Gibt es Bewußtlosigkeit?

Außerkörperliche Erfahrungen, Nahtodeserfahrungen, (luzide) Träume, Inkarnationserinnerungen und andere Bewusstseinsphänomene

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Gibt es Bewußtlosigkeit?

Beitrag von Wingman »

Durch Überlegungen bezüglich einiger Erfahrungsberichte und eigener Erfahrungen, kam ich auf folgende Frage: Gibt es Bewußtlosigkeit? Wenn wir nach rein physischen Maßstäben gehen, dann muß die Antwort natürlich "ja" lauten. Denn wir erleben Bewußtlosigkeit (fast) jede Nacht, aber hin und wieder auch mal durch unnatürliche Einflüsse (Vollnarkose, Ohnmacht, K.O., zuviel feiern etc...).

Allerdings möchte ich mal von einem anderen Blickwinkel herangehen: Könnte Bewußtlosigkeit nicht eher das Fehlen von Erinnerungen bzw. der Zugriff auf diese sein? So dass sich das Bewußtsein während einer Bewußtlosigkeit quasi woanders aufhält, aber die Erinnerungen an diesen "Aufenthalt" im physischen Wachbewußtsein nicht mehr zugriffig sind?

Wenn das zutrifft, könnte man theoretisch sagen, das es Bewußtlosigkeit in dem Sinne garnicht gibt, sondern nur der Erinnerungszugriff im physischen Wachzustand "entkoppelt" ist. Das würde auch zu manchen Beobachtungen im Zusammenhang mit vollbewußten AKEn passen, die implizieren, das wir auch im traumlosen Tiefschlaf irgendwo unterwegs sind (siehe z.B. HIER). Auch Berichte a'la Monroe deuten ja auf lokale Bewußtseinsebenen hin, wo träumende oder anderweitig physisch bewußtlose Menschen anzutrefffen sind (Focus 22).
Focus 22
Ein Äquivalent zu sehr tiefem Schlaf; der Verstand ist jedoch völlig bewusst und aktiv. Hier werden auch die Bewusstseine von träumenden, komatösen oder durch psychoaktive Medikamente/Drogen "benebelten" Personen angetroffen. Die Bewusstseine in diesem Bereich sind sich ihrer Selbst meist nur geringfügig bewusst (so, wie man es von gewöhnlichen Träumen kennt).
Was meint ihr dazu?
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secretocean
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Beitrag von secretocean »

Ich halte es durchaus für möglich, dass es so etwas wie Bewusstlosigkeit nicht gibt, sondern dass das ein Phänomen ist, das durch Erinnerungslücken entsteht. Nachfolgend mal meine Sicht auf dieses Thema:

Bewusstsein ist ein Kontinuum, ebenso wie das Raum-Zeit-Kontinuum. Kontinuum kommt von kontinuierlich, ohne Unterbrechung. Man ist immer vollbewusst, es ist nur so, dass das Bewusstsein von einem Körper zum anderen transferiert werden kann. Im Wachzustand erinnert man sich hauptsächlich an die Erlebnisse des Wachzustands, und nur wenig an jene, die man im Zustand des "Träumens" erlebt hat. Umgekehrt verhält es sich ebenso: Im Traum erinnert man sich hauptsächlich an die Erlebnisse des Traumzustands, und nur wenig an jene, die man im Zustand des "Wachseins" erlebt hat.
Diese Einschränkung der Erinnerungsfähigkeit lässt die Illusion entstehen, es gäbe einen Zustand der Bewusstlosigkeit; in Wirklichkeit erinnert man sich lediglich einfach nicht mehr an das, was man getan hat.

secretocean
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Elysium
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Beitrag von Elysium »

Ich schließe mich an. Ich denke, dass man immer "bewusst" ist und sich nur nicht immer an alles erinnern kann, genannt werden hier die Beispiele einer Operation. Man hört ja auch immer wieder, dass sich Leute noch an ein Koma erinnern, was dann nicht anders klingt als unser AKE-Erfahrungsunterforum.

Ich bin allgemein der Meinung, dass man unendlich viele Informationen aufnehmen kann, nur nicht immer ohne weiteres auf alle zugreifen kann. Ich kann mich erinnern, dass Wingman anderer Meinung war (begrenzter Speicher), aber das ist jetzt auch nicht unbedingt Thema dieser Diskussion ^^
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Wingman
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Beitrag von Wingman »

Elysium hat geschrieben:Ich kann mich erinnern, dass Wingman anderer Meinung war (begrenzter Speicher), aber das ist jetzt auch nicht unbedingt Thema dieser Diskussion ^^
Ja, aber das bezog sich nur auf das Gehirn. Wobei ich inzwischen denke, das im Gehirn nur sowas wie eine Dateizuordnungstabelle liegt, also eine Art Schnittstellenmatrix, welche die nicht-physisch gespeicherten Erinnerungen abrufen. Demnach würde es eher eine Begrenzung an Schnittstellen sein. Obwohl das Gehirn da warscheinlich für mehrere Jahrhunderte Platz hätte. Wo wir schon bei Computer-Vergleichen sind: Eine Art Defragmentierung scheint es für das Gehirn ja auch zu geben. Wir nennen es Träume *g*.
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hope
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Beitrag von hope »

Für mich ist es jetzt erstmal neu, wenn Wingman schreibt: "Denn wir erleben Bewußtlosigkeit (fast) jede Nacht, aber hin und wieder auch mal durch unnatürliche Einflüsse (Vollnarkose, Ohnmacht, K.O., zuviel feiern etc...)."

Bewusstlosigkeit habe ich bisher mit auch selbst erlebten Schwächeanfällen assoziert, der letze vor ettlichen Jahren hat mich, durch totale Übermüdung und schlimmen Stress, einfach im gehen ausgeschaltet und ich bin auf dem Boden liegend wieder aufgewacht. Wie lange ich weg war weiss ich nicht. Das war für mich eine Bewusstlosigkeit.

Nachts lege ich mich ja bewusst ins Bett um zu schlafen.

Ich würde Schlaf nicht als Bewusstlosigkeit definieren, wobei das wohl Ansichtssache ist und jetzt auch mal nur meine Meinung.

Mir stellt sich da die Frage: Wo bin ich wenn ich schlafe?
Klar liegt mein Körper in meinem Bett, aber durch ettliche Erfahrungen bin ich mir sicher, dass eben nur der Körper da liegt, mein Geist oder Verstand ist unterwegs.

Wobei ich hier Wingman wieder zustimme: "Allerdings möchte ich mal von einem anderen Blickwinkel herangehen: Könnte Bewußtlosigkeit nicht eher das Fehlen von Erinnerungen bzw. der Zugriff auf diese sein? So dass sich das Bewußtsein während einer Bewußtlosigkeit quasi woanders aufhält, aber die Erinnerungen an diesen "Aufenthalt" im physischen Wachbewußtsein nicht mehr zugriffig sind?

Wenn das zutrifft, könnte man theoretisch sagen, das es Bewußtlosigkeit in dem Sinne garnicht gibt, sondern nur der Erinnerungszugriff im physischen Wachzustand "entkoppelt" ist."

Der Zugriff auf erhaltenen Erfahrungen/Informationen im Schlaf oder Nichtbewusstsein ist das Problem in meinen Augen. So wie es im Wachzustand manchmal auch passiert, dass mir ein Name oder etwas anderes eigentlich bekanntes nicht direkt einfällt dann aber nach ein paar Minuten doch an "die Oberfläche kommt" und wieder präsent ist. So passiert es mir in den letzten Monaten öfters, dass ich obwohl ausgeschlafen, tagsüber merke, wie mein Bewusstsein weg wandert, also meistens merke ich es genau in dem Moment, wo ich wieder da bin beim Alltagsgeschehen, es macht richtig "klick" und ich sitze wieder vor meinem PC bei der Arbeit. Manchmal kommen ganz kurze Sequenzen wo ich war, aber meistens bleibt es beim Bemerken ich bin wieder im Alltag.

Also wäre eher die Frage wichtig, wie komme ich an die Informationen die nicht direkt zugreifbar sind? Wie kann man die Erinnerungen konservieren?
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