt einem schon zu denken und wenn einer nicht hören kann muss er/sie eben fühlen. So war es schon immer, so wird es imemr sein.
Manche müssen eben 2-3 Mal auf die heiße Herdplatte greifen bevor sie es verstehen.

Magie und Mystik folgt und funktioniert nur durch ein sehr unfassendes Gerüst aus kosmisch-universellen (Natur)gesetzen.
Magische Kraft zu wirken OHNE diese Gesetzmäßigkeiten zu beachten kann nie funktionieren, das ist nach fast 10 Jahren ein Fakt den ich lernen musste und der allgemein gültig ist. Ein Beweis hierfür.......wenn es nicht so wäre wäre die Welt heute schon verloren denn es würde nur mehr Egoisten, Monstren und Schwarzmagier geben denn 1000 moderne Systeme würden 1000 funktionierende Wege offenbaren Magie zu wirken.
Und schon hätten wir die wahre Hölle auf Erden, verschuldet durch Egoismus, Geltungssucht, Habgier, Machtgier, Wollust, etc. ....schlimmer als alles heute existierende.
Andererseits sollte dies zum Nachdenken anregen wieviel Magie offenbar auch heute noch aus den großen Logen und Vereinigungen auf die Welt und die Menschen gewirkt wird denn wir stehen schon halb mit einem Fuß im Morast der von idiotischen Menschen geschaffenen Hölle auf Erden.
Trotzdem....solange die Masse Mensch verständnislos gehalten wird ist es nur halb so schlimm.
Wieviele Systeme funktionieren also wirklich? Von den modernen kein einziges meiner langjährigen Erfahrung nach. Entweder gar nicht oder sie lassen zum Teil immensen Schaden an Körper, Seele und Geist entstehen da allein der Weg der Mitte kein Schwarzmagischer ist.
Auf dem Weg der Mitte kann man jedes der 22 großen Werke erlernen und im Eiklang mit Gott etwas bewirken, egal ob Quabballah(Theurgie), Runenmagie, Sexualmagie, Heilmagie, Alchemie, etc etc. Außerhalb wird alles zur Sünde und zum Missbrauch verführen.
Diese Dreiheit, Körper-Seele-Geist, ist auch etwas Universell gültiges. Wem Seele und Geist nichts sagen der scheitert ebenso wie wenn er/sie wichtige Grundgesetze nicht beachtet.
Es gibt also 22 große Lehren(magische Künste) von denen erst 6 öffentlich zugänglich aufgedeckt wurden. Ale 22 sind untereinander verwoben und verbunden, also nur mit dem Blick aufs Ganze zu meistern.
Wozu also selbst die Mörderarbeit antun und ein eigenes System erschaffen? Geht das überhaupt ohne auf den alten Lehren zu basieren? Wozu das alles wenn der heutigen Menschheit erst maximal 6 von 22 großen Arkanen zugänglich sind?

Zurück zum Thema......Es gibt also unumstößliche, universelle Gesetze wie zB das Gesetz von Raum und Zeit.
ABER die Gesetze allein zu kennen macht keinen Magier aus einem wenn man das Lebendige in der Lehre nicht erfassen und verstehen kann. Man könnte auch sagen ohne der Unterstützung der feinstofflichen Welten, denn Bücher und Menschen(Lehrer) haben maximal eine Richtlinie die sie weitergeben können, die Praxis jedoch kann man nur erlernen indem man sich auf den Weg macht und die notwendige Unterstützung hat, zB vom inneren Lehrer. Das wären also wieder WISSEN,WAGEN, WOLLEN, SCHWEIGEN!
Sogar noch mehr! Denn kein modernes System konnte bis heute einen wirklich fälschungssicheren Weg vermitteln mit dem inneren Lehrer in Kontakt zu kommen, egal ob man es hohes Selbst, Thelema oder sonstwie nennt. DAS IST FAKT!
Ohne ihn ist man aber schon von vornherein zum scheitern verurteilt denn dieses Wesen hat die Hauptaufgabe sich um unsere persönliche Evolution durch die Inkarnationen zu kümmern. Wenn man keinen Kontakt zusammenbekommt(die Gründe hierfür sind so vielseitig wie die Menschen) oder die Führung verliert, zB weil man es sich verscherzt hat, ists für dieses Leben vorbei mit Magie, Mystik und Evolution. Dies kann zB durch unzureichende Introspektion geschehen.

Alle Magie kommt von Gottt, das ist Fakt.
Wenn hier die Gottesexistenz überhaupt erstmal bewiesen bzw darüber disskutiert werden muss macht jedes weitere Wort meinerseits, aber auch jede Mühe die man in ein selbst erarbeitetes System steckt erst recht keinen Sinn. Von vornherein. Gleiches gilt übrigens für jeden Weg, selbst für den dunklen, linken. Nur ist da eben ein Möchtegern das höchste Wesen obwohl es eigentlich gar nicht so ist. Glaube versetzt eben Berge, und wenn er nur so groß wie ein Senfkorn ist.
Leider kommt das Problem immer wieder auf das Leute glauben an jahrtausendealten Einweihungssystemen (die nebenbei erwähnt auch heute noch tadelos funktionieren SOFERN es die jungen Leute schaffen die fast schon leistungssport-mäßigen Anforderungen zu halten) rumpfuschen zu können und die eierlegende Wollmilchsau in den magischen Gebieten erfinden können.
Nochmals....Magie ohne Mystik ist nicht möglich außerhalb der Phantasie.
Der Entschluss die Tour de France zu meistern wird ohne den Antrieb, das Leben darin, ein bloßer Wunschtraum, ein Phantasiegebilde bleiben. Natürlich auch ohne dem entsprechenden Training und so weiter.

Da hilft es auch nicht das alle 10 Jahre Pilger auftauchen die dies und das reformieren bzw komplett umschreiben oder eigene magische Systeme erarbeiten wollen ohne überhaupt eine der alten Schulen zu beherrschen.
Das ist so als ob man die Grundschule, Hauptschule und Co. überspringt und sich sofort in einen speziellen Studiengang auf einer Uni einschreiben lassen will.
Auch das Kant mit den Größen vergangener Zeiten auf eine Stufe gestellt wird würde ich so nicht akzeptieren da Kant mit seinem Erkenntnisstand mit Sicherheit kein wirklicher Hermetiker sein konnte. Da wäre noch Rudolf Steiner eher einer.
Außerdem soviel ich von Kant kenne hatte er das auch nie vor auch wenn du überzeugt bist das er praktisch etwas mit diesen Dingen am Hut hatte.
Rein Philosophisch betrachtet schon TEILWEISE aber praktisch nicht. Zumindest hatte er nie vor solche Einflüsse in seine Werke fließen zu lassen. Er war Philosoph, kein Hermetiker, geschweige denn Magier, Alchemist, etc.
Aber ja.....dir gibt er etwas bestimmtes wertvolles......ich würde nur kein Katzengold als reines Golderz anpreisen, ich hoffe du verstehst was ich damit sagen will.
Beispiel: Aus Pyrit (Katzengold) lassen sich auf alchemistisch-spagyrische Weise, sowohl auf trockenem als auch auf feuchtem Wege, ganz wunderbare Arzneien herstellen aber an die Heilwirkungen des reinen Goldes reicht es trotzdem niemals heran.
Ergo...auch Katzengold kann wertvoll und kostbar sein WENN man es an seinen gebührenden Platz verweist, aber nur dann. So sehe ich das auch mit Kant und deinen ERkenntnissen die er dir vermittelt hat die wiederrum deine Ambitionen beeinflussen.



Aber nichts für ungut.....das waren einige Fakte und Überlegungen aus einem Praktikerleben.
Glauben muss mir ja keiner, das ist ja das schöne.
Noch will ich dich, Zuka, in irgendeiner Weise aufs Böse hin kritisieren. Ich würde gern wissen was du wirklich auf die Beine gestellt hast und ob dein System im Sinne der alten Schulen funktioniert, daher auch die eigenen Erfahrungen die ich hier gepostet habe.
Wenn du also magst können wir uns gern über alles unterhalten, wenn nicht auch Ok.
Ich glaube dich noch von Psigate her zu kennen, damals kamen schon ganz wunderbare Gespräche zustande, wir können also an diese Tradition anknüpfen.
Auch habe ich Interesse daran auszuloten wo die Grenzen des machbaren für dein System liegen und was alles darin verborgen ist aufzudecken, rein für mich selbst und um dir weiterzuhelfen dein Ziel zu erreichen sofern das möglich ist.
Nur habe ich nicht die Zeit Kant sowie deine Arbeit zu studieren da ich ohnehin komplett mit meiner eigenen Arbeit ausgelastet bin.
Wir müssten uns halt im Chat oder per Mail über Details unterhalten.

Aber frage dich selbst noch einmal.....wozu etwas Halbfertiges erfinden und daran eventuell sogar verzweifeln wo doch so gut wie nichts für das gros der angehenden Magier und echten Menschen bisher aufgedeckt wurde?!
Auch ich hatte schonmal so eine Idee aber ich habe sie verworfen und mir meine Unzulänglichkeit eingestanden was mich aber gar nicht groß traf da ich ohnehin noch lange nicht alles entdeckt habe was es gibt. Wenn schon dann kann ich das auch noch zu einem weit späteren Zeitpunkt in meinem Leben tun wenn ich die notwendige Reife und Entwicklung hierfür erlangt habe.
Ohnehin finde ich es besser altes und gutes zu modernisieren oder überarbeiten, also in den neuen Zeitgeist zu führen, als selbst eine MAgie zu erfinden. Allein schon welchen Nutzen könte solche Magie anstreben wo es doch bereits alles vorstellbare in den 22 großen Lehren gibt?
Was nutzt ein auf Philosophie aufgebautes magisches System (sofern es überhaupt funktioniert) dem satanischen Menschen der den notwendigen Evolutionssprung nicht schafft da mit Verstandesschärfe allein bisher nichts für die Menschheit zu gewinnen war?
Selbst unsere Zivilisation zerfälllt heute langsam aber sicher......was also haben die Menschen, die Uneingeweihten, bisher zustande gebracht? Eine Welt die zerbricht und eine Menschheit die den Bach runter geht in kollektiv. Nicht grade die besten Qualifikationen für den Umgang mit göttlichem, oder was meinst du?
Nicht Verstandesschärfe braucht der moderne Mensch, denn sie allein hat in ihrem Ungleichgewicht zu allen anderen Konstanten den Krüppel-Menschen von heute erschaffen, sondern SYNTHESE!!!!!!!!!!
GANZHEITLICHKEIT! Einen GEMEINSAMEN NENNER! HARMONie bzw BALANCE!

Lg

Roku
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Rokudou

Beitrag von Rokudou »

Zuka hat geschrieben: Im Unterschied zur traditionellen Hermetik hat Kant aber jegliche Form von Mystik und Fantasie herausgenommen und mit Tatsachen und Logik ernüchtert, sodass sie auch für den aufgeklärten Menschen von Belang sind und die gleichen Resultate erzielen können ohne dabei ethisch irgendetwas zu vernachlässigen. Die Analogie, die ich da immer ziehe ist folgende: Kant ist der moderne Hermes Trismegistos, so wie Hermes Trismegistos (falls es ihn wirklich gegeben hat) zu seiner Zeit als modern galt und sicher die modernere Erscheinung einer noch viel älteren Gestalt war.

Daher verstehe ich auch alle Bardonisten, Stejnaristen, Hermetiker nicht, die in der alten Zeit gefangen bleiben und sich nicht an die moderne Zeit anpassen wollen/können. Gerade darin war auch eines der Kernaussagen der hermetischen Schriften und auch der von Bardon. Zeiten ändern sich, Dinge werden alt, und man muss sie ersetzen durch neue. Altes wird in neues transmutiert. z.B. ist es wirklich noch notwendig an eine Vier-Elemente-Theorie festzuhalten, obwohl es dafür viel bessere Theoriemodelle gibt, die die Praxis effektiver und wesentlich mehr verbessern könnten?

1. Kant kann nie der wiedergeborene Hermes Trismegistos gewesen sein oder auch nur mit ihm verglichen werden. Sorry, aber hast du dich an dieses Wesen schonmal rangetastet?
Nie hätte ein trockener Mensch wie KAnt jenen Geist beherrbergen können.
Schau dir die Tiefe der Hermetik an, Hermes war der Stifter der Hermetik....wie könnte jemand wie Kant soetwas zuwege bringen?
Die Frage ob es ihn gab oder nicht beachte ich gar nicht denn ich gehe davon aus das der wahre Hermetiker fähig ist sich über Akasha über alles was ihn interessiert zu informieren.


2. magie ohne Mystik kann niemals praktischen Wert haben. Geht nicht, welchen Wert also?
Da streite ich nicht, denn wer es nicht glaubt soll es selbst versuchen mal etwas magisches zu bewirken, zB eine Heilung oder die grobstoffliche Manifestation eines Elements, oder Levitation, oder etc.
Geht nicht? Warum wohl?!.........Auch kann so eine Lehre für den Menschen keinen Nutzen haben denn hat die trockene Philosophie allein bisher etwas nenennswertes zur menschlichen Evolution hin zum Guten erreicht? NEIN!
Allein schon die Hybris aus spirituellen Themen alles spirituelle wegrationalisieren zu wollen ist das beste Beispiel. Wenn der Mensch die alten Wege die auch heute noch volle Gültigkeit haben nicht gehen kann kann aber ein halbes System nicht die Antwort sein.


3.Die Bardonier, usw passen sich durchaus an die moderne Zeit an. Aber sie mussten dafür nicht ihre Perlen vor die akademischen Säue werfen um sie zertrampeln zu lassen.
Altes und Neues.....ein Aspekt Akashas. Die wahren Eingeweihten bewirkten seit jeher die Synthese zwischen Vergangenheit und Zukunft in der gegenwart und das ganz ohne sich irgendwo dann selbst zu wiedersprechen.
Die Hermetiker halten an Traditionen fest weil sie zeitlos gültig sind, das scheinst du niemals verstanden zu haben als du den Adepten in den Hängen hieltest.
Auch nicht das es durchaus eine Berechtigung dafür gibt an alten Lehren festzuhalten denn ich habe meine Erfahrungen gesammelt genauso wie jeder andere der den Weg geht und nicht Zeit mit rumjammern verschwendet.
Was soll denn auch bitte daran an der Praxis gemessen nicht mehr zeitgemäß sein?
Ich habe mit dem Teil des Weges den ich bisher zurück gelegt habe ganz wunderbare Entwicklungen und Erlebnisse verbuchen können, wozu sollte ich also auch nur einen Buchstaben der alten Lehren bemängeln?
Jeder erfolgreiche Hermetiker wird mir da Recht geben.
Das jemand der scheinbar noch nichtmal die Porenatmung zuwege bringt nun rumjammert und ein leichtes und "zeitgemäßes" System wünscht kann ich verstehen aber trotzdem ist es Blödsinn etwas zu kritisieren das du scheinbar noch nichtmal im Ansatz verstanden hast.
Und zu den "Bardoniern".....Bardon war und ist die größte Persönlichkeit seit Hermes Trismegistos und das kann und muss von jedem selbst bemerkt werden.
Jeder Buchstabe in seinen Büchern ist alles Gold der Welt 100 fach wert.
Deswegen wird Bardon so geliebt....weil er der menschheit etwas gab zu dem sie selbst total unfähig war.......dies tat er aus reiner Liebe, nicht um sich zu profilieren oder weil seine Ansichtendamals modern waren, so wie du es Hermes unterstellt hast.
Hermes bzw Bardon ist auch heute noch so aktuell wie eh und jeh, nur ein Narr der nichts in Theorie oder Praxis erfasst hat kann so etwas behaupten.


4. Welche bessere Alternative zum 4 Elemente system kennst du denn?
Wieder so ein Punkt.......vlt hast du niemals etwas zusammen gebracht aber ist das die Schuld des Systems wenn du es nicht richtig anwendest?
Wozu etwas funktionierendes ändern? Haben sich denn die molekularen und wesentlichen Elemente des grobstofflichen Universums in den letzten 100 Jahren auch nur im geringsten verändert?
Basiert heute nicht mehr jedes Leben das wir kennen auf Kohlenstoff?
Was hat sich denn außer dem Hochmut der Menschen verändert sodass du eine komplette Änderung bestehender Lehrsysteme rechtfertigst?
Andere Frage: Hast du jemals mental, astral oder grobstofflich mit einem Element arbeiten können? Hast du bisher irgendetwas das Bardon beschreibt erlernen können? Ich bezweifle das denn keiner der das schaffte hatte hinterher den Wunsch etwas zu ändern. Das war nur bei jenen so die keine Erfolge verbuchen konnten. Ich habe etwas erreicht und ich erkenne die volle Gültigkeit der hermetischen Lehre vollkommen an. Außerdem kenne in meinen 31 Erdenjahren schon wirklich vieles das es an magischen Systemen gibt aber Bardon hat etwas zeitloses und unbezahlbares der Menschheit zuteil werden lassen.

Ernsthaft....was hat sich groß geändert das man eine Änderung rechtfertigen könnte?
Weist du das die Introspektion und Selbstveredelung ein essentieller Bestandteil der Elementelehre ist? Wozu denkst du besteht die Forderung zur Läuterung des Menschen?
Eventuell deswegen weil nur im geläuterten Menschen die Elemente kontrollierbar werden?
Hat KAnt irgendwo jemals darauf hingewiesen? Nein, nicht wahr? Aber er glaubte ja auch nicht an Magie ^^
Was soll bitte ein solches System der Menschheit bringen außer das alles sich noch verschlimmern würde? Oder wie soll so ein System wirkliche magisch-mystische Kraft beherrbergen?

Arbeite gewissenhaft nach dem Adepten und versuche mal vollkommen ehrlich es bis zur Stufe 5 zu schaffen.
Wenn du keinen Erfolg hast beim Üben mit den Elementen zB dann sag Bescheid und ich helfe mit allen Mitteln die legitim sind.
Aber bevor du das nicht selbst erlebt hast sind deine Ansichten und Gründe für mich nicht nachvollziehbar und auch nicht respektabel denn für jemanden der scheinbar am hermetischen Weg keinen Erfolg verbuchen konnte ist das nicht wenig hochmütig die alten Lehren zu kritisieren obwohl du nichts davon verstehst.





Ich weis das das nun etwas provokant war aber ich konnte es nicht besser formulieren mit deinen eigenen Überlegungen im Hinterkopf da ich deine Behauptungen etwas aus dem Rahmen gefallen sehe, du bist sehr ungerecht Dingen gegenüber die sich dir scheinbar bewusst versperrt haben.
Jemand der nichtmal die Hälfte des Weges der 1sten Karte gehen konnte steht so ein Urteil nicht zu wie ich finde.
Aber auch darüber können wir uns gerne unterhalten wenn du mir die Kritik meinerseits verzeihen kannst.
Ich achte dich als Pilger genauso hoch wie jeden anderen aber du hast eben schon einige hochmütige Aspekte an dir, auch wenn du es nicht böse meinst. Ich ja auch nicht, an keinem Punkt dieser oder anderer Unterhaltungen.

Ich bin kein Adept....aber ich bin auch kein erfolgloser Schüler. Mir etwas vorzumachen oder es bei bloßem Theoretisieren zu belassen wird bei mir nicht funktionieren.


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Beitrag von Zuka »

Mich würde nur interessieren wie genau man mit einem magischen System im Leben, also praktisch, arbeiten kann wenn man alles Lebendige und wirksame darin wegrationalisiert hat?
Erkläre mir mal den Kontext. Meinst du mit "wegrationalisiert" etwas im Sinne von "entfernen", "auslöschen" oder wegrationalisiert im Sinne von einer logischen Erklärung des Lebendigen und Wirksamen? Wenn du ersteres meinst, muss ich dich enttäsuchen, das trifft nicht zu, keine Ahnung woher du das nimmst, denn in meinem Werk betone ich sogar die Natürlichkeit und die Harmonie mehrmals, denn das Nichteinhalten dieser führt, wie wir wissen, zu massiven Schäden. Ich habe auch ebenso die Möglichkeiten angeboten, wie man diese massiven Schäden verhindert, und, wen überrascht es, kann es sich dabei nur um die ethische Organisation handeln, das hat Bardon ebenso aufgezeigt, nur in seinem Theoriemodell. Für die ethische Organisation ist eine Vier-Elemente-Lehre aber nicht notwendig, denn man erhält mit Kants und meinem Modell exakt das gleiche Resultat, als würde man es mittels der Elementelehre tun.

Gerade bei Kant geht es nirgendswo ausschließlich um Verstandesschärfe geschweige denn um Rationalismus alleine. Friedländer hat mit seinem kritischen Polarismus sogar die Hermetik auf eine sehr expressionistische und klare Art und Weise beschrieben wie man sie nur in Poeten wie Goethe anfinden kann. Dass das für dich natürlich keinerlei Relevanz und Bedeutung zu haben scheint, ist mir klar, daher gehe ich darauf auch nicht näher ein. Sollte da doch Interesse bestehen, ruhig fragen. Denn nur wer interessiert ist, kann auch wirklich verstehen. Denn wer nicht interessiert ist und bewusst sein Dogma verbreiten will, der wird auch bewusst das Gesagte ignorieren oder gar die Fakten verdrehen oder ebenso ignorieren. Und das ist nicht das Ziel, schon gar nicht das Ziel Bardons oder der Hermetik. Das wissen wir beide. Die Hermetik hatte auch niemals den Anspruch sich zu einer Weltreligion zu erheben, so wie es mit dem Christentum auf brutalste Art und Weise geschehen ist. Deswegen empfehle ich alleine schon aus Prinzip wirklich fast keinem mehr die Werke Bardons oder der Hermetik, weil ich sehr wohl weiß, was passiert mit Menschen, die sich Hals über Kopf in ein solches Gebiet stürzen.
Hermetik hat den hauptsächlichen Sinn einen alten aber ewig aktuellen Weg der Menschheit überhaupt gangbar zu machen.
Dabei vergisst du aber, dass es NIEMALS den EINEN Weg gibt, sondern es IMMER mehrere Wege gibt, die zum gleichen Ziel führen können. Wenn du glaubst, dass Bardon die alleinige Lösung für alle Probleme wäre, ist es exakt das Gleiche als würde man heute sagen, dass der Glaube an die Kirche alle Probleme lösen könnte oder der Glaube an Jesu alles löst. Das mag für MANCHE Menschen sicher geklappt haben, für andere aber nicht. Das musst du akzeptieren. Wir alle müssen akzeptieren, dass Menschen andere Wege brauchen, um das gleiche Ziel zu erreichen, die Menschen sind eben nicht alle gleich. Die Leugnung dessen ist ein Zeichen der Ignoranz und sehr gefährlich.

Es gibt Menschen, die sind wahrhaft suchend, können aber Bardons Weg nicht gehen und trotzdem streben sie die gleichen von Bardon und der Hermetik erwähnten Ideale an. Zu mal ich erwähnen muss, dass ich schon Menschen getroffen habe, die von einem Bardon noch nie was gehört haben, aber ein solches wunderbares, vorbildliches Verhalten an den Tag legen wie als würde hier ein treuer, fortgeschrittener Bardonist vor mir stehen. Damit ist auch die Idee: "Bardon ist die einzige Lösung" widerlegt, denn, Bardon ist EINE von VIELEN Lösungen, aber NICHT die EINZIGE.
Ich habe ja nichts davon hier etwas zu posten. Ich brauche mich auch nicht zu profilieren denn ich weis was ich kann und das reicht einstweilen also weise ich auf Dinge hin um jemandem Schaden oder Zeitverlust zu ersparen. Dass dies aber teilweise sogar mit Agressivität oder Herabsetzung gedankt wird gibt einem schon zu denken und wenn einer nicht hören kann muss er/sie eben fühlen. So war es schon immer, so wird es imemr sein.
Manche müssen eben 2-3 Mal auf die heiße Herdplatte greifen bevor sie es verstehen.
Dass manche auf deine Beiträge (wer auch immer das sein soll) aggressiv reagieren, das liegt vermutlich aber auch daran, dass du versucht Bardons System als das wohl einzig richtige darzustellen. Du legst sehr wohl ein dogmatisches Verhalten, wie die alten Kirchen, zutage. Das kränkt einige Menschen, denn sie haben andere Erfahrungen gemacht als du. So wie es dich kränkt, dass ich andere Erfahrungen als du gemacht habe und daher auch mein eigenes System aufbaue, mit dem ich genügend praktische Erfahrungen gemacht habe, von denen ich einige in meinem Werk erwähnt habe. Die kannst du gerne nachlesen. Von den anderen extremeren Erfahrungen hielt ich mich bewusst zurück, weil ich mir gewiss bewusst bin welche Dinge möglich sind, wenn man die volle intuitive Kenntnis von diesem Thema hat.

Falls du mir unterstellen willst, dass ich hier irgendeine Form von Ethik vernachlässige, dann tue dies und begründe das bitte entsprechend. In meinem Werk habe ich keineswegs die Ethik vernachlässigt, sogar wesentlich genauer ausgeführt als Bardon es in seinem Werk getan hat, worauf nur der Praktiker selbst kommen kann, wenn er sich lange genug mit Bardon praktisch befasst hat, wie du ja weißt. (Nachzulesen in "ethische Organisation") Denn sie bildet das A und O der magischen Praxis, darin bestand auch nie ein Zweifel.

Es geht nicht darum "alte Lehren" zu zerstören, sondern sie zu modernisieren und zu erneuern. Das hat Bardon gemacht, das haben auch viele andere vor ihm gemacht. Immer war es notwendig ein funktionales System auf einen neueren Stand zu bringen. Alle Modelle beschreiben immer reale Vorgänge, aber die Modelle selbst müssen nicht zwangsläufig der Realität entsprechen und durch die Vernunft, die ein tolles Werkzeug ist, gibt man uns Menschen erst die Möglichkeit uns selbstzuvervollkommnen und damit auch folglich alte Systeme zu erneuern. Der gute Rawn Clark hat das schon am Anfang seiner Kommentierung zu WZWA erwähnt (im Theorieteil), wofür ich ihm dankbar bin, denn er hat vollkommen Recht.
Was nutzt ein auf Philosophie aufgebautes magisches System (sofern es überhaupt funktioniert) dem satanischen Menschen der den notwendigen Evolutionssprung nicht schafft da mit Verstandesschärfe allein bisher nichts für die Menschheit zu gewinnen war?
Ich wiederhole mich nochmal: Es geht NICHT um Verstandesschärfe. Woher ziehst du diese Sophismen? Nirgendswo geht es bei Kant auch nur ansatzweise um Verstandesschärfe allein, sondern um die Vereinigung dieser Prinzipien zu einem. Nicht ohne Grund war Kant sehr begeistert von Newton, der Newton, der zufällig auch Hermetiker war und auf dem Kant sogar vieles seiner Grundwerke aufgebaut hat. Kant gibt mehr Einblick in die Hermetik als man auf den ersten Blick meint. Da es aber Menschen gibt, die glauben, dass "Intellektualität" etwas schlechtes ist, machen sich die Menschen garnicht mehr die Mühe überhaupt sich darin weiterzubilden.

Warum glaubst du lesen die meisten Menschen einen Kurzschwurbler und Quacksalber wie Friedrich Nietzsche? Der Typ hatte viele faschistoide Aussagen gemacht, vieles, was er sagt ist total unsinnig, trotzdem sind die Menschen von ihm mehr begeistert als von einem Kant, der wahrlich das Ideal der Selbstvervollkommnung anstrebte und dabei ein sehr funktionales Instrument dazu lieferte, welches durch eigene Vernunft erweitert und dann in der Praxis umgesetzt werden kann. Ich habe Kants Instrument für die Magie benutzt und bin mehr als fasziniert. Dafür war die Vier-Elemente-Theorie keineswegs notwendig, sondern es reichte alleine die absolut richtige apriorische Tatsache aufzustellen und festzustellen, dass es einen superordinierten Urstoff gibt, einen Äther. (Auch das kannst du in meinem Werk nachlesen)
Da hilft es auch nicht das alle 10 Jahre Pilger auftauchen die dies und das reformieren bzw komplett umschreiben oder eigene magische Systeme erarbeiten wollen ohne überhaupt eine der alten Schulen zu beherrschen.
Das ist so als ob man die Grundschule, Hauptschule und Co. überspringt und sich sofort in einen speziellen Studiengang auf einer Uni einschreiben lassen will.
Nette These. Willst du mit dem Satz implizieren, dass ich also keine Praxiserfahrung hätte? Dann lass' ich dich das mal glauben. Deine Worte, finde ich, passen da ganz gut: "Glauben muss mir ja keiner, das ist ja das schöne." - Finde ich auch.
Alle Magie kommt von Gottt, das ist Fakt.
Und doch ist für die Selbstvervollkommnung ein Glaube an einen Gott überhaupt nicht notwendig. Was auch heißt, dass man nicht an einen Gott glauben muss, um sich selbstvervollkommnen zu können. Die Idealbegriffe eines möglichen Gottes sind ebenfalls ausreichend (man siehe bspw. die letzteren Stufen Bardons, in dem das eine wichtige Rolle spielt) Es reicht bereits die Tatsache aus, dass es eine Singularität geben muss, die alle Dinge vereint oder mit ihnen verbunden ist, und zugleich auch die Ursache aller Dinge darstellt. Diesen Platz nimmt der Äther ein. Mehr brauch' man darüber nicht zu reden, da alles weitere reine Hypothese und Quacksalberei ist. Im Kybalion ist das auch wunderbar erklärt wurden in Bezug auf das "All".
Auch das Kant mit den Größen vergangener Zeiten auf eine Stufe gestellt wird würde ich so nicht akzeptieren da Kant mit seinem Erkenntnisstand mit Sicherheit kein wirklicher Hermetiker sein konnte. Da wäre noch Rudolf Steiner eher einer.
Außerdem soviel ich von Kant kenne hatte er das auch nie vor auch wenn du überzeugt bist das er praktisch etwas mit diesen Dingen am Hut hatte.
Hast du denn Kant jemals gelesen? Ich finde, dass in seinen Werken sehr viele hermetische Ideen stecken, die er sehr genau und detailliert ausformuliert, sogar ziemlich genau, erschreckend genau und präzise, und mit absoluter Gewissheit. Wie ich bereits erwähnte, Kant war äußerst fasziniert von Newton, der Newton, der sich mit der Hermetik auseinandergesetzt hat. Und darauf basierte Kant vieles in seinen Werken. Für einen Zufall halte ich das nicht. Zu mal vergessen wir mal deine Worte nicht: Wissen, Wagen, Wollen, Schweigen. Kant wusste mehr, als er preisgab. Erst kurz vor seinem Tod schrieb' er an seinem Opus Postumum, indem erstmals der Begriff "Wärmestoff" (synonym für Äther) auftauchte. Er war leider schon zu alt, um es jemals fertigzustellen, aber Kant war ein wirkliches Genie für sich. Seine Größe wird heute meiner Meinung nach viel zu unterschätzt als überschätzt. Die meisten Menschen lesen heute nur noch Blödsinn von Nietzsche (den kannst du übrigens als den klassischen Anti-Hermetiker bezeichnen) oder Spengler ("Untergang des Abendlandes", der wohl größte blöde faschistoide Quatsch, den ich je gelesen habe) oder was weiß ich was für einen modernen rechten, menschenverachtenden Unsinn.
Nur habe ich nicht die Zeit Kant sowie deine Arbeit zu studieren da ich ohnehin komplett mit meiner eigenen Arbeit ausgelastet bin.
Als kennst du Kants Werke doch nicht? Aber oben klingst du so als wüsstest du gut über ihn Bescheid, dem scheint aber, nach diesem Satz, nicht so. Warum also ein Urteil fällen, wenn man die Person und deren Lehren nicht kennt? Das gleiche wolltest du mir doch jetzt auch mehr oder weniger, in Bezug auf Bardon, mitteilen. Aber okay, ist verständlich, dass du mit deiner eigenen Arbeit zu tun hast. Nur sollte man dann nicht unbedingt versuchen Kant in irgendeine Position zu stellen, in der er sich nicht befunden hat. Habe ich übrigens mit Bardon auch an keiner Stelle gemacht, obwohl ich seine Lehren inzwischen gut kenne und studiert so wie praktisch ausgeführt habe.
Aber frage dich selbst noch einmal.....wozu etwas Halbfertiges erfinden und daran eventuell sogar verzweifeln wo doch so gut wie nichts für das gros der angehenden Magier und echten Menschen bisher aufgedeckt wurde?!
Wenn du mir zeigst, was an meinem Werk halbfertig sein soll, bin ich gerne bereit es zu erweitern. Tatsächlich ist das hier mein erstes Werk, das zum ersten Mal wirklich "vollständig" ist. Betrachte ich meine älteren Magietheorien (du kennst sie ja sicher aus den alten Foren), ist diese meinige hier wohl die erste, die ich wirklich mal zu Ende brachte und logisch und in sich schlüssig ist.
Nicht Verstandesschärfe braucht der moderne Mensch, denn sie allein hat in ihrem Ungleichgewicht zu allen anderen Konstanten den Krüppel-Menschen von heute erschaffen, sondern SYNTHESE!!!!!!!!!!
Richtig, aber hier hat auch niemand behauptet, dass Verstandesschärfe alleine das wäre, was der Mensch braucht. Oder wo liest du das in meinen Beiträgen raus? Oder setzt du, wie viele auch, fälschlicherweise Vernunft mit Verstandesschärfe oder generell mit Verstand gleich? Oh je, ein ganz böser Fehler.
Wieviele Systeme funktionieren also wirklich? Von den modernen kein einziges meiner langjährigen Erfahrung nach. Entweder gar nicht oder sie lassen zum Teil immensen Schaden an Körper, Seele und Geist entstehen da allein der Weg der Mitte kein Schwarzmagischer ist.
Nur wer sagt, dass die Idee der szientistischen Magie kein Weg der Mitte sei? Es kommt immer darauf an, welche magischen Systeme man verwendet. Man braucht keinen Bardon, um sich selbst ethisch, geistig und körperlich zu vervollkommnen. Da fallen mir doch einige buddhistische Kontakte ein, die haben von einem Bardon nie was gehört, und sind schon spirituell auf Dingen unterwegs, die uns gänzlich verborgen bleiben ehe wir selbst diese erreichen werden. Von den vielen modernen Systemen gibt es doch genügend, die "funktionieren". Ihnen allen aber fehlt der wesentliche Punkt: Ein System und die Beleuchtung der ethischen Organisation. Bardon hat das getan, daher ist sein System auch erfolgreich, da es den Körper nicht zwangsläufig kaputt macht, wenn man sich an die ethische Organisation hält.
Magie und Mystik sind in der Praxis auch gar nicht zu trennen, wiederrum wird jedoch nur dem erfolgreichen Hermetiker klar sein warum.....dem Macher nicht dem Theoretiker.
Das kannst du so sehen. Es ändert jedoch nichts an dem Weg, der bleibt gleich. Mystik, im Sinne von Religion und Aberglauben, muss aber entfernt werden, denn diese führt zwangsläufig zu solchem Blödsinn wie Askesen oder ähnlichem halbfanatischen Wahnsinn.
Aber nichts für ungut.....das waren einige Fakte und Überlegungen aus einem Praktikerleben.
"Fakten" gehen immer einher mit Beweisen und logischen Schlussfolgerungen (im Fall der Hermetik sind natürlich "Beweise" schwer möglich das gebe ich zu, logische Schlussfolgerungen dagegen sind aber bis zur Hemmschwelle zum Außersphärischen noch sehr wohl möglich). Die fehlen hier aber. Ich würde also deinen Satz daraufhin korrigieren, dass du hier nur "Überlegungen und Erfahrungen" aus DEINEM Praktikerleben mit uns geteilt hast. Deine Erfahrungen sind aber durchaus interessant und die, die du schon in anderen Foren und früher auch auf PsiGate, mit uns geteilt hast gehen auch teils einher mit meinen. Ich habe nur ein anderes Erklärungsmodell für diese, am Resultat ändert es nichts, ethisch wird auch hier nichts vernachlässigt, auch wenn du das vielleicht denkst.
Jemand der nichtmal die Hälfte des Weges der 1sten Karte gehen konnte steht so ein Urteil nicht zu wie ich finde.
Aber auch darüber können wir uns gerne unterhalten wenn du mir die Kritik meinerseits verzeihen kannst.
Ich achte dich als Pilger genauso hoch wie jeden anderen aber du hast eben schon einige hochmütige Aspekte an dir, auch wenn du es nicht böse meinst. Ich ja auch nicht, an keinem Punkt dieser oder anderer Unterhaltungen.
Und doch meinst du ein Urteil fällen zu können über das, was Kant geschrieben hat, kennst aber seine Werke (offensichtlich) nicht. Ich verstehe es wirklich mit manchen Menschen nicht... Warum bezichtigen andere Menschen den Nächsten des falschen Urteils und selbst sind sie nicht in der Lage ein Urteil zu fällen, weil sie sich normativ und dogmatisch nur nach einer Person und Lehre richten? Aber jeder soll das tun, was er/sie für richtig erachtet.
4. Welche bessere Alternative zum 4 Elemente system kennst du denn?
Das Lesen meines Werkes würde dir gut tun, anstatt Kant und mich des angeblichen Materialismus zu bezichtigen. Kannst mir gerne zeigen, wo Kant oder ich sich klar als Materialist herausstellt.
Kant kann nie der wiedergeborene Hermes Trismegistos gewesen sein oder auch nur mit ihm verglichen werden. Sorry, aber hast du dich an dieses Wesen schonmal rangetastet?
Nie hätte ein trockener Mensch wie KAnt jenen Geist beherrbergen können.
So kann nur ein Sophist urteilen, der seine Werke nicht kennt. Kants Schreibweise ist trocken, nicht aber das tiefsinnigere das dahintersteckt. Auch bei Bardon, der seine Sätze sehr kurz formulierte, besonders im Theorieteil, steckt so viel mehr dahinter, wenn man erst einmal die Praxis durchführt. Aber ich lasse dich mal glauben, was dir beliebt. Kant ist kein wiedergeborener Trismegistos, das habe ich auch nicht behauptet, aber sehr wohl bietet er ein System an, dass das gleiche Ziel wie das der Hermetik verfolgt. Das kann aber jemand, der seine Werke offensichtlich nie gelesen und studiert hat, nicht erkennen.
Hat KAnt irgendwo jemals darauf hingewiesen? Nein, nicht wahr? Aber er glaubte ja auch nicht an Magie ^^
Wieder eine sophistische Schlussfolgerung. Er hat nicht auf die Elementelehre hingewiesen, aber sein System erfüllt die gleichen Zwecke wie die der Introspektion mithilfe der Elementlehre und darauf wies er sogar mehrmals betont hin. Dass Kant nicht an Magie geglaubt hat, wage ich zu bezweifeln. Ein Blick in seine Werke zum Thema "Vorsatz" genügen, um der eigenen Worte eine Revision zu geben und eine andere Einsicht zu gewinnen. Man achte stets auf beide Seiten der Münze. Nichts ist wie es scheint.
Wir müssten uns halt im Chat oder per Mail über Details unterhalten.
Können wir jederzeit tun, wenn sich dafür die notwendige Zeit ergibt. :)

Ich möchte noch abschließend erwähnen, dass ignorantes Verhalten heutzutage zu Sachen wie dem "Brexit" führt, meiner Ansicht nach: der Niederlage der Vernunft. Die Menschen denken heute nicht mehr nach, kritisieren gleich alle Systeme und Parteien der Welt, haben aber keinerlei Ahnung wie diese auch nur im Ansatz funktionieren und was viele von ihnen (besonders die EU) leisten, damit es hier uns gut geht. Die EU ist im Vergleich zu der uns bekannten Vergangenheit wohl das PARADIES auf Erden. Uns allen geht es verdammt gut und wir sollten uns auch alle gut daran tun, dass wir alle zusammen halten und versuchen die anderen Menschen zur Einigung zu überzeugen. Manche Menschen wollen das aber nicht und immer mehr rechtsextreme Kräfte erstarken in Europa und wollen die EU zerstören. Das muss definitiv verhindert werden, wenn wir den Frieden wahren wollen. Auch darf die EU nicht alleine auf Europa alleine beschränkt sein. Sie muss sich zu einer Weltunion bilden, in der alle Menschen wahrlich eins werden. Solange es Differenz gibt, wird es auch immer Krieg und Hass geben. Und um diesen zu beseitigen, ist die Indifferenz aller Nationen notwendig, zu einer Weltnation, in der die Menschen sich selbst als Brüder und Schwestern wiedererkennen. Die Menschen wollen heute einfache, simple Systeme und Lösungen. Komplexe Lösungen, die funktionieren und notwendig sind, will man dabei schon gleich kategorisch ablehnen und das ist sehr traurig, und so zeigt es doch wie ungebildet unsere heutige Gesellschaft doch ist. Nicht nur spirituell, sondern ebenso intellektuell. Und wie wir richtig sahen hilft hier nur die spirituelle Weiterentwicklung. Es ist daher gut, wenn man den Menschen mehrere Systeme bieten kann, mit denen sie leben können, aber insgeheim zum gleichen Ziel führen. Denn manche Menschen wollen das Gleiche wie es bei Bardon beschrieben ist, wollen aber dafür nicht Bardons Ideen anhängen aus welchen Gründen auch immer. Das sorgt für Differenz und es entsteht eine Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Magie. Wenn man aber versucht Lehren zu vereinen, tatsächlich wahrnehmbares zu analysieren und zu untersuchen, kann selbst der Skeptiker daraus logische Gewinne machen und sich selbst vervollkommnen und die Existenz der Magie absolut einsehen und dabei die gleichen ethischen Wege gehen wie bei Bardon ohne dabei jetzt transzendenten Ideen zu folgen. Was zur Zeit geschieht, ist schlimmer als gedacht und es wird ein schlimmes Ende nehmen, wenn man dagegen nichts unternimmt. Pessimismus ist dabei keine Lösung, sie zeugt von Unfähigkeit und/oder Faulheit etwas ändern zu wollen, aus welchen Gründen auch immer.

Wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg. Bin bei Gelegenheit immer bereit zu chatten oder zu mailen.

MfG,
Zuka.
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Beitrag von Wingman »

Zuka hat geschrieben:Ich möchte noch abschließend erwähnen, dass ignorantes Verhalten heutzutage zu Sachen wie dem "Brexit" führt, meiner Ansicht nach: der Niederlage der Vernunft...
Thematisch nach hier abgeteilt: http://www.thetawaves.info/forum/viewtopic.php?t=1908
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Beitrag von Zuka »

Anmerkung zur szientistischen Magie:
Es kam einst die Frage zu diesem Thema (von woanders her) und habe vor, diese auch hier gleich zu beantworten:

Die Frage lautete:
1. Wie ist es möglich, dass der Äther durch den Willen trotzdem auch außerhalb des Leibes beeinflusst werden kann?

Ich habe diese Frage natürlich kommen sehen und hatte bereits an der Erörterung dieses Sachverhalts gearbeitet, denn sie bildet letztlich das letzte fundamentale Argument der Magie nach außen hin. Im Werk habe ich sie nur grob zusammengefasst folgendermaßen beantwortet: (S. 135):
Eine sehr einfache Erwägung zeigt uns, dass feste Körper überhaupt unmöglich an derjenigen Stelle eine absolute Grenze haben können, wo wir ihre Oberfläche wahrnehmen, sie müssen mit den übrigen Körpern im Weltraum in einem verborgenen kontinuierlichen materiellen Zusammenhang stehen. Denn sonst würden die an ihrer Oberfläche aufhörenden Materialteile & um mich eines gelegentlichen Ausdrucks des Déscartes zu bedienen & keine Mitte haben, in dem sie in der Richtung nach dem Inneren des Körpers eine Ausdehnung hätten, während in der Richtung nach außen die Ausdehnung absolut fehlen würde, gerade als ob sie an einen leeren Raum, an das Nichts grenzten. Die Oberfläche würde eine Mitte sein, an deren einer Seite Materie, an deren anderer nichts läge. Dieser, soviel ich weiß, noch nicht bemerkte Grund zwingt allein schon zu der Annahme, dass dem ganzen Weltraum eine kontinuierliche, homogene, materielle Masse zugrunde liegen muss, sodass die Grenzen fester Körper nur Erscheinungen sind, die auf einer besonderen Bewegungsart dieses Urstoffs beruhen.
MfG,
Zuka.
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Beitrag von Sigrun »

Es tut mir wirklich leid, dass ich mir hier nicht die Zeit nehme mitzudiskutieren. Ich habe nur einige Ausschnitte gelesen, da ich allgemein der Meinung bin, man muss das Rad nicht neu erfinden und daher neue Systeme eher ablehne - ich bin Traditionalistin, Theorie statt System!
Aber ich werde mir ein paar Stunden nehmen um mal reinzulesen, wenn man sich schon die Zeit nimmt Etwas Eigenes zu erschaffen darf es zumindest mal angeschaut werden :-)
Mir klingt der Tenor einfach recht philosophisch und Philosophie ist immer nett aber praktisch und magisch wenig wert. Die eigene Persönlichkeit die man philosophisch erforscht repräsentiert häufig nur den immer größer werdenden Ego-Schleier der erschaffenen nicht der reinen Eigenschaften, aber we'll see.

Die ganze Personendiskussion ist unnötig - Hermes, Bardon, Kant sind alle in erster Linie einfach tote Menschen und Hermes vielleicht nur Symbolisch. Sollte Einer davon (oder Alle) ätherisch weiterexistieren interessiert Diese das wenig, ob jemand in ihrem Namen spricht oder ihre Ehre verteidigt. Die Diskussion wird sicher viel ruhiger, wenn man sich auf dieser Ebene nicht gegenseitig angreift :wink:
Mit dem Beitritt zur Freimaurerei und später zum Aufstieg in den A.A.S.R. (Alter, angenommener schottischer Ritus) habe ich schließlich viele Reisen unternommen zu Orten und Menschen, die mir Sachen gezeigt haben, die mir bis dato unbegreiflich und unerklärlich waren.


Mit 18? :D
Entschuldige meinen Sarkasmus; aber: Großer wiedergekehrter Meister, der bereits mit 8 initiiert wurde und dann wie im Märchen durch die Welt reisen durfte oder einfach falsches Alter im Forum?
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Zuka
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Beitrag von Zuka »

Sigrun hat geschrieben: Mit 18? :D
Entschuldige meinen Sarkasmus; aber: Großer wiedergekehrter Meister, der bereits mit 8 initiiert wurde und dann wie im Märchen durch die Welt reisen durfte oder einfach falsches Alter im Forum?
Oh, das ist mir jetzt aufgefallen. Nein, das sollte da eigentlich nicht stehen. Ich hatte das Schlusswort damals in Eile geschrieben um etwa 4:50 Uhr morgens, verzeih' mir also, ich hatte da zwischendrin schlaflose Nächte. Natürlich bin ich nicht im AASR vertreten, es wäre jedoch mal mein Wunsch dort eingeladen zu werden, wenn es mal soweit ist. Ich bin in der Johannisloge, blauer Grad, also nicht den roten Graden bzw. kein AASR oder York-Ritus. In den schottischen Ritus kann man erst eingeladen werden, wenn man mind. 9 Monate den 3° blauen Grad (Meister) inne hat, bin aber zurzeit erst im 1° vertreten, also Lehrling. Bis dahin wird es wohl noch ein bisschen dauern. :D Habe das gerade korrigiert und nochmal neu hochgeladen. Die Faszination der Andreaslogen wird mir jedoch nie gänzlich aus dem Kopf gehen (was wohl durchaus zu diesem schlimmen Tippfehler geführt hat), doch geht es bei der Freimaurerei nicht um die "Geheimnisse", sondern tatsächlich mehr um das moralische und ethische Verhalten so wie das Gefühl des Zusammenhalts. Dieses gelernte ethische Wissen solle man dann mit nach außen in die Welt tragen. Nur eine Anmerkung: Vergesse bitte nicht, dass die Grade in der Freimaurerei überhaupt keine hierarchische Bedeutung haben. "Großer wiedergekehrter Meister" ist also allgemein der falsche Ausdruck, denn es hat den Klang von etwas höher stehendem. In der Freimaurerei ist aber jeder ein Schüler und Titel und Grad bedeuten nichts. Privilegien erhält man durch diese erst recht nicht. Der eine ist nur in gewissen Wissensbereichen tiefer eingeweiht, andere (noch) nicht. Das macht sie aber vom Stand nicht mehr oder weniger bedeutend als jeder andere der Johannisloge. Danke dir für den Hinweis, habe es korrigiert und nochmal neu hochgeladen.
Ich habe nur einige Ausschnitte gelesen, da ich allgemein der Meinung bin, man muss das Rad nicht neu erfinden und daher neue Systeme eher ablehne - ich bin Traditionalistin, Theorie statt System!
Während ich deinen Glauben nachvollziehen kann, ist die Begründung aber wohl doch recht schlapprig. Ein Rad wird hier sicher nicht neu erfunden, aber ein Modell, dass szientistische (synthetisch apriorische) Aussagen machen kann, hat mehr Vorteile als ein traditionelles System, dass sich ausschließlich an mystischen Prinzipien orientiert, kurzum das Handwerk in die Hände eines nichtbewiesenen Etwas zugrunde liegt oder einfach sagt: "Das ist so", ohne Begründung. Das nennt sich "normativ" und das ist bisher in der Magie so geglieben. Die Alchemie und die Astrologie konnten sich aus ihren Ständen als Protowissenschaft jedoch entreißen und entwickelten sich zur heutigen Chemie und Astronomie, zu "deskriptiven" Wissenschaften, nämlich dem was ist.

Betrachte doch mal die Naturwissenschaften, wie die Physik. Auch diese hatte zahlreiche Modelle vorzuweisen, die "funktionierten", aber in der Realität schlicht und einfach falsch waren, weshalb man sie durch neuere, genauere und realitätsgetreuere Modelle ersetzt hat. Alles ist im Wandel, nicht nur die Physik, sondern auch die Magie. Und so sollte, nein muss, auch ein solcher Wandel in der Magie stattfinden. Ich selber würde mich wohl kaum noch mit dem klassischen Bohr'schen Atommodell (auch wenn es immernoch als anerkanntes "Schulmodell" gilt) befassen, wenn ich die Kenntnis darüber habe, dass neuere Modelle (Atomorbital) es wesentlich genauer und korrekter beschreiben aufgrund der neuesten Erkenntnisse. Allerdings ist es nicht verkehrt um das veraltete Modell zu wissen, denn es diente schließlich als Grundlage für neuere Systeme. Das ist bei der Magie nicht anders und so ist natürlich eine Kenntnis über andere Systeme (zumindest historisch und wie sie in etwa ablaufen) durchaus wichtig.

Weiterhin muss man sagen: Das Rad wurde immer wieder neu erfunden. Vieles in der Physik hat "Reformen" erfahren und wurde modernisiert, vieles im neuen Gewand. Zu mal kann man von jedem System behaupten, dass es das Rad neu erfinde, denn man kann sicher davon ausgehen, dass das Wissen um die Magie vor tausenden Jahren auch nicht mehr war als das Abgeschriebene der Gelehrten, die ebenfalls ihr System auf bereits vorhandenes Wissen aufbauten. Systeme hat es immer gegeben, sie wurden nur verfeinert, verbessert, korrigiert. Früher war es das Holzrad bei den Kutschen, heute sind es die Autoreifen (wenn man sich deren Aufbau ansieht, ist das nicht mal ohne. Da werden schon viele komplexe Tests ausgeführt für den "optimalen" Reifen, das hat sogar lebensrettende Auswirkungen auf den Fahrer) bei den Autos. Ich denke nicht, dass ich die Frage zu stellen brauche, ob man wohl statt eines Autoreifens doch lieber ein Holzrad am Auto bevorzuge. Die Parellele lässt sich wunderbar zur Magie ziehen. Ein veraltetes System, das auf unsicheren Normen aufbaut oder doch lieber ein System, dass auf Tatsachen aufbaut und bestenfalls dein Leben retten kann? Ein Traditionalist wird wohl das erstere wählen, aber dann muss er wissen auf was er/sie sich eingelassen hat, wenn mal was schief läuft. Jeder soll da für sich denken wie er/sie will.

Da du nur einige Ausschnitte gelesen hast, kannst du nicht wirklich vollends ein Urteil bilden über die Nützlichkeit der szientistischen Magie. Zugleich müsste auch ein gewisses Vorwissen über Immanuel Kants Werke vorliegen (habe ich oben gepostet), um das ganze Ausmaß zu begreifen. Aber gut, wenn du traditionalistisch bleiben willst, ist das deine Entscheidung.
Mir klingt der Tenor einfach recht philosophisch und Philosophie ist immer nett aber praktisch und magisch wenig wert. Die eigene Persönlichkeit die man philosophisch erforscht repräsentiert häufig nur den immer größer werdenden Ego-Schleier der erschaffenen nicht der reinen Eigenschaften, aber we'll see.
Das ist ein sehr gefährliches Sophisma, das du hier auferlegst. Dass Magie und Philosophie immer einhergingen und heute noch gehen, ist selbstverständlich, wenn man sich darüber bewusst ist, dass die Magie ein Mittel ist, damit ein Mensch für sich die bekannten philosophischen Existenzfragen überhaupt oft erst beantworten kann bzw. nach deren Antwort streben kann. Es wäre ziemlich gefährlich zu behaupten, dass hier "wenig magischer Wert" liege. Auch ist Philosophie nicht auf Theorie alleine beschränkt; auch ein bekanntes Sophisma jener, die in Philosophie nur die brotlose Kunst der Rhetorik sehen. So einfach ist es nämlich leider nicht, komischerweise kriegt man aber die These der brotlosen Kunst der Philosophie auch oft immer aus den Ecken der Nietzsche-Verehrer zu hören, von denen die meisten aber bekanntlich mehr Wert auf einfache Worte und wenig Nachdenken liegen (= Stammtischparolen), weshalb ihnen ein Kant sehr stark auf's Gemüt geht und enttäuscht beiseite liegen, weil er ja "zu schwer zu lesen sei". Unterstellen will ich dir das hier jetzt nicht, aber du solltest überlegen ob du deinigen wohl doch recht einfachen Trugschluss als Ansicht beibehalten willst. Ein Magier ist zugleich auch in gewisser Hinsicht philosophisch veranlagt, alleine aus dem Prinzip der Erfahrungen müssen philosophische Gedanken entstehen (Metaphysik bspw.), die wiederum später Systeme bilden. Damit kritisierst du praktisch auch alle anderen bekannten Magiesysteme, die es gibt, auch jene, die schon tausende von Jahren alt sind und an die viele gerne heute noch festhalten! (Traditionalismus) Denn sie alle basieren auf magische Erfahrungen, denen philosophische Gedanken untergeordnet wurden und aus denen die bekannten Magietheorien erst hervorgingen. Ein super bekanntes Beispiel ist: Das Leib-Seele-Problem. Viele magische Konzepte versuch(t)en dieses Problem zu lösen; Und keine von ihnen ist wirklich nachweisbar. Zu mal ist Philosophie keineswegs ausschließlich theoretisch. Alleine "Ethik" ist von der Formulierung theoretisch, doch sie muss natürlich notwendigerweise mit der Praxis einhergehen, sonst würde man wohl kaum sich die Gedanken über "ethisches Verhalten" machen, dass sich natürlich in der Tätigkeit/Handeln im Menschen äußert.
Die ganze Personendiskussion ist unnötig - Hermes, Bardon, Kant sind alle in erster Linie einfach tote Menschen und Hermes vielleicht nur Symbolisch. Sollte Einer davon (oder Alle) ätherisch weiterexistieren interessiert Diese das wenig, ob jemand in ihrem Namen spricht oder ihre Ehre verteidigt. Die Diskussion wird sicher viel ruhiger, wenn man sich auf dieser Ebene nicht gegenseitig angreift Winken
Namen und Personen werden hier nicht verehrt, falls man das irgendwo herausliest. Es geht um das, was sie geschaffen haben. Und ihr Schaffen ist sehr wohl eine gewisse Bewunderung und Belobung wert, gerade auch Kant, der die Aufklärung in Europa erst so richtig ins Rollen brachte und dem wir auch vieles heute verdanken. Ich kritisiere also sehr wohl, wenn jemand Kant auf eine Stufe stellt, auf die er sich, wie man aus seinen Werken und seinem Leben herauslesen kann, nie selbst positioniert hätte. Kant als Materialisten zu bezeichnen ist faktisch einfach falsch; das weiß man einfach, wenn man seine Werke kennt. Würde ich jetzt im obigen Satz: "Kant ist ein Materialist" den Namen "Kant" mit "Buddha" ersetzen; das Geschrei wäre groß.

Eine Diskussion besteht aus Argumenten und nicht aus ad homina, da stimme ich dir zu. Ich konnte jetzt weder von Rikodous noch von meiner Seite solche vorfinden, daher verstehe ich nicht wie du das jetzt meinst, angreifen tun wir uns hier nicht, also ich empfinde es nicht so. Diskussionen sind auch dazu ohnehin notwendig, denn sie geben auch die Möglichkeit über eigene Dinge noch einmal nachzudenken und evtl. berechtigte Gegenargumente zu untersuchen und ggf. daraus neue Schlüsse zu ziehen und eine Revision anzustreben. Wie sagt Einstein so schön: "Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend."

MfG,
Zuka.
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