Selbst gehörte Erzählungen / Urban Legends

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Wingman
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Selbst gehörte Erzählungen / Urban Legends

Beitrag von Wingman »

Die Meisten haben sicherlich schon mysteriöse Erzählungen bzw. Urban Legends im persönlichen Umfeld gehört. Darunter gibt es garantiert welche, die in noch keiner Sammlung aufgetaucht sind, oder einfach nur in einem kleinen Umkreis weitererzählt wurden (und das oft schon vor vielen Jahren). Vielleicht kriegen wir ein paar spannende Stories zusammen. Solche Dinge entziehen sich zwar in der Regel völlig der Überprüfbarkeit (u.a. durch Stille Post-Prinzip und Fantasie-Ergänzungen), aber darum geht es ja bei sowas auch nicht. :mrgreen:

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Ich mach mal den Anfang...


Gläserrücken mit explodierendem Glas

Vor vielen, vielen Jahren (fünfte oder sechste Klasse) hörte ich von einer Gläserrücken-Session a'la Teenie-Party, die ziemlich schockierend abgelaufen sein soll. Die Erinnerung ist lückenhaft, jedoch ging es wohl darum, irgendwelche typisch unvorsichtigen Fragen an den Geist zu stellen. Es wurde das übliche Arrangement hergestellt (dunkles Hinterzimmer mit Kerzenlicht etc...), und auf den Tisch kam noch ein Einmachglas, welches mit Sand gefüllt war. Als dann die Session im Gange war, passierte erstmal lange Zeit nichts. Doch irgendwann (die Konzentration war wohl nicht mehr so hoch) gab es plötzlich einen lauten Knall im Zimmer. Verdutzt wurde das Licht eingeschaltet und festgestellt, dass das sandgefüllte Einmachglas explodiert war. Der Sand darin blieb jedoch wie unberührt stehen, so als sei das Glas immer noch drumherum vorhanden. An dem Punkt wurde die Session panisch abgebrochen. Ob es noch paranormale Nachwirkungen davon gegeben haben soll, weiß ich nicht, aber einige der TeilnehmerInnen mußten angeblich für eine Weile professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Anmerkung meines Verstandes: Ich bin kein Okkultismus-Experte, aber was hat ein sandgefülltes Einmachglas mit einer Gläserrücken-Session zu tun? Ich weiß nicht mehr, ob es als Glas zum rücken benutzt wurde, jedoch finde ich die Vorstellung schon etwas seltsam. Vielleicht war das ja irgendeine einfältige Teenie-Idee, z.B. das sich der Geist im Sand manifestieren sollte, oder ähnliches *g*. Auf jeden Fall eine kuriose Vorstellung...


Der schwarze Mann

Eine Erzählung aus erster Hand (von meinem besten Schulfreund damals, nennen wir ihn einfach mal "C."), die wohl in die Kategorie "Shadow People" fallen könnte. Es soll so gewesen sein, das C. spät Abends noch im Bett Musik auf seinem Walkman hörte. Das Licht war dabei bereits ausgeschaltet. Zudem war seine Zimmertür in Richtung Flur (wo ebenfalls kein Licht brannte) halb geöffnet. Irgendwann drehte C. sich zur Tür und schaute erschrocken in den dunklen Flur. Dort stand knapp vor seiner Tür eine schattenartige Silhouette, die den Umriß einer Person hatte. Er dachte zuerst, es wäre seine Mutter, die nochmal reinschaute, ob er wirklich schlief. Deshalb sagte er zu der Silhouette "Ich hab nur noch ein bisschen Musik gehört und mache jetzt aus!". Aber die Silhouette blieb bewegungslos dort stehen. Jetzt bekam C. Angst und verkroch sich unter der Bettdecke. Er will dort ewig regungslos gelegen haben, bis er vor Müdigkeit einschlief. Am anderen Morgen war nichts dort zu finden, was die Erscheinung für ihn hätte erklären können.


Rote Augen

Siehe HIER. So wurde es angeblich von einem früheren Schulkameraden erlebt. Aber durchaus interessant, weil es kein Einzelfall, sondern ein spezifisches (wenn auch seltenes) Phänomen auf der Welt zu sein scheint.


Lichtgestalt im Treppenhaus

Ich bin nicht mehr sicher, ob ich das von irgendjemandem hörte, oder in einem Leserbrief las. Dort berichtete jemand, das er als 6-Jähriger mitten in der Nacht aufgewacht sei, und auf seinem Zimmerboden anfing, mit Lego zu spielen. Die Zimmertür war zum Treppenhaus hin geöffnet. Plötzlich nahm er dort ein Leuchten wahr. Als er genauer hinschaute, sah er eine weiße, transparente Gestalt die Treppe hochkommen. Vor Schreck verkroch er sich in seinem Bett und schlief irgendwann ein. Weitere Phänomene dieser Art sollen dort nicht aufgetaucht sein.


Nächtliches Mysterium im See

Das hier hab ich definitiv mal in einem Leserbrief gelesen, und zwar in einer Zeitschrift zur Serie "Akte X" (die damals gerade erst in Deutschland angelaufen war). Dort konnten Leser von ihren eigenen, unerklärlichen Erlebnissen berichten. Es ist ewig her, aber wenn ich mich recht erinnere, lief es folgendermaßen ab: Zwei Freundinnen waren im Sommer am Ufer eines Badesees campen. Nachts faßten sie spontan den Entschluß, nochmal eine Runde im See schwimmen zu gehen. Sie hatten zusätzlich eine Luftmatratze dabei. Als sie ein gutes Stück vom Ufer weg waren, passierte plötzlich etwas Ungewöhnliches: Das Wasser um sie herum wurde langsam immer wärmer. Dadurch wurden die Beiden so beunruhigt, das sie versuchten, komplett auf die Luftmatratze zu klettern. Sie schauten ins Wasser, aber konnten wegen der Dunkelheit nichts erkennen. Auf einmal begann das Wasser unter ihnen hell zu leuchten. Jetzt war die Panik vollkommen. Sie schwammen panisch zum Ufer zurück und verkrochen sich dort im Zelt. Zusätzlich wurde der innere Reißverschluß zugeknotet (kann man bei manchen Zelten zum "abschließen", soweit ich weiß). Sobalt es hell wurde, bauten sie schleunigst ihr Lager ab, und verschwanden von dort. Sie waren dann später nochmal tagsüber dort, aber konnten äußerlich nichts an der Stelle des Sees entdecken.

Anmerkung meines Verstandes: Da ich schwimm-, schnorchel-, und tauchtechnisch auch ein bisschen Erfahrung mit solchen Seen habe, sehe ich zwei Erklärungsmöglichkeiten. Die Wärme des Wassers kann unter Umständen stark schwanken, z.B. wenn eine sehr flache Stelle (Unterwasserhügel, Sandbank etc...) mittendrin vorkommt. Das Wasser in 1-2m Tiefe ist im Sommer sehr stark durch die Sonne erwärmt. Kommt man aber ein kleines Stück tiefer (z.B. beim Schnorcheln) wird es vergleichsweise eisig. Eventuell sind die beiden Mädels also über so eine flache Stelle geschwommen, und haben es im Dunkeln auf der Luftmatratze nicht bemerkt. In einer solch angespannten Situation könnte es von denen überinterpretiert worden sein. Was das plötzliche Unterwasserleuchten betrifft: Da fielen mir als "vernünftige" Erklärung nur Nachttaucher ein, die in dem Moment dort vorbeikamen. Tauchlampen sind sehr leistungsfähig und erzeugen Nachts in Seen (vor allem wo es nicht allzu klar ist) ein weißes bis gelbes Streulicht unter der Wasseroberfläche, das durchaus ein paar Meter breit wirken kann. In dem Fall hätten aber auch Luftblasen auftauchen müssen (falls die beiden darauf geachtet haben), denn blasenlose Kreislaufgeräte gabs damals noch nicht für Sporttaucher, soweit ich mich erinnere.

Wenn jemandem dieser Bericht bekannt vorkommt, würde ich gerne nochmal das Original lesen. Im Netz habe ich leider nichts gefunden, aber es muß wohl in einem Akte X-Heft um 1993 / 1994 gewesen sein.


Sternenlicht

Dies war ebenfalls von einem Leserbrief, aber ich weiß nicht mehr, ob es aus dem Akte X-Magazin, oder einer Star-Trek Zeitschrift stammte. Dort erzählte ein Leser, das er mal im Sommer irgendwo auf einer Wiese campen war. Während die anderen Camper sich in ihre Zelte zurückzogen, wollte er noch den klaren Sternenhimmel genießen und legte sich mit seinem Schlafsack auf die Wiese. Irgendwann fixierte er einen "Stern", der immer größer zu werden schien. Er kam dann regelrecht auf ihn zu. Plötzlich bemerkte jener Leser, das er sich nicht mehr bewegen konnte. Nach kurzer Zeit füllte das Licht des "Sterns" sein gesamtes Sichtfeld aus, und er verlor das Bewußtsein. Am anderen Morgen wachte er auf der Wiese liegend auf.

Anmerkung meines Verstandes: Die Paralyse und das Lichtphänomen könnten auf einen bewußt miterlebten PreAKE-Zustand hindeuten. Aber auch die UFO-Hypothese soll hier Platz haben, denn man kann nicht jede derartige Erfahrung mit AKE-Phänomenen erklären. In dem Fall wüßte ich aber auch gerne mehr Details, jedoch das dürfte nach sovielen Jahren schwierig sein (keine Spur mehr).

So, die fielen mir jetzt spontan ein. Vielleicht kommen ja noch welche dazu. Ich bin gespannt auf eure Berichte... :kerze:
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Larah
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Tischerücken

Beitrag von Larah »

Moin Leute :)

Gläser rücken kennen einige. Daneben gibt es auch das Tische rücken. Als Teenies haben meine Cousine und ich uns dafür extra kleine Tischchen selber gebastelt. Ein Minitischchen mit drei Beinen wird dabei analog zum Glas mit den Fingern belegt und "wackelt" daraufhin die Antwort. Durch die drei Beine wackelt es natürlich leichter..... klingt ein wenig lächerlich, ist es aber durchaus nicht, wenn man sowas als Teenie macht und sich das gebastelte Teil dann eigenständig verhält.
Na, die Sitzungen waren schon auch ein wenig spektakulär für uns, aber eines Nachts hörte meine Cousine Schritte die Treppe hinaufgehen und das gebastelte Tischchen fiel von alleine um. NEIN, es war nicht eines der drei Beine abgefallen, es war gekippt aus dem Nichts heraus, ohne physische Berührung oder dergleichen.

Wie ihr euch vorstellen könnt, hatte meine Cousine nicht die geringste Lust unsere Experimente fortzusetzen :roll: na und ich auch nicht wirklich.

LG Larah
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Gruselige Geschichte

Beitrag von Chili_Schote »

Ich hab hier mal was für euch zum Gruseln... :)

Ein Mann checkt im Hotel ein. Abends hört er aus dem Nebenzimmer komische Musik. Der Mann geht raus, und guckt durch den Spion, der in der Tür ist. Da sieht er von hinten eine Frau tanzen. Sie hat graues langes Haar, und trägt ein weißes langes Kleid. Der Mann geht wieder in sein Zimmer zurück. Am nächsten Abend hört er wieder komische Musik, weshalb wieder durch den Spion guckt. Er sieht wieder die Frau von hinten. Dann am nächsten Abend erklang dieselbe Musik. Er schaute durch den Spion, aber sah nur rot, alles ganz komisch rot.. am nächsten tag ging er zur Rezeption und fragte den Angestellten, warum denn da so komische Musik lief etc... Der erklärte, dass dort eine Frau wohnt, die lange weiße Kleider trägt und rote Augen hat.
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Beitrag von Wingman »

Nachträglich fiel mir noch eine weitere Erzählung ein, die ich mal in der Jugend gehört habe... :megaeek:


Die verlassene Kapelle im Wald

In meiner alten Heimatstadt gibt es ein kleines Waldgebiet, in dem nahe des unteren Eingangs die Ruine einer alten, kleinen Kapelle steht / stand (ich glaube, die wurde inzwischen abgerissen). Die Kapelle war verlassen, seitdem ich denken kann. Es gab einen abgeschlossenen Eisenzaun drumherum, welcher aber an einigen Stellen schon beschädigt war. Von jenseits des Zaunes konnte man durch kleine Kellerfenster schauen, und eine Gruft erahnen. Angeblich lagen dort unten mehrere Steinsärge wild durcheinander.

Irgendwann (das muß zwischen der 5. und 7. Klasse gewesen sein) hörte ich aus zweiter Hand, das ein paar Jugendliche nachts hineingeklettert sein sollen, um sich die Gruft anzuschauen. Details gab es leider nicht, aber es hieß, das dort irgendwas Schockierendes passiert sein soll. Einige oder gar alle der Jugendlichen sollen danach in psychiatrische Behandlung gekommen sein. Mehr haben wir leider nicht von diesem angeblichen Vorfall gehört, aber er taugt durchaus als kurze 08/15-Gruselgeschichte. :D

Update:
Ich war heute wegen eines Termins vor Ort, und habe die Gelegenheit genutzt, in dem Waldgebiet nachzuschauen, ob es noch eine Spur des berüchtigten Gebäudes gibt. Tatsächlich hab ich was gefunden, aber entweder habe ich es völlig falsch in Erinnerung, oder es ist nur noch der Kellerbereich vorhanden (in meiner Erinnerung dachte ich eher an ein Kapellengebäude mit Spitzdach). Die Struktur der Oberseite könnte allerdings auf einen ehemaligen Überbau hindeuten. Der Zaun fehlt (bis auf zwei Pfeiler), und das Gebäude ist zur Hälfte vom Waldboden verschüttet. Innen kann man leere Sargfächer erkennen. Hier ein paar Fotos:

Bild

Bild
Vorderseite mit Eingang (durch Waldboden versperrt)

Bild
Innenraum mit leeren Sargfächern auf beiden Seiten

Bild
Rückansicht mit Kellerfenster-Schacht (größtenteils vom Waldboden verschüttet)
Zuletzt geändert von Wingman am Di 5. Mai 2015, 12:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Darani »

Huhu^^
Also erstmal hätt ich mich wahrscheinlich garnicht so nah da ran getraut...naja obwohl....tagsüber schon.^^
Hm mich würd ja mal interessieren ob die Geschichte der Jugendlichen sich da irgendwie weiter verbreitet hat-und klar-wer will nu nicht wissen was sich da abgespielt haben soll mit den Jugendlichen.
Weisst du denn ob die alte Kapelle eine Geschichte hat?


Liebe Grüße ;)
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Beitrag von Wingman »

Darani hat geschrieben:Weisst du denn ob die alte Kapelle eine Geschichte hat?
Leider nicht. Ich habe auch im Internet nichts darüber gefunden. Wie gesagt, es war schon verlassen, solange ich zurückdenken kann. Aber ich frag bei Gelegenheit nochmal einige Ureinwohner dort. :lol:

EDIT: Ich habe ein paar Infos zu der Gruft in einem Schatzsucher-Forum gefunden:
maggiauge1974 hat geschrieben:Hallo
Das was ich weiß über die Gruft ist das die zum Schloss gehört, und das der neue Schlossbesitzer die Überreste der Toten umgebettet hat da er mit dem Schloss was anderes vor hatte (da der Besitzer ein Holländer ist) und die Ruinen den Zerfall oder der Natur überlässt was meiner meinung nach zu schade ist.

Früher gehörte die kleine Ortschaft Rimburg mit zum Schloss (Deutsches Reich)
was aber dann von den Amis uns enteignet und zum holländischen Hoheitsgebiet zugesprochen wurde.

Das Schloss und die Gruft ist aber dennoch auf deutscher Seite.

Hat sich aber viel verändert, damals als ich noch ein kleiner Bub war (ca. vor 20-25 Jahren) sah das Ding noch richtig chick aus und die einzelnen Kammern waren noch mit Grabplatten geschlossen (Graf / Gräfin von und zu auf und davon).

Heute wird die Gruft aber leider zu satanistischen Zwecken missbraucht (Schande über euch).

Daher kann ich auch verstehen das sämtliche Bunkeranlagen verschlossen werden wenn die...


Quelle: Schatzsucher.de - Die alte Gruft vom Schloss Rimburg
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