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Das Gefühl in der Dunkelheit

Verfasst: Fr 5. Nov 2010, 17:54
von Darani
Mal eine Frage.
Jeder kennt es-man wacht auf oder konnte eh nicht schlafen, jedoch um die Augen zu schonen und nicht wieder wach zu werden tappst man nachts durch die dunkle Wohnung auf dem Weg zum Kühlschrank oder sonstwas.

Nun steht man im Flur und ganz plötzlich kriegt man Panik-obwohl man sogar vielleicht durch schwaches Fensterlicht nicht in völliger schwärze steht.
Man sieht nichts was einen bedrücken könnte-aber dieses Gefühl der Panik kriecht in einem Hoch.
Oder aber es ist wenn man müde auf dem Rückweg vom Kühlschrank ist ( ja ich bin lieber nachts an meinem Kühlschrank^^). Man legt sich hin und ist der Meinung plötzlich etwas hinter einem zu spüren.Doch man sieht nichts-dreht sich wieder um und es ist das selbe Spiel.

Was ist es, das vielen so ein ungutes Gefühl verschafft?
Urängste die man grundsätzlich vor der Dunkelheit hat- oder das Unebhagen das natürlich ist wenn man jemanden den Rücken zukehrt?
Und warum kommt und geht es? Eine Nacht so- die andere so?
Steckt manchmal mehr dahinter als man sich ausmalen will?



Liebe Grüße, Dey

Re: Das Gefühl in der Dunkelheit

Verfasst: So 7. Nov 2010, 16:44
von Wingman
Deyanara hat geschrieben:Mal eine Frage.
Jeder kennt es-man wacht auf oder konnte eh nicht schlafen, jedoch um die Augen zu schonen und nicht wieder wach zu werden tappst man nachts durch die dunkle Wohnung auf dem Weg zum Kühlschrank oder sonstwas.

Nun steht man im Flur und ganz plötzlich kriegt man Panik-obwohl man sogar vielleicht durch schwaches Fensterlicht nicht in völliger schwärze steht.
Man sieht nichts was einen bedrücken könnte-aber dieses Gefühl der Panik kriecht in einem Hoch.
Kommt mir bekannt vor. Ich denke, das kennt fast jeder. Besonders bei unübersichtlichen Räumlichkeiten (eng zugestellt, verwinkelte Gänge und Ecken), oder dunklen Oberflächen scheint es ziemlich stark zu sein. Auch wenn man in (fremden) Räumen übernachtet, die sehr groß sind, und man schemenhaft in die weite Dunkelheit hinausstarren kann.
Oder aber es ist wenn man müde auf dem Rückweg vom Kühlschrank ist ( ja ich bin lieber nachts an meinem Kühlschrank^^). Man legt sich hin und ist der Meinung plötzlich etwas hinter einem zu spüren.Doch man sieht nichts-dreht sich wieder um und es ist das selbe Spiel.
Bei meinem Bett geht das nicht, weil es quasi zu 70% umwandet ist *g*. Weil ich in einer Einzimmer-Wohnung lebe (großer, hoher Wohnraum), habe ich mein Bett teilweise mit Regalwänden umstellt. So wird daraus fast ein eigenes Mini-Zimmer. :D

Als ich eingezogen bin, schlief ich das erste Wochenende nur mit dem Bett in der ansonsten fast völlig leeren Wohnung. Das war schon ziemlich seltsam. So ähnlich, als würde man in einer Sporthalle schlafen *g*.

Aber wie gesagt, ich kenne das von dir beschriebene Gefühl von großen, fremden Räumen. Vor allem wenn ich da irgendwo in der Mitte liege, statt an einer Wand.
Was ist es, das vielen so ein ungutes Gefühl verschafft?
Urängste die man grundsätzlich vor der Dunkelheit hat- oder das Unebhagen das natürlich ist wenn man jemanden den Rücken zukehrt?
Und warum kommt und geht es? Eine Nacht so- die andere so?
Steckt manchmal mehr dahinter als man sich ausmalen will?
Ich denke, es ist eine Mischung aus mehreren Faktoren. Meiner Beobachtung nach hängt es vor allem mit der Stimmung und den Gedanken zusammen, die man sich zu der Zeit macht. Das reizt offenbar auch unsere Urinstinkte. In der Urzeit war die Nacht für den Menschen gefährlich, weil man nie wußte, was sich in der Dunkelheit verbergen könnte (z.B. nachtaktive Raubtiere, die besser in Dunkelheit sehen, als Menschen).

Ganz besonders stark kann man sowas ja stimulieren, wenn man sich alleine im dunkeln irgendwelche Filme mit psychologischen Horror, oder einfach etwas, in dem Furcht vor dem Unbekannten vorkommt, anschaut. Aber auch Literatur kann natürlich diesen Effekt haben (ich erinnere mich an das Lesen eines Buches über Geistererscheinungen Nachts im Bett vor vielen Jahren *g*)

Heute kann ich den Effekt auch noch problemlos hervorrufen, obwohl ich soviel über die Themen weiß, und auch eigene Erfahrungen habe. Aber Rationalität und Erfahrung reicht offenbar nicht ganz aus, um die Urinstinkte auszuschalten (höchstens zu kontrollieren). Vor einiger Zeit schaute ich mir Nachts auf meinem Laptop mehrere Folgen von "Ghost Hunters" (Geisterjäger-Dokus) an, und das hatte auch eine ziemlich aufregende Wirkung. Ich mußte z.B. irgendwann immer wieder über den Bildschirm hinweg in das schemenhaft-dunkle Zimmer starren, weil aus dem Augenwinkel gewisse harmlose Gegenstände recht merkwürdig aussehen können. Zumindest unterbewußt.

In manchen Situationen (nicht jetzt dieser mit dem Laptop) bin ich auch nochmal vor dem Schlafen durch die Wohnung patroulliert, um mir bei Licht alle Räume anzuschauen. Meist wenn irgendein außergewöhnlich lautes Geräusch in der Küche oder im Bad war. Das Meiste davon ist ungeklärt geblieben... :lol:

Kann auf jeden Fall sehr stimmungsvoll sein, aber auch das Einschlafen danach erschweren... :kerze: