Persönliche Freiheit

Wie entwickelt man das eigene Bewusstsein weiter? Kritische Betrachtungen und Selbstreflexionen. Diskussionen über Philosophie, Psychologie, Alltagserfahrungen, neue Perspektiven.

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Amillea
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Persönliche Freiheit

Beitrag von Amillea »

Ich hatte gestern ein sehr schönes Gespräch mit einer Userin und dabei ging es auch um das Thema persönliche Freiheit. Meine These dazu ist, dass man (persönliche) Freiheit und Selbstbestimmung nicht ohne Kampf und Schmerzen erreichen kann.

Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
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Und wenn Sie mich suchen: Ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf. Genauer gesagt, auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik. Gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie. Also nur, falls Sie mich suchen.
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Wingman
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Re: Persönliche Freiheit

Beitrag von Wingman »

Juvi hat geschrieben:Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
In dieser Welt? Nein. Und sei es auch nur der Kampf gegen sich selbst, um bequeme, aber entwicklungshemmende Abhängigkeiten loszuwerden.
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ana
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Beitrag von ana »

ich glaube, dass man ohne kampf eigentlich weiter kommt. kampf braucht immer ne menge energie, die man oft geschickter einsetzen kann.

nichts gegen nen schönen kampf mit sich selber. das macht ja auch spaß. aber effektiv ist es glaub ich nciht ;-)
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Wingman
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Beitrag von Wingman »

ana hat geschrieben:ich glaube, dass man ohne kampf eigentlich weiter kommt. kampf braucht immer ne menge energie, die man oft geschickter einsetzen kann.
Nun, kommt IMHO drauf an, welche Art Herausforderungen da sind. Oft kann Kampf vermieden werden, aber nicht immer. In manchen Situationen wäre die Alternative weglaufen oder Vermeidensstrategien. Und dadurch entstehen wiederum noch mehr Probleme.
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Regor
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Re: Persönliche Freiheit

Beitrag von Regor »

Juvi hat geschrieben:Ich hatte gestern ein sehr schönes Gespräch mit einer Userin und dabei ging es auch um das Thema persönliche Freiheit. Meine These dazu ist, dass man (persönliche) Freiheit und Selbstbestimmung nicht ohne Kampf und Schmerzen erreichen kann.

Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
Nein, Kämpfe sind Teil des Lebens und des Wachsens.
Die Weisheit liegt bloss darin zu erkennen, wann ein Kampf der falsche Weg ist.

Regor
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blaui
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Beitrag von blaui »

Es gibt immer Alternativen zum Kampf. Es ist meist nur die Frage, ob ein Wachsen schneller oder langsamer geht. AUßerdem stellt sich mir die Frage ob Wachsen immer notwendig ist. Pausen sollten schon drin sein. Es ist ja dann kein Stillstand, eher ein sich besinnen und ordnen.

Und meine persönliche Freiheit und Selbstbestimmung glaube ich ganz fest auch ohne Kampf zu erreichen. Ich kann das was ich möchte selbst beeinflussen, ich bau mir meine Welt wie ich sie mag. Und dort brauch ich darum nicht kämpfen, wenn ich es nicht mag.

Und ob es einen "falschen Weg" gibt weiß ich nicht. Vermeintlich falsche Wege führen über einen Umweg zu ihrem Ziel. Auch diese Irrwege sind Veränderung.
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elsbet
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Beitrag von elsbet »

Juvi hat geschrieben:Ich hatte gestern ein sehr schönes Gespräch mit einer Userin und dabei ging es auch um das Thema persönliche Freiheit. Meine These dazu ist, dass man (persönliche) Freiheit und Selbstbestimmung nicht ohne Kampf und Schmerzen erreichen kann.

Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
Wenn mit Freiheit, das streben nach Glück uns somit das verwirklichen seiner Träume gemeint ist, so ist der Kampf in Form von Krieg unausweichlich, wenn man in dessen Voranschreiten behindert wird.
Jedes Wesen und Lebenwesen strebt nach einem Zustand sei es Physisch oder Metaphysisch. Wird einem etwas entgegen gesetzt egal ob unwillkürlich oder willkürlich, entsteht daraus zwangsweise Widerstand, diesem Widerstand folg die Wärme um der Wärme die Bewegung.
Betrachtet man die heutige Gegenwart (siehe Posting Info) so erkennt man eher ein sich immer wiederholendes Mühlrad anstelle eines fließenden Baches. Was unser Leben und unser Handeln erst ausmacht, so sehe ich es, ist die Bewegung. In allen Fugen und Ecken lässt sich das Dasein auf die Bewegung reduzieren. Eine Bewegung, welche sich zum Ziel setzt sich mit den selben Zielen am Laufen zu halten muss notwendig scheitern. Ein der Situation angepasstes Ziel muss her, andernfalls sorgt die Natur dafür das die anfängliche Tat wieder im Krieg endet. Die Vergangenheit hat es schon unzählige male bewiesen. Gestern Fragten wir uns wie kam es nur zu einem Weltkrieg geschweige denn zu einem zweiten. Betrachten man die Geschehnisse im rechten (im Sinne von Rechtschaffend) Lichte so erkennt man das Bewegung von der Natur gefordert wurde. Man war nicht in Furcht, Angst oder Depression gefangen, sondern gefangen in einer Vorstellung der Veränderung alles Besser machen zu können und zu müssen, es wurde der Bewegung ein neues Ziel gegeben und somit Hoffnung. Ähnlich verhält es sich bei den tektonischen Plattenverschiebungen, es macht sich Untat durch einen Widerstand breit, dieser Widerstand baut sich auf, bis sich dieser in einer großen Tat oder Bewegung in Form eines Erdbebens wieder entlädt. Somit ist der Krieg oder Kampf, in meinen Augen nichts anderes als ein Behaupten der Tat und wir sollten Dankbar sein, sonst würde alles Sein und nichts mehr Werden.

Krieg muss nicht sein aber werden die Gesetze der Tat bzw Bewegung nicht rechtens angewandt so folgt bedingt durch die Natur der Kampf.

Eine Alternative wäre es auf die Gefühle in einem zuhören. Es ist bekannt das wenn man ein sich gesetztes Ziel erreicht man sich gut fühlt. Man weis auch das sich bei Fehlschlägen ein ungutes Gefühl breit macht. Ich deute hiermit auf ein Natürliches Navigationssystem, welchem wir keinen wahren Wert bemessen. Wir nutzen die Gefühle nicht als Navi sondern eher als Stimulator in Form von Sex, Drugs & Rock ´n Roll (bitte nicht wörtlich nehmen :) um uns weiter von unseren Zielen entfernen zu können. Desto weiter wir uns entfernen von unserem Ziel oder, wie die Griechen sagten, von unserem Seinszweck, umso beschissener wird es uns gehen, individuell wie auch kollektiv. Klar wir können unseren Zweck bzw das Ziel verschieben, doch kennt jeder der zu sich ehrlich ist diesen Stich mitten ins Herz, welcher dann folgt. Keiner will ihn doch jeder verspürt ihn. Damit bin ich auch auf den "falschen Weg" "eingegangen".
blaui hat geschrieben:Es gibt immer Alternativen zum Kampf. Es ist meist nur die Frage, ob ein Wachsen schneller oder langsamer geht. AUßerdem stellt sich mir die Frage ob Wachsen immer notwendig ist. Pausen sollten schon drin sein. Es ist ja dann kein Stillstand, eher ein sich besinnen und ordnen.
Mit den Pausen hast du gans Recht es ist keine Untat wie die meisten Sagen, es ist die Tat auf der Metaebene. Ein sich reflektieren und besinnen, exakt.


Gute Nacht!
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Sojemand
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Beitrag von Sojemand »

Juvi hat geschrieben:Ich hatte gestern ein sehr schönes Gespräch mit einer Userin und dabei ging es auch um das Thema persönliche Freiheit. Meine These dazu ist, dass man (persönliche) Freiheit und Selbstbestimmung nicht ohne Kampf und Schmerzen erreichen kann.

Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
Ich wollte schon drauf los schreiben und mich einreihen zu sagen „Hey jo, Freiheit ohne Kampf gibt´s nich", aber dann fiel mir ein, dass dieser Gedanke den Schluss in sich birgt, nach dem Kampf frei zu sein, ich also dann nicht mehr kämpfen muss.....

Noch dazu bedeutet es, dass wenn ich für meine Freiheit kämpfe, ich in diesem Moment alles andere als frei bin (da ich ja kämpfe)....

.... und vor dem Kampf bin ich auch nicht frei, sonst müsste ich ja garnicht erst anfangen zu kämpfen.

Also muss ich aus der Unfreiheit heraus entscheiden, in einen unfreien Kampf zu gehen, nur um danach frei zu sein? Da stimmt was nicht.

Wie kann ich, der in Unfreiheit lebt, wissen, gegen was ich kämpfen muss, um etwas zu erreichen, was ich bis dahin nie erlebt habe?

Ich könnte sagen, dass ich immer wieder kämpfen muss, weil ich immer wieder von der Freiheit in die Unfreiheit zurück falle, ich also bereits weiß, was Freiheit ist und wie ich dorthin gelange.

Doch wenn ich immer noch so unfrei bin, dass ich nicht verhindern kann, wieder in die Unfreiheit zurück zu fallen, nur um diesen Umstand dann wiederum durch einen weiteren unfreien Akt (den des Kampfes) auflösen zu können, wie kann ich da überhaupt von erreichter Freiheit sprechen? Ist hier Minus mal Minus auch Plus?

Mir scheint, dass Freiheit nur als Idealkonzept existieren kann, sie also für mich unerreichbar ist. So kann ich zwar entscheiden zu kämpfen, muss aber akzeptieren, immer unfrei zu sein, denn egal ob ich in Unfreiheit lebe und nicht kämpfe, oder kämpfe und unfrei bin, unfrei bin ich in jedem Fall.

Also, entweder ein Leben lang kampflos träumen, oder traumlos kämpfen, was darfs sein?

Btw: Was ist persönliche Freiheit überhaupt?
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Regor
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Beitrag von Regor »

Sojemand hat geschrieben:
Juvi hat geschrieben:Ich hatte gestern ein sehr schönes Gespräch mit einer Userin und dabei ging es auch um das Thema persönliche Freiheit. Meine These dazu ist, dass man (persönliche) Freiheit und Selbstbestimmung nicht ohne Kampf und Schmerzen erreichen kann.

Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
Ich wollte schon drauf los schreiben und mich einreihen zu sagen „Hey jo, Freiheit ohne Kampf gibt´s nich", aber dann fiel mir ein, dass dieser Gedanke den Schluss in sich birgt, nach dem Kampf frei zu sein, ich also dann nicht mehr kämpfen muss.....

Noch dazu bedeutet es, dass wenn ich für meine Freiheit kämpfe, ich in diesem Moment alles andere als frei bin (da ich ja kämpfe)....

.... und vor dem Kampf bin ich auch nicht frei, sonst müsste ich ja garnicht erst anfangen zu kämpfen.

Also muss ich aus der Unfreiheit heraus entscheiden, in einen unfreien Kampf zu gehen, nur um danach frei zu sein? Da stimmt was nicht.

Wie kann ich, der in Unfreiheit lebt, wissen, gegen was ich kämpfen muss, um etwas zu erreichen, was ich bis dahin nie erlebt habe?

Ich könnte sagen, dass ich immer wieder kämpfen muss, weil ich immer wieder von der Freiheit in die Unfreiheit zurück falle, ich also bereits weiß, was Freiheit ist und wie ich dorthin gelange.

Doch wenn ich immer noch so unfrei bin, dass ich nicht verhindern kann, wieder in die Unfreiheit zurück zu fallen, nur um diesen Umstand dann wiederum durch einen weiteren unfreien Akt (den des Kampfes) auflösen zu können, wie kann ich da überhaupt von erreichter Freiheit sprechen? Ist hier Minus mal Minus auch Plus?

Mir scheint, dass Freiheit nur als Idealkonzept existieren kann, sie also für mich unerreichbar ist. So kann ich zwar entscheiden zu kämpfen, muss aber akzeptieren, immer unfrei zu sein, denn egal ob ich in Unfreiheit lebe und nicht kämpfe, oder kämpfe und unfrei bin, unfrei bin ich in jedem Fall.

Also, entweder ein Leben lang kampflos träumen, oder traumlos kämpfen, was darfs sein?

Btw: Was ist persönliche Freiheit überhaupt?
Die Frage, was ist persönliche Freiheit überhaupt, ist natürlich wichtig!
Zumal es einer der Begriffe ist, die viele bekanntlich sehr unterschiedlich definieren.

Für mich bedeutet persönliche Freiheit, die Loslösung von sämtlichen Beschränkungen von Raum, Zeit und Geist.
Und aus dieser Warte möchte ich meine o.g. Antwort auf Juvis Frage etwas verdeutlichen.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ich im Hier-und-Jetzt in jedem Falle unfrei bin.
Und aus dieser Position muss und KANN ein Kampf folglich nicht Freiheit nach sich ziehen.

Ich bin der Meinung, die Erfahrung des Kämpfens ist notwendig um Freiheit erlangen zu können, sie bewirkt aber nicht die Freiheit.

Und der besagte falsche Weg ist für mich ein Weg, der mich in meiner Erfahrung nicht weiterbringt, wenn auch der Umweg darüber letztlich "nur" den Weg verlängert und nicht das Erreichen des Ziels verhindert.
Wobei ich die von mir angesprochene Weisheit schon oft genug nicht hatte...

Regor
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General Pepper

Beitrag von General Pepper »

Juvi hat geschrieben:Wie seht ihr das? Besteht für euch die Möglichkeit zur Freiheit und Selbstbestimmung ohne dafür kämpfen zu müssen?
In den meisten Fällen nein, wobei Kämpfen nicht unbedingt negativ aufzufassen ist.
Selbstbestimmung ist eigentlich eine Kraft in jedem von uns und diese Kraft zu nutzen und Wünsche nach außen hin manifestieren zu können, ist schon einiges an Freiheit.

Ich würde also dahergehen und behaupten für Selbstbestimmung braucht man viel Energie und Kraft sich mit Barierren zu konfrontieren, die sich einen in den Weg stellen und blockieren. Kämpfen ist also nur notwendig wenn etwas im Weg steht.

Für mich ist Freiheit meine Gedanken umzusetzen, jedoch leider nur so weit und schnell wie es die physische Realität zulässt.

Daher sind mir meine AKEs mitlerweile auch so wichtig, denn das ist für mich der Weg zu mehr Freiheit. Alleine im Schwingungszustand hatte ich gestern ein Erlebnisse, dass mir total den Ramen gesprengt hat. Das Erlebnis gebe ich hier jetzt nicht zum besten, denn mir ist aufgefallen diese Thematik scheint hier nicht mehr so beliebt oder erwünscht zu sein.

Gruß Wendulin
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