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Zeitbewußtsein, hier und anderswo

Verfasst: Di 21. Aug 2007, 20:59
von AKSEL
Ich habe gestern einen Teil des (Hör-)Buches "Zeit, der Stoff aus dem das Leben ist" von Stefan Klein gehört. Er erklärt wie das Gehirn sein Zeitempfinden kreiert. Es gibt verschiedene Ganglien (Nervenknoten) im Gehirn die periodisch Signale abgeben in deren Takt das Gehirn arbeitet.
Er führt das Beispiel eines Mannes an der von einem Moment zum Anderen die Welt wie im Zeitraffer wahrnimmt. In einem Test sollte er eine Minute abschätzen. Erst nach 5 Minuten sagte er "stop" ! Seine gesamte Wahrnehmung (zumindest optisch & akustisch) hatte nurnoch ein fünftel der normalen Geschwindigkeit wodurch ihm die Umwelt 5 mal schneller vorkam.
Auslöser war letztens Endes ein Tumor, der auf die "Pulsgeber-Ganglien" gedrückt hat. Nach einer OP war alles wieder wie vorher.

Diese Geschichte wirft für mich interessante Fragen auf ...

Wenn wir in der physischen Welt Taktgeber brauchen um klar zu kommen
wir sieht es in der nicht physischen aus ? Gibt es dort überhaut Zeit im
herkömmlichen Sinne ?
Wenn wir von einer Taktung unabhängig werden, würde die Aussage "Das Gehirn erschafft nicht den Geist, sondern schränkt ihn ein." bestätigt werden.

Ich hoffe es kommt rüber was ich meine. Was denkt ihr dazu ?

LG AKSEL

Verfasst: Mi 22. Aug 2007, 09:31
von Amillea
Wenn wir in der physischen Welt Taktgeber brauchen um klar zu kommen
wir sieht es in der nicht physischen aus ? Gibt es dort überhaut Zeit im
herkömmlichen Sinne ?
Ich hab die Erfahrung gemacht, das es dort keine Zeit gibt, zumindest nicht nach menschlichen Maßstäben. Es gibt dort sicherlich Parameter, an denen wir "Zeitvergehen" festmachen, aber Zeit im Sinne von Stunden oder Minuten gibt es dort nicht.

Physikalisch gesehen ist der Faktor Zeit im Sinne von "Stunden, Minuten, Sekunden" auch nur ein Konstrukt, dass uns einige Dinge verstehen und in eine Reihenfolge bringen lässt.
"Natürliche Zeit" wird ja durch Erdumdrehung, Sonne, Mond und Sterne gebildet. Und wer sagt denn, dass diese Zeitmesser auch in anderen Ebenen existieren.
In der NAW zB kann ich mit einem Schritt in der tiefsten Nacht stehen, ohne das es Anzeichen dafür gab, dass die Sonne unterging. Und vier Schritte weiter ist es wieder Tag und die Sonne leuchtet über mir.

Interessant ist auch, dass einige alte Stämme Kein Wort für Zeit haben.

Verfasst: Mi 22. Aug 2007, 10:04
von Alienfriend
Auf meinen astralen Ausflügen gab es bislang nie eine Möglichkeit festzustellen wie lange sie gedauert haben. Ich habe zwar oft Sterne und Planeten gesehen, konnte aber nie so lange verweilen, um eine Weiterbewegung der Himmelskörper feststellen zu können.
Vielleicht spielt Zeit, so wie wir sie kennen, dort keine große oder gar keine Rolle.