Wenn man genauer darüber nachdenkt, macht es sogar mehr Sinn, ein "AKE-Experiment #3" zu starten, im Stil der beiden vorhergehenden. Das wäre für Neulinge, und auch für alle anderen, sicherlich einfacher, als eine konkrete Absicht: Zugriff auf dieses mysteriöse Gedächtnisverzeichnis.
Hatte vor einigen Minuten eine AKE, wollte zu meinem Ich-Dort (wo ich trotz mehrfacher Versuche seit ich mich mit dem ganzen Thema beschäftige nie hingekommen bin), landete aber in einem merkwürdigen fremden Zimmer. Rückblickend fiel mir auf, dass das Zimmer auch eine Interpretation eines "Vorraums" zum Ich-Dort gewesen sein könnte, denn es war relativ klein (ca. 4x4m) und hatte gegenüber des Bettes, in dem ich mich wiederfand, eine hölzerne, geschlossene Tür. Schade, dass ich sie nicht geöffnet hab (wachte nach zweimaligen Aufsteh-Versuchen abrupt auf), wer weiß wo sie hingeführt hätte?
Das hatte ich bei meinen Überlegungen nicht bedacht. Nichtphysische Umwelten können anscheinend nahezu beliebig interpretiert werden, unabhängig von ihrer tatsächlichen Struktur. Es geht nur darum, "an was die Umgebung den AKE'ler erinnert", wie er sie wahrnimmt, für was er sie hält. Nicht, was sie tatsächlich (als Haufen Schwingungen betrachtet) ist.
Wenn jetzt jeder anfängt, seine Erlebnisse mit seiner ganz persönlichen Gedächtnisschicht aufzuschreiben, wäre es sogar legitim zu postulieren, dass es nur Übereinstimmungen in der Art des Zugriffs gäbe, nicht jedoch in der Wahrnehmung der Informationen selbst. Das ist - höchst - individuell wie man seine Umgebung interpretiert.
Ich weiß auch gar nicht, wie schreckhaft hier einige sind. Das gerade war bisher meine klarste AKE überhaupt. Kommandos wie "Klarheit, sofort!" haben erschreckend gut funktioniert und ich habe keinen Blackout bei den Aufwachphasen gehabt. Die nichtphysische Umgebung war zudem genauso real wie die physische.
Im Klartext heißt das, dass man darauf gefasst sein sollte, ohne Vorwarnung, ohne Erinnerungslücke und ohne Änderung des Bewusstseins plötzlich noch in einem fremden Raum zu sein und eine Millisekunde später auf dem Rücken in seinem Bett zu liegen und die Vögel zwitschern zu hören. Und das eine war dann wie gesagt genauso real wie das andere, so dass man sich sofort fragt: Wo ist eigentlich das andere Zimmer, örtlich gesehen? Wie kommt man dahin? Es ist so real in der Empfindung, dass man denkt, man könnte bei den Nachbarn irgendwo reinspazieren und in genau so einem Raum wieder landen. Das ist kein verwaschener, vernebelter, irrationaler Traum. Das ist überhaupt ganz anders wie das, was man vom "Schlafen" und "Träumen" normalerweise her kennt.
Ich persönlich würde es daher nach reiflicher Überlegung besser finden, ein drittes AKE-Experiment mit Treffabsicht zu starten. Mit dem Hintergrund einer wissenschaftlichen Erforschung des Phänomens. So könnten wir auch die Anzahl der Prämissen reduzieren; beispielsweise müssten wir dann nicht gleich die Existenz eines körperunabhängigen Gedächtnisses postulieren, von dem wir gar nicht mit Sicherheit wissen können, wo genau es sich befinden soll. Sondern wir können uns auf die "Grundannahmen" stützen und dazu Material liefern. Dass wir's nicht wasserdicht beweisen können ist klar, aber wir hätten dann zumindest das erste private Experiment dieser Art, dass zum Ziel hat, das Phänomen in wissenschaftlich anerkennbarer Art und Weise zu erforschen. Ohne von "energetischen Bewusstseinswellen" oder "Astralschwingungen" im "Emotionalkörper" reden zu müssen, sondern mit wissenschaftlich akzeptablen Begrifflichkeiten und einer strikten Trennung von Versuchsdurchführung und Interpretation der Daten, so wie es Robert Monroe damals in Ansätzen bereits gemacht hat.
Vielleicht interessiert's irgendeinen namhaften Forscher, dem wir die Daten dann zur Verfügung stellen. Falls nicht, haben wir ein interessantes Experiment für uns hier im Forum gehabt, das uns selbst weitergeholfen hat.
Über den Zeitpunkt und die weiteren Gegebenheiten lässt sich klasse diskutieren
