Surflamy hat geschrieben:p.s: Mir ist bewusst, das es im verlinkten Artikel besser gewesen wäre "Beschreibe das Objekt auf dem Bild" zu tasken anstelle im Tasking den Begriff "Gerät" zu verwenden. Das dürfte in den Augen der meisten RV'ler sicher Doof wirken - tut aber sogesehen nichts direkt zur Sache da es mir nur darum ging ob es machbar ist nicht materiell existierende Elemente aus einem Anime zu viewen.
Die Bezeichnung "Gerät" in einer Targetformulierung geht meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man wirklich weiß, dass es sich um ein Gerät handelt. Wenn du z.B. ein Foto von einem Toaster hast und schreibst "Beschreibe das abgebildete Gerät zum Zeitpunkt der Session!" sehe ich dabei kein Problem. Wenn man jetzt aber ein Gerät mutmaßt, man es aber nicht weiß (z.B. einen komisch geformten Stein auf dem Mars), schreibt man besser "Beschreibe das markierte Objekt zum Zeitpunkt der Session!". Dann vermeidet man, dass Target evtl. mit Vorannahmen zu kontaminieren. Solche Fehler machen Viewer aus Übersee schonmal gerne.
Zum Artikel mit dem Anime-Helm: Da gibt es drei Erklärungsmöglichkeiten. Zum einen kannst du natürlich die Intentionen und Gedanken des Künstlers viewen. Künstler stochern nämlich auch oft unbewusst in der Matrix herum, was man dann "Inspiration" nennt. Das kann wiederum eine Kombination aus den folgenden Möglichkeiten sein...
Die zweite Möglichkeit ist nämlich ein Stellvertreter-Effekt. Wir wissen, dass man z.B. auch künstlerische Abbildungen von Exoplaneten physisch beschreiben kann, wenn man diese als Target nimmt (weil kein echtes Foto existiert). Die Grafik steht dann als Platzhalter / Verknüpfung zum realen Planeten. Dabei besteht aber natürlich auch immer die Gefahr, die Eigenschaften der Grafik an sich zu beschreiben, also z.B. die Computerhardware dahinter (wenn es CGI ist).
Die dritte Möglichkeit besagt, dass die Matrix einem immer das nächst-ähnliche Ding im Universum liefert, wenn das getaskete Target so nicht existent ist. Wenn du z.B. in einem bestimmten Wald einen großen Bach mit speziellen Eigenschaften suchst, dieser dort aber nicht vorkommt, kann es sein, dass du den nächst-ähnlichen Bach viewst (inkl. Lokalisierung), welcher aber z.B. kleiner als im Target gewünscht ist. Das habe ich ja damals mit meinen Wanderungen erforscht:
Signallinie-Blog: Wandern mit Remote Viewing (ab "Update & September 2014 - Wassersuche")
Signallinie-Blog hat geschrieben:...Man stelle sich einfach vor, man hat die Vision eines schönen Sees vor Augen, findet dann aber nur einen kleinen Tümpel, der jedoch (abgesehen von der Größe) erstaunlich ähnlich aussieht, wie das, was man sich beim Tasking vorstellte.
Darin bestätigte sich etwas, das man im Remote Viewing schon von anderen Mapping-Anwendungen kennt: Die „Matrix" führt einen meistens zu dem nächst-ähnlichen Punkt, wenn es dort nichts gibt, was genau den gesuchten Kriterien entspricht (statt z.B. einfach garnichts auszuwerfen, was nur sehr selten vorzukommen scheint). Dies ist eine wichtige Erkenntnis, die nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich zu gelten scheint, und unbedingt bei Zukunftsschauen beachtet werden sollte...
Der Bereich des Taskings wird auf jeden Fall oft unterschätzt (vor allem im operationalen Bereich), und ist eigentlich ein Thema für einen eigenen Lehrgang. Ed Dames soll es mal so schön "Garbage in - Gargabe out" genannt haben, denn wenn man Quatsch tasket, kann man auch Quatsch kriegen (schade dass er es selbst offenbar nicht so beachtet). Für operationale Targets nimmt man meist sowieso keine Bilder, weshalb die Target-Formulierungen schon durchdacht sein wollen, was Neutralität betrifft. Daneben zählt natürlich auch die geistige Haltung des Taskers während der Target-Erstellung, sonst viewt man nachher
seine Gedanken in dem Moment, nicht das Target an sich.